Einführung in

Entwicklungsländerstudien

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8. Grundgegebenheiten: Tierische Produktion

8. Kaninchen


zusammengestellt von Alois Payer

herausgegeben von Margarete Payer

mailto: payer@hdm-stuttgart.de


Zitierweise / cite as:

Entwicklungsländerstudien / hrsg. von Margarete Payer. -- Teil I: Grundgegebenheiten. -- Kapitel 8: Tierische Produktion. -- 8. Kaninchen  / zusammengestellt von Alois Payer. -- Fassung vom 2001-02-21. -- URL: http://www.payer.de/entwicklung/entw088.htm. -- [Stichwort].

Erstmals publiziert: 2000-05-29 

Überarbeitungen: 2001-02-21 [Update]

Anlass: Lehrveranstaltung "Einführung in Entwicklungsländerstudien", HBI Stuttgart, 1998/99

Unterrichtsmaterialien (gemäß § 46 (1) UrhG)

©opyright: Dieser Text steht der Allgemeinheit zur Verfügung. Eine Verwertung in Publikationen, die über übliche Zitate hinausgeht, bedarf der ausdrücklichen Genehmigung der Herausgeberin.

Dieser Text ist Bestandteil der Abteilung Entwicklungsländer von Tüpfli's Global Village Library.


Skript, das von den Teilnehmern am Wahlpflichtfach "Entwicklungsländerstudien" an der HBI Stuttgart erarbeitet wird.


0. Übersicht



"Sa kalusugan ng bayan, rabbit ang alagaan. -- For the health of the nation, go into rabbit production."

Philippinischer Slogan


1. Zoologische Systematik



Wichtige Unterscheidungsmerkmale zwischen Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) und Feldhase (Lepus europaeus)
  Wildkaninchen Feldhase
Gewicht

1,5 - 2 kg

5 - 6 kg

Ohr kurzes Stehohr, schmaler schwarzer Rand langes Ohr, breiter schwarzer Rand
Lebensweise baut Höhlen, gräbt gerne freie Feldflur
Fortpflanzung pro Jahr 6 bis 7 Würfe mit je etwa 8 nackten und blinden Jungen je Jahr etwa 4 Würfe mit einem oder mehreren Jungen, die sehend und behaart geboren werden
Trächtigkeits-
dauer

30 bis 32 Tage

40 bis 42 Tage

Jungtier-
verhalten
Nesthocker Nestflüchter
Sozial-
verhalten
gesellig, lebt in Kolonien ungesellig, lebt paarweise
Chromosomen-
zahl

44

48

Anatomie Hinterhauptbein ist ein selbständiger Knochen

myoglobinarmes (= weißes) Fleisch

Hinterhauptbein ist mit dem Scheitelbein verwachsen

myoglobinreiches (= rotes) Fleisch

[Grün, Peter: Kaninchen halten. -- 2. Aufl. -- Stuttgart : Ulmer, ©1997. -- ISBN 3800173611. -- S. 19]


2. Allgemeines



Abb.: Kaninchen und seine Bestandteile

[Quelle der Abb.: Raising rabbits. -- Rome : FAO. -- Vol. 1: learning about rabbits; building the pens; choosing rabbits. -- 1988. -- ISBN 92-5-102583-5. -- (Better farming series ; 36). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 27.4.2000]

Einige englischsprachige Bezeichnungen:

"Das Kaninchen, ein Vertreter aus der Ordnung der Hasentiere (Lagomorpha), ist ein verhältnismäßig junges Haustier. Seine Domestikation setzte erst im frühen Mittelalter ein. Trotz der nur relativ kurzen Zeit im Hausstand hat das Kaninchen eine beachtliche Formenvielfalt erreicht; es gehört zu den züchterisch am stärksten veränderten Haustieren überhaupt. Zudem ist das Kaninchen ein Haustier mit einer weiten Nutzungsbreite. Im Vordergrund der Kaninchenhaltung steht die Fleischerzeugung. In seinem Nährwert überragt das Kaninchenfleisch alle anderen Fleischsorten, und es ist wegen seiner leichten Verdaulichkeit sehr geschätzt. Daneben ist das Kaninchenfell ein wichtiger tierischer Rohstoff, der in der Pelzwaren-, Textil-, Hut- und Lederindustrie zu vielerlei Erzeugnissen verarbeitet wird. Mit der Angorawolle liefert das Kaninchen auch einen wertvollen Spinnstoff, der im Vergleich zur Schafwolle ein mehrfach höheres Warmhaltevermögen besitzt.

Die Abstammungsverhältnisse beim Hauskaninchen sind eindeutig. Alle rezenten Rassen gehen auf das europäische Wildkaninchen, Oryctolagus cuniculus (Linne, 1758), zurück. Das Wildkaninchen ist ein geselliges Tier, das meist in größeren Kolonien lebt. Als Höhlenbewohner legt es Erdbaue an, besonders in trockenem, sandigem und hügeligem Gelände, an Hängen und Böschungen. Selbst in die Grünanlagen und Parks großer Städte dringt es vor, und man trifft es hier in teilweise großen Individuenzahlen an. Geradezu sprichwörtlich ist die Fruchtbarkeit des Kaninchens. Ein Wurf kann 4 -15 Jungtiere (im Durchschnitt 6 Junge) umfassen, wobei bis zu 7 Würfe im Jahr möglich sind. Das Kaninchen wird nackt und blind nach einer Tragzeit von 28 bis 31 Tagen geboren. Etwa 3 Wochen lebt es im unterirdischen Nest ausschließlich von der Muttermilch (Nesthocker) und bleibt auch dann noch längere Zeit bei der Mutter. Im Alter von 4 bis 5 Monaten sind die Tiere geschlechtsreif. Die Nahrung besteht vorrangig aus pflanzlicher Kost, wie Wurzeln, Knospen und Blättern von Gehölzen, Früchten, Kräutern, Gräsern sowie Pilzen; nur gelegentlich nehmen Kaninchen animalische Nahrung (Insektenlarven und -puppen, Schnecken, Würmer) zu sich. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von 33 bis 45 cm und eine Masse von 1 bis 3 kg. Während das Wildkaninchen vor- und zwischeneiszeitlich in Europa weit verbreitet war, wurde sein Areal infolge der letzten Inlandvereisung stark eingeengt. Nacheiszeitlich kam es nur noch im äußersten Südwesten Europas, auf der Iberischen Halbinsel, und in Nordwestafrika vor."

"Das Verdienst, die ersten zahmen Kaninchen gezüchtet zu haben, wird wahrscheinlich den südfranzösischen Klöstern des frühen Mittelalters zukommen. Hier waren aus mehreren Gründen günstige Voraussetzungen für die Domestikation des Kaninchens gegeben. Zum einen war das Wildkaninchen nacheiszeitlich im Süden Frankreichs heimisch geworden und stand somit für erste Züchtungsversuche zur Verfügung. Zum anderen wussten die Mönche einen im Aufwand verhältnismäßig mühelos zu gewinnenden Fleischvorrat sicher zu schätzen. Auch veranlasste die Schwierigkeit der Beschaffung geeigneter Fastenspeisen die Mönche, auf eine bei den Römern hoch geschätzte Delikatesse zurückzugreifen, die ungeborenen oder neugeborenen Jungen des Kaninchens. 

