नामलिङ्गानुशासनम्

2. Dvitīyaṃ kāṇḍam

9. siṃhādivargaḥ

(Über Tiere)

3. Vers 12c - 14b
(Echsen, Spinnen, Ohrwürmer, Tausendfüßler, Raupen, Skorpione)


Übersetzt von Alois Payer

mailto:payer@payer.de 


Zitierweise | cite as: Amarasiṃha <6./8. Jhdt. n. Chr.>: Nāmaliṅgānuśāsana (Amarakośa) / übersetzt von Alois Payer <1944 - >. -- 2. Dvitīyaṃ kāṇḍam. -- 9. siṃhādivargaḥ.  -- 3. Vers 12c - 14b (Echsen, Spinnen, Ohrwürmer, Tausendfüßler, Raupen, Skorpione). -- Fassung vom 2011-01-17. --  URL: http://www.payer.de/amarakosa2/amara209c.htm              

Erstmals hier publiziert: 2001-01-17 (am 127. Geburtstag des Vaters von Alois Payer)

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Meinem Lehrer und Freund

Prof. Dr. Heinrich von Stietencron

ist die gesamte Amarakośa-Übersetzung

in Dankbarkeit gewidmet.

Meiner lieben Frau

Margarete Payer

die all meine Interessen teilt und fördert

ist das Tierkapitel in Dankbarkeit besonders gewidmet


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"Those who have never considered the subject are little aware how much the appearance and habit of a plant become altered by the influence of its position. It requires much observation to speak authoritatively on the distinction in point of stature between many trees and shrubs. Shrubs in the low country, small and stunted in growth, become handsome and goodly trees on higher lands, and to an inexperienced eye they appear to be different plants. The Jatropha curcas grows to a tree some 15 or 20 feet on the Neilgherries, while the Datura alba is three or four times the size in>n the hills that it is on the plains. It is therefore with much diffidence that I have occasionally presumed to insert the height of a tree or shrub. The same remark may be applied to flowers and the flowering seasons, especially the latter. I have seen the Lagerstroemia Reginae, whose proper time of flowering is March and April, previous to the commencement of the rains, in blossom more or less all the year in gardens in Travancore. I have endeavoured to give the real or natural flowering seasons, in contradistinction to the chance ones, but, I am afraid, with little success; and it should be recollected that to aim at precision in such a part of the description of plants is almost hopeless, without that prolonged study of their local habits for which a lifetime would scarcely suffice."

[Quelle: Drury, Heber <1819 - 1872>: The useful plants of India : with notices of their chief value in commerce, medicine, and the arts. -- 2d ed. with additions and corrections. London : Allen, 1873. -- xvi, 512 p. ; 22 cm. -- S. VIII f.]


2. dvitīyaṃ kāṇḍam - Zweiter Teil


2.9. siṃhādivargaḥ - Abschnitt über Löwen und andere Tiere



Abb.: Asiatische Tierwelt
[Bildquelle: Brockhaus' Kleines Konversationslexikon, 1906]


Referenzwerke:

Daniel, J. C.: The book of Indian reptiles and amphibians. -- Mumbai : Bombay Natural History Society, Oxford University Press, 2002. -- VIII, 238 S. : Ill.  ; 23 cm. -- ISBN: 019-566099-4 [Referenz für Reptilien und Amphibien, soweit beim geringen Umfang des Buches möglich]


Übersicht



2.9.28. Eidechsen, Chamäleons, Geckos und ähnliche Reptilien


12. c./d. saraṭaḥ kṛkalāsaḥ syān musalī gṛhagodhikā

सरटः कृकलासः स्यान् मुसली गृहगोधिका ॥१२ ख॥

[Bezeichnungen für Eidechsen, Chamäleons, Geckos und ähnliche Reptilien:]

  • सरट -saraṭa m.: mit einem Geheul (raṭa) Versehener (würde auf den Tokeh passen); Eidechse
  • कृकलास - kṛkalāsa m.: mit dem Kehlkopf Tanzender
  • मुसली - musalī f.: Stößel, Keule
  • गृहगोधिका - gṛhagodhikā f.: Haus-Waran; vermutlich Tokeh und andere Geckos

Colebrooke (1807): "A lizard, cameleon, &c." [d:] "A small house lizard."


2.9.28.1. Chamäleons



Abb.: Bauplan eines Chamäleons
[Bildquelle: Franz Werner, 1911]


Abb.: Chamäleons
[Bildquelle: Hardwicke II, 1833. -- S. 144.]


Abb.: Chamaeleo zeylanicus Laurenti, 1768 - Indian Chameleon
[Bildquelle: M.arunprasad / Wikipedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: Chamaeleo zeylanicus Laurenti, 1768 - Indian Chameleon, Keesara - కీసర, Andhra Pradesh
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]

"Es ist denkbar, dass die eigentümliche Gestalt, das ernsthafte Aussehen, das langsame Herbeischreiten, das plötzliche Losschießen der Zunge auf die Beute die Beachtung der Griechen auf sich zog und sie veranlasste, dem Chamäleon seinen hübschen Namen: »Klein–« oder »Erdlöwe« zu geben; mehr als dieses alles aber erregte im Altertume und bis in die neueste Zeit der Farbenwechsel die Aufmerksamkeit der Forscher und Laien. Früher nahm man an, das Tier könne seine Färbung beliebig wechseln, beispielsweise die seiner Umgebung annehmen und sich dadurch vor seinen Feinden verbergen, nannte deshalb auch einen Menschen, welcher seine Meinung je nach den Umständen, jedoch stets zu seinen Gunsten veränderte, ein Chamäleon, und erhob letzteres zu einem Sinnbilde der knechtischen Gefälligkeit der Schmeichler und Höflinge; sein bloßer Name gab Tertullian Stoff zu einer ernsthaften Betrachtung über den falschen Schein und die Unverschämtheit der Betrüger und Großsprecher. Die gelehrtesten und ungelehrtesten, scharfsinnigsten und abgeschmacktesten Ansichten und Deutungen über den Farbenwechsel wurden laut, und noch in neuester Zeit herrschte Meinungsverschiedenheit über die nicht genügend erklärte Erscheinung, bis endlich Brücke durch eingehende Forschungen die Frage löste.

[...]

Alle Chamäleons gehören der Alten Welt oder, richtiger, der Osthälfte der Erde an und haben in Amerika weder Verwandte noch Vertreter im eigentlichen Sinne des Wortes. Sie zählen zu den bezeichnenden Tieren Afrikas und kommen außerdem nur noch in den Grenzländern der benachbarten Erdteile vor. Die dreißig Arten, welche man kennt, unterscheiden sich wohl in ihrer Gestalt, nicht aber hinsichtlich ihres Wesens, und auch jene Unterschiede sind so gering, dass die auf Gestalt und Beschuppung begründeten Gruppen höchstens den Rang von Untersippen beanspruchen können. Unserem Zwecke genügt, die auch in Europa vorkommende Art zu schildern.

Das Chamäleon (Chamaeleon vulgaris, Lacerta chamaeleon, Chamaeleon cinereus, mutabilis, carinatus, siculus, africanus, hispanicus, parisiensium) kennzeichnet sich durch den nur zur Hälfte gezähnelten Rückenkamm, den vom Kinne bis zum After verlaufenden Bauchkamm, den dreiseitigen, stumpf pyramidenförmigen Helm auf dem Hinterkopfe, welcher durch die stark vortretende, rückwärts gekrümmte Scheitelleiste gebildet wird, und die gleichartigen kleinen Schuppen des Rumpfes, welche nur auf dem Kopfe sich vergrößern. Über seine Färbung wird später noch einiges zu sagen sein; eine allgemein gültige Beschreibung derselben lässt sich nicht geben. Die Länge beträgt 25 bis 30 Zentimeter, wovon etwas mehr als die Hälfte auf den Schwanz kommt. Sein Verbreitungskreis erstreckt sich von Südspanien an über einen großen Teil Afrikas und Asiens: es lebt in Andalusien, in allen Ländern Nordafrikas von Marokko an bis Ägypten und, nach Tennent, auch auf Ceylon. Grohmann behauptet, es auf Sizilien gefunden zu haben; da jedoch später dort niemand weiter es gesehen, darf auf diese Angabe kein Gewicht gelegt werden.

