Internationale Kommunikationskulturen

13. Kulturelle Faktoren: "Aberglauben" und Religion

4. Zum Beispiel: Religionen in Indien
2. Teil 2: Religionen gegeneinander
1. Hindunationalisten


von Margarete Payer

mailto: payer@hdm-stuttgart.de


Zitierweise / cite as:

Payer, Margarete <1942 - >: Internationale Kommunikationskulturen. -- 13. Kulturelle Faktoren: "Aberglauben" und Religion. -- 4. Zum Beispiel: Religionen in Indien. -- 2. Teil 2: Religionen gegeneinander. -- 1. Hindunationalisten. --  Fassung vom 2016-12-21. -- URL: http://www.payer.de/kommkulturen/kultur13421.htm. -- [Stichwort].

Erstmals publiziert: 2002-03-15

Überarbeitungen: 2016-08-12 [Aktualisierung]; 2016-08-13 [Ergänzungen]; 2016-08-19 [Ergänzungen]; 2016-08-20 [Ergänzungen]; 2016-08-23 [Ergänzungen]; 2016-08-27 [Ergänzungen]; 2016-08-28 [Ergänzungen]; 2016-08-30 [Ergänzungen]; 2016-08-31 [Ergänzungen]; 2016-09-01 [Ergänzungen]; 2016-09-09 [Ergänzungen]; 2016-09-11 [Ergänzungen]; 2016-09-12 [Ergänzungen]; 2016-09-13 [Ergänzungen]; 2016-09-16 [Ergänzungen]; 2016-11-23 [Ergänzungen]; 2016-11-30 [Ergänzungen]; 2016-12-21 [Ergänzungen]

Anlass: Lehrveranstaltung, HBI Stuttgart, 2000/2001

Unterrichtsmaterialien (gemäß § 46 (1) UrhG)

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Dieser Text ist Teil der Abteilung Länder und Kulturen von Tüpfli's Global Village Library


0. Übersicht


 

 


1. Einleitung


Die wichtigste -- und gefährlichste --  Form von organisiertem Hinduismus, der den Religionsfrieden in Indien stört und zerstört, ist der Sangh Parivar, die "Familie des Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS)". Diese "Familie" umfasst viele Organisationen: die meisten sind Zweigorganisationen, die eine gewisse Autonomie in der Theorie haben, aber den Leitern des Sangh berichten müssen. Andere vertreten die gleiche Ideologie und arbeiten mit dem Sangh eng zusammen. Mit den vielen Organisationen erreicht man praktisch alle Völker, Bevölkerungsschichten  und Menschen in jedem Lebensalter in Indien und Inder im Ausland.

Der Sangh Parivar -- die Familie des Sangh <RSS> -- umfasst viele Organisationen des Hindunationalismus:

[Zusammenstellung hauptsächlich nach: http://members.tripod.com/antibjp/archives/rss.html. -- Zugriff am 2016-07-28]

Im Folgenden wird zuerst die Agitation des Sangh Parivar an zwei Beispielen dargestellt. Dann folgt eine ausführliche Selbstdarstellung des RSS.


2. Zum Beispiel: Râm rath yâtrâ -- Pilgerfahrt im Streitwagen, 1990



Abb.: Verlauf der Râm rath yâtrâ, 25. September bis 30. Oktober 1990 (einige Stationen sind auf der Karte weggelassen) (©MS-Encarta)

"Doch kommen wir auf die gewalttätigen Auseinandersetzungen [in Hyderabad] von 1990 zurück: Der Countdown für die Hyderabad-Unruhen lief, als L. K. Advani [geb. 1929] , der Vorsitzende der Bharatiya-Janata-Partei [BJP, Webpräsenz: http://www.bjp.org. -- Zugriff am 2001-07-19], seine rath yatra, seine «Pilgerfahrt im Streitwagen», ausgehend vom Tempel Somnath an der Westküste nach Ayodhya im hindisprachigen Kernland des Nordens unternahm. 


