Bibliothekarinnen Boliviens vereinigt euch!

Bibliotecarias de Bolivia ¡Uníos!

Berichte aus dem Fortbildungssemester 2001/02

Teil 2: Chronik Boliviens

19. Von 1943 bis 1951


von Margarete und Alois Payer

mailto: payer@hdm-stuttgart.de


Zitierweise / cite as:

Payer, Margarete <1942 - > ; Payer, Alois <1944 - >: Bibliothekarinnen Boliviens vereinigt euch! = Bibliotecarias de Bolivia ¡Uníos! : Berichte aus dem Fortbildungssemester 2001/02. -- Teil 2: Chronik Boliviens. -- 19. Von 1943 bis 1951. -- Fassung vom 2002-11-12. -- URL: http://www.payer.de/bolivien2/bolivien0219.htm. -- [Stichwort].

Erstmals publiziert: Anlässlich des Bibliotheksseminars in La Paz vorläufig freigegeben am 2002-09-19

Überarbeitungen:

Anlass: Fortbildungssemester 2001/02

Unterrichtsmaterialien (gemäß § 46 (1) UrhG)

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Payer, Margarete <1942 - > ; Payer, Alois <1944 - >: Bibliothekarinnen Boliviens vereinigt euch! = Bibliotecarias de Bolivia ¡Uníos! : Berichte aus dem Fortbildungssemester 2001/02. -- Teil 2: Chronik Boliviens. . -- URL: http://www.payer.de/bolivien2/bolivien02.htm

Dieser Text ist Teil der Abteilung Länder und Kulturen von Tüpfli's Global Village Library


1943-12-20 bis 1946-07-21

Coronel Gualberto Villarroel López (1908, Villa Rivero - 1946, La Paz) ist nach einem Staatstreich de facto und später verfassungsgemäß Präsident


Abb.: Gualberto Villarroel Lopez

Vizepräsident ist 1944 bis 1946 Julián V. Montellano Carrasco (1900, Villa Busch - )


Abb.: Julián V. Montellano Carrasco

"Zwischen 1939 und 1941 entstanden drei politische Parteien, die für die weitere Entwicklung Boliviens von besonderer Bedeutung werden sollten. Es war der „Partido de la Izquierda Revolucionaria" (PIR), der „Partido Obrero Revolucionario" (POR) und der „Movimiento Nacional Revolucionario" (MNR). Der PIR ging aus einem Zusammenschluss marxistischer Linksintellektueller hervor, die aber vorgaben, eine „unabhängige marxistische Partei" zu sein. Jedoch ein Jahrzehnt später zersplitterte die Gruppe, und aus ihren Reihen formierte sich die offizielle kommunistische Partei Boliviens. 1940, also kurz nach ihrer Entstehung, stellte sie bei den Präsidentschaftswahlen den Führer der Partei, José Antonio Arze, als Gegenkandidaten zu General Peñaranda auf und bekam überraschend in einzelnen Städten die Stimmenmehrheit. 1943 strahlte sie bereits soviel Kraft aus, dass sie in der Lage war, die Hauptgewerkschaftsorganisation Boliviens — die „Confederación Sindical de Trabajadores Bolivianos" (Bolivianische Arbeiterkonföderation) — zu beherrschen. Ihre Hausmacht bildete die Transportarbeitergewerkschaft.

Den Kern des POR stellte eine während des Chaco-Krieges im argentinischen Exil lebende Gruppe dar. Als ihr Führer — Tristán Marof — unter der Busch-Regierung nach Bolivien zurückkehrte, organisierte er zunächst eine Übergangspartei, den „Partido Socialista Obrero Boliviano" (PSOB), der aber bald in dem POR aufging. Diese Partei zeichnete sich durch ihre betont trotzkistische Ideologie aus, machtpolitisch blieb sie aber wesentlich hinter dem PIR zurück. Schließlich, als ausgesprochen nationalistische Partei, entstand 1941 der MNR unter der Führung u. a. von Víctor Paz Estenssoro, Hernán Siles und Luis Peñaloza. In dem MNR wirkten auch ehemalige Marxisten und marxistisch orientierte Intellektuelle mit, die aber dem Nationalprinzip den Vorrang gaben. .. Hier gewinnt die Tatsache besondere Bedeutung, dass es unter den erwähnten Parteien der MNR war, der durch gemeinsames Handeln mit einem Teil der Armee entscheidend zum Sturz der Peñaranda-Regierung beitrug. Die Offiziersgruppe, mit der er sich zusammentat, bildete eine Art Loge unter der Bezeichnung „Radepa" (Razón de Patria) und stand unter der Führung von Major Gualberto Villaroel. Die „Radepa" entstand in der Chaco-Kriegszeit und gehörte der Busch-Generation an. Ähnlich wie 1936/1937 verspürten ihre Mitglieder das Bedürfnis nach einer Veränderung, aber, wie Velarde bemerkt, wussten sie nicht genau, was zu tun sei235. Der erste Kontakt zwischen dem MNR und der „Radepa" soll nach Angaben desselben Autors bei einem Gründungsmitglied des MNR — Augusto Céspedes — stattgefunden haben, wobei der Staatsumsturz beschlossen worden sei. Verhandlungspartner seien Paz Estenssoro auf der einen und Major Villaroel sowie Major Pinto auf der anderen Seite gewesen. Andere Gruppen, besonders sozialistische, denen Major Pinto nahestand, wurden später hinzugezogen.

Kennzeichnend für die Lage war eine am 8. November 1943 von Paz Estenssoro gehaltene Rede, in der er sagte: „... wir wollen nicht, dass das bolivianische Vaterland, unser Vaterland, auf eine einfache Handelsniederlassung reduziert bleibt... um diese Situation zu ändern, ist ein neues Recht notwendig — Aber, um einen Plan zu verwirklichen, der die Reichtümer Boliviens einer Regie, welche zugunsten der Allgemeinheit etabliert wird, unterwirft, ist unerlässliche Voraussetzung, in die Regierung zu kommen, die Machtinstrumente in der Hand zu haben.. .

Die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorgehens beider Kräfte ergab sich aus der Überlegung, dass einerseits der MNR die gewünschte Veränderung allein nicht hätte herbeiführen können und andererseits die „Radepa" angesichts der wachsenden Macht der modernen Parteien eines starken zivilen Rückgrates nicht zu entbehren vermochte. Dass die Militärs dieses vorwiegend bei dem MNR fanden, mochte daran liegen, dass beide Gruppen ein Mindestmaß an ideologischer Übereinstimmung aufwiesen und dadurch die Grundlage für ein gemeinsames Aktionsprogramm vorhanden war. Die weitgehend reibungslos verlaufene Durchführung des Staatsstreiches am 20. Dezember kann als Bestätigung dieser Ausgangsbasis gedeutet werden: „In sieben Stunden", so wurde berichtet, „war die Revolution vollzogen. Nicht ein einziger Schuss war gefallen."

Die Regierung Villaroel begann ihre Tätigkeit unter einem negativen außenpolitischen Vorzeichen: Das „State Department" verdächtigte die MNR-Gruppe nationalsozialistischen Gedankengutes und verweigerte der Regierung sechs Monate lang die völkerrechtliche Anerkennung. Dem Beispiel der USA folgend, unterhielt die Mehrheit der lateinamerikanischen Staaten vorerst keine diplomatischen Beziehungen zu Bolivien. Diese Haltung kam einer moralischen Verurteilung gleich und stellte für die Opposition, die sich nicht nur aus den traditionellen Parteien, sondern auch aus dem PIR zusammensetzte, eine indirekte Hilfe dar.

Die erste Kabinettsbildung spiegelte die Kräftekonstellation, die die Koalitionsregierung stützte, wider: der MNR und die „Radepa" wurden durch je drei Minister vertreten, während zwei andere Posten einer sozialistischen Minderheitsgruppe zufielen. In das Kabinett wurde auch der Major Taborga aufgenommen, der nach Velarde früherer Vertrauensmann des abgelösten Regimes war, aber an dem Staatstreich aktiv mitgewirkt hatte. Auf Grund unterschiedlicher Vorstellungen unter den Militärs über die Dringlichkeit der Probleme und die zu ihrer Lösung notwendigen Maßnahmen mangelte es der Koalitions-Regierung von vornherein an einem festen Zusammenhalt und vor allem an einem einheitlichen Aktionskriterium. Dem MNR z. B. kam es besonders darauf an, das Produktions- und Arbeitsverhältnis in der Bergbauindustrie neu zu regeln, ein Anliegen, das er später als selbständig fungierende Massenpartei tatsächlich in den Vordergrund seines Parteiprogramms stellte. Mit der Anerkennung der Regierung Villaroel durch die USA und nach dessen Wahl zum verfassungsmäßigen Präsidenten im August 1944 kam es zu einer Legalisierung der am 20. Dezember 1943 geschaffenen De-facto-Situation. Dieser Legalisierung maß Paz Estenssoro in einer Parlamentsdebatte am 6. August eine spezifische Bedeutung bei, indem er meinte, es gehe nicht um den bloßen Übergang vom De-facto- zum De-jure-Regime, sondern vielmehr darum, den Ausgangspunkt zu schaffen, um die neue Legalität, die revolutionäre Legalität herbeizuführen.

Der Villaroel-Regierung gelang es während ihres zweieinhalbjährigen Bestehens, einige bedeutende Maßnahmen — wenn auch teilweise nur im Ansatz — durchzusetzen. Zu ihren Aktivposten zählte die Forderung der Bergarbeiter und ihrer Zentralorganisation: der „Federación Sindical de Obreros Mineros". Unter Villaroel wurde ein indianischer Nationalkongress ins Leben gerufen, der sich besonders mit den Problemen der indianischen Massen beschäftigen sollte. Villaroel ordnete die Abschaffung des „Pongueaje"-Systems an, das personelle Dienstleistungen der indianischen Pächter für die Großgrundbesitzer verlangte; tatsächlich beseitigt wurde es erst mit der Revolution von 1952. Für illegal erklärt wurde auch die in der Bergbauindustrie bisher geltende Übung, Arbeiter wegen ihrer gewerkschaftlichen Bindung zu entlassen.

Gegenüber der Bergbauindustrie bewegte sich Villaroel in den Fuß-« stapfen Buschs. Nicht nur mussten die drei mächtigsten Monopolisten der Zinnindustrie, Patino, Hochschild und Aramayo, ihre rückständigen Steuern bezahlen, sondern auch von nun an einen erheblichen Teil der durch den Verkauf von Zinnprodukten an das Ausland erworbenen Devisen dem Fiskus überlassen, was eine staatliche Devisenkontrolle notwendig machte. Schließlich gab es Ansätze zu einer Landredistribution, die aber wie vieles andere erst zehn Jahre später Wirklichkeit werden sollte.

Der anfangs angedeutete Gegensatz innerhalb der Regierungskoalition machte sich etwa 1944/1945 noch stärker bemerkbar. Besonders zwischen dem MNR und der Militärgruppe um den inzwischen zum General beförderten Pinto hatten sich zwei Fronten gebildet: beide gaben vor, die nationalen Interessen verteidigen zu wollen, ihre sozialen Vorstellungen waren jedoch grundverschieden.

Während der MNR durch tiefe Eingriffe in die bestehende wirtschaftliche und politische Ordnung eine Umgestaltung der Sozialstruktur Boliviens herbeiführen wollte, beharrten die „Pintistas" auf faschistisch gefärbten Denk- und Aktionsmethoden. Villaroel fiel dabei offensichtlich eine Schiedsrichterrolle zu, der er aber nicht gewachsen war, einerseits, weil ihm die persönliche Entscheidungskraft fehlte, andererseits, weil General Pinto eine faktische Herrschaft über die Armee ausübte. Außerdem schwächten verschiedene Gewaltakte vor allem der Militärgruppe — Morde, Attentate usw. — den Zusammenhalt der koalierten Gruppen noch mehr und lieferten der Opposition -willkommene Angriffspunkte. Anfang Juli 1946 war die Kluft so tief, dass Villaroel nicht mehr regierte, sondern nur noch verwaltete. Während die Koalitionskräfte durch ihr Auseinanderstreben Villaroel in die Isolierung trieben, war die Opposition im Begriff, „auf die Straße zu gehen". Der Rücktritt der MNR-Minister in der darauffolgenden Woche bestätigte die Zerfallssituation.

Am 21. Juli 1946 erlag Villaroel einer von der Opposition entfesselten Mob-Aktion (Villaroel wurde an einem Laternenpfahl aufgehängt), der sich die Armee nicht sonderlich entgegenstellte. Einige Tage vorher war ein Lehrerstreik um bessere Löhne und Anerkennung der gewerkschaftlichen Rechte ausgebrochen, der seltsamerweise die „selbstlose Unterstützung" des Handels, vor allem der sogenannten „besseren Leute" (la gente bien) fand, ein Umstand, in dem ein Hinweis auf die tragenden Kräfte der „Gegenrevolution" erblickt wurde."

[Hector, Cary: Der Staatsstreich als Mittel der politischen Entwicklung in Südamerika : daargestellt am Beispiel Argentiniens u. Boliviens von 1930 bis 1955. -- Berlin : Colloquium, ©1964. -- (Bibliotheca ibero-americana ; Bd. 6). -- Zugleich: Dissertation, FU Berlin. -- S. 140 - 144]


1944

Gunnar Mendoza Loza (1913, Uncía - 1994, Sucre) wird Direktor des Nationalarchivs und der Nationalbibliothek in Sucre. Diese Position hält er bis zu seinem Tode ein.

Abb.: Gunnar Mendoza

1944

Ostria Gutiérrez, Alberto <1897, Sucre - 1967, Chile>: Una revolución tras los Andes. -- Santiago de Chile : Nascimento, 1944. --  285 S.

Darin entlarvt der Autor u.a. Verbindungen zwischen Victor Paz Estenssoro und den Nazis:

"Paz Estenssoro organizó el MNR en junio de 1941, poco después de establecer relaciones con los nazis. En Julio del mismo año, junto con otros miembros de su partido, se vio envuelto en las actividades pro-nazis del mayor Belmente y a declarar persona no grata al Ministro alemán Wendler. Augusto Céspedes y Carlos Montenegro, dos de los socios de Paz Estenssoro, que estaban relacionados activamente con los periódicos pro-nazis La Calle y Buschfueron arrestados y deportados al oriente de Bolivia./.../ Durante el año de 1942, La Callesirvió de órgano al partido, y sus artículos seguían la pauta de los discursos pronunciados en el Congreso por los diputados del MNR, al expresar antisemitismo, hostilidad a las democracias y otras doctrinas de origen nazi./ Al mismo tiempo seguía recibiendo ayuda de los nazis". [S. 223]

[Zitiert in: De la Quintana Condarco, Raúl <1946 - > ; Duchén Condarco, Ramiro <1960 - >: Pasión por la palabra : el periodismo boliviano a través de sus protagonistas. -- La Paz, 1992. -- Depósito legal 4-1-759-92. -- S. 485]

Das Buch war während des Regimes des MNR (1952ff.) in Bolivien verboten.