Alle Chamäleons leben nur in solchen Gegenden, in denen es zeitweilig regnet oder allnächtlich so starker Tau fällt, dass sie eines ihrer zwingendsten Bedürfnisse, Wasser zum Trinken, jederzeit befriedigen können. Aus diesem Grunde bewohnen sie in besonderer Häufigkeit Küstenländer und Inseln. Sie fehlen der Wüste nicht, finden sich in ihr jedoch ausschließlich in denjenigen Teilen, welche noch unter dem Einflusse des Meeres liegen und demgemäß auch eine dürftige Pflanzenwelt ermöglichen. Ein anderweitiges Bedürfnis von ihnen bilden höhere Gewächse, Bäume oder Sträucher, mindestens Buschwerk oder Gestrüpp; denn sie sind vollendete Baumtiere, welche nur ausnahmsweise zum Boden hinabsteigen. Da, wo sie vorkommen, pflegen sie häufig aufzutreten; hier und da kann man unter besonders günstigen Umständen bei einer kurzen Wanderung Dutzende von ihnen wahrnehmen. Man sieht sie, gewöhnlich in kleinen Gesellschaften von drei bis sechs Stücken, auf einem Busche oder einer Baumkrone sitzen, unbeweglich, als wären sie ein dem Aste angewachsener Holzknorren, mit den vier Klammerfüßen und dem Schwanze an einem oder mehreren Zweigen befestigt. Tagelang beschränkt sich ihre Bewegung darauf, sich bald auf dem Aste, welchen sie sich zum Ruheplatze erwählten, niederzudrücken und wieder zu erheben, und erst, wenn besondere Umstände eintreten, verändern sie nicht bloß ihre Stellung, sondern auch ihre Plätze. Das verschrieene Faultier und jedes andere derjenigen Geschöpfe, welche auf Bäumen leben, bewegt sich mehr und öfter als sie, falls man absieht von Augen und Zunge; denn erstere sind in beständiger Tätigkeit, und letztere wird so oft, als sich Beute findet, hervorgeschnellt. Kein anderes Wirbeltier lauert ebenso beharrlich wie das Chamäleon auf seine Beute; es lässt sich in dieser Hinsicht nur mit den tiefststehenden, dem Felsen gleichsam angewachsenen wirbellosen Tieren vergleichen. Wer so glücklich gewesen ist, das keineswegs leicht zu entdeckende Geschöpf aufzufinden, sieht, wie beide Augen beständig und zwar ruckweise sich drehen und unabhängig von einander nach den verschiedensten Richtungen auslugen. Hat längeres Fasten die sehr rege Fresslust nicht angestachelt, so verweilt das Chamäleon in derselben Stellung, auch wenn es glücklich Kerbtiere gesehen hat, und wartet ruhig, bis sich in entsprechender Entfernung von ihm ein solches auf einem Zweige oder Blatte niederlässt. Sowie dies geschehen, richtet sich der Kopf dem Kerbtiere zu, beide Augen kehren sich mit ihren Spitzen nach vorn, der Mund öffnet sich langsam, die Zunge schießt hervor, leimt die Beute an und wird zurückgezogen; man bemerkt sodann eine rasche, kauende Bewegung der Kiefer, und das Tier erscheint wieder so regungslos wie zuvor. War es aber längere Zeit im Fange unglücklich, so verfolgt es wirklich ein erspähtes Kerbtier auf einige Meter weit, ohne jedoch den Busch, auf welchem es sich gerade befindet, zu verlassen.

[...]

Mit seinesgleichen verträgt sich das Chamäleon nicht besser als die meisten übrigen Kriechtiere. Ist seine Gleichgültigkeit gegen alles, was nicht Beute heißt, erst einmal einer gewissen Erregung gewichen, so geschieht es gar nicht selten, dass zwei sich gegenseitig erbosen, wütend über einander herfallen und sich mit dem immerhin kräftigen Gebisse zu verletzen suchen. Unter mehreren, auf einen kleineren Raum beschränkten Chamäleons fehlt es selten an Gelegenheit zu Streit und Kampf. Ein bequemer Sitzplatz kann den Neid oder doch den Ärger eines minder bevorzugten Genossen erregen und drohende Gebärden und wirkliche Angriffe veranlassen; viel ernster jedoch gestaltet sich die Sache, wenn der Paarungstrieb erwacht. Jetzt bekunden sie nicht allein Erregungen der Eifersucht, sondern machen sich wirklich die Weibchen streitig, fallen wütend über einander her, und beißen sich gegenseitig so heftig, als sie vermögen. Mit anderen Klassenverwandten leben sie im tiefsten Frieden, richtiger vielleicht in gar keinem Verhältnisse, weil sie sich bloß um diejenigen Tiere kümmern, welche ihnen verderblich werden oder zur Nahrung dienen können. Wenn ihnen ein Feind oder auch ein harmloser Vogel naht, pflegen sie sich zuerst aufzublasen, so dass ihr Leib im Querdurchschnitt fast kreisrund wird, und dann fauchend zu zischen. Ergreift man sie mit der Hand, so packen sie wohl auch zu und quetschen mit ihrem Gebisse die Haut ein wenig, immer aber viel zu schwach, als dass sie irgend welche Verletzung hervorrufen könnten. Dabei spielt ihre Haut selbstverständlich in sehr verschiedenen Färbungen, und die Gestalt wird durch das Aufblasen eine ganz andere: alle Rippen treten hervor, und das Tier gewinnt im buchstäblichen Sinne des Wortes eine gewisse Durchsichtigkeit, welche so weit gehen kann, dass man im Stande ist, Zweige oder die Sprossen eines Käfigs als dunkle Streifen durch den Leib hindurch wahrzunehmen.

Wie die meisten Kriechtiere vermag das Chamäleon wochen-, vielleicht monatelang ohne Schaden zu hungern, nicht aber auch ebenso lange zu dursten. [...]

Nach meinen bisherigen Beobachtungen und Erfahrungen hatte ich sie für mäßige Geschöpfe gehalten: ich wusste, dass sie im Freien nur von kleinen und schwächlichen Kerbtieren, insbesondere Fliegen, Schmetterlingen, Käfern, Heuschrecken, Raupen, Spinnen, Asseln, vielleicht auch Würmern sich ernähren; ich vergegenwärtigte mir, dass sie geduldig abwarten müssen, bis irgendwelche Beute ihnen sich bietet; ich hatte endlich gelesen, dass sie niemals große Kerbtiere und immer nur eines von ihnen gleichzeitig ergreifen könnten: jetzt sollte ich fast von alledem das Gegenteil erfahren. An den Zweigen kletterten die Tiere auf und nieder; mit den Wickelschwänzen umschlangen sie sich gegenseitig, wenn es an Raum fehlte; um die besseren Plätze stritten sie sich mit drohenden Gebärden; alle Winkel der senk- und wagerechten Ebene durchspähten die von einander unabhängigen Augen. Dutzende solcher Augen zielten nach einer und derselben Beute; die von dem einen Zungenpfeile gefehlte Fliege fiel einem zweiten, dritten, zehnten gewisslich zum Opfer. Ziemlich große, mit Mehlwürmern gefüllte Schüsseln leerten sich im Umsehen; der Inhalt einer geräumigen Schachtel, welchen ein raupender Gärtner gespendet, war nach vierundzwanzig Stunden in den Magen meiner vierzig Chamäleons geborgen, und noch immer schauten sich die rollenden Augen nach fernerer Beute um: meine Gefangenen erschienen mir gefräßiger als irgend ein anderes mir bekanntes Kriechtier.

[...]

»Ein gesehenes Chamäleon ist ein verlorenes Chamäleon«, so behauptet ein welsches Sprichwort und mit vollstem Rechte; denn die trotz aller Veränderung wenig auffallende Farbe ist sein bester Schutz gegen das zahllose Heer von Feinden, welches ihm nachstellt. Nicht bloß alle kleinen, vierfüßigen Raubtiere und die meisten Raubvögel, sondern auch Raben und Hornvögel, Reiher, Störche und endlich die größeren Schlangen, vielleicht selbst Warane und andere Kriechtiere müssen als Feinde der harmlosen Geschöpfe bezeichnet werden."

[Quelle: Brehms Thierleben : Allgemeine Kunde des Thierreichs. --  7. Bd., 3. Abt.: Kriechthiere, Lurche und Fische. --  1. Bd.: Kriechthiere und Lurche. --  2., umgearbeitete und vermehrte Aufl., Kolorirte Ausgabe. -- Leipzig, 1883. -- S. 243ff.]


2.9.28.2. Agamen



Abb.: Dornschwanzagame
[Bildquelle: Hardwicke II, 1833. -- S. 150.]


Abb.: Dornschwanzagame
[Bildquelle: Hardwicke II, 1833. -- S. 152.]


Abb.: Agame
[Bildquelle: Hardwicke II, 1833. -- S. 154.]


Abb.: Calotes calotes Linnaeus, 1758 - Common Green Forest Lizard, Singanallur (சிங்காநல்லூர்) Lake, Tamil Nadu
[Bildquelle: K. Mohan Raj / Wikipedia. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, share alike)]


Abb.: Calotes rouxii - Forest Calotes, Wayanad - വയനാട്, Kerala
[Bildquelle: L. Shyamal / Wikipedia. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung)]


Abb.: Calotes versicolor Daudin 1802 - Oriental Garden Lizard, Kottaikadu, Tamil Nadu
[Bildquelle: Raj. -- http://www.flickr.com/photos/prince_tigereye/4771354469/. -- Zugriff am 2010-12-14. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung)]


Abb.: Laudakia tuberculata Gray, 1827 - Kashmir Rock Agama, Munsiyari, Uttarakhand, India
[Bildquelle: L. Shyamal / Wikipedia. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, share alike)]


Abb.: Draco dussumieri  Duméril & Bibron, 1837- Southern Flying Lizard, Südindien
 [Bildquelle: Prashanthns / Wikipedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: Psammophilus dorsalis Gray, 1831 - Peninsular Rock Agama, Männchen im Hochzeitskleid, Hyderabad - హైదరాబాద్, Andhra Pradesh
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: Psammophilus dorsalis Gray, 1831 - Peninsular Rock Agama, Bhongir Fort, Andhra Pradesh
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.:
कृकलासः । Sitana ponticeriana Cuvier, 1829 - Fan-throated lizard, Mahavir Harina Vanasthali National Park, Hyderabad - హైదరాబాద్, Andhra Pradesh
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: Uromastyx hardwickii - Gray, 1827 - Spiny-tailed Lizard, Wüste Thar - थार मरुधर, Rajasthan
[Bildquelle: Nature Loader / Wikimedia. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, share alike)]

"Im Süden und Osten der Alten Welt tritt zu den bisher genannten Gruppen die zahlreiche Familie der Agamen (Agamidae), von denen man gegenwärtig über anderthalbhundert Arten kennt. Die Gestalt der hierher gehörigen Echsen ist in hohem Grade verschiedenartig: der Leib bald gedrungen, bald gestreckt, bald von oben nach unten, bald von einer Seite zur andern zusammengedrückt, im allgemeinen aber kräftig, der Kopf kurz und breit, der nicht zerbrechliche Schwanz lang, spitzig, oder kurz und kräftig, die übrige Gliederung wohl entwickelt. Zahlreiche kleine, flache oder sanft gewölbte Schilder bedecken den Kopf, größere, meist verschoben viereckige Schindelschuppen den Rücken, die Seiten und die unteren Teile des Leibes. Zu ihnen treten jedoch sehr häufig allerlei verlängerte Horngebilde, welche bald den Kopf allein mit Spitzen und Zacken bewehren, bald einen Rücken- und Schwanzkamm bilden, bald endlich über den ganzen Leib sich erstrecken. Die Zunge ist dick und ihrer ganzen Länge nach am Grunde festgewachsen, an der Spitze höchstens leicht ausgerandet und nicht vorstreckbar. Die Zähne sind am Rande der Kieferknochen befestigt, ein Paar von ihnen meist hundszahnartig vergrößert. In allem übrigen bekunden die Agamen so wenig Übereinstimmung, dass eine weitere Schilderung bis zur Beschreibung der einzelnen Sippen aufgespart bleiben muss.