Abb.: Babri-Moschee, Ayodhya, vor ihrer Zerstörung 1992 (©Corbis)

Der ausdrückliche Zweck der yatra, die Advani in dreißig Tagen und über zehntausend Kilometer durch einen großen Teil des Landes führen sollte, war der Bau des Rama-Tempels am legendären Geburtsort des Gottes, wo eine 1528 vom Begründer der Moguldynastie errichtete Moschee stand. 


Abb.: Grundsteinlegung für Râma-Tempel, Ayodhya, 1986-11-11 (©Corbis)

Der Toyota-Transporter, in dem der BJP [Bharatiya-Janata-Partei]-Führer reiste, war so bemalt, dass er dem Streitwagen des legendären Helden Arjuna glich, so wie er in der überaus populären Maha Bharata-Fernsehserie gezeigt wurde. Advanis Streitwagen rief bei den Hindus leidenschaftliche Reaktionen hervor. Menschenmengen säumten die Straßen, um einen flüchtigen Blick auf den rath werfen zu können, ließen Blütenblätter auf die Kavalkade niederregnen, wenn sie durch ihre Dörfer und Städte kam, und das Fahrzeug selbst wurde zu einem neuen Gegenstand der Verehrung, dem Frauen bei jedem Halt rituelle Gebete, Kokosnüsse, Weihrauch und Sandelholzpaste darbrachten. Doch die Fahrt hatte ein düsteres Nachspiel: Im Gefolge der rath yatra kam es vielerorts zu Gewalt zwischen Hindus und Muslimen.

Wie in einem Teich zur Monsunzeit dicht an dicht die Lotusstiele stehen, so war diese religiös-politische Unternehmung vollgepackt mit Symbolen. 


Abb.: Orangefarbener Lotus als ™Logo der Bharatiya Janata Party

Die Symbolik fing schon bei dem «Streitwagen» an, auf dessen Kühlergrill ein großer Lotus, das Symbol der BJP [Bharatiya-Janata-Partei], aufgemalt war. 


Abb.: Arjuna und Krishna im Streitwagen vor Beginn der Schlacht [Bildquelle: Mahâbhârata. -- Critical edition. -- Vol. 7. -- Poona, 1947. -- Nach S. 121]

Für den Hindu ist der Streitwagen, weil er es von den Erzählungen aus dem Maha Bharata und von den Grafiken beliebter Poster und Kalenderblätter so kennt, das Fahrzeug der Götter und der in den Krieg ziehenden Helden aus der Mythologie. Vor allem wird der Streitwagen mit Arjuna -- und mit Krishna als seinem Wagenlenker -- assoziiert, wenn er sich zu einem gerechten, dharmischen Krieg gegen einen bösen, aber eng verwandten Feind, die Kauravas, rüstet. 

Arjunas Pferde waren weiß, was für seine Reinheit steht; Advanis Toyota-Gefährt, dem die Zeitungen bald den Namen «Jaganath der Hindutva» gaben, hatte die gleiche Farbe. [Jaganath ist Herr des Weltalls und steht im Mittelpunkt des Rathayatra-Fests, bei dem er auf einem riesigen Tempelwagen in seine Sommerresidenz überführt wird. Anm. d. Ü.]

Der auf den Wagen aufgemalte Lotus, das Symbol der BJP [ Bharatiya-Janata-Partei], ist zudem eines der hinduistischsten Symbole und ist allgegenwärtig in der religiösen Ikonographie Indiens. Verschiedenartige Lotusblüten werden mit unterschiedlichen Göttern und Göttinnen assoziiert, zum Beispiel ist der achtblättrige Lotus der Wohnsitz Brahmas.


Abb.: Shiva-Tempel, Somnath [Bildquelle: http://www.somnath.org/html/present.html. -- Zugriff am 2001-07-19]

Somnath, wo ein alter Shiva-Tempel [Webpräsenz: http://www.somnath.org/. -- Zugriff am 2001-07-19] steht, war der Ausgangspunkt der yatra und ist zugleich das größte Symbol der Niederlage der Hindus und ihrer Demütigung durch die Muslime. Die Legende weiß über Somnath zu berichten -- und dies ist auch in weiten Teilen des Landes in die hinduistische Folklore eingegangen --, dass im elften Jahrhundert Somnath der reichste und herrlichste Tempel des hinduistischen Indiens war. 