Diese als »laurices« bezeichneten Jungkaninchen galten als erlaubte Fastenspeise. Jene Sitte hielt sich in den Klöstern und an den Höfen geistlicher Würdenträger auch in Mitteleuropa bis weit in das Mittelalter hinein. Die große Nachfrage an Kaninchenföten und die damit verbundene Notwendigkeit, die trächtigen Häsinnen in den abgeschlossenen Höfen der Klöster zu halten, sind wohl als unmittelbare Voraussetzungen für den Beginn der Domestikation des Wildkaninchens anzusehen. Wesentlich für die Haustierwerdung des Kaninchens war jedoch, dass man dem Kaninchen die unterirdische Lebensweise unmöglich machte. Erst damit war eine Kontrolle der Fortpflanzung, das heißt eine künstliche Zuchtwahl möglich."

"Eine bedeutende Mittlerrolle bei der Verbreitung des Kaninchens kam den Klöstern zu. Mit dem sich über Mitteleuropa ausdehnenden Netz von Klöstern verschiedener Orden erfolgte auch die Ausbreitung der Kaninchenhaltung."

"Seit dem späten Mittelalter wurde das Kaninchen auch außerhalb Europas verbreitet. In der Schifffahrt jener Zeit war es üblich, lebende Kaninchen mitzuführen und diese auf Inseln auszusetzen, um sich so für den Fall einer späteren Wiederkehr eine Fleischreserve zu sichern. Auf Inseln mit günstigen Lebensbedingungen vermehrten sich die Tiere rasch, oft zum Schaden der einheimischen Fauna und Flora, und verwilderten schließlich. Ein bekanntes Beispiel ist das Porto-Santo-Kaninchen von der gleichnamigen Insel bei Madeira. Im Jahre 1859 wurden Kaninchen in Australien eingeführt, einige Jahre später dann auch in Neuseeland. Aufgrund des weitgehenden Fehlens natürlicher Feinde (Raubtiere) vermehrten sich entlaufene Tiere innerhalb weniger Jahrzehnte so stark, dass das Kaninchen hier zur Landplage wurde. Um 1930 führten Australien und Neuseeland zusammen jährlich etwa 100 Millionen Kaninchenfelle aus. Anfang der 50er Jahre wurden Bekämpfungsmaßnahmen mit Myxomatose-Viren eingeleitet, die innerhalb weniger Jahre zu einer starken Dezimierung der freilebenden Kaninchenpopulationen in Australien und Neuseeland führten. Im Gegensatz dazu sind in Amerika keine verwilderten Kaninchenpopulationen entstanden."

[Benecke, Norbert <1954 - >: Der Mensch und seine Haustiere : die Geschichte einer jahrtausendealten Beziehung. -- Stiuttgart : Theiss, ©1994. -- ISBN 3806211051. -- S. 356, 359 -361]


3. Verbreitung der Kaninchen  und Eignung  für Entwicklungsländer


In der folgenden Übersicht sind einzelne Länder nur aufgeführt, wenn ihr Kaninchenbestand über 5 Mio. Tiere beträgt.

Weltbestände an Hauskaninchen, 1999

Welt 455,5 Mio.
Asien 327,5 Mio.
Europa 111,0 Mio.
Afrika 12,2 Mio.
Lateinamerika und Karibik 4,6 Mio.
  China 168,0 Mio.
  Usbekistan 90,0 Mio.
  Italien 66,0 Mio.
  Kasachstan 58,0 Mio.
  Frankreich 13,5 Mio.
  Deutschland 9,8 Mio.
  Ägypten 9,2 Mio.
  Ukraine 5,5 Mio.
  Korea 5,2 Mio.
  Tschechien 5,0 Mio.

[Quelle: FAOSTAT. -- URL: http://apps.fao.org/lim500/nph-wrap.pl?Production.Livestock.Stocks&Domain=SUA&servlet=1. -- Zugriff am 2000-05-03]


"Domestic rabbits are best suited to temperate climates, but they do well in tropical and subtropical conditions if hutches are constructed and sited to take advantage of shade and cooling breezes. Ventilation is important (but care must be taken to avoid direct exposure to cold drafts). Prolonged exposure to temperatures higher than 30 °C reduces both fertility and growth. Apparently, all breeds tolerate heat equally well. However, heat is shed through the ears, and the longer the ear, the more heat a rabbit will tolerate. Lop-eared varieties withstand heat poorly."

[Microlivestock : little-known small animals with a promising economic future / Board on Science and Technology for International Development (BOSTID). -- Washington, DC : National Academy Press, Washington, 1991. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


"Besonders in Entwicklungsländern befasst man sich intensiv mit der Kaninchenhaltung, da Kaninchen gerade in armen Ländern einen wesentlichen Beitrag zur Fleischversorgung leisten können. Ihre Vorteile liegen in einer hohen Vermehrungsrate, kurzem Generationsintervall, hohem Reproduktionsvermögen, schnellem Wachstum, geringem Schlachtkörpergewicht (kleine Fleischmengen, die schnell gegessen werden, was besonders in warmen Ländern wichtig ist) und in der Fähigkeit, Futterpflanzen und Nebenprodukte als Hauptbestandteil der Nahrung zu nutzen, also Stoffe zu verwerten, die der Mensch nicht selbst essen kann."

[Grün, Peter: Kaninchen halten. -- 2. Aufl. -- Stuttgart : Ulmer, ©1997. -- ISBN 3800173611. -- S. 16]

Vor- und Nachteile der Kaninchenhaltung in Entwicklungsländern
Nachteile Vorteile
  1. Rabbits are delicate animals that are clearly outside their climatic zones when placed in the hot and/or humid tropics. Heat and humidity can be killers of rabbits.
  2.   There is very little market for rabbit fur in the tropics.
  3. If rabbits are kept in a very clean environment, they will be prone to disease and parasite problems.

  4. Feeding too much fresh green roughages to rabbits can give them diarrhea which can lead to reduced weight gains, dehydration, and even death.
  5. Rabbits have difficulty eating feeds such as starchy roots or grains that have been ground too finely.
  6. Rabbits tend to grow better and are healthier during the dry season in the tropics than during the rainy season when they are subject to disease and parasite losses. The problem here is that grasses and other feeds that rabbits eat are far more abundant in the rainy season than in the dry season. Therefore, it requires planning and the storage of feeds that are abundant in the wet season to be fed to the rabbits during the dry season. In areas such as the Sahel where green vegetation is often lacking due to drought, there may be a shortage of available feeds for rabbits.
  7. Rabbits, in many cultures, are considered too "cute' to eat. Here, the cultural considerations preclude the raising and eating of rabbits.
  8. Also, rabbits are highly stressed by noise and by being mishandled. The husbandry of rabbits requires that the farmer (or whoever is taking care of them) be gentle and not subject them to abuse.
  1. They can be raised on very little land.
  2. They can effectively utilize fibrous plant material.

  3.   They convert feed more efficiently to protein than larger animals like cattle and swine.

  4.   They reproduce very quickly.
  5.   Their feces is a good source of fertilizers or can be used in earthworm production.
  6.   It costs very little money to get started with rabbits.

 

[ Agricultural development workers training manual / Peace Corps. -- Washington, D.C. : Peace Corps. -- Vol IV: Livestock / Neil Bacon ... -- 1982. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]

"INSIGHTS ON RAISING RABBITS IN THE TROPICS. I have talked with some development workers who have been very positive about the role of rabbits in their work. Others have been equally negative. Fremont Regier has worked for some time in Zaire and now in Botswana. He was recommended to me as one who is both successful and enthusiastic about rabbits. So I wrote and asked him why rabbits catch on with one person/place and fail with another. He not only sent a thoughtful reply to this question but included a write-up for volunteers called "Some planning ideas to remember when considering rabbit production as a church project." We will be happy to send you a copy of all of this upon request. Here are some highlights summarized for you.