Das Verbreitungsgebiet der Agamen beginnt im südlichen Europa und reicht nach Süden hin bis zum Vorgebirge der Guten Hoffnung, nach Osten hin bis China, begreift auch die südasiatischen Eilande und Neuholland in sich. Gerade in Südasien erlangt die Familie ihre größte Entwickelung, da hier ungefähr die Hälfte aller bekannten Arten gefunden wird. Die übrigen verteilen sich auf Australien, welches verhältnismäßig reich an diesen Echsen ist und verbreiten sich durch die Wüsten Mittel- und Westasiens sowie durch ganz Afrika bis Griechenland und Südrussland. Fast alle Arten sind mehr oder minder vollkommene Landtiere; nicht wenige von ihnen bewohnen sogar die dürrsten und trockensten Örtlichkeiten innerhalb ihres Gebietes, wogegen andere wiederum nur in feuchten Geländen, hier jedoch so gut als ausschließlich auf Bäumen hausen. Gerade von den Agamen darf man behaupten, dass sie die Wüsten Afrikas und Mittelasiens ebenso beleben, als sie die in höchster Fülle prangenden Waldungen Südasiens schmücken. Sie sind es, von denen schon die ältesten Reisenden mit mehr oder weniger Anerkennung und Bewunderung sprechen; sie rufen noch heute das Entzücken dessen wach, welcher sie in ihrer vollen Lebenstätigkeit, in der Pracht ihrer wunderbaren, jähem Wechsel unterworfenen Farben sehen kann. Alle Arten müssen als harmlose Tiere betrachtet werden; selbst die wehrhaftesten unter ihnen fügen weder dem Menschen, noch dem Bestande der höheren Tierwelt irgend welchen Schaden zu. Die meisten nähren sich von Kerbtieren verschiedenster Art, nicht wenige, vielleicht mehr als wir zur Zeit annehmen können, aber auch von Pflanzenstoffen, Gräsern wie Baumblättern, welche sie auf dem Boden oder in der Höhe des Gezweiges abrupfen. Alle ohne Ausnahme scheinen Eier zu legen, welche noch der Entwickelung außerhalb des Mutterleibes bedürftig sind, keine einzige Art aber lebende Junge zur Welt zu bringen.

[...]

Sämtliche Drachen sind Baumechsen in des Wortes vollster Bedeutung; sie kommen ungezwungen wohl niemals zum Boden herab. Lacépède ist freilich anderer Ansicht: »Obgleich die Zehen des Drachen ganz gedrängt sind«, sagt er, »beschränkt sich sein Aufenthalt doch nicht auf Bäume oder auf das trockene Land überhaupt. Seine aufgeblasene Wamme und die ausgespannten Flügel, welche er nach Willkür drehen und wenden kann, dienen ihm sehr gut zum Schwimmen. Die häutigen Flügel sind wegen ihrer verhältnismäßigen Größe sehr kräftige Flossen, und die aufgeblasenen Beutel unter der Kehle machen ihn leichter als das Wasser. Er ist also mit allem versehen, was zum Klettern, Laufen und Schwimmen gehört: Erde, Luft und Wasser sind sein eigen. Seine Beute kann ihm nie entgehen, und ihm steht jeder Zufluchtsort offen: wird er auf der Erde verfolgt, so flüchtet er auf Bäume oder ins Wasser und kann also vor seinen Feinden ziemlich ruhig sein.« Ich weiß nicht, auf welche Beobachtungen Lacépède diese Meinung stützt; denn ich selbst habe in den Schriften der alten und neuen Forscher nichts ähnliches finden können. In Wirklichkeit leben die Drachen ausschließlich auf Bäumen, und zwar meist in der Krone derselben, weshalb man von ihrem Vorhandensein weit weniger wahrnimmt, als man meinen möchte. Obwohl weit verbreitet, sind sie doch im allgemeinen selten und schwer zu sehen, auch wenn sie in den Gärten der Europäer Wohnung genommen haben sollten. Denn stets halten sie sich hoch in den Kronen der Bäume auf und liegen hier, namentlich mittags bei heißem Sonnenscheine, ruhig auf einer und derselben Stelle. Ihre Farbenpracht fällt dabei nicht im geringsten auf. Man bemerkt die im Schatten der Blätter liegenden oder an die Stämme angeschmiegten Tiere nur, wenn man sehr nahe an sie herankommt und sieht auch dann nichts weiter als ein der Baumrinde sehr ähnelndes Gemisch von Braun und Grau. Unter diesen Umständen gewahrt man selbst bei genauer Beobachtung kein anderes Zeichen des Lebens als die Rastlosigkeit der Augen, welche nach vorüberfliegenden Kerbtieren spähen. Naht sich ein solches dem Drachen, so breitet er plötzlich seine Haut aus, springt mit ihrer Hülfe weit in die Luft hinaus, ergreift mit fast unfehlbarer Sicherheit die Beute und lässt sich auf einem anderen Zweige nieder. Auch bei dieser Gelegenheit fällt die Farbenpracht nicht in die Augen: es bedarf der nahesten Besichtigung, um sie wahrzunehmen. Nach Angabe älterer Beobachter sollen sich die Drachen mit Hülfe ihres Fallschirmes über Entfernungen von sechs bis zehn Meter schwingen, aber wie alle ähnlich ausgestatteten Tiere immer nur in schiefer Richtung von oben nach unten bewegen, also nicht oder doch nur mäßig sich erheben können. Ihre Bewegung unterscheidet sich von der anderer Baumeidechsen wesentlich dadurch, dass sie nicht ein fortgesetztes Rennen, sondern eine Reihe von mehr oder minder weiten Sprüngen ist.

So wehr- und harmlos die Drachen in unseren Augen erscheinen, so lebhafte Kämpfe mögen die Männchen unter sich ausfechten. Dafür spricht schon der Hals- und Brustschmuck, welcher bei allen Kriechtieren, und nicht bei diesen allein, auf leicht erregbares Wesen hindeutet. "

[Quelle: Brehms Thierleben : Allgemeine Kunde des Thierreichs. --  7. Bd., 3. Abt.: Kriechthiere, Lurche und Fische. --  1. Bd.: Kriechthiere und Lurche. --  2., umgearbeitete und vermehrte Aufl., Kolorirte Ausgabe. -- Leipzig, 1883. -- S. 201ff.]


2.9.28.3. Geckos



Abb.: Gecko
[Bildquelle: Hardwicke II, 1833. -- S. 156.]


Abb.:
सरटः । Gekko gecko Linnaeus, 1758 - Tokeh - Tokay Gecko, S-Vietnam
[Bildquelle: Jnguyen327  / Wikipedia. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung)]

Ruf des Tokeh (Anklicken)

सरटः । Ruf des männlichen Tokeh, Bokeo-Provinz - ບໍ່ແກ້ວ, Laos (Schaltfläche anklicken!)
Quelle der .ogg-Audiodatei: Richard Ling / Wikimedia. -- Public domain


Abb.: Cnemaspis tropidogaster Boulenger, 1885 - Rough-bellied Day Gecko, The Nilgiris - நீலகிரி, Tamilnadu
[Bildquelle: Dhaval Momaya / Wikipedia. -- GNU FDLicense]


Abb.:
मुसली । Cosymbotus platyurus Schneider, 1792 - House gecko, Bogor, Java, Indonesien
[Bildquelle: W. Djatmiko / Wikipedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: Hemidactylus triedrus Daudin, 1802 - Termite Hill Gecko, Südindien
[Bildquelle: Prashanthns / Wikipedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: Eublepharis macularius Blyth, 1854 - Leopard Gecko
[Bildquelle: Tristanspotter / Wikipedia. -- Public domain]