Abb.: Das Shiva-lingam in Somnath heute [Bildquelle: http://www.somnath.org/html/aarti.html. -- Zugriff am 2001-07-19]

Tausend Brahmanen waren bestellt, die tägliche Verehrung des Shiva-Emblems zu vollziehen, eines dreizehneinhalb Fuß hohen lingams mit viereinhalb Fuß Umfang. Dreihundert Frauen und Männer waren angestellt, jeden Tag vor dem lingam zu singen und zu tanzen, und der Tempelschatz umfasste über die Jahrhunderte angesammelte Reichtümer an Gold, Silber und kostbaren Edelsteinen. 


Abb.: Lage von Ghazni und Somnath (©MS Encarta)

Mahmud [997/98 - 1030], dem Sultan des zentralasiatischen Königreichs Ghazni, der fast jedes Jahr wie ein Feuermonsun über Nordindien hinwegfegte und dem der Ruf eines großen Tempelzerstörers und einer Geißel der Hindus weit vorauseilte, kam der hinduistische Glaube zu Ohren, dass er nur deshalb so viele ihrer Tempel zerstören konnte, weil die Götter jener Tempel die Unterstützung Somnaths verwirkt hätten. In der Aussicht, damit direkt an die Wurzel des Götterglaubens der Hindus zu rühren, und verlockt durch die Perspektive, die Tempelschätze zu plündern, marschierte Mahmud auf Somnath zu. Die Hindus gaben sich selbstgefällig dem Glauben hin, dass Shiva Mahmud nur deshalb nach Somnath hatte ziehen lassen, um den Sultan für seine Raubzüge zu strafen. Da nun die Hindus auf ein Sich-Manifestieren von Shivas göttlichem Zorn hofften, war ihr Widerstand gegen Mahmud unorganisiert und kam viel zu spät. Hunderttausende von Hindus kamen nach der Legende in dem anschließenden Gemetzel um -- fünfzigtausend nach neueren Schätzungen hindunationalistischer Historiker. Der Tempel wurde dem Erdboden gleichgemacht. Das Shiva-lingam wurde in Stücke zerbrochen und zusammen mit dem geplünderten Tempelschatz nach Ghazni gebracht, wo die Bruchstücke dann zu Stufen am Tor der Hauptmoschee wurden. Die Hindu-Historiker, die Mahmuds Talent als General und die Tatsache, dass er von muslimischen Chronisten als einer der glanzvollsten Könige und als ein großer Kämpfer für den Islam gesehen wird, durchaus anerkennen, fügen noch hinzu: 

«Durch diese rücksichtslose Zerstörung von Tempeln und Götterbildern verletzte er die heiligsten Gefühle des indischen Volkes, und sein Eintreten für den Islam setzte ihn daher in ihren Augen nur noch mehr herab als dies irgend etwas anderes vermocht hätte.»

Somnath und Mahmud von Ghazni sind über die folgenden Jahrhunderte hinweg im Gedächtnis des Volkes eine enge Verbindung eingegangen. Heute beschwört der Name des Tempels unter Hindus weniger das Bild Shivas herauf als vielmehr die Erinnerung an einen der räuberischsten und grausamsten der muslimischen Invasoren. Bei der Wahl von Somnath als Ausgangspunkt für die rath yatra waren die symbolischen Anklänge dieser Unternehmung wohl kalkuliert; der Hindu-Streitwagen in gerechter Sache machte sich auf, alte Demütigungen zu rächen, Unrecht aus vergangener Zeit wiedergutzumachen.