[Meitzner, Laura S. ; Price, Martin L. : Amaranth to Zai holes : ideas for growing food under difficult conditions. -- North Fort Myers, Florida : ECHO, [1998?]. -- ISBN 0-9653360-0-X.. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


3.1. Beispiele von Kampagnen zur Kaninchenhaltung in Entwicklungsländern


[Microlivestock : little-known small animals with a promising economic future / Board on Science and Technology for International Development (BOSTID). -- Washington, DC : National Academy Press, Washington, 1991. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


4. Zum Verhalten von Kaninchen


Obwohl Kaninchen durch die Domestikation einen Teil des Verhaltens der Wildkaninchen verloren haben, ist es dennoch gut sich bei Kaninchenhaltung immer auch das Verhalten der Stammform vor Augen zu halten:

"In der Lebensweise bestehen tiefgreifende Unterschiede zwischen dem Kaninchen und dem Feldhasen. Kaninchen sind gesellig und bewohnen selbstgegrabene Erdbaue; damit steht wohl ihre Vorliebe für leichte Böden in Zusammenhang. Sie bevorzugen sandiges, möglichst hügeliges Gelände mit Gebüsch und Gehölzen, die zugleich Schutz und Äsung bieten. Sehr gern besiedeln sie junge trockene Kiefernbestände. In Hochlagen über sechshundert Meter sind Kaninchen nie anzutreffen; das mag wohl an dem längeren und schneereicheren Gebirgswinter liegen, der dort herrscht, ferner an den meist steinigen Bergböden. Zweifellos spielen die Bodenverhältnisse für die Anlage der Baue eine wichtige Rolle. Lockerer Flugsand ist dafür ebenso ungeeignet wie schwere, staunasse Böden. Dennoch beweist das Kaninchen seine Anpassungsfähigkeit auch in weniger geeigneten Lebensräumen. So verzichten Kaninchen, die auf Moorböden leben, auf das Graben und führen dort eine oberirdische Lebensweise wie Hasen. In Gebieten, die von Zeit zu Zeit überschwemmt werden, sollen Kaninchen sogar in hohlen Weidenbäumen wohnen. Über mehrere Monate hinweg beobachtete man in England Kaninchen in Sumpfgelände mit Schilf und Weiden; sie legten hier größere Strecken schwimmend zurück, ohne dazu gezwungen zu sein. Auf diese große Anpassungsfähigkeit ist letzten Endes ja auch die erfolgreiche Ansiedlung in vielen Teilen der Erde zurückzuführen, ebenso wie die Tatsache, dass das Wildkaninchen zum ausgesprochenen Kulturfolger geworden ist. Wir treffen es heute in städtischen Parks und Gärten, auf Friedhöfen, Eisenbahngelände, Lagerplätzen und ähnlichen Lebensräumen, die vom Menschen geprägt sind. Wo hier die Möglichkeit zum Graben fehlt, bezieht das Kaninchen seine Ruhelager zwischen Holzstapeln und in allerlei künstlichen Höhlungen."

[Angermann, Renate. -- In: Grzimeks Tierleben : Enzyklopädie des Tierreichs. -- Zürich : Kindler. -- Bd. 13. -- Säugetiere. -- Bd. 3. -- ©1968. -- S. 443f.]


5. Zur Nahrungsaufnahme der Kaninchen


"Da der Kaninchenmagen wenig Muskeln besitzt, wird der Mageninhalt im wesentlichen durch den nachfolgenden Futterbrei weiter in den Dünndarm geschoben. Aus diesem Grund verteilt das Kaninchen seine Nahrungsaufnahme. Es nimmt häufig kleinere Mahlzeiten zu sich, deshalb sollte ihm ständig Nahrung zur Verfügung stehen. Das Futter muss jedoch nicht nur aus hochverdaulichen Stoffen bestehen .... Aufgrund der fehlenden Muskeln kann das Kaninchen den Mageninhalt nicht erbrechen. Deshalb ist eine Magenüberladung durch Überfressen sehr gefährlich. Daran sollte man immer denken, wenn man es einmal besonders gut meint. ...

Der im Vergleich zu anderen Tierarten sehr große Blinddarm ist als Gärkammer angelegt. In ihm verwerten Bakterien den für sie nutzbaren Teil des Nahrungsbreies. Das Kaninchen hilft ihnen, indem es nur kleine Bestandteile, die damit eine große, sehr gut angreifbare Oberfläche haben, in den Blinddarm schickt und große Bestandteile schneller durchschleust. Das Kaninchen profitiert aus dem von den Bakterien weiter verdauten Nahrungsbrei, den es zu bestimmten Zeiten ausscheidet und direkt vom After wieder aufnimmt. So wird es mit Vitaminen versorgt, die von den Bakterien gebildet werden.

Im Endabschnitt des Dickdarms, im Grimm- und Mastdarm, wird der Darminhalt durch Entziehen seines Flüssigkeitsgehaltes eingedickt und zu Kotballen geformt und ausgeschieden. Die gute Verdauung ist für die Gesundheit des Kaninchens sehr wichtig. Deshalb schauen erfahrene Züchter beim Besuch eines Kaninchenstalles auch auf den Kot der Kaninchen. Nur wenn überall feste Kotkugeln gefunden werden, ist bei den Kaninchen alles in Ordnung."

"Bei Hasen und Kaninchen hat sich eine Sonderform der Koprophagie [Wiederaufnahme von Kot], die sogenannte Coecotrophie herausgebildet. Die Tiere produzieren zu bestimmten Tageszeiten einen besonders nährstoffreichen Weichkot. Dieser wird direkt vom Anus wieder aufgenommen, während der normale, nährstoffarme Hartkot ausgeschieden wird."

[Grün, Peter: Kaninchen halten. -- 2. Aufl. -- Stuttgart : Ulmer, ©1997. -- ISBN 3800173611. -- S. 52f., 58]

 


Abb.: Kaninchenfutter

[Quelle der Abb.: Raising rabbits. -- Rome : FAO. -- Vol. 1: learning about rabbits; building the pens; choosing rabbits. -- 1988. -- ISBN 92-5-102583-5. -- (Better farming series ; 36). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]

"Here is a list of foods that rabbits like to eat.  