"Über wenige Kriechtiere ist soviel gefabelt worden, als über die Haftzeher oder Geckos, eigentümlich gestaltete, nächtlich lebende Schuppenechsen, welche in allen Erdteilen gefunden werden. Sie waren es, welche die Alten mit dem Namen »Stellio« bezeichneten und zwar, wie Ovid uns mitteilt, wegen der kleinen, sternförmigen Flecken auf dem Rücken. Aristoteles berichtet, dass der Stellio sich in Fenstern, Kammern und Gräbern aufhalte, an den Wänden umherklettere, oft auf den Tisch herab und ins Essen falle, in den Krippen schlafe, den Eseln in die Nase krieche und sie am Fressen verhindere, durch seinen Biss vergifte, während der vier kalten Monate des Jahres verborgen liege und nichts fresse, im Früh- und Spätjahre aber sich häute und dann die Haut aufzehre: »auß verbunst«, drückt sich Geßner aus, »damit sömliche herliche artzney für die fallend sucht, den menschen entroubet werde, von dannen bey den Juristen jr nam Stellionat genommen, so yenen einem etwas durch betrug vnd list entroubet vnd entzogen wirdt. Doch soll dises thier ein nattürliche feyndtschafft haben wider den Scorpion, also dass sy zu schräcken vnd kalten schweyß auch durch sein gesicht bewegt werden söllend. Auß vrsach man dise thier in öl beitzt, welches ein bewärte artzney ist denen so von dem Scorpion sind gestochen worden.« Plinius versichert, dass der Gecko ein sehr gefährliches Mittel liefere, indem er, im Weine ertränkt oder in Salbe getötet, bei denen, welche Wein oder Salbe benutzten, Sommerflecken hervorbringe. »Manche reichen derartige Salbe hübschen Mädchen in der böswilligen Absicht, deren Schönheit zu verderben.« Glücklicherweise gibt es ein Gegenmittel: Eidotter, Honig und Laugensalz, welches die schädliche Wirkung wieder aufhebt. Nach Ansicht desselben Naturforschers ist der Biss des Gecko in Griechenland tödlich, in Sizilien dagegen ungefährlich.

Bis in die neueste Zeit werden ähnliche Geschichten erzählt und wieder erzählt, auch wohl heutigentags noch den Gläubigen aufgetischt. Von einem indischen Haftzeher berichtet der alte Bontius, dem wir übrigens manche gute Mitteilung verdanken, entsetzliche Dinge. »Sein Biss ist so giftig, dass er in wenigen Stunden den Tod nach sich zieht, wenn der gebissene Teil nicht sogleich abgehauen oder gebrannt wird. Das habe ich selbst bei einem Matrosen erfahren, welcher zu Batavia im Krankenhause lag. Er bekam bloß dadurch, dass ihm eine solche Eidechse über die Brust lief, eine Blase wie von siedendem Wasser. Bei der Eröffnung derselben floss gelbe, stinkende Jauche aus. Das Fleisch darunter war nussfarbig, ging auch zwei Finger dick in Brand über und fiel ab zu unserem großen Verwundern und Entsetzen. Diese Eidechse hat so scharfe Zähne, dass sie Eindrücke in den Stahl macht. Ihr Rachen ist rot wie ein glühender Ofen. Zum Schrecken der Einwohner treibt sie sich oft in den Schlafzimmern umher, so dass die Leute genötigt sind, ihre Hütte ganz abzubrechen, damit die Tiere weiter wandern müssen. Die Javaner vergiften mit ihrem Blute und Geifer ihre Waffen; ruchlose Giftmischer, deren es hier zu Lande viele gibt, hängen sie mit dem Schwanze auf und fangen den klebrigen und gelben Geifer, den sie aus Zorn immer ausfließen lassen, in einem irdenen Geschirre auf und lassen ihn dann an der Sonne eintrocknen, ernähren daher auch beständig solche scheußliche Tiere. Selbst ihr Harn zieht Blasen.« Hasselquist behauptet, dass der in Ägypten lebende Haftzeher Gift aus den Furchen der Zehenscheiben ausschwitzt, versichert auch, zwei Weiber und ein Mädchen gesehen zu haben, welche von einer solchen Schuppenechse vergifteten Käse gegessen hatten und dem Tode nahe waren. Ein Geistlicher, welcher das böse Tier fangen wollte, bekam beim Berühren Blasen, welche brannten, als ob er Nesseln angegriffen hätte. Wer von der Speise isst, über welche ein solches Tier gelaufen, wird aussätzig usw. Ähnliche Märchen lässt sich Pöppig in Peru aufbinden. Ein dort vorkommender Gecko soll ebenfalls so sehr giftig sein, dass schon seine Berührung gefährlich ist. Das Gift sitzt auf den Zehenflächen, und seine Wirkung ist zwar nicht so schnell, allein unfehlbar ebenso tödlich wie die des Schlangengiftes. Die Indianer wissen dies so wohl, dass sie nach dem Abhauen der Füße die Tiere furchtlos in die Hand nehmen. Dieser Haftzeher sucht glücklicherweise den Menschen nicht auf, und die Gefahr besteht nur darin, dass er, wenn er herabfällt oder unerwartet beim Aufheben von Gegenständen in dunklen Winkeln ergriffen wird, vergiftet. Da der genannte Reisende bei Vergrößerung mit einer guten Lupe am toten Tiere die Schuppen trocken sah und bei Zergliederung der darunter liegenden Teile, »soviel deren Gefährlichkeit sie zuließ«, weder Drüsen, noch Giftblasen bemerken konnte, hält er es für wahrscheinlich, dass das Gift nach Willkür ausfließt. Heiße Ölreibungen und Ätzen, faselt er, dürfen wohl das passende Mittel sein, der Wirkung zu begegnen; denn diese kann, wie stark das Gift auch sein möge, der des Schlangengiftes, welches durch Verwundung ins Blut gebracht wird, unmöglich gleich sein. Schinz meint, vorstehende Angabe eines so ausgezeichneten Naturforschers, wie Pöppig ist, aufnehmen zu müssen, ohne jedoch dafür eintreten zu wollen. Ich hege über den »ausgezeichneten Naturforscher« andere Ansichten als Schinz; denn für mich unterliegt es keinem Zweifel, dass Pöppig ebenso wenig einen Gecko untersucht als einen Kondor gemessen, vielmehr unverantwortlicherweise den Bericht über die Zergliederung des Thieres einfach erfunden hat. Ähnliche Schauergeschichten, wie sie der spätere Professor der Tierkunde der Leipziger Hochschule mitteilt, kann man in anderen Teilen Amerikas, in Afrika, Indien und selbst in Südeuropa vernehmen. »Wenn ein Gecko«, so erzählten Indianer und Farbige den Gebrüdern Schomburgk, »von der Decke oder den Balken des Daches auf die bloße Haut eines Menschen fällt, so lösen sich die Zehenscheiben, welche das Gift enthalten, und dringen in das Fleisch ein, wodurch eine Geschwulst hervorgerufen wird, welche schnellen Tod im Gefolge hat.« Daher scheuen denn auch jene Leute die Haftzeher ebenso wie die giftigsten Schlangen. In Südeuropa schwört jedermann auf deren Giftigkeit. »Es will wenig sagen«, bemerkt Lucian Bonaparte, »dass man sie beschuldigt, die Speisen mit ihren Füßen zu verderben; man lügt ihnen auch nach, dass sie das Blut von dem, über dessen Brust sie laufen, augenblicklich gerinnen machen. Mit dieser furchtbaren Lehre warnen die Mütter täglich ihre Kinder.« Kurz, das Misstrauen, der Abscheu gegen die Haftzeher sind allgemein – und doch gänzlich ungerechtfertigt! Wir werden sehen, dass unsere Tiere vollkommen unschädliche und harmlose Schuppenechsen sind und einzig und allein infolge ihres unschönen Äußeren und ihrer nächtlichen Lebensweise unter so bösem Leumund leiden müssen.

[...]

Die Abteilung der Haftzeher zerfällt in mehrere Unterfamilien, welche zusammen ungefähr fünfzig Sippen und Untersippen umfassen. Ihre Unterscheidung hat jedoch nur für den Fachmann Wichtigkeit, da die Unterschiede der einzelnen Gruppen gering und die Lebensweise wie die Bedeutung der verschiedenen Arten für den Menschen mehr oder weniger dieselbe ist. Für unseren Zweck wird es genügen, wenn ich mich auf eine kurze Beschreibung dreier Arten beschränke, von denen jede eine Sippe und ebenso eine Unterfamilie vertritt.

[...]

Die Familie der Geckos, von welcher man ungefähr zweihundert Arten unterschieden hat, verbreitet sich über alle warmen Länder der Erde und bevölkert nicht allein die Festlande, sondern ebenso innerhalb des von ihr bewohnten Gürtels gelegene Eilande, selbst solche, welche einsam in großen Weltmeeren liegen und keinerlei nachweislichen Zusammenhang mit anderen Erdfesten haben.

Ebenso allverbreitet zeigen sich die Haftzeher innerhalb größerer Landmassen. Wo man einer Echse überhaupt begegnet, vermisst man auch sie nicht. Sie hausen im Tieflande wie im Gebirge, im Walde wie in der waldlosen Einöde, inmitten großer und volkreicher Städte wie in dem Gewölbe des einsamen Brunnens an der Wüstenstraße.

Alle Geckos haben ungefähr denselben Aufenthalt und führen mehr oder weniger dieselbe Lebensweise. Sie bewohnen Felswände und Bäume, Steingeröll, Gemäuer und sehr gern die menschlichen Behausungen, vom Keller an bis zum Dache hinauf. Einzelne Arten scheinen nur auf Bäumen Herberge zu nehmen, andere ebensowohl hier als auch an Mauern und in Häusern sich aufzuhalten. Da, wo sie vorkommen, treten sie in der Regel sehr häufig auf, und sie verstehen es auch, die Aufmerksamkeit des Menschen auf sich zu ziehen: sind sie doch die einzigen Schuppenechsen, welche wirkliche Kehlkopflaute ausstoßen können oder, was dasselbe, eine Stimme besitzen.