1944

Guzmán Martinez, Augusto <1903, Tutura  - 1994, Cochabamba>: Tupaj Katari. -- Mexico : Fondo de Cultura económica, [1944]. -- 202 S. -- [Roman]

"EN EL PRINCIPIO era el ayllu. Núcleo de convivencia familiar, tribu consanguínea, distribución de la raza que poblaba el territorio, en grupos homogéneos de linaje, adentados sobre la tierra, en pequeños caseríos junto a los sitios de labranza. Y después, ...el Cuzco peruano, capital del Imperio de los Incas,... Entonces la vida era pacífica y laboriosa... Cierto que había obligaciones impuestas por las necesidades colectivas o sociales del imperio, pero la esclavitud en sus formas repugnantes de opresión, explotación y despotismo, no se conocía. La conquista trajo todo esto." [S. 9]

1944

Plattner, Felix <SJ> <1906 - 1974>: Ein Reisläufer Gottes : das abenteuerliche Leben des Schweizer Jesuiten P. Martin Schmid aus Baar (1694 - 1772). -- Luzern : Räber, 1944. - 194 S. : Ill. -- [Vermutlich das erste Buch mit Fotos der Schmid-Kirchen in Chiquitos]


Abb.: Umschlagtitel


Abb.: Inneres der Kirche von Concepción [a.a.O, nach S. 124]

1944

Kirchhoff, Herbert: Bolivia : its people and scenery / photographs by Herbert Kirchhoff. -- 2. ed. -- Buenos Aires : Kraft, 1944

Abbildungen aus diesem Werk


Pl. 32: Schafschur am Titicacasee


Pl. 33: Drescherinnen am Titicacasee


Pl. 69: Tristeza quechua, Portosí


Pl. 87: Damen in Kostümen der Kolonialzeit, Sucre


Pl. 96: Transport von Dörrfleisch (charque), Beni


Pl. 100: Aktstudie eines Mädchens von Beni


Pl. 103: Riberalta, Beni

1944-02-09

Bolivien ordnet als Kriegsmaßnahme die Enteignung aller deutschen Firmen, Marken und Patente an. Es werden schwarze Listen der Firmen erstellt. Die Bankkonten der betroffenen Firmen werden beschlagnahmt und auf ein Sonderkonto des Banco Central gelegt. Deutsche Kaufleute und Lehrer werden in Internierungslager nach den USA gebracht. Deutsches Privateigentum wurde nur in Einzelfällen angetastet, zumal viele Deutsche in Bolivien geborene Kinder hatten, die nach bolivianischem Gesetz die bolivianische Staatsangehörigkeit besaßen, und auf die rechtzeitig die Vermögen überschrieben worden waren.

1944-02-18

Im Präsidialdekret zur Behandlung der Erben von Arbeitern, die beim Streik von Catavi getötet wurden, werden uneheliche Kinder ehelichen Kindern gleichgestellt.

1944-05-19

Über Nazi-Deutsche in Cochabamba:

"Se nos indica que la señora del subdito alemán Gasser, viajó a La Paz acompañada del coronel Ferrufino con objeto de obtener algunas aclaracionees al respecto.

Muchas personas comentaban que los alemanes masculinos de la familia Gasser habían asumido posiciones nazis simplemente por vanidad, ya que alguno de ellos desempeñó la Presidencia del Club Alemán de esta ciudad, en donde se veneraba la imagen de Hitler y se entonaba himnos del nacionalsocialismo. Grave error de quien buscó mala ubicación política por un impulso que puede calificarse de estúpido."

[El País. -- Cochabamba. -- 1944-05-19. -- Zitiert in: Un siglo en Cochabamba : mirando una ciudad desde La Taquiña. -- Cochabamba : Taquiña. -- Tomo I. -- 1995. -- Depósito legal 2-1-210-95. -- S. 308] 

1944-06-03 bis 05

In der Huanuni konstituiet sich La Federación Sindical de Trabadores de Mineros de Bolivia (FSTMB). Wichtige Gründungsmitglieder:

1944-07

Gründung des Partido Social Democrata (P.S.D.).

Wichtige Gründungsmitglieder:

1944-11-20

Die Convención Nacional beschließt die Veröffentlichung folgenden Buches mit 80.000 Bollivianos zu subventionieren "como un hmenaje a los trabjadores caucheros del Beni":

Coimbra Cuéllar, Juan Bautista <1878, Santa Cruz - 1942, Cachuela Esperanza>: Siringa : memorias de un colonizador del Beni.  -- Ed. ordenada por la H. Convencion Nacional de Bolivia, en homenaje al Departamento del Beni. -- La Paz : Editorial Cruz del Sur, 1946. -- 190 S. : Ill.


Abb.: Umschlagtitel der 4. Aufl, 1986

1945

Abb.: Werner Guttentag Tichauer

Der aus Deutschland geflohene Jude Werner Guttentag (geb. 1920 in Breslau) und Edith Lublin gründen in Cochabamba die Verlagsbuchhandlung Los Amigos del Libro. Der Verlag wird in der Folgezeit führend in der Veröffentlichung von bolivienbezogener Literatur. Das Verlagsmotto ist

Non leer lo que Bolivia produce, es ignorar lo que Bolivia es -- Nicht lesen was Bolivien hervorbringt, bedeutet nicht wissen, was Bolivien ist

 

Erwähnt seien nur


Abb.: Umschlagtitel des Jahrgangs 1999

Zur Geschichte von Los Amigos del Libro siehe:

50 bodas de oro 1945 - 1995 Los Amigos del Libro. -- [Cochabamba], 1995. -- Depósito legal 2-1-41-95. -- 180 S. : Ill. -- [Enthält eine Bibliographie aller bis dahin im Verlag erschienen Werke]

1945

In der Constitución Politica del Estado wird das Konkubinat anerkannt:

"Artículo 133.—El matrimonio, la familia y la maternidad están bajo la protección del Estado. Se establece la igualdad jurídica de los cónyuges.

Se reconoce el matrimonio de hecho en las uniones concubinarias, con sólo el transcurso de dos años de vida en común, verificada por todos dos los medios de prueba o el nacimiento de un hijo, siempre que las partes tengan capacidad legal para contraer enlace. La ley del Registro Civil perfeccionará estas uniones de hecho."

1945


Abb.: Entwicklung der Industrieproduktion in La Paz 1938 bis 1945

[Bildquelel: La Paz en su IV centenario, 1548-1948 /  Comité pro IV Centenario de la Fundación de La Paz. -- [La Paz, 1948]. -- Bd. IV, nach S. 40]

1945

Sanjinés Gonzales, Alfredo <1886, La Paz - 1967, La Paz>: La reforma agraria en Bolivia.  -- 2. ed., reformada.  -- La Paz, 1945. -- 498 S. : Ill. [1. Aufl: La Paz : Editorial Renacimiento, 1932. -- 380 S.]

"MI ENTREVISTA CON LEÓN TROTZKY

Conocí a León Trotzky en Coyoacán, un pueblo próximo a Ciudad de México y, extraña circunstancia, también conocí a otro de los precursores de la revolución rusa, el gallardo joven Príncipe Yusupof, el matador de Rasputín. Con "Yusupof vivimos! en el mismo hotel, el Ritz de Barcelona, varios meses, en 1927, diez años antes de conocer a Trotzky.

La casa donde vivía éste, originalmente apellidado Bronstein, de origen judío, se hallaba situada en una esquina de una tranquila y silenciosa calleja de Coyoacán y era de un solo piso. Pertenecía al afamado pintor Diego de Rivera, que se la cedió gratuitamente.

El 24 de abril de 1937, (conservo esta fecha por el libro que él me dedicó ese día), visitaba yo por primera vez aquel lugar, recorriendo los alrededores de la capital federal. Me llamó la atención que en el silencio y tranquilidad de ese pueblo, hubieran tantos policías custodiando una casa al parecer modesta. Residía allí el leader de la revolución rusa.

Puede suponerse el deseo que tuve de conocerlo y departir con él. Contra la opinión del chófer que me previno que el ilustre refugiado! no recibía a nadie, y la sonrisa no disimulada con que uno de los policías que lo custodiaban acogió mi demanda para que me anunciara, conseguí que le pasaran mi tarjeta. Confieso que en aquella ocasión me hallaba inquieto, casi arrepentido de haber cedido a mi primer impulso. Sabía bien que la casa de Trotzky era impenetrable.

Pero ya estaba dado el paso y había que aceptar las consecuencias. Esperé. Rápidamente vinieron a mi memoria algunos recuerdos sobre el caudillo rojo. Sus conocidas ideas de la revolución universal, su plan de imponer la explotación "casi feudal" del campesinado ruso a fin de obtener grandes stocks de trigo y otros artículos fáciles de exportar, para disponer de enormes recursos con los cuales extender el incendio revolucionario en todos los trabajadores del mundo. Su programa de adquirir millones de máquinas para industrializar intensamente Rusia; y, frente a este programa, se me presentó también la tendencia tranquila de Boukharine que no quería que los rusos se hicieran de mayores dificultades en Europa. Después recordé la política astuta y calculadora de Stalin, para anular a su rival, obteniendo que Lenin apoyara a Boukharine, eliminando al "trotz-kismo", cuyo solo nombre lo convirtió en sinónimo de traición. Luego la hábil maniobra de Stalin al adoptar el programa interior de Trotzky, estableciendo el plan quinquenal y abandonando al mismo tiempo su programa exterior. Y, finalmente, recordé los destierros a Siberia y el fusilamiento despiadado de todos los viejos camaradas políticos "trotzkistas", reflejando así, a través de los siglos, esa característica innata y disminuida del alma eslava: la tendencia a aceptar la tiranía, que continúa ininterrumpidamente desde Rurik a Iván el Terrible, desde Pedro el Grande a Catalina, desde los Romanof y Rasputín hasta nuestros días; pero poniendo todos ellos, fanáticamente, su espíritu iluminado al servicio de Rusia, para convertirla en un país tan grande y poderoso que pueda dominar militarmente a Europa, y quizá al mundo entero, con la fuerza de sus ideas sociales, como lo está haciendo hoy Stalin.

Me encontraba sumido en estas reflexiones, cuando con asombro de todos los que nos hallábamos en esta escena, frente a la casa de Trotzky, vinieron a anunciarme que sería recibido por el célebre refugiado internacional. Pocos minutos habían pasado, desde que me anunciaron. Ahora podía ponerme en contacto con uno de los elementos más interesantes, en el viaje de estudio que me había llevado a México. La deferencia que tuvo conmigo el caudillo rojo, no se debía a mi situación diplomática, ni mucho menos, pues todavía no presenté credenciales. Ya se sabrá después a qué obedeció tan inusitada atención.

Descendiendo del automóvil, pasé el grueso portón de la silenciosa casona de Coyoacán. Crucé el zaguán situado a un costado del edificio y llegué a un patio claro y asoleado adornado con algunas plantas de flores. Sobre aquel patio se hallaba una gran galería de vidrios, que León Trotzky la había aprovechado para su habitación de trabajo. Allí me esperaba el que un tiempo fuera el ídolo del pueblo ruso, aquel a quien más de doscientos millones de gentes que pueblan el país más grande del mundo, lo creyeron su Bonaparte cuando siendo Ministro de la Guerra de Lenín, organizó la victoria de los rojos.

Me encontré en una amplia galería de vidrios, toda desmantelada, pero llena de luz, al medio de la cual se destacaba una enorme y tosca mesa de pino, sobre la que habían muchos libros y papeles en desorden. Muy pocos muebles y ningún cuadro que adornara las paredes. Todo allí daba la sensación de lo provisional y de que las gentes que habitaban la casa estaban muy de paso...

Comenzó el leader por decirme que no me recibía como a diplomático, porque él no cultivaba esa clase de relaciones, —y al decir esto sonrió afablemente—, pero me explicó que hacía pocos días había leído en "El Nacional" de México un juicio sobre mi libro "La Reforma Agraria en Bolivia" y estaba sorprendido porque un sudamericano se ocupara de estos problemas, dadas las tradiciones conservadoras de nuestros pueblos. Al recibir mi tarjeta tuvo el deseo de conocerme. He ahí la razón de aquella deferencia. Agradecí el cumplido del Sr. Trotzky, halagado, como es natural, por la curiosidad que le despertara mi libro. Trotzky ocupó en seguida un viejo sillón de espaldar alto, junto a la gran mesa de pino que le servía de escritorio, y me invitó amablemente un asiento a su lado, como preparándose —como dicen los mexicanos—, a "platicar" tranquilamente.

Hablamos finalmente con Trotzky, de que en Rusia se siguió este proceso en la agricultura: se comenzó primero por el problema del la modernización de los cultivos, aún antes de la revolución, sin alterar casi en nada el sistema de la propiedad del "Mir", para no destruir la poca agricultura que existía entonces; que cuando vino la revolución, y se hizo la parcelación, se industrializaron intensamente los cultivos mediante la Granja Colectiva; que después se colonizaron las tierras lejanas y se pusieron en valor las regiones apartadas del Ural y la Siberia; pero que para desarrollar todo este vasto plan se invirtieron capitales enormes del Estado, ya que los capitales privados no se habían puesto aún en funciones en el trabajo de la agricultura, y que era muy difícil conseguir en Rusia en esa época, capitales del extranjero. Pero que, se realizó el milagro de la gran producción en las tierras lejanas, gracias a los caminos, los ferrocarriles, las presas de riego, el saneamiento del campo y los miles de millares de máquinas agrícolas que proporcionó el Estado.