[Raising rabbits. -- Rome : FAO. -- Vol. 2: feeding rabbits; raising baby rabbits; further improvement. -- 1988. -- ISBN 92-5-102584-3. -- (Better farming series ; 37). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]

Die folgende Tabelle zeigt die vielfältigen Möglichkeiten für Kaninchenfutter in den Philippinen

FEEDS FOR FEEDING RABBITS
LEGUMES
  1. Kudzu
  2. Tapilan
  3. Peanut
  4. Mani-mamian
  5. Cowpea
  6. Centrosema
  7. Russian, Japanese Philippine native sunflowers  (seeds and trunks)
  8. Soybean leaves
  9. Sitaw
  10. Batao
  11. Camote leaves and vines
  12. Siratro
  13. Goat weed or Ageratum
  14. Viola or violet
  15. Potato leaves
  16. Bean leaves and vines
  17. Rami leaves and stem
  18. Mongo leaves
  19. Desmodium
  20. Stylosonthes
  21. Japanese weed
  22. Chinese ageratum
  23. Thumbergia
  24. Wild mustard
  25. Remex
  26. Mountain Blue weed
  27. Joseph's coat
GRASSES
  1. Alabang X
  2. Johnson grass
  3. Guinea grass
  4. Para grass
  5. Bungalon
  6. Corn leaves and stalks
  7. Carabao grass
  8. Napier
  9. Bermuda grass
  10. Kikuyu grass
  11. Bamboo leaves
  12. Star grass

 

 

GREENS

  1.   Corn

  2. Palay

  3. Mongo 

  4. Any variety of Bean Family 

  5. Soybean

OTHERS (Preferably dried)

  1. Banana leaves and peelings

  2. Pechay

  3. Lettuce

  4. Cabbage

  5. Guava leaves

  6. Alnow tree leaves

  7. Ipil-ipil (Peruvian type)

  8. Timothy hay

  9. Rice hay

  10. Wheat hay

  11. Coffee leaves

  12. Gumamela leaves

  13. Aida

  14. Acalypha

  15. Father weed

  16. Wild cosmos

  17. Polygonam

  18. Sayote

ROOT CROPS

  1. Camote

  2. Sinkamas

  3. Carrots

MILLS

  1. Copra

  2. Rice bran

[Sicwaten, Juan B. ;  Stahl, Diane:  A complete handbook on back-yard and commercial rabbit production. -- Washington, D.C. : Peace Corps, 1982. -- (Appropriate technologies for development). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]

"Some other things that you should know about feeding your rabbits 

[Raising rabbits. -- Rome : FAO. -- Vol. 2: feeding rabbits; raising baby rabbits; further improvement. -- 1988. -- ISBN 92-5-102584-3. -- (Better farming series ; 37). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


6. Krankheiten und Gesundheitsprobleme von Kaninchen


"Although relatively hardy, rabbits are prone to some health problems; especially coccidiosis, ear mites and worms.

Disease

Symptoms

Treatment

1. Coccidiosis

Green or grey diarrhoea sometimes mixed with blood

Maintain dry pens.

Four gm of Codrinal/liter of drinking water.

Treatment of 5 days.

2. Ear mite

Inside ear is damaged by fungal growth

Ten ml of Ectodex per litre of water. Wash ears daily.

3. Worms

Diarrhoea, loss of appetite, weight loss

Drenching every 6 months is advised

[Regenerative agriculture technologies for the hill farmers of Nepal : An information kit. -- Kathmandu : Nepal Rural Reconstruction Association (NERRA), 1992. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]

[Quelle der Abb.: Agricultural development workers training manual / Peace Corps. -- Washington, D.C. : Peace Corps. --Vol IV: Livestock / Neil Bacon ... -- 1982.. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]

"There is, however, an increasing concern over a recent outbreak of an exceptionally virulent viral rabbit disease -- hemorrhagic tracheopneumonis, which attacks the lungs and lung tissue, killing 48 hours after the onset of symptoms. The virus, which has ravaged the animals in parts of Asia and Europe, was identified in China five years ago in Angora rabbits imported from Germany. It spread to Korea in 1986, and in early 1988 moved through southern and eastern Europe and spread as far as Egypt. It has also been identified in Mexico. Vaccination may become a future prerequisite of rabbit rearing in many countries."

[Microlivestock : little-known small animals with a promising economic future / Board on Science and Technology for International Development (BOSTID). -- Washington, DC : National Academy Press, Washington, 1991. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


7. Kaninchenzucht und Kaninchenrassen


"Die Anfänge einer Rassenbildung beim Kaninchen können bereits für das 16. Jh. angenommen werden. Neben der Zucht auf einen hohen Fleischertrag gewann das Kaninchen auch zunehmend als Pelztier an Bedeutung, was zur Folge hatte, dass die Veränderung des Haarkleides als Zuchtziel mehr Beachtung fand. Am Ende des 17. Jh. gab es mindestens 7 Mutationstypen mit vom Wildtyp abweichender Fellfärbung: 

Bis zur Mitte des 19. Jh. kamen nur drei Mutationstypen des Haarkleides mit größerer Bedeutung für die Rassendifferenzierung hinzu: 

Angorahaar war ein neues Zuchtziel in die Kaninchenzucht gekommen, die Züchtung auf Wolle. Das Angorakaninchen, entstanden durch die züchterische Verbindung von Angorismus und Albinismus (über die Kombinationszüchtung), war die einzige einheitliche Rasse jener Zeit. Die Entstehung dieser ersten Hauskaninchenrasse fällt in die Mitte des 18. Jh. 

Bis 1900 stieg die Zahl der in Deutschland als Rasse anerkannten Typen auf mehr als ein Dutzend. Diese Zahl nahm nach 1900 noch einmal sprunghaft zu.

Heute gibt es weltweit mehrere Hundert Kaninchenrassen. Nach der Körpergröße und der Haarlänge unterscheidet man

sowie 

Zu den großen Rassen zählen z. B. die Riesenkaninchen und die Riesenschecken. Riesenkaninchen wurden um 1890 aus Flandern nach Deutschland importiert. Zu jener Zeit wogen Kaninchen dieser Rasse etwa 4,5 kg; heute betragen die Standardmaße 7-9 kg in der Körpermasse und 70 - 72 cm in der Körperlänge. 

Zu den mittelgroßen Hauskaninchen (3,5 - 5 kg) gehören viele Fleischkaninchenrassen wie z. B. Weiße und Rote Neuseeländer, Helle Großsilber, Blaue und Weiße Wiener sowie Deutsche Widder, daneben aber auch Wollrassen (Angorakaninchen) und Fellrassen (Fuchs- und Rexkaninchen). Bei den Rexkaninchen handelt es sich um Tiere mit kurzhaarigem Fell; die Deckhaare sind zurückgebildet und die Unterwolle ist sehr dicht. Tiere mit solchen Fellmerkmalen traten erstmals um 1919 in Frankreich auf. Sie bildeten die Grundlage für die Züchtung der bekannten Castor-Rexkaninchen.

Die Gruppe der kleinen Rassen des Hauskaninchens (etwa 1,2-3,5 kg) umfasst u. a. die Kleinchinchilla, die Marderkaninchen, die Holländerkaninchen und die Russenkaninchen. Von diesen stellen die Holländerkaninchen vermutlich eine alte Rasse dar. So sind Hauskaninchen mit der typischen Holländerzeichnung (Plattenscheckung) bereits auf Gemälden des 16. Jh. abgebildet. Zwergformen des Kaninchens wurden erstmals 1884 auf einer Ausstellung in England gezeigt. Aus ihnen wurden später solche bekannten Zwergkaninchenrassen wie die Hermelinkaninchen oder die Zwergwidder gezüchtet."

[Benecke, Norbert <1954 - >: Der Mensch und seine Haustiere : die Geschichte einer jahrtausendealten Beziehung. -- Stiuttgart : Theiss, ©1994. -- ISBN 3806211051. -- S. 361 - 362]

"Some Third World strains have already evolved. They show high tolerance to local conditions (for example, the Baladi - the main strain of the Sudan and the Near East - and the Criollo of Mexico). The Baladi has a small body and relatively low production, but it is hardy and tolerates harsh conditions."