Übertages machen sich die Geckos wenig bemerklich; denn sie sind Nachttiere und suchen meist schon bei Sonnenaufgang einen sie möglichst bergenden Versteckplatz auf, verkriechen sich unter Steine oder losgelöste Baumrinde, in Spalten und Ritzen und bleiben nur dann an einer Wand oder einem Baumstamme kleben, wenn die Färbung der Umgebung ihrer eigenen gleicht oder ähnelt, beziehentlich, wenn sie erfahrungsmäßig von der Gutmütigkeit der Hausbewohner, in deren Räume sie Herberge genommen, sich überzeugt haben.

Doch sieht man auch sie ebenso behaglich wie andere Kriechtiere im Strahle der Mittagssonne sich wärmen und an solchen Mauern, welche nur zeitweilig beschienen werden, mit den fortschreitenden Schatten weiter bewegen. In Gegenden, wo man sie nicht stört, bemerkt man hunderte an einer und derselben Mauer, Dutzende an einem und demselben Baume, weil sie, wenn auch nicht gerade in Frieden zusammenleben, doch die Geselligkeit lieben oder nach und nach die passendsten Wohnorte innerhalb eines Gebietes herausfinden und sich hier zu größeren Scharen ansammeln. Mit Einbruch der Nacht werden sie munter und beginnen ihre Jagd auf Geziefer verschiedener Art, namentlich auf Fliegen, Mücken, Spinnen, Käfer, Räupchen und dergleichen, deren sie sich mit überraschender Sicherheit zu bemächtigen wissen. Die größeren Arten jagen, laut Eduard von Martens, auch wohl auf kleinere Arten ihres eigenen Geschlechtes; alle überhaupt sind ebenso gefräßig wie irgend eine andere Echse. Den Anfang ihrer Tätigkeit zeigen sie gewöhnlich durch ein lautes oder doch wohl vernehmliches, kurzes Geschrei an, welches durch die Silben »Gek« oder »Toke« ungefähr wiedergegeben werden kann, gelegentlich auch in höhere oder tiefere Laute übergeht.

Ihr Treiben währt die ganze Nacht hindurch und hat in der Tat etwas höchst auffälliges. Kein Wunder, dass es den Neuling befremdet, zu sehen, wie der Gecko, ein eidechsenähnliches Tier, mit wunderbarer Gewandtheit und unfehlbarer Sicherheit an senkrechten, glatten Wänden emporklettert, plötzlich diese verlässt und nunmehr an der Decke umherläuft, als wäre sie der Fußboden, wie er minutenlang an einer und derselben Stelle klebt und dann wieder hastig fortschießt, den dicken Schwanz anscheinend unbehülflich hin- und herschleudert und sich selbst durch schlängelnde Bewegungen forthilft, wie er alles beobachtet, was ringsum vorgeht und mit den großen, jetzt leuchtenden Augen umherschaut, in der Absicht, irgend eine Beute zu erspähen; kein Wunder, dass das unscheinbare Tier, welches der Reisende überall verleumden hört, anfänglich nicht gefallen will, ja selbst mit Ekel erfüllen kann: einen widerwärtigen Eindruck aber rufen die Geckos nur bei dem hervor, welcher sich nicht die Mühe gibt, ihr Treiben zu beachten. Ich meinerseits vermag nicht zu begreifen, wie Schomburgk, ein sonst unbefangener Beobachter, sich verleiten lassen kann, in ungünstiger Weise von den harmlosen Tieren zu reden. »Noch ekelhafter als die Giftschlangen«, sagt er, »war uns der zahlreiche Besuch der Geckonen oder ›Waldsklaven‹ der Ansiedler, welche sich seit Beginn der Regenzeit in wahrer Unzahl an den Wänden, Dachsparren und im Dache selbst anhäuften. Die schauerlichen Erzählungen der Indianer hatten auch uns das wahrscheinlich unschädliche Tier verhasst gemacht, und fiel dann und wann bei unseren Abendversammlungen ein solcher Gast mitten unter uns auf den Tisch herab (was bei ihrem unverträglichen Wesen nicht selten geschah, indem sie sich fortwährend bissen und jagten), so gab es gewöhnlich eine augenblickliche Sprengung der Gesellschaft. Ja, der Ekel, welchen alle vor dem hässlichen Tiere hatten, ließ uns nie ausgekleidet in die Hängematte legen.«

Nun, auch ich habe Wochen und monatelang in Häusern gewohnt, in denen Geckos massenhaft sich aufhielten, und auch ich bin durch die ersten Stücke, welche ich sah, in Verwunderung gesetzt worden: ich habe aber die eigentümlichen und harmlosen Geschöpfe sehr bald gern gesehen und manche Stunde durch sie mir verkürzen lassen. Haustiere sind sie im vollsten Sinne des Wortes, treuere noch als die Mäuse und jedenfalls nützlichere. Bei Tage haben ihre Bewegungen allerdings etwas täppisches, namentlich dann, wenn man sie bedroht und sie so eilig als möglich ihrem Schlupfwinkel zuflüchten, und ebenso nimmt es nicht gerade für sie ein, wenn man sieht, dass sie in der Angst sich plötzlich, wie dies manche Käfer tun, zu Boden herabstürzen lassen und dabei gewöhnlich den Schwanz verlieren: wenn aber ihre Zeit gekommen, das heißt die Dunkelheit eingetreten ist, dann müssen sie, meine ich, jeden Beobachter und Forscher, wenn auch nicht entzücken, so doch fesseln. Auch Schomburgk gesteht gern zu, dass die Fertigkeit und Gewandtheit, mit welcher sie an Wänden, an anderen glatten Flächen oder Dachsparren hinlaufen, an das fabelhafte grenzt, dass ihre nickenden Kopfbewegungen, welche man besonders während des Stillsitzens bemerkt, höchst eigentümlich sind, und wenn er sich nicht daran so ergötzt hat wie ich, so trägt gewiss er allein die Schuld. Uns verursachten sie stets großes Vergnügen, wenn wir nachts in unserem Wohnhause zu Kairo, Dongola, Khartum oder sonstwo in Nordafrika, in dem dunklen Lehmgebäude ebensowohl wie in der aus Stroh errichteten Hütte, den ersten Ruf der Geckos hörten und dann ihr wirklich geisterhaftes Treiben belauschen, ihrer mit größtem Eifer betriebenen Jagd zusehen, sie überhaupt bei allen ihren Handlungen verfolgen konnten.

Die Bewegungen der Geckos sind zwar sehr unstet, aber doch ungemein hurtig und überraschend gewandt. Bei jähem Fortschießen schlängeln sie so ersichtlich, dass es den Anschein gewinnt, als ob jeder Schritt ihnen Mühe verursache; wenn man jedoch beobachtet, wie lustig und behend sie sich umhertreiben, wie sie neckend sich jagen oder ergrimmt sich befehden, kommt man bald von falschen Ansichten zurück. Sie drücken ihren Leib dicht an den Boden, auf welchem sie sich bewegen, umfassen beim Beklettern senkrechter Wände eine weite Fläche, spreizen die Beine und ebenso die Zehen, stützen sich außerdem noch durch den Schwanz und bewegen sich so mit größerer Sicherheit als jede andere kletternde Echse. Nach Cantors Beobachtungen ist der Faltengecko, vermöge des ihm als Fallschirm dienenden Hautsaumes, im Stande, auch ziemlich weite Sprünge auszuführen, wogegen die übrigen Arten, wenn sie sich durch ihre Hast und Heftigkeit verleiten lassen, dasselbe zu tun, in der Regel den Halt oder das Gleichgewicht verlieren und zu Boden stürzen. Mit ihrer leiblichen Beweglichkeit geht die geistige Hand in Hand. Sie sind während der Nacht ebenso unruhige, lebhafte und erregbare Geschöpfe wie die Eidechsen, stehen diesen überhaupt an Begabungen nicht nach, so verschiedenartig beider Anlagen auch sein mögen. So sind, um ein Beispiel zu geben, ihr Muth, ihre Rauf- und Kampflust ebenso groß wie bei den Eidechsen. Größere Gesellschaften leben meist in Unfrieden, jagen und verfolgen sich, beginnen Streit mit einander und gebrauchen ihr Gebiss mit Kraft und Nachdruck. Die größten Arten stellen sich sogar dem sie bedrängenden Menschen zur Wehre, sperren ihr Maul zu voller Weite auf, blicken wild um sich und beißen so scharf zu, dass sie die Haut des Angreifers zerreißen können. So berichten Theobald und Martens von dem weit über Südasien verbreiteten Tropfengecko, welcher noch mehr seiner Bissigkeit als seines Aussehens halber in geradezu lächerlicher Weise gefürchtet wird.

Unzählige Male habe ich Geckos gefangen, sie in der Hand gehabt und sie und ihre Blätterscheiben betrachtet, niemals aber auch nur den geringsten Nachtheil von der Berührung und Handhabung der als so giftig verschrieenen Geschöpfe verspürt, einen solchen aber auch nicht verspüren können, da eine »klebrige Feuchtigkeit« gar nicht vorhanden ist. Schon Home, welcher die Zehenblätter wirklich untersuchte, spricht sich dahin aus, dass der Gecko einen luftleeren Raum hervorbringt und dadurch sich festhält, und – Home hat vollständig Recht. Berührung der Blätterscheiben verursacht allerdings das Gefühl der Klebrigkeit; einen leimartigen Stoff aber, welcher vergiften könnte, hat sicherlich noch kein Forscher, welcher untersuchte, wahrgenommen. Und keiner von denen, welche von diesem Leime gesprochen, hat bedacht, dass der Gecko seine Füße bald gar nicht mehr würde gebrauchen können, wäre ein solcher Leim vorhanden, weil sich vermittels desselben eher Schmutz und Staub an die Blätterscheiben, als diese selbst an die Wand heften würden. Das Tier klebt nur infolge des Luftdruckes an dem Gegenstande, welchen es beklettert.