La conversación con el caudillo ruso continuaba animada, y ya en tono de mayor confianza, cuando nos interrumpió el ligero ruido de una puerta que se abría sobre aquella habitación. Una venerable anciana, cuyo rostro era de puro tipo eslavo y que parecía tener los rasgos tallados por la zozobra, sacaba cautelosamente la cabeza canosa para vernos. Su fisonomía era agradable y parecía una santa mujer. Era la esposa y compañera de Trotzky. Indudablemente quería saber a qué obedecía aquella larga conversación. Me levanté de mi sillón para saludarla, y agradecí al ilustre caudillo de la revolución rusa, por haberme hecho el honor de concederme aquella entrevista. Me despidió cordialmente. Todavía me refirió algunas de las persecuciones que sufrieron los de su familia de parte de la G.P.U., y las tribulaciones con el "Comintern". Pero ni una palabra de queja para Stalin. En esos días se desarrollaba el famoso proceso de Moscú. Radec reveló que León Sedov, el hijo de Trotzky llevaba de una parte a otra cartas ocultas bajo la cubierta de libros; afirmó que el caudillo rojo tramaba la caída del gobierno ruso colaborando estrechamente con Alemania y el Japón para constituir una república soviética más pequeña, cediendo a Alemania la Ucrania y al Japón los yacimientos petrolíferos de Saghalien. Se le atribuyeron con tal motivo que tramaba en Rusia actos de terrorismo, bombas, asesinatos, etc. Se fusilaron Mariscales y Generales acusados de traición. Estaba complicada la misma viuda de Lenín. Luego se publicó que esas declaraciones fueron obtenidas mediante amenazas y castigos corporales a cargo de la policía rusa que administraba a los sospechosos urotro-pina u otra droga parecida administrada durante la comida, para debilitar la voluntad de los sospechosos, a quienes se amenazaba con el secuestro de los hijos y de las esposas para conseguir esas declaraciones. Las responsabilidades no eran atribuidas a Stalin. Trotzky, mientras tanto, parecía ajeno a todo lo que ocurría, escribiendo tranquilamente para la prensa en su casa de Coyoacán. ¿Presentiría, acaso, ese momento que hablaba conmigo, la conspiración que se tramaba contra él, y el trágico y horrible fin que le esperaba muy pronto? La viejecita hizo un ademán de inquietud, apresurando así nuestra despedida. Trotzky me obsequió al salir "Le livre Ruge Sur le Proces de Moscou", escrito por su hijo León Sedov, y un pequeño libro suyo, traducido al castellano, titulado "YO ACUSO", con esta dedicatoria escrita por él, ese momento, con rasgos elegantes y claros: "A Mr. le Ministre Alfredo Sanjinés, avec les meilleures salues. León Trotzky. 24/IV/1937".

Doy un último vistazo a aquella espaciosa galería de vidrios, y prolongo un poco más la despedida para gravar bien en mi memoria las figuras de León Trotzky y de su esposa, y al dejar aquella habitación llena de luz, miro otra vez la enorme y tosca mesa de pino que parecía esperar afectuosamente al caudillo rojo, con sus libros y papeles; y me alejo para siempre de aquella modesta y ahora histórica casa de Coyoacán. Al salir a la calle mi chófer y los policías me miran con asombro. Había tardado más de dos horas en la visita.

Poco tiempo después nos encontramos con el caudillo ruso en Cuautla, un balneario de aguas termales, donde tuve la oportunidad de presentarle al Dr. Félix Veintemillas, con quien departió en francés algunos momentos. Veintemillas quiso sacar una instantánea fotográfica con su pequeña máquina, como recuerdo de aquel encuentro, pero lo impidió nuestro dilecto amigo Alfonso de Almeida Portugal, un excelente camarada diplomático brasileño que nos acompañaba, quien temió que aquella fotografía pudiera constituir un documento de izquierdismo contra él.

Ya de regreso a Bolivia y hace poco tiempo, conocí al Dr. W. Dutrem, médico catalán, gerente de los laboratorios "Farbar" de Ciudad de México, quien había asistido a Trotzky, con otros facultativos más, en sus últimos momentos, y me refirió los detalles de su horrible asesinato que me horroriza referirlos. No se borrará de mi recuerdo el visionario ruso.

Han pasado ocho años de esta entrevista. Inten-cionalmente no quise referirla antes porque conozco el ambiente en que vivo. Ahora las mentalidades han avanzado un poco; ya no se me dirá "comunista" porque hablé con Trotzky, como se me dijo cuando escribí la primera edición de la "Reforma Agraria".

Es tan intensa hoy la inquietud revolucionaria en Bolivia, que lo que nos ha sugerido Trotzky, —considerado hasta hoy el extremista más grande del mundo—, resulta más aceptable, comparándolo con algunas iniciativas que se nos ocurren. Y aunque parezca una paradoja, quizá muy próxima) a la solución dada por el célebre refugiado internacional, se halle la que nos conviene, y tengamos que aceptar, algún día, la "solución Trotzky', como una transacción que propongan las derechas y los conservadores, frente a las soluciones que se sugieran en nuestro país, sotare todo en cuanto a, la propiedad y la agricultura altiplánica, que fue la que tratamos con el caudillo ruso, pues en otras regiones bolivianas los sistemas tendrían que ser completamente distintos, tan compleja y variada es la cuestión agraria."

[Zitiert in: Prosa y verso de Bolivia : antología / Porfirio Diaz Machicao. -- La Paz [u.a.] : Los Amigos del Libro. -- Tomo 1. -- 1966. -- S. 356 - 363]

1945-04-06

Per Decreto Supremo wird die Orquesta Sinfónica Nacional gegründet. [Webpräsenz: http://www.bolivia.com/empresas/cultura/Sinfonica/index.asp. -- Zugriff am 2002-11-12]

1945-05-13


Abb.: Präsident Villaroel eröffnet den Congreso Indigenal, hinter ihm Victor Paz Estenssoro (3. von links)

[Bildquelle: Conversaciones con Víctor Paz Estenssoro / Eduardo Trigo O'Connor d'Arlach. -- La Paz : El País, ©1999. -- S. 59]

Primer Congreso Indigenal. unter Leitung von Francisco Chipana Ramos ("Rumisonko")

1946

Der MNR sieht sich zu folgender Distanzierung genötigt:

"Movimento Nacionalista Revolucionario
Comando Nacional

COMUNICADO No. I - 26

El Movimiento Nacionalista Revolucionario ha espectado con curiosidad y atención las manifestaciones del llamado "Frente Democrático Antifascista" y otros grupos, con referencia a las actividades políticas del último tiempo. El MNR, siempre defensor de las libertades —como se establece por su acción continua y por las declaraciones oficiales de sus dirigentes en el Parlamento y otros campos— ve con interés las muestras de animación que dan los partidos políticos y las agrupaciones de amigos, y los antecedentes, diferencias y analogías en la conducta de los mismos en el pasado, aunque condena la tergiversación de los hechos, sistemáticamente utilizada como arma innoble contra el Movimiento.

El MNR ha guardado silencio ante las numerosas mezquindades fraguadas y acumuladas en su contra. Pero, en vista de haberse reiterado algunas sindicaciones odiosas que han llegado a ocasionar la invitación de un sector de la prensa para hacer conocer la posición del Partido del Pueblo, en forma oficial, el MNR determina su situación y se pronuncia, de acuerdo con el derecho que le asiste, para esclarecer hechos susceptibles de interpretaciones equivocadas, precisamente en circunstancias en las que, al decir de "La Razón" en su editorial de hoy, nos encontramos "En el estado actual de normalidad que felizmente estamos atravesando". 

El MNR, por lo tanto, puntualiza lo siguiente:

  1. Es norma en el MNR el dar sus opiniones, plantear sus puntos de vista, de crítica. de censura, etc., en forma escrita, por documentos oficiales emanados de su seno a través de sus Comandos, con la firma de sus dirigentes. El MNR no hizo, no hace, ni hará publicaciones anónimas de dase alguna.
  2. El MNR no ha tenido ni tiene órgano propio de publicidad, periódico, estación de radío u otro medio permanente, para expresar su pensamiento oficial.
  3. El diario "La Calle" no es órgano del MNR. Pertenece al señor Armando Arce, compañero nuestro, y refleja las opiniones personales de sus redactores, salvo declaración expresa. Asimismo, el periódico "Pregón", cuyo propietario es el señor José Manuel Pando, también militante del partido.
  4. Los comunicados de "células" y otros impresos análogos sin firma, no son autorizados por los organismos directivos del Partido. En consecuencia, aquéllos no reflejan la opinión ni la orientación del MNR. En cuanto a las declaraciones atribuidas al Diputado señor Rodolfo Palenque, en la ciudad de Tanja. ellas han sido negadas por el interesado. Además, dicho Representante no ha regularizado su ingreso al MNR ni ha contribuido a su sostenimiento, no siendo, por lo tanto, militante del Partido.
  5. En conocimiento de que elementos reaccionarios tienden a crear dificultades al MNR en los planos nacional e internacional, se ha dispuesto la investigación del caso referente a la publicación "La Sangre Borra los Males", aparecida en "La Calle" del jueves 31 de enero del presente año, cuyos conceptos cardinales son en absoluto contrarios a los postulados del Partido.

B) — Cuestiones Campesinas:

  1. Seguramente el máximo problema boliviano es el referente a la incorporación del indio a la Nación. El MNR, que lucha por la liberación y dignificación de las clases explotadas de nuestra Patria, cumpliendo su programa y respondiendo al pedido de sus militantes campesinos, planteó un proyecto de reforma constitucional, acerca del régimen agrario, para discutirlo ampliamente en un plano elevado acorde con los intereses superiores de Bolivia. Las incidencias en torno a ese proyecto, copiado y adulterado negativamente por la brigada parlamentaria del Pir, resultó promoviendo informaciones interesadas y malévolas de la opinión contraria al MNR."

[Quelle: Antezana Ergueta, Luis: Historia  secreta del Movimento Nacionalista Revolucionario. -- La Paz : juventud. -- Tomo IV: 1946. -- 1986. -- Nach S. 960]

1946


Abb.: Der spätere Diktator und Präsident Hugo Banzer Suárez (1926 - 2002, Santa Cruz) im Grad eines Subteniente als Absolvent der argentinischen Militärakademie La Palomar, 1946

1946

Céspedes Patzi, Augusto <1904, Cochabamba - 1996, La Paz>: Metal del diablo. -- La Paz : La Calle, [1946]. -- 334 S. -- [Roman über den "Zinnbaron" Simón I. Patiño <1860 - 1947>]

Deutsche Übersetzung:

Céspedes Patzi, Augusto <1904, Cochabamba - 1996, La Paz>: Teufelsmetall : Roman. -- Göttingen : Lamuv, 1990. -- 334 S. -- (Lamuv Taschenbuch ; 75). -- ISBN 3889772277. -- Erstausgabe: Berlin <Ost> : Aufbau, ©1964. -- {Wenn Sie HIER klicken, können Sie dieses Buch  bei amazon.de bestellen}


Abb.: Simón I. Patiño

Céspedes, Augusto: EL METAL DEL DIABLO

(span.; Ü: Teufelsmetall).

Roman von Augusto Céspedes (Bolivien), erschienen 1946. – Der Titel dieses Bergwerksromans bezieht sich auf das Zinn, das die Wirtschaft und damit die sozialen Auseinandersetzungen Boliviens beherrscht und deshalb zu einem Hauptthema der neueren und neuesten erzählenden Literatur des Landes geworden ist. Allerdings überwiegt in den einschlägigen Werken von Autoren wie O. Cerruto, N. Taboada Terán, F. Ramírez Valverde, A. Guillén Pinto und R. Leitón die politische Tendenz den künstlerischen, oft auch den dokumentarischen Wert. Von diesem Grundübel der »engagierten« Literatur in ganz Hispanoamerika ist auch Céspedes, der als Politiker in der proindianischen Partei MNR (Movimiento Nacional Revolucionario) aktiv war, nicht frei, doch steht sein Roman an technischem Können, sprachlicher Gediegenheit und dokumentarischer Verlässlichkeit über dem Durchschnittsniveau der Tendenzliteratur. Das Werk, das die Tätigkeit der Zinnmagnaten und das Schicksal der vorwiegend aus Indianern bestehenden Arbeiterschaft beschreibt, ist ein Schlüsselroman, obgleich sein Verfasser dies bestreitet. Hinter der »Dreieinigkeit, die das bolivianische Volks aussaugt« verbergen sich unverkennbar die Zinnkönige Simon J. Patiño, V. Aramayo und M. Hochschild. Der erste, der jahrzehntelang das wirtschaftliche und politische Leben des Landes bestimmte, indem er Minister, Richter und Abgeordnete bestach, Zeitungen aufkaufte und die Regierungen zu Werkzeugen seiner eigenen geschäftlichen Interessen erniedrigte, heißt im Roman Zenón Osmonte und ist karikierend in greller Schwarzweißmalerei dargestellt. Wirklichkeitsgetreuer und glaubwürdiger ist die Darstellung des nationalen Dramas, das sich im Schatten des sogenannten patiñismo abspielt: Die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, die Macht des Geldes, der Druck der wirtschaftlichen Interessen, der durch rücksichtslose Versklavung der Arbeitermassen Exportziffern und Dividenden in die Höhe treibt, während die Forderungen der Ausgebeuteten nach menschenwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen mit Hilfe des Militärs blutig unterdrückt werden.

Céspedes' Erzählkunst bewährt sich vor allem in einzelnen Episoden und Bildern, in denen bestimmte Aspekte der bolivianischen Wirklichkeit sichtbar werden. In Szenen von filmischer Bewegtheit illustriert er Leben und Mentalität der verschiedenen Gesellschaftsschichten, die Arbeit im Bergwerk, den Weg des Teufelsmetalls von den Minen zu den Weltmärkten. Vor allem auch wegen seiner differenzierten Sprache, eindringlich in der Anklage, dramatisch erregt im Dialog, reich an eindrucksvollen Metaphern, wurde der Roman bei seinem Erscheinen von der Kritik enthusiastisch gefeiert.

AUSGABEN: La Paz 1946. – Buenos Aires 1960. – Buenos Aires 1974. – La Paz 1974.

ÜBERSETZUNG: Teufelsmetall, A. M. Brock, Zürich 1982 (Nachw. O. Zambrano).

LITERATUR: F. Díez de Medina, Literatura boliviana, Madrid 1954, S. 160–164. – A. Guzmán, La novela en Bolivia, La Paz 1955. – G. Bellini, La protesta nel romanzo ispanoamericano del novecento, Mailand 1957. – J. Siles Salinas, La literatura boliviana de la Guerra del Chaco, La Paz 1969. – C. Teixeira de Oliveira Zokner, C. e Roa Bastos, Duas Visões da Guerra do Chaco: Unidade (in Revista Letras, 21/22, Curitiba 1973/74, S. 89–96). – H.-O. Dill, Eldorado. Zur Entwicklung der lateinamerikanischen Bergarbeiterliteratur (in Sieben Aufsätze zur lateinamerikanischen Literatur, Bln./Weimar 1975). – R. Daus, A. C. (in Eitel, S. 91–107). – R. Prada Oropeza, La literatura política de A. C. (in Texto Crítico, 12, 1979, S. 185–213).