[Microlivestock : little-known small animals with a promising economic future / Board on Science and Technology for International Development (BOSTID). -- Washington, DC : National Academy Press, Washington, 1991. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


7.1. Domestikation anderer Kaninchen- oder Hasenarten?


"The order Lagomorpha includes more than 60 small quickmaturing, and rapidly reproducing species. It seems illogical to think that only one is useful as microlivestock. In principle, any rabbit, hare, or pike could be raised in captivity. All are clean, fast growing and rapid breeding. They are opportunistic feeders and can digest fibrous vegetation. Their meat tastes better than chicken and does not carry the stigma of rodent. The animals are small inoffensive, efficient at foraging, and generally tolerant of difficult environments. In theory, at least, they could be raised on vegetation not used by people or by many domesticated livestock."

"The forest rabbit, or tapeti (Sylvilagus brasiliensis), is commonly eaten in its native habitat, which extends from southern Mexico to southern Brazil. It occurs in various hot and humid areas of Central and South America and probably within the Amazon Basin itself. Thus, this creature seems a possible candidate for a "tropical rabbit" that can be raised under sweltering conditions, perhaps even in rainforest regions. Although it seems to be heat resistant, it has an especially fine fur.

Little is now known about the tapeti. It is rather secretive and its natural history and even its range are still uncertain. However, its populations appear stable and it is not threatened with extinction. It produces litters of 1 - 5 young after a 44-day gestation, and may bear 4 litters a year. "

[Microlivestock : little-known small animals with a promising economic future / Board on Science and Technology for International Development (BOSTID). -- Washington, DC : National Academy Press, Washington, 1991. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


8. Kaninchenhaltung


"What do you need to raise rabbits? 

You will need   


[Abb.:]: Healthy full grown rabbits’ food and water; rabbit pens"

"Learning about rabbits 

[Raising rabbits. -- Rome : FAO. -- Vol. 1: learning about rabbits; building the pens; choosing rabbits. -- 1988. -- ISBN 92-5-102583-5. -- (Better farming series ; 36). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


8.1. Kaninchenställe


[Quelle der Abb.: Raising rabbits. -- Rome : FAO. -- Vol. 1: learning about rabbits; building the pens; choosing rabbits. -- 1988. -- ISBN 92-5-102583-5. -- (Better farming series ; 36). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]

[Quelle der Abb.: Regenerative agriculture technologies for the hill farmers of Nepal : An information kit. -- Kathmandu : Nepal Rural Reconstruction Association (NERRA), 1992. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


9. Nutzung von Kaninchen


"In Mitteleuropa werden Kaninchen meistens in Kleinbetrieben (private Haushalte) mit wenigen Zuchttieren gehalten, wobei die Abfälle aus Haushalt und Garten als Nahrung verwertet werden. Im Mittelpunkt der Nutzung steht das Fleisch, das Fell und die Wolle. In vielen Industrieländern hat sich zum Verbrauch an Rind- und Schweinefleisch ein steigender Bedarf an Kaninchenfleisch (Weißfleisch) herausgebildet. Das eiweißreiche und fettarme Fleisch ist von hohem diätetischem Wert. In diesem Zusammenhang nimmt die Produktion von Jungmastkaninchen, sogenannten Broilerkaninchen, in verschiedenen Ländern an Bedeutung zu. Weiterhin besteht auf dem Weltmarkt eine zunehmend größere Nachfrage an Angorawolle. Um 1900 erzielte man im Jahr 150-200 g Wolle je Kaninchen. Heute liegt die mittlere Jahreswollleistung bei etwa 1100 g je Tier. Angorawolle ist begehrt wegen des ausgeprägten Wärmehaltevermögens und wird aus medizinischer Sicht z. B. bei rheumatischen Erkrankungen empfohlen. Das Kaninchen ist bereits seit langem ein wichtiges Versuchstier in der biomedizinischen Forschung. Auch in dieser Funktion wird es zukünftig weiterhin von Bedeutung sein. Schließlich ist das Kaninchen in Gestalt der seit dem Beginn dieses Jahrhunderts gezüchteten Zwergkaninchen ein beliebtes Heimtier geworden. Viele Menschen finden im Umgang mit diesen Tieren Entspannung und Erholung."

[Benecke, Norbert <1954 - >: Der Mensch und seine Haustiere : die Geschichte einer jahrtausendealten Beziehung. -- Stiuttgart : Theiss, ©1994. -- ISBN 3806211051. -- S. 362]

Bei Erzeugnisschauen auf deutschen Kaninchenausstellungen werden die Produkte und Erzeugnisse aus der Kaninchenzucht nach folgenden Klassen eingeteilt:

[Grün, Peter: Kaninchen halten. -- 2. Aufl. -- Stuttgart : Ulmer, ©1997. -- ISBN 3800173611. -- S. 39f.]

Ein wichtiges Produkt, das in dieser Klassifizierung nicht aufgezählt ist, ist Dung! 


9.1. Fleisch


 


Abb.: Wie man ein Kaninchen fachgerecht schlachtet

[Quelle der Abb.: Raising rabbits. -- Rome : FAO. -- Vol. 2: feeding rabbits; raising baby rabbits; further improvement. -- 1988. -- ISBN 92-5-102584-3. -- (Better farming series ; 37). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]

Kaninchenfleisch schmeckt gut und ist bekömmlich. In manchen Ländern ist es hoch geschätzt. Kaninchenfleisch ist

Es ähnelt in seinem hohen Eiweißgehalt und niedrigem Fettgehalt magerem Geflügelfleisch.


9.2. Fell, Haare und Haut (Leder)



Abb.: Wie man einem Kaninchen das Fell abzieht

[Quelle der Abb.: Raising rabbits. -- Rome : FAO. -- Vol. 2: feeding rabbits; raising baby rabbits; further improvement. -- 1988. -- ISBN 92-5-102584-3. -- (Better farming series ; 37). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]

"The safest method for tanning rabbit skins is to send the skins to one who specializes in this work, but if home-curing is to be attempted the following procedure if correctly done should produce perfect pelts. Before anyone ever thinks about tanning, he should have enough pelts to tan to warrant his time, talent and money. The skins to be tanned must be of good quality. And good quality skins come from healthy rabbits which are the result of good management. Skins of molting rabbits are not good pelts for tanning. It is a waste of time, talent, and money to try to tan them."

"Curing the skin

First, soak the skins in highly concentrated salt solution for one night. The next day, squeeze the water from the skin but again do not twist. Salt thoroughly the flesh side of the skins ( 1 k salt per pelt, Fig. 37). From time to time examine the skins to see if any portion is not covered with the salt. Rub more salt on any uncovered portion. Poor salting will result in the later dropping off of the fur.

Dehairing

If you desire rabbit hide without the fur, by-pass the procedure No. 2 "Curing the Skin" (salting) and follow the steps enumerated below for 510 pelts.

  1. Wash the pelts well in soap solution.

  2. Prepare 500 grams of lime or ash and place or pour the same into a plastic container filled with 2 gallons of lukewarm water.

  3. Stir the mixture.

  4. Drop the pelts into the solution and squeeze them.

  5. Leave the pelts for 24 hours or until the skins are ready for dehairing.

  6. Dehair the pelts and wash with 100 grams of tide and 50 grams of borax several times until the pelts are completely dehaired.

  7. Squeeze the water from the pelts and deflesh very carefully the inside part of the skins.

  8. Place the skins in the tanning solution - you are ready to proceed to "actual tanning."

Actual tanning

Before defleshing your skins, prepare the tanning solutions which are made up of two parts, namely:

  1. In a pail dissolve 500 grams of powdered alum in one gallon of warm water.

  2. In another pail dissolve 250 grams of salt and 125 grams of soda in a half gallon of warm water.

  3. 60 cc formalin.