[...]

Um andere Kriechtiere oder Wirbeltiere überhaupt bekümmert sich der Gecko nur insofern, als er in jedem stärkeren Geschöpfe einen Feind vermutet. In Südeuropa hält es ziemlich schwer, Haftzeher zu beobachten, wahrscheinlich deshalb, weil sie hier fast überall unnützer Weise verfolgt und geschreckt werden; in Afrika hingegen bekunden sie oft wirkliche Menschenfreundlichkeit, d.h. zutunliches und vertrauensseliges Wesen, welches sehr für sie einnimmt. Aber ebenso, wie sie es merken, wenn ihnen nachgestellt wird, ebenso lassen sie sich auch an andere Tiere und selbst an den Menschen gewöhnen und bis zu einem gewissen Grade zähmen. »In dem Zimmer, in welchem die Frauen meiner Familie ihre Abende zubrachten«, erzählt Tennent, »hatte sich eines dieser zahmen und unterhaltenden kleinen Geschöpfe hinter den Bilderrahmen eingerichtet. Sobald die Lichter angezündet wurden, erschien der Gecko an der Mauer, um die gewohnten Nahrungsbrocken in Empfang zu nehmen; wenn er aber vernachlässigt wurde, verfehlte er nie, durch ein scharfes, helles ›Tschik, tschik, tschik‹ die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. In einer Offizierswohnung der Festung von Colombo hatte man einen anderen Gecko gewöhnt, täglich an die Abendtafel zu kommen. Er erschien pünktlichst, jederzeit, wenn der Nachtisch aufgetragen wurde. Die Familie verließ ihre Wohnung auf einige Monate, und ihre Abwesenheit wurde benutzt, das ganze Haus in Ordnung zu bringen. Man bewarf die Wände, weißte die Decken, trug das Dach ab usw. Jedermann nahm natürlich an, dass der kleine Inwohner durch diese gewaltige Veränderung vertrieben worden wäre; dem aber war nicht so. Bei Rückkunft seiner alten Freunde erschien er mit gewohnter Pünktlichkeit beim ersten Aufdecken des Tischtuches und bettelte wie vormals um Futter.«

Solche Beobachtungen, welche jeder anstellen könnte, sollten, so möchte man meinen, überall für die harmlosen Tiere einnehmen, – statt dessen verfolgt und tötet man sie nutzloser Weise. »An dem Gecko«, sagt Lucian Bonaparte mit vollstem Rechte, »sieht man ein deutliches Beispiel von der Undankbarkeit der Welt. Dieses Tierchen hat kein anderes Bestreben, als die Orte, welche es mit uns teilt, von Spinnen, Mücken und anderen lästigen Kerbtieren zu reinigen; und für diese Wohltat bekommt es keinen anderen Lohn als Verleumdung und Verfolgung!«"

[Quelle: Brehms Thierleben : Allgemeine Kunde des Thierreichs. --  7. Bd., 3. Abt.: Kriechthiere, Lurche und Fische. --  1. Bd.: Kriechthiere und Lurche. --  2., umgearbeitete und vermehrte Aufl., Kolorirte Ausgabe. -- Leipzig, 1883. -- S. 259ff.]


2.9.28.4. Skinke



Abb.: Blauzungenskinke
[Bildquelle: Hardwicke II, 1833. -- S. 158.]


Abb.: Blauzungenskinke
[Bildquelle: Hardwicke II, 1833. -- S. 160.]


Abb.:  Eutropis macularia Blyth, 1853 - Bronze Grass Skink, Pocharam Lake, Andhra Pradesh
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: Ristella travancorica Beddome, 1870 - Travancore Cat Skink, Wayanad - വയനാട്, Kerala
[Bildquelle: L. Shyamal / Wikimedia. -- GNU FDLIcense]

"Der Verbreitungskreis der Wühlechsen ist sehr ausgedehnt. Sie leben in allen Erdteilen und von den äußersten Grenzen der gemäßigten Gürtel an bis zum Gleicher hinab, besonders zahlreich in Neuholland, in namhafter Anzahl aber auch in Asien, Afrika und Amerika, während sie in Europa schwach vertreten sind. Ihre Lebensweise ist noch sehr unbekannt, dies aber lebhaft zu bedauern, weil die wenigen Arten, welche einigermaßen eingehend beobachtet werden konnten, ebenso absonderliche als anziehende Eigenschaften bekunden.

Im allgemeinen dürfen wir wohl annehmen, dass alle Wühlschleichen mehr oder weniger an den Boden gebannt sind und nur ausnahmsweise und auch dann bloß in beschränktem Grade klettern. Dafür besitzen sie eine Fertigkeit, welche den meisten übrigen Echsen abgeht; denn sie sind im Stande, wenn auch nicht mit der Kraft, so doch mit der Gewandtheit des Maulwurfes, unter der Oberfläche der Erde sich zu bewegen. Fast alle bekannteren Arten nehmen ihren Aufenthalt auf trockenen Stellen und scheuen oder meiden das Wasser, obschon es vorkommen mag, dass sie noch unmittelbar über der Hochflutmarke am Seegestade gefunden werden. Am liebsten hausen sie da, wo feiner Sand auf weithin den Boden deckt, außerdem zwischen Geröll, dem Gestein zerbröckelter Felskegel, an oder in weitfugigem Gemäuer und ähnlichen Orten; aber nur die wenigsten suchen in den hier sich findenden Ritzen und Spalten Zuflucht und Nahrung, sondern graben sich in den Sand ein und bewegen sich dicht unter der Oberfläche mit bewunderungswürdiger Schnelligkeit. Ihr mit glatten Schuppen bekleideter, mehr oder minder spindelartiger Leib, die kurzen, stummelhaften Beinchen und die durchsichtigen Fenster in den unteren Augenlidern befähigen sie zu solcher Wühlerei und werden, um mich so auszudrücken, erst dann verständlich, wenn man ihr Thun und Treiben beobachtet hat. In einem gewöhnlichen Käfige, dessen Boden mit einer dünnen Kies- und Moosschicht bedeckt ist, kann man freilich von solchen Bewegungen nichts wahrnehmen; gewährt man ihnen jedoch einen größeren Raum und beschüttet den Boden desselben mindestens sechs, besser zehn und mehr Zentimeter hoch mit feinkörnigem Sande, so wird man mit derselben Überraschung wie ich an gefangenen Walzenschleichen und zwar Tiligugus (Gongylus ocellatus), an allen ähnlich gebauten Gliedern der Familie gewahren, dass sie sofort in dieser Sandschicht verschwinden, förmlich in dieselbe eintauchen, und sie nunmehr in verschiedener Tiefe nach allen Richtungen durchwühlen. Alles dies, insbesondere aber die Bewegung in wagerechter Richtung, geschieht so leicht, so rasch, wie eine nicht erschreckte oder geängstigte Eidechse auf dem Boden zu laufen pflegt. Wirft man den vollständig bedeckten Wühlschleichen, deren Fortschreiten man an der Erschütterung des Sandes über ihnen bequem beobachten kann, eine Leckerei, beispielsweise Mehlwürmer, auf den Boden ihres Käfigs, so nähern sie sich sofort der Beute, erheben sich bis hart unter die Oberfläche, betasten den Wurm einige Male mit der Zunge, welche meist auch jetzt noch der einzige sichtbare Teil von ihnen ist, schieben hierauf rasch das Köpfchen aus dem Sande hervor, packen das Opfer und erscheinen nun entweder ganz außerhalb ihres eigentlichen Elementes oder ziehen sich ebenso rasch, als sie gekommen, wiederum in die sie bergende Sandschicht zurück. Nach diesen Erfahrungen, welche bereits früher durch ähnliche, jedoch nicht umfassende Beobachtungen angedeutet wurden, ist die Folgerung wohl gerechtfertigt, dass die Wühlschleichen durchschnittlich in gleicher oder doch entsprechender Weise verfahren und auch ihre Jagd auf allerlei Kleingetier, vom Säugetiere oder Vogel an bis zum Wurme herab, unterirdisch betreiben werden. Möglicherweise erwachsen ihnen noch besondere Vorteile aus ihrer, dem Anscheine nach weit hinter der Gewandtheit anderer Echsen zurückstehenden Fertigkeit: es lässt sich denken, dass die großen, plump gebauten Arten, welche im Käfige ohne Umstände rohes Fleisch annehmen und in großen Bissen hinabwürgen, solcher Art nicht allein ungesehen, sondern auch in nicht Verdacht erregender Weise an Wirbeltiere, welche auf dem Boden sitzen, heranschleichen und sie unversehens von unten packen, ihr tägliches Brod also mit ungleich größerer Leichtigkeit gewinnen, als wir bei oberflächlicher Würdigung ihrer Gestalt anzunehmen im Stande waren. Doch ich will den sicheren Boden der Beobachtung nicht verlassen und nochmals ausdrücklich bemerken, dass letztere Ansicht nur auf Folgerungen, nicht aber auf bestimmten Wahrnehmungen beruht. Dass die Wühlechsen übrigens auch auf dem Boden keineswegs fremd sind, beweisen die Walzenschleichen ebenso gut wie die Blind- und Erzschleiche, welche wir bald kennen lernen werden, oder eine von Gosse nach dem Leben geschilderte mittelamerikanische Art der Familie."