[Fuentes Rojo, Aurelio. -- In: Kindlers Neues Literaturlexikon. -- München : Kindler, ©1996. -- s.v.]

Dem Werk vorangestellt sind:

AVISOS ECONÓMICOS

TITULO de esta novela se origina en el siguiente dato de Alicia O' Reardon Overbeck, publicado en The National Geographic Magazine: "The ancient metallurgist call the tin Diabolus metallorum, devil among metals".

LAS CITAS que preceden a los capítulos corresponden todas al libro "Anales de la Vida [!] Imperial de Potosí", de Bartolomé Martínez y Vela, escritor del siglo XVIII.

CONDICIONES de la explotación de minas que se describe en esta novela, son comunes a las empresas de Simón I. Patiño, Carlos V. Aramayo y Mauricio Hochschild, trinidad de bebedores de la sangre boliviana con la bombilla de consorcios internacionales.

"TODA analogía que se encuentre entre los personajes o empresas de la presente novela y los de existencia, no depende sólo de una coincidencia casual.

PRINCIPAL protagonista de esta novela debía entregar su alma al Diablo, conforme la última frase del capítulo final. Se añade a la presente edición un Epílogo sobre la ceremonia de dicha entrega en ultratumba."

"HINWEISE

Der Titel dieses Romans rührt von folgender Notiz Alicia O'Reardon Overbecks in The National Geographic Magazine: "The ancient metallurgist call the tin Diabolus metallorum, devil among metals".

Die Zitate, die den Kapiteln vorausgehen, entsammen alle dem Buch  "Anales de la Vida [!] Imperial de Potosí" von Bartolomé Martínez y Vela, einem Schriftsteller des 18. Jahrhunderts.

Die ind diesem Buch gegebene Beschreibung der Verhältnisse, unter denen die Ausbeutung der Gruben erfolgt, trifft in Gleicher Weise auf die Unternehmen Simón I. Patiños, Carlos V. Aramayos und Mauricio Hochschilds zu, einer Dreieinigkeit von Blutsaugern, die den Lebenssaft des bolivianischen Volkes mittels des Saugrohr internationaler Körperschaften in Strömen trinkt.

Jede weitere Ähnlichkeit zwischen Personen oder Firmen des vorliegenden Romans und tatsächlich existierenden wäre verbürgtermaßen rein zufällig."

Der letzte Satz des Werkes:

 "Hasta aquí la novela de Zenón Omonte. Ahora venga el Diablo y concluya con su historia." "Bis hierher geht der Roman Zenón Omontes. Jetzt mag der Teufel kommen und seine Geschichte vollenden."


Abb.: 18. Aufl., 1998


Abb.: Deutsche Übersetzung


Abb.: Russische Übersetzung


Abb.: Chinesische Übersetzung

1946

The Andean civilizations. -- Washington, DC : United States Government Printing Office, 1946. -- 1035 S. : Ill. -- (Handbook opf Southe American indians ; vol. 2)´(Smithonian Institution Bzureau of American ethnology bulletin ; 143)

Darin u.a.:

[Obwohl teilweise veraltet, auch heute noch unentbehrliches Standardwerk, da es die Forschung bis 1945 sehr gut zusammenfasst]

1946


Abb.: Logo®

Gründung des Fußballvereins Blooming, Santa Cruz

1946-02-14

José Antonio Arze (1904, Cochabamba - 1955, Cochabamba), Chef des PIR, gibt gegenüber der Zeitung La Hora (Santiago de Chile) folgende Erklärung ab:

"Conforme el espíritu de las Naciones Unidas, es imperioso continuar en nuestro continente la lucha contra el quintacolumnismo nazifascista, uno de cuyos remanentes es por ejemplo, el Movimiento Nacionalista Revolucionario de Bolivia. Su jefe, Víctor Paz Estenssoro, actual ministro de hacienda, aparece, concretamente, señalado en el Libro Azul como complotador nazista en Buenos Aires, Carlos Montenegro, actual Embajador de Bolivia en México, y Augusto Céspedes, Embajador boliviano en Paraguay, son otros connotados nazis que siguen usando sus situaciones diplomáticas para efectuar obra de espionaje antidemocrático, después de haber actuado como Instigadores en las bárbaras masacres que tuvieron lugar en La Paz, en noviembre de 1944. Estoy seguro que cuando surja en Bolivia el potente movimiento, encarando hoy en el FDA (Frente Democrático Antifascita) los bolivianos antifascistas haremos también una especie de Corte de Nuremberg para castigar legal-mente a todos los culpables".

[Zitiert in: Antezana Ergueta, Luis: Historia  secreta del Movimento Nacionalista Revolucionario. -- La Paz : juventud. -- Tomo IV: 1946. -- 1986. -- S.868f.]

1946-02-24

In Argentinien gewinnt Juan Perón (1895 - 1974) überwältigend den Präsidentschaftswahlkampf.


Abb.: Evita Perón (1919 - 1952), 1936


Abb.: Juan Perón

[Bildquelle: http://www.rose-hulman.edu/~delacova/peron.htm. -- Zugriff am 2002-03-31]
"Perón, Juan Domingo, argentinischer General und Politiker, *ÿLobos (Provinz Buenos Aires) 8.ÿ10. 1895, ÿOlivos 1.ÿ7. 1974; war 1936þ39 Militärattaché (zuletzt in Berlin), beteiligte sich innerhalb einer Offiziersjunta an dem Staatsstreich von 1943, war 1943 Kriegs-, bald darauf auch Arbeitsminister, im Juni 1944 zugleich Vizepräsident und stieg 1946 zum General auf. Durch ein Programm praktischer Sozialreformen gewann er die Unterstützung der Industriearbeiter (Descamisados, deutsch »Hemdlose«) und der Gewerkschaftsbewegung (v.ÿa. der Confederación General del Trabajo, CGT). Als Perón im Oktober 1945 durch einen Militärputsch gestürzt und gefangen genommen wurde, erzwang der von den Gewerkschaften und seiner Frau Evita organisierte Marsch der Descamisados seine Freilassung. Mithilfe des Partido Laborista (Peronisten) gewann Perón am 24.ÿ2. 1946 die Präsidentschaftswahlen. Die Verfassung vom 16.ÿ3. 1949 erweiterte seine Machtbefugnisse und ermöglichte ihm die Wiederwahl 1951. Perón entfaltete im Innern eine zunehmend autoritäre Herrschaft (u.ÿa. Außerkraftsetzung der Pressefreiheit), die aber auf den Zusammenhalt des konservativen Heeres und der revolutionierten Massen bedacht war. Seinen populistischen gesellschafts-, wirtschafts-, sozial- und verfassungspolitischen Maßnahmen, die anfangs eine breite Zustimmung bei der Bevölkerung fanden, suchte Perón im Justizialismus (Peronismus) eine ideologische Grundlage zu geben. Argentiniens führende Stellung unter den südamerikanischen Staaten stärkte er gegenüber dem Geltungsanspruch der USA. Die Verschlechterung der Wirtschaftslage, die zunehmenden Spannungen mit den feudal-konservativen Kräften und mit der katholischen Kirche schwächten das System.

Nach einem misslungenen Putschversuch 1951 im gleichen Jahr erneut zum Präsidenten gewählt, nahm Perón seine nationalistische Wirtschaftspolitik etwas zurück und gab seine scharfe, gegen die USA gerichtete Haltung auf. Eine am 16.ÿ6. 1955 von Marineoffizieren getragene Revolte schlug fehl; durch den Aufstand vom 16. bis 21.ÿ9. 1955, den auch der größte Teil des Heeres unterstützte, wurde Perón gestürzt. Er ging über Paraguay nach Venezuela ins Exil, 1958 nach kurzem Aufenthalt in der Dominikanischen Republik nach Spanien. Von dort aus versuchte er, unterstützt durch die immer noch zahlreichen Peronisten in Argentinien, Einfluss auf die Politik seines Landes zu nehmen. 1964 scheiterte Peróns Versuch, nach Südamerika zurückzukehren, an den brasilianischen Behörden. Unter der Regierung von General Alejandro Lanusse (1971þ73), nach Wiederzulassung der politischen Parteien, konnte Perón am 20.ÿ6. 1973 endgültig nach Argentinien zurückkehren; er gewann im September 1973 zwar die Präsidentschaftswahlen, doch gelang es ihm nicht, die zunehmenden innenpolitischen Unruhen in den Griff zu bekommen."

[Der Brockhaus multimedial 2002. -- s.v.]

1946-03


Abb.: Wahlprogramm des MNR

1946-04-30


Abb.: A. Lazarta: Karrikatur "Franz Tamayo", 1927 [Bildquelle: a.u.a.O., S. 163]

Resolution der Federación Universitaria de La Paz zu Franz Tamayo (1879, La Paz - 1956, La Paz):

"Que el escritor Franz Tamayo en el último período de su encanallecida vida pública sólo sirve para sostener un régimen de violencia contrario a los principios que predicó en sus años de aparente lucidez mental...

Resuelve: Manifestar su solemne desprecio al excelso poeta y excecrable ciudadano que en el ocaso de su miserable existencia, etc."

[Tribuna Universitaria / director José Jiménez Vega. -- 11946-04-30. -- Zitiert in: Baptista Gumucio, Mariano <1933 - >: Yo fui el orgullo : vida y pensiamento de Franz Tamayo. -- 2. ed. -- Cochabamba : Los Amigos del Libro, 1983. -- ISBN 84-8370-049-2. -- S. 402]

1946-06-06

Gründung der Universidad Mayor Juan Misael Saracho in Tarija

1946-06-13

Präsident Villaroel enteignet die Zeitungen La Razon und Ultima Hora:

"Teniente Coronel Gualberto Villarroel, Presidente Constitucional de la República, 

Considerando;

  • Que conforme a lo dispuesto en el artículo 17 de la Constitución política del Estado, la propiedad privada está garantizada siempre que no perjudique a los intereses colectivos, pudiendo el Estado de acuerdo a la misma ley fundamental, regular por razones imperiosas de resguardo o seguridad pública, las actividades del comercio o la industria, cuando esa propiedad privada no llene la función social.
  • Que algunas empresas industriales editoras se han convertido, en forma de" revisión acondicionando la alteración del orden público; 
  • que es de interés de expropiación de dichas empresas industriales con el fin de ponerías al servicio de la Nación, 

en Consejo de Ministros Decreta:

Artículo Primero.— Declárase de utilidad pública la expropiación de los edificios e instalaciones de los diarios "La Razón" y Ultima Hora" a fin de servir a los intereses nacionales. 

Artículo Segundo.— El señor Prefecto del Departamento de La Paz, llenará todos los trámites prescritos de acuerdo a la Ley de 30 de Diciembre de 1934.

Artículo Tercero.— Las indemnizaciones serán pagadas mediante bonos de acuerdo a lo declarado en el balance del 31 de Diciembre de 1945.

Artículo Cuarto— Mientras se cumplan los requisitos legales pertinentes: el Supremo Gobierno se hará cargo de las indicadas empresas.

El señor Ministro de Estado en el Despacho de Gobierno, Justicia e Inmigración, es el encargado de dar cumplimiento al presente Decreto".
Dado en el Palacio de Gobierno a los 13 días del mes de Junio de 1946. Firmado, Teniente Coronel Gualberto Villarroel. Presidente Constitucional de la República".

1946-07

Pacto Minero-Universitario wird in Oruro als Teil einer geplanten Volksfront (Frente Unico Proletario) geschlossen 

1946-07-21

Linker (und rechter?) Mob (Lehrer, Universitätsangehörige, Studenten) lyncht Präsident Villarroel (1908, Villa Rivero - 1946, La Paz)


Abb.: Der gelynchte Präsident Villarroel

[Bildquelle: Conversaciones con Víctor Paz Estenssoro / Eduardo Trigo O'Connor d'Arlach. -- La Paz : El País, ©1999. -- S. 65]

Laut Antezana Ergueta, Luis: Historia  secreta del Movimento Nacionalista Revolucionario. -- La Paz : juventud. -- Tomo IV: 1946. -- 1986. -- S.1065 gratuliert der chilenische Schriftsteller Pablo Neruda (1904 - 1973) dem PIR-Chef José Antonio Arze (1904, Cochabamba - 1955, Cochabamba) in Santiago de Chile telefonisch zur Ermordung Villaroels.

1946-07-21 bis 1946-08-15

Néstor Guillén Olmos (1860 - 1966) ist de facto Interimspräsident

1946-07

Die meisten Führer des MNR (Movimento Nacionalista Revolucionario) werden verfolgt und müssen ins Exil.

1946-08

In La Paz erscheint die erste Nummer der Wochenzeitung El Pueblo. Herausgeber ist Fernando Siñani Baldivieso (1900 - 1990). Erster Chefredakteur ist Mario Guzmán Aspiazu (1925, Cochabamba - 1972, La Paz). Die Tendenz ist dezidiert Anti-MNR.


1946-08-15 bis 1947-03-10

Rechtsanwalt Tomás Monje Gutiérrez (1884, Coroico - 1959, La Paz) ist de facto Interimspräsident


Abb.: Tomas Monje Gutiérrez


1946-08-15

Rede von Óscar Unzaga de La Vega (1916, Cochabamba - 1959, La Paz) zum 9. Jahrestag der Gründung der  Falange Socialista Boliviana (FSB):

"EL HOMBRE EN SERVICIO DE LA PATRIA Y LA PATRIA BAJO EL SIGNO DE DIOS!!!

¡¡NO COMBATIR ES HACERSE CÓMPLICES!!

En este nuevo aniversario del Partido, nuestro homenaje a Bolivia no puede expresarse con nuestros clásicos actos de recordación falangista, sino con algo más hondo: el sacrificio voluntario de tantos bolivianos que purgan en cárceles el delito de combatir al comunismo.

Por eso mis palabras, en este 15 de Agosto, que nos encuentra en el fragor de un combate ininterrumpido por restablecer en toda su plenitud los principios de Dios, de Patria y de Hogar, están dedicadas a rendir mi homenaje de admiración a la entereza y heroísmo de los luchadores falangistas, hombres, y mujeres, que han desafiado con bravura la vesanía y crueldad de los movimientistas, sin claudicar un instante en el Ideal.

Mi homenaje al ínclito Héroe del Chaco, General Bernardino Bilbao Rioja, que a sus cicatrices de la guerra ha sumado hoy día las heridas mortales que la antipatria le ocasionara en la intentona de asesinato perpetrado la noche del 30 de junio, por orden de Paz Estenssoro.