When these solutions are dissolved, slowly pour the salt-soda solution into the alum solution at the same time stirring with a wooden spoon or paddle. While waiting for the mixed solution to cool off, deflesh your skins to be tanned. Defleshing is one of the hardest parts of tanning. It is done by starting from the back portion of the skin and slowly working the flesh off in a circular pattern (Fig. 38). When all the skins are defleshed, immerse them into the tanning solution for three to thirty days. Stir the skins three times a day since the chemicals separate and settle to the bottom of the pail.

Washing and oiling

When the skins are tanned, wash them in soft water. Begin with water that had been mixed with borax to remove the tanning chemicals (one spoonful to a gallon), then wash several more times in plain clear water. Press and squeeze out the water but do not twist or wring the skins.

Stretch the skins on a V-shaped, 1.50 m long piece of No. 9 galvanized iron wire covered with plastic to prevent rusting. The fur should be inside and the flesh facing out. When this is done, apply coconut or olive oil thinly and evenly on the skins (see oiling formula below)(Fig. 39) . If either olive or coconut oil is not available, use 100 cc of any type that is procurable and will not turn rancid. If only one of the recommended is available, use 100 cc for the oiling process, To dry, hang the skins in the shaded place not under the direct sunlight.

When the skins are about 95 per cent dried, start working or kneading them. Stretching or buffing the skins until they are as soft as linen handkerchiefs may take hours (Fig. 41). This is also one of the most critical parts of the tanning process. Negligence can never be repaired. the more you buff the skins the better. When the skins are well dried and soft and are ready for use, powder them with talcum.

Oiling formula

Dissolve bath soap over fire after slicing or shaving it in small pieces. Mix remaining ingredients and let cool to lukewarm temperature. Rub thin layer on skins.

Tanned pelts can be made into such finished products as bags, hats, coats, bedspreads, and shawls. The most efficient way to market tanned pelts is to sell them in whole form, thus, eliminating overhead costs of making finished fur products."

[ Sicwaten, Juan B. ;  Stahl, Diane:  A complete handbook on back-yard and commercial rabbit production. -- Washington, D.C. : Peace Corps, 1982. -- (Appropriate technologies for development). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


9.3. Wolle (Angora)


"Das Angorakaninchen liefert mit der Angorawolle ein ganz besonderes Produkt. Angorawolle ist zehnmal so warm und viermal so leicht wie Schafwolle und damit sehr gefragt. In Deutschland wurde schon sehr früh der Wert der Angorawolle erkannt und schon seit 1790 für die Angorakaninchenzucht geworben. Heute liegt der Schwerpunkt der Angorawollproduktion in China. Vom Angebot chinesischer Angorawolle wird auch der Weltmarktpreis bestimmt. Da die Produktion von Angorawolle sehr arbeitsintensiv ist, lohnt sich eine Angorawollproduktion in Deutschland in größerem Umfang nicht. Trotzdem hat die deutsche Angorakaninchenzucht eine große Bedeutung beim Zuchttierexport. Deutsche Angorakaninchen sind in ihrer Wollmenge weltweit an der Spitze und deshalb sehr gefragt. Sie liefern im Durchschnitt über 1 kg Wolle im Jahr, Spitzenleistungen reichen schon an 2 kg heran."

[Grün, Peter: Kaninchen halten. -- 2. Aufl. -- Stuttgart : Ulmer, ©1997. -- ISBN 3800173611. -- S. 16]


9.3.1. Zum Beispiel: Angorawollprojekte in Nepal



Abb.: "Angora rabbit income generation project with women's group in Chautara in 1996", Nepal 

[Bildquelle: Peace Coprps/Nepal. -- URL: http://www.south-asia.com/USA/pcnep.htm. -- Zugriff am 4.5.2000-05-04. -- Am 2001-02-21 toter Link]

"Angora rabbit rearing is an income generating activity and is reliable and simple to implement. Given the different climatic conditions and microclimatic regions of Nepal, rearing Angora rabbits is particularly relevant. For Angora rabbits to be comfortable, temperatures between 15° to 20°C are required; but a range of 5° to 32° can be tolerated with 60 - 80% humidity. Therefore, Angora rabbit raising is a well suited program for income generation in the midhills of Nepal. The Angora rabbit is white or grey in color. An adult can weigh 34 kg and can live 6-8 years.

INCOME FROM ANGORA RABBITS: 

A pair of Angora rabbits can produce up to about 1 kg of wool and about 20-30 young rabbits/year. The market price of wool is about Rs. 1200/kg. Rabbits can be sold for Rs. 1,000 each. Thus, one doe can produce a gross annual income of up to Rs. 30,000. Annual feed costs for a pair of rabbits and their offspring is about Rs 600. Housing construction costs will be about Rs 1,000. One person can easily take care of the rabbits.

WOOL PRODUCTION/SHEARING/USE: 

Wool shearing can be done four times a year. Ordinary scissors can be used but care must be taken not to pull the hair while shearing or the skin may be damaged. Also, the wool can be removed by using an ordinary comb. The preferred wool length is 6-7 cm so that it it is easy to spin. Appropriate spinning and weaving technology already exists in Nepal; whorls used for carpet wool spinning and local handlooms can be used for spinning and weaving Angora wool.

If the wool to be spun is very fine, 250 gram is enough to make a shawl which can be sold for at least Rs. 2,000 in the local market. Sweaters, scarves, gloves and caps can also be made. Angora rabbit wool can also be mixed with sheep wool, acrylic and cotton.

HOUSING: 

Locally available materials can be used for housing construction. Proper ventilation should be ensured. The height of the shed should be about 3 ft from the ground. Proper housing should protect the rabbits from common predators (e.g. rats, mongoose, martens, dog, etc.). The male and female should be maintained in separate pens. A pen for a female should be 2.5' length, 2' breadth and 1.5' height. Pen floors should be made from wire mesh. If wire mesh is not available, wooden or bamboo slats set 0.5" apart allow droppings to fall down, thus keeping the cage clean.

A separate box of 15" x 10" x 10" should be placed inside the pen of the female during birth time. A tray can be placed below the pen for collecting manure.

When weather conditions are extreme, rabbits should be raised inside. If kept outdoors, the temperatures may exceed 32°C during the day and may fall below 5°C at night, both are not tolerated by Angora rabbits.

FEED: 

One or two rabbits can be raised using kitchen wastes and supplemental grasses. But, if more rabbits are raised, feed concentrates must be fed. About 450 gm of supplemental grasses per day should be fed. Grasses such as poll lomia and ipil-ipil leaves are very good for rabbits. Clean water should be provided daily. Rabbit feed can be produced using locally available materials.

...

RABBIT RESOURCE CENTRES IN NEPAL:

  1. Himalayan Angora Rabbit Industries, Nagarkot, Mr. Uttam Puri 472-994 Baneshwor.
  2. Pakhribas Agricultural Centre, Dhankuta. C/o BTCO, Post Box 106 Kathmandu.
  3. Thapa Bee Concern, Chovar, Kathmandu"

[Regenerative agriculture technologies for the hill farmers of Nepal : An information kit. -- Kathmandu : Nepal Rural Reconstruction Association (NERRA), 1992. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


9.4. Dung


"Rabbit manure has a high nitrogen content when the rabbits are fed a well-balanced diet. It will not burn plants and is easy to incorporate in the soil. It is satisfactory as fertilizer on gardens and when placed at the bases of flowering plants, shrubbery, and trees. There is no danger in using it for fertilizing soil on which crops are to be raised for feeding rabbits if mixed well in the soil or covered.