[Quelle: Brehms Thierleben : Allgemeine Kunde des Thierreichs. --  7. Bd., 3. Abt.: Kriechthiere, Lurche und Fische. --  1. Bd.: Kriechthiere und Lurche. --  2., umgearbeitete und vermehrte Aufl., Kolorirte Ausgabe. -- Leipzig, 1883. -- S. 189ff.]


2.9.28.5. Eidechsen



Abb.: Ophisops leschenaultii Milne-Edwards - Leschenault's Snake Eye, 1829, Savandurga Hill, Karnataka
[Bildquelle: Sandilya Theuerkauf / Wikipedia. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, share alike)]


2.9.29. Spinnen - Spiders - (Thai: แมงมุม)


13. a./b. lūtā strī tantuvāyorṇanābha-markaṭakāḥ samāḥ

लूता स्त्री तन्तुवायोर्णनाभ-मर्कटकाः समाः ।१३ क।

[Bezeichnungen für Spinnen - Spiders:]

  • लूता - lutā f.: Spinne
  • तन्तुवाय - tantuvāya m.: Fäden verwebende
  • ऊर्णनाभ - ūrṇanābha m.: die aus dem Nabel Spinnfäden entlässt
  • मर्कटक - markaṭaka m.: Äffchen1


Colebrooke (1807): "A spider."


1 मर्कटक - markaṭaka m.: Äffchen

Vielleicht wegen der Ähnlichkeit zur Haltung des Festkrallens eines Affen-Babys an seine Mutter:


Abb.: Affenmutter mit Baby, Haridwar, Uttar Pradesh
[Bildquelle: FullyFunctnlPhil. -- http://www.flickr.com/photos/83626281@N00/176379783/. -- Zugriff am 2011-01-17. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, keine komerzielle Nutzung, share alike)]



Abb.: लूता । Äußere Kennzeichen der Arachnida (Spinne, Milben, Zecken)
1. Vier Beinpaare, 2. cephalothorax, 3. abdomen
[Bildquelle: CDC Public Health Image Library / Wikimedia. -- Public domain]


Abb.: ऊर्णनाभः । Spinndrüsen am Hinterleib einer europäischen Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus)
[Bildquelle: Duk / Wikipedia. -- GNU FDLicense]


 Abb.: ऊर्णनाभः । Spinndrüsen am Hinterleib einer weiblichen Wespenspinne (Argiope bruennichi), Italien
[Bildquelle: Lucarelli / Wikipedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: तन्तुवायः । Spinne (Argiope anasuya Thorell, 1887), Maharashtra
[Bildquelle: Yogendra Joshi. -- http://www.flickr.com/photos/yogendra174/5010470865/. -- Zugriff am 2010-12-14. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung)]


Abb.: Spinne, Maharashtra
[Bildquelle: Yogendra Joshi. -- http://www.flickr.com/photos/yogendra174/5038846058/. -- Zugriff am 2010-12-14. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung)]


Abb.: Spinne, Maharashtra
[Bildquelle: Vishal Bhave. -- http://www.flickr.com/photos/29480496@N05/3653443474/. -- Zugriff am 2010-12-14. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, share alike)]


Abb.: Hersilia savignyi Lucas, 1836, Pune - पुणे, Maharashtra
[Bildquelle: Sindhu Ramchandran / Wikipedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: तन्तुवायः । Spinne mit Heuschrecke, New Delhi - नई दिल्ली - نئی دلی
[Bildquelle: ZeePack. -- http://www.flickr.com/photos/zeepack/2972453076/. -- Zugriff am 2010-12-14. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, keine Bearbeitung)]


Abb.: Spinne, Chalakudy - ചാലക്കുടി, Kerala
[Bildquelle: Challiyil Eswaramangalath Vipin. -- http://www.flickr.com/photos/challiyan/1192607955/. -- Zugriff am 2010-12-14. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, share alike)]


Abb.: Gasteracantha dalyi Pocock, 1900, Wayanad - വയനാട്, Kerala
[Bildquelle: L. Shyamal / Wikipedia. -- GNU FDLIcense]


Abb.: Hippasa agelenoides Simon, 1884 - Common Funnel web spider, Ananthagiri Hills, Andhra Pradesh
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: Thalassius albocinctus Doleschall, 1859
[Bildquelle: Sindhu ramchandran / Wikipedia. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung)]


Abb.: Myrmarachne plataleoides O. P.-Cambridge, 1869, "in my office toilet", Indien
[Bildquelle: Rajeev B / Wikipedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: Poecilotheria miranda Pockock, 1900 - Bengal Spotted Ornamental
[Bildquelle: B Smith. -- http://www.flickr.com/photos/bsmith4815/141144763/. -- Zugriff am 2010-12-14. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, share alike)]


Abb.: Annandaliella travancorica Hirst, 1909, Wayanad - വയനാട്, Kerala
[Bildquelle: L. Shyamal / Wikimedia. -- GNU FDLIcense]


Abb.: Poecilotheria metallica Pocock, 1899
[Bildquelle: Morkelsker / Wikipedia. -- Public domain]


2.9.30. "Ein bestimmtes Gewürm" (PW)


13. c./d. nīlaṅgus tu kṛmiḥ karṇajalaukā śatapady ubhe

नीलङ्गुस् तु कृमिः कर्णजलौकाः शतपद्य् उभे ॥१३ ख॥

[Bezeichnungen für "ein bestimmtes Gewürm" (PW):"

  • नीलङ्गु - nīlaṅgu m.: Nīlaṅgu (zu nīla 3: schwarzblau)
  • कृमि - kṛmi m.: Wurm, Made, Seidenraupe

Colebrooke (1807): "An insect."


2.9.31. Ohrwürmer, Hundertfüßler (Chilopoda) und Tausendfüßler (Myriapoda)


13. c./d. nīlaṅgus tu kṛmiḥ karṇajalaukāḥ śatapady ubhe

नीलङ्गुस् तु कृमिः कर्णजलौकाः शतपद्य् उभे ॥१३ ख॥

[Bezeichnungen für Ohrwürmer, Hundertfüßler (Chilopoda) und Tausendfüßler (Myriapoda):]

  • कर्णजलौकस्  karṇajalaukas f.: die im Ohrwasser wohnt, die im Ohr und im Wasser wohnt, also: Ohrwurm
  • शतपदी - śatapadī f.: Hundertfüßler

Colebrooke (1807): "A centipede."


Ohrwürmer - Earwigs



Abb.: Ohrwurm, Iruppu (ಇರ್ಪು) area, Karnataka
[Bildquelle: L. Shyamal / Wikipedia. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung)]

"Forficuliae.—Earwigs.

Slender insects, the forewings short and covering the hindwings, which are large and radially folded ; the abdomen terminates in a pair of processes formed like forceps.


Fig. 5—An earwig with expanded wings.

The earwigs are medium-sized insects, rarely exceeding half an inch in length, rarely less than one quarter of an inch. The forceps at the extremity of the abdomen is characteristic of the family and while very diverse in form, is at once recognizable. There is a superficial resemblance to the Staphylinid beetles but the latter never have forceps. The colours are sombre, black, brown and chestnut predominating; none are brightly coloured but all have the dull colour of insects that live in concealment or on the surface of the soil.

[...]

Little is known of the life history and habits of Indian earwigs, though that little agrees with what is known of the family elsewhere. Of these insects, as a whole, it may be said that the round white eggs are laid in a mass in the ground or in shelter, the female in some cases remaining with them until they hatch. The young are white at first and while similar in general form to the adults are likely to be mistaken for Thysanura. The transformation is a gradual one, the number of moults not being known. The following account from Cuvier's Natural History relates to Forficula auricularia, Linn, the European Earwig :

"This curious insect," observes Mr. Kirby, " so unjustly traduced by vulgar prejudice—as if the Creator had willed that the insect world should combine within itself examples of all that is most remarkable in every other department in nature—still more nearly approaches the habits of the hen in the care of her family—she absolutely sets upon her eggs, as if to hatch them—a fact which Frisch appears first to have noticed—and guards them with the greatest care. Degeer, having found an earwig thus occupied, removed her into a box where there was some earth, and scattered the eggs in all directions. She soon, however, collected them, one by one, with her jaws, into a heap, and assiduously sat upon them as before. The young ones which resemble the parent, except in wanting elytra and wings, and, strange to say, are, as soon as born, larger than the eggs which contained them, immediately upon being hatched, creep like a brood of chickens under the belly of the mother who very quietly suffers them to push between her feet and will often, as Degeer found, sit over them in this posture for some hours. This remarkable fact I have myself witnessed, having found an earwig under a stone which accidentally turned over, setting upon a cluster of young ones, just as this celebrated naturalist has described."

Diplatys longisetosa, Westw. has a remarkable nymph (fig. 6), in which the abdomen terminates in a pair of long many-jointed processes, of which the basal joint, at the final moult, is transformed into the forceps (Green, Trans. Ent. Soc, London, 1898, p. 381 [Dyscritina]).


Fig. 6. Diplatys longisetosa, nymph (After Green)

Equally little is recorded or known of the food of earwigs. Apparently it consists of decaying vegetable matter, of pollen, of the sap of plants and possibly often of small insects or other small forms of animal life. Earwigs are found in decaying trees, under bark, among rotting vegetation and the deposit of leaves under trees, under stones, in flowers, in the tangled roots of plants (e.g., sugarcane), and in other similar situations; they hide away and live principally under shelter in damp places. Their form is adapted to running quickly and easily among leaves, grass, roots, etc., and flight is bur rarely utilised.