Mi homenaje a Vicente Maldonado Matos, asesinado en las celdas policiarias.

Mi homenaje a Juan José Loria, líder del universi-tariado paceño, incomunicado en los campos de concentración de Corocoro, mientras los universitarios — gendarmes pretenden suplantar las mayorías por el servilismo y las bayonetas.

Mi homenaje a la juventud universitaria y estudiantil, que en La Paz, Cochabamba, Santa Cruz, Potosí, Sucre, ha derrotado a los movimientistas, respaldados en sus policías, para izar en lo alto de las Universidades la bandera de la Patria y de la Libertad.

Mi homenaje a los Jefes y oficiales del Ejército y de Carabineros, perseguidos por la saña destructora y antinacional de los movi-comunistas, y que en el rigor de la prisión o el destierro, no renunciará ni renunciarán al honor de su espada que les impone el deber de reorganizar las Fuerzas Armadas en servicio de una Patria libre.

Mi homenaje a los miles de bolivianos que, arrancados de la Patria, padecen el destierro; a los confinados en lugares insalubres; a los detenidos en los campos de concentración o en las cárceles; a las que, incapaces de traicionar o rendirse han padecido torturas en los antros policiales.

Mi homenaje a las madres, esposas, hermanos que sufren la ausencia y contribuyen con su trabajo a la victoria del ideal.

A tanto boliviano torturado o perseguido, a tanto hogar regado de lágrimas y sacudido de indignación y rebeldía, les digo con mi derecho de combatiente sin tregua:

Esta vergüenza para la Patria no prevalecerá. Este sacrificio para vuestros hogares debe terminar.

"No se es impunemente poderoso", ni se puede impunemente cometer tantos crímenes contra la persona humana, contra sus creencias religiosas, contra su derecho a la libertad y a la paz, a la propiedad y a la justicia. No se puede impunemente destrozar la nación y sus instituciones, aniquilar la economía, generalizar la pobreza, sembrar el odio, saquear los campos, robar y torturar. Y todo a nombre de la Patria y la Justicia.

El legendario valor de una ciudad y una nación, que una y cien veces refrendó con su sangre y su victoria el lema augusto "cuna de libertad y tumba de tiranos" está golpeando los corazones.

Sin armas y sin medios, pero con honra y con valor derrotaremos el poderío de las fuerzas comunistas, armadas por la misión checoeslovaca. Las derrotaremos en una gesta heroica improvisando trincheras en cada hogar y en cada pecho. Será una victoria limpia como nuestros ideales.

Y entonces de esa victoria surgirá una Bolivia Grande y Fuerte, una Nación donde el trabajo forje la riqueza y la solidaridad distribuya esa riqueza en servicio de la colectividad.

No será la restauración de lo injusto sino la realización de la justicia social, pero demostraremos a los demagogos irresponsables del odio que la justicia no está junto al Capital de Marx sino al Evangelio de Cristo.

Y no haremos asesinos ni salteadores de los indios, sino hombres libres.

No tendremos mercenarios extranjeros para torturar bolivianos, sino que respetaremos la persona humana.

No predicamos el odio sino la solidaridad; no la revancha sino la justicia; a la consigna actual de "arrasar", opondremos la nuestra de edificar.

Una nueva etapa creadora donde el individuo y el Estado, la iniciativa particular y la función pública se ocupen de vencer cien años de ociosidad y de injusticia, con la misión creadora y el afán de trabajo que remueve escombros y levanta naciones.

Bolivia redimida por el trabajo y el trabajo ennoblecido por la justicia.

El hombre en servicio de la Patria y la Patria bajo el signo de Dios.

No combatir es hacerse cómplices."

[Quelle: Antologia de la oratoria boliviana / Porfirio Diaz Machicao. -- La Paz [u.a.] : Los Amigos del Libro, 1968. -- S. 387 - 390]

1946-11-08


Abb.: Guillermo Lora <1922 - >, wichtiger trotzkistischer Arbeiterführer und Chronist der Arbeiterbewegung, Redakteur der Tesis de Pulacayo

Tesis Central de la Federación Sindical de Trabajadores Mineros de Bolivia ("Tesis de Pulacayao") wird in Pulacayo von den Genossen der Grube Siglo XX-Llalllagua vorgeschlagen, von Guillermo Lora (geb. 1922) redigiert, und angenommen. 


Abb.: Lage von Pulacayo (©MS Encarta)

Folgende Zitate aus der Tesis zeigen die (trotzkistische) Orientierung:

"Bolivia es un país capitalista atrasado. Dentro de la amalgama de los más diversos estadios de evolución económica, predomina cualitativamente la explotación capitalista y las otras formaciones económico-sociales constituyen herencia de nuestro pasado histórico. Bolivia, a pesar de ser un país atrasado, sólo es un eslabón de Ict cadena capitalista mundial. Las particularidades nacionales representan en sí una combinación de los rasgos fundamentales de la economía mundial."

"La revolución proletaria en Bolivia no quiere decir excluir a las otras capas explotadas de la nación, sino en alianza revolucionaria del proletariado con los campesinos, los artesanos y otros sectores de la pequeña burguesía ciudadana. La dictadura del proletariado es una proyección estatal de dicha alianza. La consigna de revolución y dictadura proletarias pone en claro el hecho de quo será la clase trabajadora el núcleo director de dicha transformación y de dicho Estado. Lo contrario, sostener que la revolución democrático-burguesa, por ser tal, será realizada por sectores "progresistas" de la burguesía y que el futuro Estado se encarnará en un gobierno de unidad y concordia nacionales, pone de manifiesto la intención firme de estrangular al movimiento revolucionario en el marco de la democracia burguesa. Los trabajadores una vez en el poder no podrán detenerse indefinidamente en los limites demo-burgueses y se verán obligados, cada día en mayor medida, a dar cortes siempre más profundos en el régimen de la propiedad privada, de este modo la revolución adquirirá carácter permanente".

"La lucha de clases es, en último término, la lucha por la apropiación de la plusvalía. . . No podemos cerrar los ojos ante la evidencia de que la lucha contra los patronos es una lucha a muerte, porque en esa lucha se juega el destino de la propiedad privada. No reconocemos, contrariamente a nuestros enemigos, tregua en la lucha de clases... Sofisma estúpido de los colaboracionistas que sostienen que no debe irse a destruir a los ricos, sino a convertir a los pobres en ricos. Nuestro objetivo es la expropiación de los expropiadores". 

"Todo intento de colaboración con nuestros verdugos, todo intento de concesión al enemigo en nuestra lucha es nada menos que una entrega de los trabajadores a la burguesía. La colaboración de clases quiere decir renunciamiento a nuestros objetivos."

"Rechazamos la ilusión pequeño-burguesa de solucionar el problema obrero dejándolo en manos del Estado o de otras instituciones que tienen la es los trabajadores es, en la generalidad de los casos, el comienzo de la derrota. En lo posible trabajemos por destrozar el arbitraje obligatorio. ¡Que los conflictos sean resueltos bajo la dirección de los trabajadores y por ellos mismos!".

[Vollständiger Text: Documentos politicos de Bolivia / selección y notas de Guillermo Lora. -- La Paz [u.a.] : Los Amigod del Libro, 1970. -- (Enciclopedia Boliviana). -- Depósito legal La Paz No. 080/70. -- S. 361 -390]

1947

In La Paz gründen Rafael Urquizo und seine Frau E. Mendoza den Verlag Librería Editorial "Juventud". Verlegt werden bvor allem gängige Titel sowie Schulbücher (mit Auflagen von bis zu 40.000 Exemplaren)

1947

Ramírez Velarde, Fernando <1913, Sucre - 1948, Argentinien>: Socavones de angustia : novela. -- Cochabamba, 1947. -- 284 S.

"Ramirez Velarde, Fernando
* 8.5.1913 in Sucre, †23.8.1948 in Santa Fe (Argentinien).

Er besuchte ein Jesuitenkolleg, begann ein Jurastudium in Cochabamba und wurde zum Chaco-Krieg eingezogen. Ab 1937 war er in Industrie und Handel tätig. Er ist Autor einer Erzählung Trópico und des Romans Socavones de angustia (1947; dt. Stollen der Angst, 1951), der das Elend und die Tragik indianischen Schicksals darstellt. Um sich dem Sklavendasein in der Abhängigkeit des Großgrundbesitzers zu entziehen, verdingt sich der Indio als Arbeiter in den Minen der Hochebene, ohne jemals den Traum vom eigenen Stück Land aufzugeben. Dieser wird sich ihm jedoch nie erfüllen. Die Lebensläufe einiger Personen stehen stellvertretend für das Schicksal des Kollektivs. Der eine zerschellt in einem Felsspalt, ein anderer wird in einem eingestürzten Stollen lebendig begraben, wieder andere gehen jämmerlich an Staublunge zugrunde. Den dramatischen Höhepunkt des Romans bildet der Schlussteil, in dem die Söhne, die sich durch Schulbesuch und Studium ein besseres Leben erhofften, ihre Ausbildung abbrechen müssen, um für den Unterhalt der Familien im Bergwerk zu arbeiten."

[Autorenlexikon Lateinamerika / hrsgg. von Dieter Reichardt. -- Frankfurt

: Suhrkamp, ©1992. -- ISBN 3518404857. -- S. 146f. -- {Wenn Sie HIER klicken, können Sie dieses Buch  bei amazon.de bestellen}]

1947


Abb.: Edificación Patiño Mines, La Paz (Baufirma: Christiani y Nielsen)  [Bildquelle: La Paz en su IV centenario, 1548-1948 /  Comité pro IV Centenario de la Fundación de La Paz. -- [La Paz, 1948]. -- Bd. IV, S. 95]

1947

Madariaga, Salvador de <1886 - 1978>: The rise of the Spanish American empire. -- London : Hollis & Carter, 1947. -- 408 S. : Ill.

Madariaga, Salvador de <1886 - 1978>: The fall of the Spanish American empire. -- London : Hollis & Carter, 1947. -- 443 S. : Ill.

Stark Gekürzte deutsche Übersetzung beider Werke:

Madariaga, Salvador de <1886 - 1978>: Die Erben der Conquistadoren : Das spanische Reich in Amerika. -- Stuttgart : Deutsche Verlags-Anstalt, 1964. -- 403 S.

"Diese organische (zugleich geistige und biologische) Staatsidee ist die eigentliche Ursache der vielfältigen Wesensart Spaniens. Der König war das Oberhaupt mehrerer politischer Gemeinwesen — Kastilien, León, Aragón, Valencia usw. -, und die Union dieser Königreiche war de iure und fast immer auch de facto eine Personalunion. Estos reinos, 'diese Königreiche', ist in amtlichen Urkunden die häufigste Bezeichnung für Spanien.

Daraus folgt, dass die spanische Vorstellung davon, wie 'Indien' organisiert werden sollte, nicht 'kolonial' sein konnte. Mit noch soviel Phantasie konnte man sich nicht vorstellen, dass die neuentdeckten, eroberten und 'bevölkerten' Gebiete und Völkerschaften spanisches 'Eigentum' seien. Sie wurden esos reinos, 'jene Königreiche', und standen als solche gleichberechtigt neben den Königreichen der Iberischen Halbinsel, als ob sie andere Kastilien, León und Valencia wären, Teile der spanischen Lebensgemeinschaft, die mit den europäischen Teilen durch die Person des Königs verbunden waren.

Heraldisch könnte man also das Spanische Reich darstellen durch mehrere Adler, die gemeinsam nur einen Kopf besitzen. Dieser Kopf, der König ..."

[a.a.O., S. 21f.]

1947

In Bolivien beginnt der Servicio Agrícola Interamericano (SAI) zu wirken, eine US-Entwicklungshilfeinstitution.

1947

Arze, José Antonio <1904, Cochabamba - 1955, Cochabamba>: Proceso de la educación boliviana. -- 1947

"Por otro lado, es indispensable -- y aquí he de anotar una de las cosas que ha sido objeto de mayores controversias pedagógicas -- que demos su verdadera importancia a los idiomas indígenas. Tenemos que alfabetizar a nuestros quechuas, aymarás, guaraníes en sus alfabetos, como han hecho los rusos con sus grupos étnicos; tenemos que inventar para ellos alfabetos fonéticos; si queremos castellanizarlos, necesitaremos tardar años, porque el proceso de cambio de un idioma a otro es un proceso de introversión, un proceso profundo; en cambio, llegar a adquirir el manejo de un alfabeto de 32 o 35 signos, es cuestión de semanas y un aprendizaje relativamente fácil. El señor Pinot, uno de los normalistas indudablemente eminentes del país, de la época roumista, en su "Historia de la Pedagogía Boliviana", habla de que sería tarea estéril alfabetizar en sus lenguas indígenas a los indios, porque habría que enseñarles quechua, aymara, etc., idiomas que no se hablan en los países civilizados y que les servirían de poco a los parlantes. He aquí las palabras textuales del señor Finot al respecto: "... la misma enseñanza de la lectura y la escritura no significa nada en la educación indígena. El indio, cuando sepa leer y escribir, no será más civilizado que en la actualidad, tanto más si se considera la tendencia manifiesta durante largo tiempo, de enseñarle a leer en su propia lengua, en aymara o quichua, según las regiones del país. A este respecto podemos citar varios ensayos de métodos de lectura en aymara, debidos a la labor de los maestros ambulantes. ¿De qué puede servirle a un indígena el saber leer en aymara o quichua? ¿Es que existe en Bolivia una literatura quichua o aymara, o por lo menos periódicos o revistas escritos en esas lenguas?".

En este aspecto, Honorables Representantes, yo creo que debemos seguir a todos aquellos grandes pueblos que, teniendo culturas indígenas, han sabido valorizarlas. Don Elizardo Pérez hablaba en México y uno de los grandes méritos de México ha sido indudablemente dar relieve a sus culturas precolombinas, el de inventarles alfabetos y dar expresión a su folklore y a su tradición.

En Rusia también, todas aquellas nacionalidades aisladas, que vivían casi una existencia zoológica, actualmente tienen periódicos, tienen literatura, escritos en sus propias lenguas y, nosotros, aquí en Bolivia, también tenemos un día que hacer revivir las glorias de aquel milenario Tiahuanacu, de aquel glorioso Imperio de Tahuantinsuyo, que fue una de las grandes civilizaciones de su época."

[Zitiert in: Antologia de la oratoria boliviana / profirio Diaz Machicao. -- La Paz [u.a.] : Los Amigos del Libro, 1968. -- S. 383f.]