The value of rabbit manure depends on how it is cared for and used. There will be less loss of fertilizing elements if the material is immediately incorporated into the soil. When manure is stored in piles and exposed to the weather, chemicals are lost through leaching and heat. Much of this loss can be prevented by keeping the manure in a compost heap or in a bin or pit.


First class compost fertilizer:

Materials for Compost:

Procedure

Gather all the materials. Dampen straw or grass by placing in water for 1-2 minutes. Pile wet straw and cover to keep moist.

Next, cut straw into pieces 30 cm. long. Place a layer in the bottom of the hole about 15 cm. thick. Sprinkle in 1/5 of rabbit manure, 1/5 of rice bran or grass, and 1/5 of ammonium sulphate. Place another 15 cm. layer of straw, another 1/5 of rabbit manure, 1/5 of rice bran, and I/5 of ammonium sulphate. Repeat the process until all ingredients have been used up. Cover the pile with grass or pieces of G.I. shed metal.

From time to time, turn the pile. In three to four weeks the compost is ready for use.

FIGURE

DESIGN FOR COMPOST

____________________TOP COVER_____________________

_________________________________________________

_________________________________________________36 cm.

_________________________________________________

____________________________________________________

_________________________________________________

_______________AMMONIUM SULPHATE______________

____________________RICE BRAN___________________45 cm

_________________RABBIT MANURE_________________

STARTING

POINT ________CUT STRAW OR CRASS__________________

________________ GROUND LEVEL ________________

 

NOTE:

In the absence of rice straw or kikuyu grass, use locally available materials such as banana trunks and leaves or any grass that can easily decay.


Methane generator

In view of the emerging and continuing energy crisis our country faces today, the need for the literature on the construction of a methane generator as a source of fuel is of great demand. Methane produced from animal manure could be a cheap, convenient and continuous source of energy for cooking, running a 3-horsepower engine, a small family-size refrigerator and/or even lighting in the home.

Construction of methane generator

A methane generator is made up of two compartments (excavations): a digester with an inverted gas holder and an effluent. The manure from the latter is fed daily into the machine. After the start of operation, the production of methane is continuous."

 

Abb.: Methangasproduktionsanlage

"To start operation, the digester compartment is filled with manure as fast as possible up to and over the level of the effluent pipe. It is recommended that as soon as the digester compartment is filled, sludge from other successful digesters should be added (inoculated) to hasten the process. Even without sludge from successful digesters, the system will eventually generate methane but it might take 3-4 weeks instead of 2 weeks for gas to be produced when sludge is added. As soon as the digester is filled with manure and inoculated with sludge, the gas holder is placed into the double walled digester compartment. The proportion of methane gas increases with time."


"Earthworms in the rabbitry

Where earthworms are active throughout the year as in warm climates, they may be used to advantage under rabbit hutches to save labor in removing fertilizer. Make bins the same length and width as the hutch and 30 cm deep for confining the worms. Place the bins on the ground, not on solid floors, and keep the fertilizer moist to insure that the worms can work throughout the bin.

Earthworms convert the rabbit droppings into casts - a convenient form of fertilizer. If you keep a large population of worms, there will be no objectionable odor. In addition very few flies will breed in the bins. It is necessary to remove the manure only at 3 to 6 months intervals. This is especially conducive to areas which have porous soil."

[Sicwaten, Juan B. ;  Stahl, Diane:  A complete handbook on back-yard and commercial rabbit production. -- Washington, D.C. : Peace Corps, 1982. -- (Appropriate technologies for development). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


9.5. Kaninchennutzung in Religion und Aberglauben


"Tourist charms. In many societies, rabbits are connected with good luck. Feet and tails are used for car decorations, key chains, charms, and mementos that appeal to tourists."

[Microlivestock : little-known small animals with a promising economic future / Board on Science and Technology for International Development (BOSTID). -- Washington, DC : National Academy Press, Washington, 1991. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]

"Making charms from rabbit paws and tails

  1. Wash paws and tails thoroughly in any detergent to remove dirt and blood. Re move water by squeezing but do not break the bones.

  2. In a plastic container, mix 2 liters formaline and 1 liter water (2:1). Soak paws and tails for 3 days or more. After 3 days, when the bones are hard, the paw and tail are preserved. If the bones are still soft, leave in the formaline solution longer.

  3. With a rubber globe, remove the tails and paws from the formaline solution and wash them thoroughly in detergent (borax, tide, baking soda, or sodium bicarbonate). Take care not to inhale toxic fumes from the solution.

  4. Dry paws and tails on wire mesh or G.I. in the sunshine until thoroughly dried.

Materials

  1. Perstop wood glue.

  2. Copper wire.

  3. Hand drill made from .05 nail attached to small piece of wood for drilling hole into foot.

  4. Cup containing water.

  5. Key chains.

Procedure

  1. Prepare hook by bending copper wire around a .075 nail to form an eye. Use a pair of pliers for easy manipulating .

  2. Mix glue to a consistency like peanut butter, calculating the needed quantity.

  3. Having dried the tails and feet thoroughly, chop or cut the exposed bone with a sharp bolo to remove rough edges.

  4. With the homemade hand drill, make a hole in the center of the bone about 1 cm to 1 ½ cm deep.

  5. Spoon just enough glue with the pointed stick into the drilled hole.

  6. Insert hook up to the neck of its eye

  7. Dip your index finger into the glass of water and smooth the mound of glue around the hook and edges of the paw or tail 

  8. Put foot and tail upright in a welded wire rack or cartoon. Let stand in sun until glue is hardened.

  9. When glue is dried, place a key chain through the eye of the hook. It is now a completed product.

  10. If you have many completed paws and tails, link them together in strands and place in a cellophane bag to protect them from dirt and crust.

  11. Bring them to market.

In places where the demand for artificial rabbit tails is economically feasible for production or to produce them, the following instructions utilizes trimmings and good quality tanned pelts for their construction. Artificial tails arc relatively inexpensive to purchase in comparison to the cost of one pelt, thus, the market is open to all strata of the population."

[{Reverend!} Sicwaten, Juan B. ;  Stahl, Diane:  A complete handbook on back-yard and commercial rabbit production. -- Washington, D.C. : Peace Corps, 1982. -- (Appropriate technologies for development). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


9.6. Zuchtkaninchen


Neben der "normalen" Zucht von vermehrungsfähigen Kaninchen spielt für Kaninchenmast die Zucht von Hybridkaninchen eine Rolle: bei der Hybridzucht kreuzt man zwei Kaninchenlinien mit jeweils unterschiedlichen erwünschten Eigenschaften. Die Nachkommen zeigen den sogenannten Heterosiseffekt, d.h. sie sind im Vergleich mit ihren Eltern ausgesprochen leistungsstark. Solche Hybriden sich weiter vermehren zu lassen, macht wenig Sinn: aufgrund der Erbgesetze gehen in folgenden Generationen die guten Eigenschaften rapide verloren. Deswegen müssen für diese Art von Mastkaninchenhaltung ständig neue Elterntiere von Züchtern zugekauft werden. 