Labidura lividipes and L. riparia, fly at night and come frequently to light, the only Forficulids observed to have this habit. They are not formed for actual burrowing, but are part of the Fauna of the surface of the ground, as are the Carabidae, Blattidae, Tenebrioniae, Lygoeidae, etc. ; less is known of this "surface fauna" than of any other, from the great difficulty of observation. The function of the forceps is a mystery that will be cleared up only when their food-habits and general life are better understood. It has been suggested that the forceps, though not actual weapons of defence, appear as such and give the insect a more formidable appearance which protects them against the enemies that occur in their habitat; a few species can actually use their forceps as feeble pinching organs and the power to do so may have been more fully developed in the more primitive species; there is also some reason to believe that the forceps are useful in carrying out the rather complex folding of the hind wing ; neither explanation is a satisfactory one.

Earwigs are most active in the rains and damp weather, being dependent upon moderately damp conditions ; in irrigated lands they are active throughout the year except when cold drives them to hibernation in shelter, as happens in colder parts of the plains. There appear to be no definite seasons for reproduction, and individuals of different ages may be found at any time. None are recorded as pests in India, though they are often believed to be injurious owing to their habit of coming to wounded tissues of plants to obtain sap ; they are thus found under very compromising conditions, but investigation has shown that the injury was caused by other insects, and there is no reason to believe that any can be regarded as pests. A few are constant frequenters of the sea-shore and are found almost throughout the world among the seaweed and debris thrown up on the beach.

Earwigs are found throughout the temperate and tropical parts of the globe ; they are less common in India than in other countries, but a fair number of species are already known from India. They do not fall into well-marked sub-families and may be regarded as a distinct and fairly homogeneous family. Bormans and Krauss describe 70 species from India including Burmah, the majority being Burmese species. Kirby's catalogue gives only 48 as Indian, and more have been described from India by Burr; this does not include species found in Ceylon only. The number of known species will be increased when more attention is paid to this group in India, and some of the commonest species have been found to be undescribed. The student should consult Burr's paper on Ceylon Forficulidae (Jour. Bombay Nat. Hist. Soc, XIV, 59), his papers on Indian species (Jour. Asiat. Soc. Bengal, 1905, p. 27 ; and 1906, p. 387); and his revision of part of the family (Trans. Ent. Soc, London, 1907, p. 91).

Diplatys is represented by several sub-tropical species ; D. longisetosa, Westw. is marked by the long multi-articulate setae of the nymph, the basal joint of which is stated to become the forceps of the adult. Forcipula has three species in India ; Labidura is represented by several species. L. riparia, Pall. L. bengalensis, Dohrn. (fig. 7), and L. lividipes Duf. are common in grass and are obtainable in numbers when a grass lawn is flooded with water. Anisolabis maritima, Gene, is a world-wide species, found in sea-weed on the beach. A. annulipes, Luc. is a wingless species, found abundantly in the plains on the soil. Labia minor, L., is a common insect not only in Asia but in Europe, Africa and America, found in flowers and on plants, rarely seen on the wing by day. Chelisoches is represented by nine species, C. morio, Fabr. being spread over the coasts of the South Pacific and Indian Oceans. C. melanocephalus, Dohrn. has been found commonly in sugarcane roots and also in the tunnels of the borer caterpillars in the cane. Apterygida gravidula, Gerst. is widespread and there are other species of this genus. Several species of Forficula are recorded, though the widespread F. auricularia, L., the common earwig of Europe, has not been found.


Fig. 7. Labidura bengalensis

Collecting.—Earwigs will be found only by patient search if they are to be specially collected. In the course of general collecting one finds them in flowers, under stones, among decaying vegetation and fallen leaves, among debris on the beach. Some are found in houses, especially in damp places, such as bathrooms in the hot weather ; others will be found at the roots of plants in the cold weather. Many come to sap, or are found in bored canes or in other situations where the sap of a plant is exposed. A few come to light, but this is rarely a useful method of collecting them. When caught, they should be killed in a cyanide or B. C. bottle and pinned through the right wingcase. Care is needed to open the left lower wing, though this is not usually necessary."

[Quelle: Maxwell-Lefroy, H. (Harold) <1877-1925>:  Indian insect life : a manual of the insects of the plains (tropical India). -- Calcutta, 1909. -- S. 49ff.]


Tausendfüßler (Myriapoda) - Millipedes



Abb.: Tausendfüßler, Ahmedabad - અમદાવાદ, Gujarat
[Bildquelle: Jatinder Joshi. -- http://www.flickr.com/photos/jpjoshi/4803852205/. -- Zugriff am 2010-12-14. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung)]


Abb.: Tausendfüßler während des Monsuns, Maharashtra
[Bildquelle: prasan.naik. -- http://www.flickr.com/photos/prasan-naik/2148477695/. -- Zugriff am 2010-12-14. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitungt)] 


2.9.32. Raupen - Caterpillars


14. a./b. vṛścikaḥ śūkakīṭaḥ syād ali-druṇau tu vṛścike

वृश्चिकः शूककीटः स्याद् अलि-द्रुणौ तु वृश्चिके ।१४ क।

[Bezeichnungen für Raupen - Caterpillars:]

  • वृश्चिक - vṛścika m.: Abschneider, Skorpion1
  • शूककीट - śūkakīṭa m.: Stachel-Wurm

Colebrooke (1807): "A caterpillar."


1 वृश्चिक - vṛścika m.: Skorpion

Die Bedeutung "Raupe" kommt wohl von der Bedeutung "Abschneider", zu vraśc 6: "fällen, abhauen, abschneiden".



Abb.: Metamorphose von Schmetterlingen (nicht indischen!)
[Bildquelle: Maria Sibylla Merian (1647-1717): Metamorphosis insectorum Surinamensium, 1705]


Abb.: Metamorphose von Käfern (nicht indischen!)
[Bildquelle: Maria Sibylla Merian (1647-1717): Metamorphosis insectorum Surinamensium, 1705]


Abb.: Raupen
[Bildquelle:
Maxwell-Lefroy, H. (Harold) <1877-1925>:  Indian insect life : a manual of the insects of the plains (tropical India). -- Calcutta, 1909. -- Pl. XXVIII.]


Abb.: Antheraea paphia - Tusser Silk Worm
 
[Bildquelle:
Maxwell-Lefroy, H. (Harold) <1877-1925>:  Indian insect life : a manual of the insects of the plains (tropical India). -- Calcutta, 1909. -- Pl. XLII.]


Abb.: शूककीटः । Raupe von Euthalia garuda
[Bildquelle:
Maxwell-Lefroy, H. (Harold) <1877-1925>:  Indian insect life : a manual of the insects of the plains (tropical India). -- Calcutta, 1909. -- Pl.  XXX.]


Abb.: शूककीटः । Raupe von Exelastis atomosa - Tur Plume Moth
[Bildquelle:
Maxwell-Lefroy, H. (Harold) <1877-1925>:  Indian insect life : a manual of the insects of the plains (tropical India). -- Calcutta, 1909. -- Pl.  LIII.]


Abb.:  वृश्चिकः । Raupe von Danaus chrysippus - Kleiner Monarch - Plain Tiger, Hyderabad - హైదరాబాద్, Andhra Pradesh
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: शूककीटः । Raupe von Tanaecia lepidea Butler, 1868 - Grey Count, Goa
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: शूककीटः । Raupe von Atrophaneura aristolochiae Fabricis, 1775 - Common Rose, Hyderabad - హైదరాబాద్, Andhra Pradesh
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: शूककीटः । Raupe von Acraea terpsicore Fabricius, 1793 - Tawny Coster, Hyderabad - హైదరాబాద్, Andhra Pradesh
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: शूककीटः । वृश्चिकः । Limacodidae- (Slug moth)-Raupe, Ananthagiri Hills, Andhra Pradesh
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: Raupe von Papilio demoleus - Lime Butterfly, Narsapur - నరసాపురం, Andhra Pradesh
[Bildquelle: J. M. Garg / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.:  वृश्चिकः । Raupe von Danaus chrysippus Linnaeus, 1758 - Kleiner Monarch - Plain Tiger, New Delhi - नई दिल्ली
[Bildquelle: Amber Habib. -- http://www.flickr.com/photos/amberhabib/3556017474/. -- Zugriff am 2011-01-17. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung)]


2.9.33. Skorpione  - Scorpions


14. a./b. vṛścikaḥ śūkakīṭaḥ syād ali-druṇau tu vṛścike

वृश्चिकः शूककीटः स्याद् अलि-द्रुणौ तु वृश्चिके ।१४ क।

Bezeichnungen für वृश्चिक - vṛścika m.: Skorpion:

  • अलि - ali m.: Skorpion, Biene1
  • द्रुण - druṇa m.: Skorpion, Biene1

Colebrooke (1807): "A scorpion."


1 अलि - ali m.: Skorpion, Biene

Skorpion und Biene haben dieselbe Bezeichnung wegen des giftigen Stachels.



Abb.:
द्रुणः । Äußere Kennzeichen eines Skorpions
[Bildquelle: Pearson Scott Foresman / Wikimedia. -- Public domain]


Abb.:
द्रुणः । Skorpion, Jaura, Madhya Pradesh
[Bildquelle: Yann / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.:
द्रुणः । Skorpion, Kodagu (Coorg) - ಕೊಡಗು, Karnataka
[Bildquelle: L. Shyamal / Wikimedia. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung)]


Abb.:
द्रुणः । Skorpion, Bangalore
[Bildquelle: Vijaybharve / Wikimedia. -- GNU FDLicense]


Abb.: Zauberer mit Skorpion
[Bildquelle: Vardapillai, 1837]


Zu siṃhādivargaḥ.  -- 4. Vers 14c - 15b (Vögel I)