1947-01-03

Präsidentschaftswahlen (es gilt noch das qualifizierte Wahlrecht, das davon abhängt, dass man lesen und schreiben kann sowie ein Mindesteinkommen hat). Ergebnisse:

Enrique Hertzog Garaizábal (1897, La Paz - 1981, Argentinien) (PURS -- Partido Unión Republicana Socialista) 44.077 47,22%
Luis Fernando Guachalla Solares (1899, La Paz - 1986, La Paz) (Wahlbündnis PIR, Liberale u.a.) 43.634 46,74%
Víctor Paz Estenssoro (1907, Tarija - 2001, Tarija) (MNR -- Movimento Nacional Revolucionario) 5.194 5,56%
Félix Tavera (independiente) 433 0,46%

1947-02-12

Durch Regierungsdekret werden die Kriegsmaßnahmen gegen Deutsche und deutsche Firmen abgebaut: Auf Antrag wurden die Beschränkungen und Enteignungen deutscher Firmen aufgehoben, wenn deren Inhaber in Bolivien ansässig waren.


1947-03-10 bis 1949-10-17

Dr. med. Enrique Hertzog Garaizábal (1897, La Paz - 1981, Argentinien) ist aufgrund des Verzichts von Luis F. Guachalla verfassungsgemäß Präsident


Abb.: Enrique Hertzog Garaizábal

Vizepräsident ist Mamerto Urriolagoitia Harriague (1895, Sucre - 1974, Sucre)


Abb.: Mamerto Urriolagoitia Harriague


1947-03-12

US-Präsident Harry S. Truman (1884 - 1972; Präsident 1945 - 1953) formuliert in einer Rede vor dem Congres die sogenannte Truman-Doktrin:

"... Es ist eines der Hauptziele der Außenpolitik der Vereinigten Staaten, Bedingungen zu schaffen, die es uns und anderen Nationen ermöglichen, eine Lebensform zu gestalten, die frei ist von Zwang. Hauptsächlich um diesen Punkt ging es in dem Krieg gegen Deutschland und Japan. Unser Sieg wurde über Länder errungen, die versuchten, anderen Nationen ihren Willen und ihre Lebensform aufzuzwingen.

Um die friedliche und von jedem Zwang freie Entwicklung der Nationen zu gewährleisten, haben die Vereinigten Staaten eine führende Rolle bei der Errichtung der Vereinten Nationen übernommen. Die Vereinten Nationen sind dazu ausersehen, allen Mitgliedstaaten dauerhaften Frieden und Unabhängigkeit zu ermöglichen. Wir werden unsere Ziele jedoch nicht verwirklichen, wenn wir nicht willens sind, freien Völkern dabei zu helfen, ihre freien Institutionen und ihre nationale Integrität gegenüber aggressiven Bewegungen aufrechtzuerhalten, die versuchen, ihnen totalitäre Regierungsformen aufzuzwingen. Dies bedeutet nichts anderes als die Erkenntnis, dass totalitäre Regierungsformen, die durch direkte oder indirekte Aggression freien Völkern auferlegt werden, die Grundlagen des internationalen Friedens und damit die Sicherheit der Vereinigten Staaten unterminieren.

In jüngster Zeit wurden den Völkern einer Anzahl von Staaten gegen ihren Willen totalitäre Regierungsformen aufgezwungen. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat immer wieder gegen den Zwang und die Einschüchterungen in Polen, Rumänien und Bulgarien protestiert, die eine Verletzung der Vereinbarungen von Jalta darstellen. Ich muss auch erwähnen, dass in einer Anzahl von anderen Ländern ähnliche Entwicklungen vor sich gehen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Weltgeschichte muss fast jede Nation zwischen alternativen Lebensformen wählen. Nur zu oft ist diese Wahl nicht frei.

Die eine Lebensform gründet sich auf den Willen der Mehrheit und ist gekennzeichnet durch freie Institutionen, repräsentative Regierungsform, freie Wahlen, Garantien für die persönliche Freiheit, Rede- und Religionsfreiheit und Freiheit von politischer Unterdrückung. Die andere Lebensform gründet sich auf den Willen einer Minderheit, den diese der Mehrheit gewaltsam auf zwingt. Sie stützt sich auf Terror und Unterdrückung, auf die Zensur von Presse und Rundfunk, auf manipulierte Wahlen und auf den Entzug der persönlichen Freiheiten. Ich glaube, es muss die Politik der Vereinigten Staaten sein, freien Völkern beizustehen, die sich der angestrebten Unterwerfung durch bewaffnete Minderheiten oder durch äußeren Druck widersetzen. Ich glaube, wir müssen allen freien Völkern helfen, damit sie ihre Geschicke auf ihre eigene Weise selbst bestimmen können. Unter einem solchen Beistand verstehe ich vor allem wirtschaftliche und finanzielle Hilfe, die die Grundlage für wirtschaftliche Stabilität und geordnete politische Verhältnisse bildet.
Die Welt ist nicht statisch und der Status quo ist nicht heilig. Aber wir können keine Veränderungen des Status quo erlauben, die durch Zwangsmethoden oder Tricks wie der politischen Infiltration unter Verletzung der Charta der Vereinten Nationen erfolgen. Wenn sie freien und unabhängigen Nationen helfen, ihre Freiheit zu bewahren, verwirklichen die Vereinigten Staaten die Prinzipien der Vereinten Nationen ...

Die freien Völker der Welt rechnen auf unsere Unterstützung in ihrem Kampf um die Freiheit. Wenn wir in unserer Führungsrolle zaudern, gefährden wir den Frieden der Welt - und wir schaden mit Sicherheit der Wohlfahrt unserer eigenen Nation.

Der schnelle Wandel der Ereignisse hat uns eine große Verantwortung auferlegt. Ich bin sicher, dass der Kongress sich dieser Verantwortung stellen wird."

[Übersetzung: Die Welt seit 1945 / bearbeitet von Helmut Krause ... -- München : Bayerischer Schulbuch-Verlag, ©1980. -- (Geschichte in Quellen), -- ISBN 376276042X. -- S. 576f. -- {Wenn Sie HIER klicken, können Sie dieses Buch  bei amazon.de bestellen}]

1947-09-02

Bolivien gehört zu den Unterzeichnern des Inter-American Treaty of Reciprocal Assistancen (Rio Pact).-- Tratado interamericano de asistecia reciproca (TIAR), der die USA sowie lateinamerikanische Staaten [Signatarmächte siehe: http://www.oas.org/juridico/spanish/firmas/b-29.html. -- Zugriff am 2002-02-10]  zum kollektiven Beistand bei Angriffen extrakontinentaler Kräfte verpflichtet.

 ARTICULO 1.°

 Las Altas Partes Contratantes condenan formalmente la guerra y se obligan en sus relaciones internacionales a no recurrir a la amenaza ni al uso de la fuerza en cualquier forma incompatible con las disposiciones de la Carta de las Naciones Unidas o del presente Tratado.

ARTICULO 2.o

 Como consecuencia del principio formulado en el Artículo anterior, las Altas Partes Contratantes se comprometen a someter toda controversia que surja entre ellas a los metodos de solución pacifica y a tratar de resolverla entre sí, mediante los procedimientos vigentes en el Sistema Interamericano, antes de referirla a la Asamblea General o al Consejo de Seguridad de las Naciones Unidas.

ARTICULO 3.°

 1. Las Altas Partes Contratantes convienen en que un ataque armado por parte de cualquier Estado contra un Estado Americano, será considerado como un ataque contra todos los Estados Americanos, y en consecuencia, cada una de dichas Partes Contratantes se compromete a ayudar a hacer frente al ataque, en ejercicio del derecho inmanente de legítima defensa individual o colectiva que reconoce el Artículo 51 de la Carta de las Naciones Unidas.

 2. A solicitud del Estado o Estados directamente atacados, y hasta la decisión del Organo de Consulta del Sistema Interamericano, cada una de las Partes Contratantes podrá determinar las medidas inmediatas que adopte individualmente, en cumplimiento de la obligación de que trata el parágrafo precedente y de acuerdo con el principio de la solidaridad continental. El Organo de Consulta se reunirá sin demora con el fin de examinar esas medidas y acordar las de carácter colectivo que convenga adoptar.

 3. Lo estipulado en este Artículo se aplicará en todos los casos de ataque armado que se efectúe dentro de la región descrita en el Artículo 4.° o dentro del territorio de un Estado Americano. Cuando el ataque se efectúe fuera de dichas areas se aplicará lo estipulado en el Artículo 6.

 4. Podrán aplicarse las medidas de legítima defensa de que trata este Artículo en tanto el Consejo de Seguridad de las Naciones Unidas no haya tomado las medidas necesarias para mantener la paz y la seguridad internacionales.

ARTICULO 4.°

 La región a que se refiere este Tratado es la comprendida dentro de los siguientes límites: comenzando en el Polo Norte; desde allí directamente hacia el sur hasta un punto a 74 grados latitud norte, 10 grados longitud oeste; desde allí por una línea loxodrómica hasta un punto a 47 grados 30 minutos latitud norte, 50 grados longitud oeste; desde allí por una línea loxodrómica hasta un punto a 35 grados latitud norte, 60 grados longitud oeste; desde allí directamente  al sur hasta un punto a 20 grados latitud norte; desde allí por una linea loxodrómica hasta un punto a 5 grados latitud norte, 24 grados longitud oeste; desde allí directamente al sur hasta el Polo Sur; desde allí directamente hacia el norte hasta un punto a 30 grados latitud sur, 90 grados longitud oeste; desde allí por una línea loxodrómica hasta un punto en el Ecuador a 97 grados longitud oeste; desde allí por una línea loxodrómica hasta un punto a 15 grados latitud norte,  120 grados longitud oeste; desde allí por una línea loxodrómica hasta un punto a 50 grados latitud norte, 170 grados longitud este; desde allí directamente hacia el norte hasta un punto a 54 grados latitud norte; desde allí por una línea loxodrómica hasta un punto a 65 grados 30 minutos latitud norte, 168 grados 58 minutos 5 segundos longitud oeste; desde allí directamente hacia el norte hasta el Polo Norte.
ARTICULO 5.°

Las Altas Partes Contratantes enviarán inmediatamente al Consejo de Seguridad de las
Naciones Unidas, de conformidad con los Artículos 51 y 54 de la Carta de San Francisco, información completa sobre las actividades desarrolladas o proyectadas en ejercicio del derecho de legítima defensa o con el propósito  de mantener la paz y la seguridad interamericanas.

ARTICULO 6.°

 Si la inviolabilidad o la integridad del territorio o la soberanía o la independencia política de cualquier Estado Americano fueren afectadas por una agresión que no sea ataque armado, o por un conflicto extra continental o intracontinental, o por cualquier otro hecho o situación que pueda poner en peligro la paz de América, el Organo de Consulta se reunirá inmediatamente, a  fin de acordar las medidas que en caso de agresión se deben tomar en ayuda del agredido o en todo caso las que convenga tomar para la defensa común y para el mantenimiento de la paz y la seguridad del Continente.

ARTICULO 7.o

 En caso de conflicto entre dos o mas Estados Americanos, sin perjuicio del derecho de legítima defensa, de conformidad con el Artículo 51 de la Carta de las Naciones Unidas, las Altas Partes Contratantes reunidas en consulta instarán a los Estados contendientes a suspender las hostilidades y a restablecer las cosas al statu quo ante bellum y tomaran, además, todas las otras medidas necesarias para restablecer o mantener la paz y la seguridad interamericanas, y para la solución del conflicto por medios pacíficos. El rechazo de la acción pacificadora será considerado para la determinación del agresor y la aplicación inmediata de las medidas que se acuerden en la reunión de consulta.

ARTICULO 8.°

 Para los efectos de este Tratado, las medidas que el Organo de Consulta acuerde comprenderán una o más de las siguientes: el retiro de los jefes de misión; la ruptura de las relaciones diplomáticas; la ruptura de las relaciones consulares; la interrupción parcial o total de las relaciones económicas, o de las comunicaciones ferroviarias, marítimas, aéreas, postales, telegráficas, telefónicas, radiotelefónicas o radiotelegráficas, y el empleo de la fuerza armada.

ARTICULO 9.°

Además de otros actos que en reunión de consulta puedan caracterizarse como de agresión, serán considerados como tales:
a) El ataque armado, no provocado, por un Estado, contra el territorio, la población o las
fuerzas terrestres, navales o aéreas de otro Estado;
 b) La invasión, por la fuerza armada de un Estado, del territorio de un Estado Americano, mediante el traspaso de las fronteras demarcadas de conformidad con un tratado, sentencia judicial, o laudo arbitral, o, a falta de fronteras así demarcadas, la invasión que afecte una región que este bajo la jurisdicción efectiva de otro Estado.

ARTICULO 10

 Ninguna de las estipulaciones de este Tratado se interpretará en el sentido de menoscabar los derechos y obligaciones de las Altas Partes Contratantes de acuerdo con la Carta de las Naciones Unidas.

ARTICULO 11

 Las consultas a que se refiere el presente Tratado se realizaran por medio de la Reunión de Ministros de Relaciones Exteriores de las Repúblicas Americanas que lo hayan ratificado, o en la forma o por el órgano que en lo futuro se acordare.

[Vollständiger Text: http://www.oas.org/juridico/spanish/tratados/b-29.html. -- Zugriff am 2002-04-10]

"Artikel 3

(1) Die hohen vertragschließenden Parteien stimmen darin überein, dass ein bewaffneter Angriff irgendeines Staates gegen einen der amerikanischen Staaten als Angriff gegen alle amerikanischen Staaten anzusehen ist; daher verpflichtet sich jeder der hohen vertragschließenden Parteien an der Zurückweisung eines solchen Angriffs in Ausübung des in Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen anerkannten unveräußerlichen Rechts auf individuelle oder kollektive Selbstverteidigung mitzuwirken.

(2) Auf Wunsch eines oder mehrerer direkt angegriffener Staaten kann jeder der vertragschließenden Parteien bis zu einer Entschlußfassung durch das konsultative Organ des inneramerikanischen Systems1) sofortige Maßnahmen bestimmen, die er in Ausübung seiner im vorhergehenden Abschnitt behandelten Verpflichtungen und in Übereinstimmung mit den Prinzipien der kontinentalen Solidarität ergreifen kann. Das konsultative Organ tritt unverzüglich zusammen, um diese Maßnahmen zu prüfen und sich über die kollektiven Maßnahmen, die ergriffen werden sollen, zu einigen ...