Beispiel von Hybridkreuzungen:

Zweirassen-Hybridkreuzung
Muterrasse:
Eigenschaften: überdurchschnittliche Fruchtbarkeit und Aufzuchtleistung
z.B.: Weiße Neuseeländer, Kalifornier
Vaterrasse:
Eigenschaften: Überdurchschnittliche Zunahmen, Ausschlachtung und Schlachtkörperleistung
z.B.: Helle Großsilber, Deutsche Widder
Ziel: Viele Nachkommen mit hoher Mast- und Schlachtleistung
Vierrassen-Hybridkreuzung
Rasse 1: Hohe Fruchtbarkeit Rasse 2: Hohe Fruchtbarkeit Rasse 3: gute Fleischleistung Rasse 4: Gute Fleischleistung

Hybridhhäsinen: Hohe Fruchtbarkeit bei guter Vitalität

Hybridrammler: sehr große, schwere Tiere mit guter Mast- und Schlachtleistung
Ziel: viele Mastkaninchen mit hoher Mast und Schlachtleistung

[Vorlage: Grün, Peter: Kaninchen halten. -- 2. Aufl. -- Stuttgart : Ulmer, ©1997. -- ISBN 3800173611. -- S. 89]


9.7. Versuchskaninchen


Die sprichwörtlichen Versuchskaninchen werden auch in Entwicklungsländern in Forschung und Erprobung genutzt (und leider oft auch missbraucht).


9.8. Als Hobby und als Heimtier


.Kaninchen als "Schoßtiere" können in Entwicklungsländern ebenso positiven Einfluss bei der Sozialisierung von Kindern sowie auf Altersverwirrte haben wie in industrialisierten Ländern. 


10. Zur Betriebswirtschaft von Kaninchenhaltung


"Every rabbit raiser is a businessman whether he raises a few or a hundred rabbits. For success, he must put money, time, and talent into the project for some expected return. Economists describe this business operation in this way:

COSTS - INPUTS RETURNS - OUTPUTS
  1. Land and building
  2. Hutches, watering and feeder troughs.
  3. Feeds
  4. Other overhead.
  1. Livestock
  2. Rabbit meat
  3. Rabbit by-products
    1. fur
    2. paws
    3. tails
    4. manure
      1. Fertilizer
      2. Methane gas

Rabbit production is one backyard industry that promises a bright future. Why' Because almost 99 per cent of the rabbit is useful - the meat for food, the fur for clothing, paws and tails for trinkets, and the manure for soil improvement and for new energy source... bio or methane gas.

The returns from rabbit raising vary from place to place and from time to time. So rabbit producers may either expand or close down their projects on the basis of local and national demands.

However, rabbits are perhaps the most economical and profitable of all kinds of livestock. They can utilize inferior feeds and still provide quality meat and fur. Moreover, with a better quality feeding program, they can increase bunny production thus allowing a higher profit margin for the producer.

A good rabbit raiser strives to raise as many bunnies as possible from one doe within a year or during her productive life. Good management includes the wise selection of initial breeding stock and the determination of how much time and capital is to be invested in the project. It also includes good care of the does, bucks, bunnies and paying alert attention to housing, cages, sanitation, and record keeping.

Here is an example of profit potential for one doe and a kindling of six bunnies.

1. At 4 months of age, 6 fryers slaughtered 6 kilos @ PI2.00/K

P 72.00

2. Fur - tanned skins sold 6 fryers @ P6.00

36.00

3. Manure - 1/3 of total feed - 82 ¸ 3 = 27 kilos @ P.25 or about .3. cubic. ft/doe/year

6.75

4. Paws and tails 30 pieces @ P1.20 each 

36.00

GROSS TOTAL 

P 150.75

Minus cost of commercial feed @ P-/K

99.00

NET GAIN (for one doe)

P 51.75

If bunnies are all sold live at 4 months of age the following computation is applicable:

1. Six bunnies @ P40.00 each

P 240.00

2. Manure

6.75

GROSS TOTAL

P 246.75

Minus cost of commercial feed (see above)

99.00

NET PROFIT

P 147.75

[ Sicwaten, Juan B. ;  Stahl, Diane:  A complete handbook on back-yard and commercial rabbit production. -- Washington, D.C. : Peace Corps, 1982. -- (Appropriate technologies for development). -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


11. Zum Beispiel: Die Frauen von Kibwezi (Kenia)


Abb.: Lage von Kenia (Quelle: CIA)

"Rabbits had already been bred successfully in Kibwezi in 1984. A rabbit-raising experiment carried out by the Institute for Cultural Affairs in one of the division's larger primary schools, was not only successful in terms of the children tending the rabbits, but a Sunday "rabbit lunch" organized for them resulted in the whole rabbit population being consumed.  

Following discussions with the women, the Mwangaza Group of Kikumbulyu location decided to embark on a rabbit-breeding venture. One of their 12 members put a small area of her plot at the disposal of the Group. Two other members agreed to grow green stuffs required for the rabbits on their two plots along the river bank. Action Aid built two sets of hutches for them and the women acquired two bucks and eight does in Machakos.  

A butcher in Kibwezi has agreed to buy the rabbits from the women and a rabbit-skin tanning project is being organized. This should lead to a small blanket-making cottage industry. 

The rabbits have started breeding, but their numbers are still too small for any income to accrue to the women. They have, however, received the customary Trickle-up Programme grant of $US 50 to offset their initial expenses.  An instructor has also been found willing to teach the women how to handle and tan the skins.  

For both these projects two senior volunteer retirees from the Institute of Cultural Affairs are expected in Kibwezi in January 1990 for a three-month stay. They will board with the families of two members of the Women's Group and it is hoped that their inputs will make the fish and the rabbit breeding schemes into more successful ventures. "

[Women of Kibwezi : a case study of the Kibwezi Women's Integrated Rural Development Programme. -- Nairobi : United Nations Centre for Human Settlements (Habitat), 1990. -- ISBN 92-1-131123-3. -- In: Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21]


12. Weiterführende Ressourcen


12.1.Yahoo Categories



12.2. Andere Internetressourcen


Rabbit Calicivirus News / CSIRO. -- URL:  http://www.csiro.au/communication/rabbits/rabbits.htm. -- Zugriff am 2001-02-21


12.3. Ressourcen in Print-Form bzw. auf CD-ROM


Grün, Peter: Kaninchen halten. -- 2. Aufl. -- Stuttgart : Ulmer, ©1997. -- 128 S. : Ill. -- ISBN 3800173611

Humanity development library = HDL : for sustainable development and basic human needs. -- Version 2.0. -- Antwerp : Global Help Projects, 1998. -- 1 CD-ROM. -- [Enthält 800 Bücher, Reports und Broschüren sowie 430 Zeitschriften, insgesamt ca. 160.000 S. von Publikationen von mehr als100 Organisationen (z.B. FAO, gtz, Oxfam, Peace Corps, SKAT, UNESCO, UNICEF, WHO, World Bank); unentbehrlich!]. -- {Sie können diese CD-ROM für 30$ hier bestellen: http://www.oneworld.org/globalprojects/humcdrom/order.htm}. -- Online zugänglich: URL: http://media.payson.tulane.edu:8083/. -- Zugriff am 2001-02-21

Darin vor allem:

Rolls, Eric C. <1923 - >: They all ran wild : the animals and plants that plague Australia. -- London [u.a.] : Angus & Robertson, 1984 (©1969). -- 546 S. : Ill. -- ISBN 0-207-14510-5. -- [Ausgezeichnete Darstellung menschlicher Dummheit, u.a.  bei der Kaninchenplage Australiens]

Verhoef-Verhallen, Esther: Kaninchen- und Nagetiere-Enzyklopädie. -- Erlangen : Müller, [1999]. -- 320 S. : Ill. -- ISBN 3860707183


Zu Kapitel 8.9: Seidenraupen