Artikel 6

Wird die Unverletzlichkeit oder Integrität des Territoriums, die Souveränität oder politische Unabhängigkeit eines amerikanischen Staates durch eine andere als bewaffnete Aggression, durch einen inner- oder außerkontinentalen Konflikt oder durch eine andere Tatsache oder Situation, die den Frieden Amerikas gefährden könnte, berührt, so tritt das konsultative Organ unverzüglich zusammen, um sich über die Maßnahmen, die im Falle einer Aggression ergriffen werden müssen, um dem Opfer der Aggression zu helfen, und über die zur gemeinsamen Verteidigung und für die Erhaltung von Frieden und Sicherheit auf dem Kontinent nötigen Schritte zu einigen ..."

 

[Übersetzung: Die Welt seit 1945 / bearbeitet von Helmut Krause ... -- München : Bayerischer Schulbuch-Verlag, ©1980. -- (Geschichte in Quellen), -- ISBN 376276042X. -- S. 630f. -- {Wenn Sie HIER klicken, können Sie dieses Buch  bei amazon.de bestellen}]

1948

Zur 400-Jahr-Feier der Gründung von La Paz erscheint das Monumentalwerk:

La Paz en su IV centenario, 1548-1948 /  Comité pro IV Centenario de la Fundación de La Paz. -- [La Paz, 1948]. -- 4 Bde.

Bd. I: Monografia geográfica. -- 539 S. : Ill.
Bd. II: Monografia histórica. -- 438 S. : Ill.
Bd. III: Monografia literaria, científica, artística, religiosa y folklórica. -- 427 S. : Ill.
Bd. IV: Monografia económica. -- 295 S. : Ill.

Abbildungen aus La Paz en su IV centenario, 1548-1948, Bd. I


Abb.: Auf dem Abstieg in die Yungas (Bd. I, S. 165)


Abb.: Würdenträger, Mocomoco (Bd. I, S. 260)


Abb.: Frauentennisgruppe des Sportclubs Mayor Carrasco mit Trainer (Bd. I, S. 304)


Abb.: Cabildo (Gemeinderat), Calacoto (Bd I, S. 314)


Abb.: "Brücke" über den Río Aropaya (Bd. I, S. 423)


Abb.: Zuchtstier, Hacienda Cañamina (Bd I, S. 446)


Abb.: Stausee Lago Miguilla (4700 m.) von The Bolivian Power (Bd. I, S. 467)


Abb.: Flughafen in Apolo (Bd. I, S. 478)


Abb.: Kautschuckzapfer (Bd. I, nach S. 496)


Abb.: Zuckerrohrpresse (Bd. I, S. 500)


Abbildungen aus La Paz en su IV centenario, 1548-1948, Bd. II


Abb.: Hotel La Paz, Calle Ayacucho (Bd. II, S. 429)


Abb.: Stadtbibliothek, La Paz (Bd. II, S. 432)


Abb.: Avenida 16 de Julio, La Paz (Bd. II, S. 432)


Abb.: Reihenhaussiedlung, finanziert durch die Caja de Seguro y Ahorro Obrero (Bd. II, S. 466)


Abbildungen aus La Paz en su IV centenario, 1548-1948, Band III


Abb.: Marcha religiosa, Laracaja (Bd. III, lámina V)


Abb.: Misti sicuri, Inquisivi (Bd. III, lámina XV)


Abb.: Waca-thokori, Los Andes (Bd. III, lámina XXIII)


Abb.: Diablada, Vororte von La Paz (Bd. III, lámina XXXII)


Abb.: Der Bildhauer Urrias Rodríguez mit einem seiner Werke


Abbildungen aus La Paz en su IV centenario, 1548-1948, Bd. IV


Abb.: Sociedad Boliviana de Cemento (Bd. IV, S. 89)


Abb.: The Bolivian Power Co. Ltda, Choquetanga (Bd. IV, S. 111)


Abb.: Dieselgeneratoren, Mine Coloquiri (Bd. IV, S. 169)


Abb.: Kupferbergwerk Corocoro (Bd. IV, S. 195)


Abb.: Weinkeller, Hacienda Sallani, Loayza (Bd. IV, S. 231)


Abb.: Trocknen von Kokablättern (Bd. IV, nach S. 244)


Abb.: Kaufhaus Casa Kavlin, La Paz (Bd. IV, S. 255)


Abb.: Inneres, Kaufhaus Casa Kavlin, La Paz (Bd. IV, S. 255)


Abb.: Eintunnelung des Río Choqueyapu, La Paz (Baufirma Christiani y Nielsen). Darüber entsteht die Avenida Mariscal Santa Cruz (Bd. IV, S. 96)


Abb.: Trocknung von Oca (Bd. IV, nach S. 216)

1948


Abb.: Bevölkerungsentwicklung von La Paz 1586 bis 1948 (groißteils unzuverlässige Erhebeungen bzw. Schätzungen):

[Quelle der Abb.: La Paz en su IV centenario, 1548-1948 /  Comité pro IV Centenario de la Fundación de La Paz. -- [La Paz, 1948]. -- Bd. I, S. 56]

1948



Abb.: Emilio Villanueva <Architekt>: Zentraler Monoblock der Universidad Mayor San Andrés (UMSA), La Paz, 1948

1948


Abb.: Borda Gosálvez, Arturo <1883, La Paz - 1953, La Paz>: Studie zu "Critica de los ismos y triunfo del arte clásico". -- Zeichnung. -- 1948

[Bildquelle: Querejazu Leyton, Pedro <1949 - >: El dibujo en Bolivia : dibujos 1900 - 1950. -- La Paz : Fundación BHN, 1996. -- Depósito legal 4-1-300-96. -- S. 71]

1948

Krieg, Hans <1888 - 1970>: Zwischen Anden und Atlantik : Reisen eines Biologen in Amerika. -- München : Hanser, 1948. -- 491 S. : zahlr. Ill. -- [Berichtet u.a. über die Deutsche Gran-Chaco Expedition 1925 - 1927]

Zeichnungen von Hans Krieg aus dem genannten Buch


Abb.: Palometa (Piraña) [S. 23]


Abb.: Gestreifter Surubi [S. 236]


Abb.: Oncifelis [S. 95]


Abb.: Unterschied der Pfoten einer gut kletternden Katze (Ozelot, links) und einer ausgesprochenen Bodenkatze (Lynchailurus, rechts) [S. 94]


Abb.: Junger Nasenbär [S. 274]


Abb.: Hand und Fuß vom Nasenbären [S. 275]


Abb.: Tayra barbara [S. 167]
 


Abb.: Faultier [S. 168]


Abb.: Dolichotis salinicola [S. 116]


Abb.: Verschiedene Typen von Gürteltieren [S. 277]


Abb.: Criollo-Hausrind [S. 336]


Abb.: Chiquitanischer Ochsenreiter [S. 183]


Abb.: Prämierter Criollo-Hengst [S. 346]


Abb.: Maultier [S. 350]


Abb.: Haushunde, vorne vermutlich vorkolumbianischer Typus, hinten Galgo-Typus [S. 143]


Abb.: Zuckerrohrpresse [S. 165]

1948

Gutersohn, Heinrich: Ecuador, Perú, Bolivien. -- Bern : Kümmerly & Frey, ©1948. -- 126 S. -- (Kleine K&F-Reihe für Auswanderer und Kaufleute / hrsgg. in Verbindung mit dem [Schweizerischen] Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA), Dektion für Arbeitskraft und Auswanderung ; 3). -- Darin: S. 95 - 124: Bolivien

"Auswanderung nach Bolivien

In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen gab die Behörde mehrfach Erlasse zur Regelung der Einwanderung heraus, doch erfuhren sie immer wieder Abänderungen, Eine Zeitlang bestanden besondere private Agenturen, die Emigranten Landlose und Arbeitsplätze zur vermitteln trachteten, aber nur gegen beträchtliche Zahlungen, so dass schließlich derartige Machenschaften verboten werden mussten. Seither wird jede ähnliche Vermittlertätigkeit mit Argwohn betrachtet.

Im Prinzip will auch die heutige Regierung die Zuwanderung von tüchtigen Landwirten und Spezialisten fördern, doch fehlen hierüber vorläufig noch genaue amtliche Bestimmungen, und die Einreise ist schwierig, es sei denn, dass ein Kontrakt mit einer einheimischen Firma abgeschlossen ist.
Für den Landwirt ist der Kauf eines Stückes Land dadurch erschwert, dass die günstigen Areale in den besten Agrargebieten relativ teuer, außerdem schwer erhältlich sind. Nur im entlegenen Osten steht genügend Boden zur Verfügung, aber dort harren des Siedlers dieselben Schwierigkeiten, wie in den entsprechenden Provinzen Perus und Ecuadors. Eine amtliche Instanz, welche in offizieller Eigenschaft Landlose vermittelt, den Käufer berät und wenn nötig schützt, existiert vorläufig nicht. Erfahrungen anderer Kolonisten sind erst wenige bekannt, sind zudem unterschiedlich und daher kaum zu verallgemeinern.

Für die übrigen Berufstätigen sind nur sehr wenige Plätze vorhanden. Diese wenigen werden vor allem den Einheimischen, von den ausländischen Minenunternehmen ihren Landsleuten offen gehalten.

Angesichts der Tatsache, dass Bolivien beträchtliche Mengen unentbehrlicher Nahrungsmittel im Ausland zu kaufen und überdies auf kostspieligen Transporten ins Land zu bringen hat, ist es verständlich, dass die Lebenskosten sehr hoch sind und fast immer über denen der Nachbarländer stehen. Der Krieg brachte zudem wie überall eine Steigerung, von 1942 bis 1945 allein um 40 %. Stabilität ist nicht erreicht, und wenn auch eine Firma scheinbar eine hohe Entlöhnung zusichert, so ist es auf jeden Fall unerlässlich, sich vor Vertragsabschluss beim Schweizerischen Generalkonsulat nach dem gegenwärtigen Stand der Preise zu erkundigen. Das Leben in einer Pension ist besonders kostspielig. Auch die Hotels, zu klein an Zahl, müssen teuer bezahlt werden."

[a.a.O., S. 121 - 123]

1948

Masur, Gerhard <1901-1975>: Simon Bolivar. -- Albuquerque : Univ. of New Mexico Press, 1948. -- 737 S. : Ill. -- (Inter-Americana studies ; 4)

Deutsche Ausgabe:

Masur, Gerhard <1901-1975>: Simon Bolivar und die Befreiung Südamerikas. -- Konstanz : Südverlag, 1949. -- 718 S. -- [Gilt als beste Biographie Bolivars]

1948-04-21


Abb.: Logo® der OAS

Die 1910 gegründete Pan American Union wird in die Organization of American States (OAS) umgewandelt [Webpräsenz: http://www.oas.org. -- Zugriff am 22003-03-18] . Bolivien gehört zu den Gründerstaaten.

Charta der Organisation der amerikanischen Staaten.

"Artikel 4

Um die Grundsätze, auf denen sie gegründet ist, zu verwirklichen und um ihre regionalen Verpflichtungen gemäß der Charta der Vereinten Nationen zu erfüllen, proklamiert die Organisation der amerikanischen Staaten die folgenden grundlegenden Ziele:

  1. Den Frieden und die Sicherheit des Kontinents zu stärken;
  2. Mögliche Ursachen von Schwierigkeiten zu vermeiden und eine friedliche Beilegung von Streitigkeiten, die unter den Mitgliedstaaten entstehen könnten, zu sichern;
  3. Im Falle einer Aggression für gemeinsame Aktion auf der Seite der Staaten zu sorgen;
  4. Die Lösung politischer, juristischer und ökonomischer Probleme, die unter ihnen entstehen könnten, zu suchen und
  5. durch gemeinsames Handeln ihre ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklung zu fördern.

Artikel 5 Die amerikanischen Staaten erneuern die folgenden Grundsätze:

  1. Internationales Recht ist die Grundlage der gegenseitigen Beziehungen der Staaten.
  2. Internationale Ordnung besteht grundsätzlich in der Anerkennung der Eigenständigkeit, Souveränität und Unabhängigkeit der Staaten und in vertrauensvoller Erfüllung der Verpflichtungen, die von Verträgen und anderen Quellen internationalen Rechts abgeleitet werden.
  3. Vertrauen soll die Beziehungen zwischen den Staaten bestimmen.
  4. Die Solidarität der amerikanischen Staaten und die hohen Ziele, welche dadurch verfolgt werden, erfordern die politische Organisation der Staaten auf der Basis wirkungsvoller Ausübung repräsentativer Demokratie.
  5. Die amerikanischen Staaten verurteilen Angriffskriege: Sieg gibt kein Recht.
  6. Ein Angriff gegen einen amerikanischen Staat ist ein Angriff gegen alle anderen amerikanischen Staaten.
  7. Kontroversen von internationalem Charakter, die zwischen zwei oder mehreren amerikanischen Staaten entstehen, sollen durch friedliche Mittel beigelegt werden,
  8. Soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit sind die Grundlage eines dauerhaften Friedens.
  9. ökonomische Zusammenarbeit ist grundlegend für das gemeinsame Wohl und den Reichtum der Völker des Kontinents.
  10. Die amerikanischen Staaten erklären die Grundrechte des Individuums ohne Unterschied der Rasse, der Nationalität, des Glaubens oder des Geschlechts.
  11. Die geistige Einheit des Kontinents gründet auf der Achtung vor den kulturellen Werten der amerikanischen Länder und erfordert eine enge Zusammenarbeit für die hohen Ziele der Zivilisation.
  12. Die Erziehung der Völker soll auf Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden ausgerichtet sein."

[Übersetzung: Die Welt seit 1945 / bearbeitet von Helmut Krause ... -- München : Bayerischer Schulbuch-Verlag, ©1980. -- (Geschichte in Quellen), -- ISBN 376276042X. -- S. 631. -- {Wenn Sie HIER klicken, können Sie dieses Buch  bei amazon.de bestellen}]

1949

Albert und Gastón Méndez gründen die Schallplattenfirma Méndez mit Schwerpunkt auf bolivianischer Musik.

1949


Abb.: Logo®

Gründung des Fußballvereins Wilstermann, Cochabamba

1949 bis 1950, 1953 - 1954

Der Zoologe Walter Forster (1910 - 1986) [und 1953/54 Otto Schindler (1906 - 1959)] machen Forschungsreisen nach Bolivien.  Sie bringen zahlreiche Objekte in die Zoologische Staatsammlung München, wo sie großteils auch 1998 noch nicht bearbeitet sind. Forster hat, um die erste Forschungsreise zu finanzieren, seine Wohnzimmereinrichtung verpfändet.

1949-08-27 bis 1949-09-14

Unter Führung der MNR wird in Santa Cruz eine Gegenregierung gebildet. Ihr Interimspräsident ist Edmundo Roca. Als Präsident wird der im Exil lebende Victor Paz Estenssoro bestimmt. Die Gegenregierung kontrolliert zeitweise über die Hälfte des Territoriums, besonders in Cochabamba und Santa Cruz. In Incahuasi, Camiri und Yacuiba errichtet man bewaffnete Zellen. am 14. September gewinnt die Regierung wieder die Kontrolle über das ganze Land. Die meisten wichtigen Aufständischen verlassen das Land mit Lloyd Aéreo Boliviano am 15. September.


1949-10-22 bis 1951-05-16

Da Präsident Hertzog wegen Erkrankung zurücktritt, ist Vizepräsident Mamerto Urriolagoitia Harriague (1894/1895, Sucre - 1974, Sucre) verfassungsgemäß Präsident.


Abb.: Mamerto Urriolagoitia Harriague

Die Regierung Urriolagoitia nutzt die Isla de Coati im Titikakasee als Straflager für politische Gefangene (d.h. Oppositionelle).

ab ca. 1950

Es beginnt der Rindfleischtransport per Flugzeug aus dem Tiefland (Beni) in den Altiplano (La Paz und die Bergwerksstädte)

ab ca. 1950

Kaffee wird in den Yungas in wirtschaftlich bedeutendem Umfang angebaut.

1950

Der -- seit 1900 erste -- Censo (Volkszählung) ergibt als Bevölkerungszahl Boliviens 2,7 Mio. Einwohner. Die Bevölkerung hat also innerhalb von 50 Jahren um 1 Mio. Personen zugenommen.

33% der Bevölkerung leben in Städten. La Paz hat seit dem Censo von 1900 von 60.000 Einwohnern auf 321.000 Zugenommen. Andere Städte:

Muttersprache ist

69% der Bevölkerung sind Analphabeten (1900: 80%)

In Bolivien leben 3207 deutsche Staatsbürger.


Abb.: Indiofamilie aus Chuquisaca

[Bildquelle: Las mujeres en la historia de Bolivia : imágenes y realidades del siglo XX (1900 - 1950) (Antologia) / Luís Oporto Ordoñez. -- La Paz : Anthropos, 2001. -- Depósito legal 4-1-1654-00. -- Tafel 16]

1950


Abb.: Wohlhabende Chola-Textilverkäufern, Calle Sagárnaga, La Paz, 1950

[Bildquelle: Las mujeres en la historia de Bolivia : imágenes y realidades del siglo XX (1900 - 1950) (Antologia) / Luís Oporto Ordoñez. -- La Paz : Anthropos, 2001. -- Depósito legal 4-1-1654-00. -- Tafel 13]

1950

Eine Untersuchungskommission der UNO stellt fest, dass Bolivien Nahrungsmittelhilfe, die für 30 Millionen Einwohner ausreichen würde, eingeführt hat, obwohl die Bevölkerung nicht einmal 3 Millionen Einwohner beträgt.

1950-01-17

Gründung des Partido Comunista de Bolivia (P.C.B.).

Wichtige Gründungsmitglieder:

1950-03-02 bis 1950-11-23

Die Deutsche Andenkundfahrt 1950 durchforscht die bolivianischen Anden geographisch, naturwissenschaftlich und alpinistisch.

1950-03-30

Bolivien erklärt den Kriegszustand mit der Bundesrepublik Deutschland für beendet.

1950-10-07

Im Exil in  Santiago des Chile bildet sich die Koalition der bolivianischen Gewerkschaftsorganisationen und Linksparteien Coalición de Organismos Sindicales y Partidos de Izquierda (COSPI). Ihr treten MNR (Movimento Nacionalista Revolucionario) und POR (Partido Obrero Revolucionario) bei.

1951

Programa Andiño

"Wie in Kap. III. 2.1.1. "Probleme der Alphabetisierungsversuche" bereits dargelegt, erscheint es angemessen, die Alphabetisierung in ein umfassenderes Programm lokaler Entwicklung einzufügen. In Bolivien ist dieses im Rahmen des "Programa Andino" geschehen.
Dieses Programm wurde von den Vereinten Nationen und den ihnen angeschlossenen Organisationen unter dem Patronat der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labor Organisation, ILO) im Jahre 1951 in La Paz ins Leben gerufen. Das "Programa Andiño" verfolgt das Ziel, den 7 Millionen Indianern auf dem Hochland von Ecuador, Peru und Bolivien zu einem menschenwürdigen Dasein zu verhelfen, sie in das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben ihrer Länder zu integrieren und ihnen Anregung und Anleitung zur Selbsthilfe zu gewähren. Analog der Präambel der Konvention von Philadelphia , in der es heißt,

"dass alle Menschen das Recht haben, sowohl ihr materielles Wohl wie ihre geistige Entwicklung in Freiheit und Würde, bei wirtschaftlicher Sicherheit und unter gleichen Bedingungen anzustreben..."

wurde, besonders unter dem Blickwinkel der Schaffung sozialer Gerechtigkeit, beschlossen, im Jahre 1954 die ersten Aktions-Zentren für die Einbeziehung der Indianer in das nationale Leben zu gründen.

Das erste Zentrum war Pillapi in Bolivien, es folgten drei weitere Aktionsbasen in Bolivien und je drei in Peru und Ecuador. Gegenwärtig erstreckt sich die Aktivität auch auf Kolumbien, Argentinien und Chile (vgl. Karte 3).


Karte 3: Wirkungsbereich des Programa Andiño

Die Grunderziehung beruht auf dem Prinzip der praktischen Demonstration, der die Nachahmung durch die Landbevölkerung folgen soll. Im Gegensatz zu allen anderen Integrationsversuchen tritt die Vermittlung formalen Wissens hinter der praxisbezogenen Arbeit zurück. Zwar werden auch Alphabetisierungsversuche unternommen, der Schwerpunkt der Aktivität ist jedoch die praktische Unterweisung in Anbaumethoden, Hygiene, Ernährung, Gesundheit, Wohnungsbau, Bewässerungsanlagen, Straßenbau, Aufforstung und handwerklichen Tätigkeiten. Darüber hinaus wurde, in Bolivien beispielsweise auf der Basis "Cotoca", der nach anfänglichen psychologischen Schwierigkeiten erfolgreiche Versuch unternommen, die Indianer aus dem Hochland in klimatisch günstigere Gebiete umzusiedeln. Jedes Aktions-Zentrum wird von einem "Führer" ("líder" oder "social prometer"), einem Agronomen, einem Arzt, einem Veterinär, einer Sozialfürsorgerin, einer Hebamme, einer Krankenschwester und einem Berufsausbilder geleitet. Ursprünglich handelte es sich bei den Mitgliedern dieses Führungsstabs um ausländische Experten. Nachdem aber im Jahre 1962 die bolivianische Regierung die Verantwortung für die Durchführung des Programms übernommen und die Abwicklung in ihren 10-Jahres-Plan eingegliedert hat, ist die Leitung im wesentlichen auf bolivianische Kräfte übergegangen, die zumeist im "Regional Fundamental Education Center for Latin America" (Centro Regional de Educación Fundamental para la América Latina C.R.E.F.A.L.) in Patzcuaro, Mexico, ausgebildet worden
141) "waren. Wegen der hohen Kosten, die mit der Durchführung des Programmes verbunden sind, wird sein Erfolg nicht in der Breite sondern nur an einigen Schwerpunkten, dort aber umso deutlicher, sichtbar.

Einen großen Teil des Vorhabens finanzierten die Vereinten Nationen aufgrund ihres "Expanded Programme of Technical Assistence (EPTA)". Die Zuwendungen für die Zeit von 1951 bis 1962 betrugen rd. 2,4 Mio US-Dollar. Beiträge von weiteren 1,7 Mio US-Dollar gewährten die "FAO" (Food and Agricul-tural Organisation), die UNESCO (United Nations Educational Social and Cultural Organisation) und die WHO (World Health Organisation). Durch Subventionen verschiedener Länder, unter anderem auch der Bundesrepublik Deutschland, und internationaler Fonds wuchs der Finanzierungsbeitrag innerhalb von 11 Jahren auf rd. 6,1 Mio US-Dollar an.1H2) Zwar verpflichtete sich auch die bolivianische Regierung für die Zeit von 1954 bis 1961 zur Zahlung von insgesamt 2,1 Mio US-Dollar, doch konnte infolge der gesamtwirtschaftlichen Notlage diese Verpflichtung nicht voll eingehalten werden. So flössen dem "Programa Andino" von Seiten Boliviens 1962 nur rd. 275.000 US-Dollar und 1963 nur rd. 133.000 US-
143) Dollar zu. Da die Zahlungen der fälligen Raten selbst im Versuchsstadium des Programms nur schleppend und unregelmäßig erfolgten, ist aus finanziellen Gründen ernsthafte Sorge um die Zukunft des Projektes berechtigt."

[Bauer-Stimmann, Ingrid: Der gegenwärtige Erziehungsstand in Bolivien. -- Hamburg : Stiftung Europa-Kolleg; Hamburg : Fundament-Verlag Sasse, 1971.  -- 284 S. -- (Schriften der Stiftung Europa-Kolleg Hamburg ; Bd. 15). -- Zugleich: Hamburg, Univ., Fachbereich Philosophie, Psychologie, Sozialwiss., Diss. 1971. -- S. 83 - 85]

1951

Cancionero popular de Vallegrande / Hernando Sanabria Fernandez <1913, Vallegrande - 1986, Santa Cruz>. -- 1951 [?]. -- [Das Vorwort stammt von 1951, die erste von mir bibliographisch nachgewiesene Ausgabe von 1988]


Abb.: Umschlagtitel der 2. Aufl. von 1998

1951

Klaus Barbie (1913, Bad Godesberg - 1991, Lyon), SS-Hauptsturmführer in Lyon ("Schlächter von Lyon") entflieht vor der französischen Justiz nach Bolivien und lebt dort unter dem Namen Klaus Altmann.

1951-04-07

Die Konsultativversammlung der Außenminister  Organization of American States (OAS) formuliert in ihrer Schlussakte die Deklaration von Washington:

"Das gegenwärtige Treffen wurde zusammengerufen wegen der Notwendigkeit sofortigen Handelns der Staaten dieser Hemisphäre, zur gemeinsamen Verteidigung gegen die aggressiven Aktivitäten des internationalen Kommunismus;

solche Aktivitäten, die in Mißachtung des Prinzips der Nichteinmischung, das in allen Teilen Amerikas tief verwurzelt ist, stören die Ruhe der Völker dieser Hemisphäre und bedrohen die Freiheit und Demokratie, auf denen ihre Institutionen gegründet sind;

alle diese Staaten haben in förmlichen Akten und Vereinbarungen ihren Willen bekundet, gegen jede Drohung oder gegen jeden Angriff auf den Frieden, die Sicherheit und die territoriale Integrität oder Unabhängigkeit jedes einzelnen zusammenzuarbeiten ... im Hinblick auf die gemeinsame Gefahr ist der gegenwärtige Augenblick günstig für die Wiederbefestigung der internationalen Solidarität.

Diese Gefahr wird als Folge bestimmter sozialer und ökonomischer Faktoren noch ernsthafter;

Deswegen ist es jetzt mehr denn je notwendig, Maßnahmen zu treffen, die geeignet sind, die Lebensbedingungen der Völker dieser Hemisphäre zu verbessern;

auf der anderen Seite sollten bei jeder Aktion für die Verteidigung der Hemisphäre und ihrer Institutionen die Grundrechte des Menschen, die feierlich von den amerikanischen Republiken proklamiert worden sind, nicht aus dem Auge verloren werden ."

[Übersetzung: Die Welt seit 1945 / bearbeitet von Helmut Krause ... -- München : Bayerischer Schulbuch-Verlag, ©1980. -- (Geschichte in Quellen), -- ISBN 376276042X. -- S. 632. -- {Wenn Sie HIER klicken, können Sie dieses Buch  bei amazon.de bestellen}]..

1951-06-30

Statistik des Apostolischen Vikariates Chiquitos (zuständig ist die Tiroler Franziskanerprovinz) für die Zeit vom 1950-07-01 bis 1951-06-30:

  • Fläche: 210 000 qkm (vgl. aber oben die neuere Berechnung 229 000 qkm)
  • Einwohner: 50582 (davon 32422 Indianer, 13255 Mestizen, 4546 Weiße).
  • Nichtkatholiken sind: 
    • 303 Protestanten, 
    • l Jude, 
    • ? Heiden; 
  • Katechumenen 55.
  • Priester (Franziskaner): 20; 
  • Laienbrüder (Franziskaner) 4. 
  • Schwestern: 18 (von Hall 4, Hallein 6, Angelinen 8). 
  • Pfarreien mit ständigen Priestern: 14
  • Pfarreien ohne ständigen Priester: 5 (Yotaú, Santo Corazón, S. Ana, S. Juan, S. Rafael)
  • Größere Stationen ohne Priester: 7 (El Puente, San Ramón, S. Antonio, Salinas, Santa Rosa de la Roca, Las Taperas, Coehís). 
  • Größere Stationen mit Priester: l (El Carmen).
  •  Kirchen mit Fassungsraum über 400: 17, 
  • unter 400: 39.
  • Kath. Mittelschule: 1 (mit 62 Schülern i. J. 50/51)
  • Kath. Volksschulen: 3 (mit 147 Knaben, 507 Mädchen)
  • Krankenhäuser: 2 (?) 
  • Osterkommunionen: 9351
  • Andachtskommunionen: 18881
  • Ehen unter Katholiken: 371
  • Mischehe: 1
  • Taufen von Kindern: 2824
  • Taufen in Todesgefahr: 34
  • Sterbefälle, soweit gemeldet: 1207
  • Zunahme der Katholiken im Berichtjahr: 5091
  • Bruderschaften: 11 mit 298 Mitgliedern
  • Zentren der kath. Aktion: 6 mit 207 Mitgliedern
  • Exerzitien für Männer:  l Kurs
  • Exerzitien für Jungfrauen: l Kurs (31 Teilnehmer)

[Nothegger, Florentin: Notizen zur Geschichte und Entwicklung der Franziskanermission in Bolivien. -- Als Manuskript gedruckt. -- [o.O., o.J.]. -- (Quellenschriften für franziskanische Missionsarbeit). -- S. 48f.]


Zu Teil 20: Von der Revolución 1952 bis 1956