Für die Hindus ist Somnath tatsächlich das, was Volkan als «erwähltes Trauma» bezeichnet, genauso wie die Zerstörung der Babri-Moschee in Ayodhya im Dezember 1992 wohl eines der erwählten Traumata des indischen Muslims zu werden verspricht. Der Begriff «erwähltes Trauma» bezieht sich auf ein Ereignis, das bewirkt, dass sich eine Gemeinschaft hilflos und von einer anderen ungerecht behandelt fühlt und dass sich die psychische Vorstellung davon in der kollektiven Identität der Gruppe verankert. Erwähltes Trauma heißt nicht, dass Hindus oder Muslime es sich ausgesucht hätten, zu Opfern zu werden, sondern nur, dass sie ein bestimmtes Ereignis aus ihrer Geschichte «erwählt» haben, um daraus einen Mythos zu machen, um es zu internalisieren und sich so ständig damit zu befassen. Ein einmal erwähltes Trauma wird immer wieder aufs neue aktiviert, um den Zusammenhalt in einer Gruppe zu stärken durch die «Erinnerungen» an ihre Verfolgung, ihre ungerechte Behandlung und daran, dass sie letztlich dennoch überlebt hat. Im späten neunzehnten Jahrhundert hatte sich Swami Vivekananda [1863 - 1902] folgendermaßen an Somnath «erinnert»: 

«Seht, diese Tempel tragen die Male von hundert Angriffen, und hundertmalige Erneuerung geht ständig aus den Ruinen hervor, so dass sie verjüngt sind und stark wie eh und je.»

Zu Beginn des letzten Jahrzehnts des zwanzigsten Jahrhunderts sollte Advani das erwählte Trauma der Hindus wiederum aus den Tiefen des kulturellen Gedächtnisses hervorholen.

Wenn die yatra also in Somnath begann, so war es eine Sache der symbolischen Symmetrie, dass sie in Ayodhya endete, dem Geburtsort und der Hauptstadt des Reiches von Rama und daher Sitz der «erwählten Glorie» der Hindus. Für viele Hindus stellt die Geschichte von Rama den glanzvollsten Moment in der Geschichte Indiens dar. Die erneuerte Erinnerung daran, wie sie jährlich beim Ram-Lila-Fest begangen wird, lässt die kollektive Brust vor Stolz schwellen. Auch die erwählte Glorie ist verinnerlicht und von ebenso herausragender Bedeutung für die kulturelle Identität einer Gruppe wie ihr erwähltes Trauma; beide bilden Marksteine im Territorium des kulturellen Gedächtnisses einer Gruppe.

Advanis Zug kam zum Stehen, als er im November in Bihar verhaftet wurde, bevor er sich auf die letzte Etappe seiner Reise nach Ayodhya machen konnte, wo die BJP [Bharatiya-Janata-Partei] und die ihr verbundene Organisation, die sangh parivar, versprochen hatten, mit dem Bau des Rama-Tempels am 9. November zu beginnen. Die bereits angeheizten politischen Leidenschaften standen kurz vor dem Ausbruch. Den Funken lieferte der Ministerpräsident von Uttar Pradesh, Mulayam Singh Yadav, der geschworen hatte, dass er, um den Bau des Tempels zu verhindern, «nicht einmal einen Vogel Ayodhya betreten lassen» würde. Dem gut geölten Parteiapparat der sangh parivar war es jedoch gelungen, Tausende von kar-sevaks aus dem ganzen Land für den Tempelbau herbeizuschmuggeln. Am 9. November gab Yadav der Polizei den Befehl, das Feuer auf die kar-sevaks zu eröffnen, die die Polizeiabsperrungen durchbrochen hatten in der Absicht, die Babri-Moschee niederzureißen, um damit den Tempelbau einzuleiten. Unter dem Feuer der Polizei kamen Dutzende von kar-sevaks ums Leben. Ihre Leichen wurden am Ufer des Flusses Saryu verbrannt, und die Asche wurde dann von BJP [Bharatiya-Janata-Partei]-Aktivisten in die Dörfer und Städte in den verschiedenen Landesteilen gebracht, aus denen sie stammten und wo sie als Märtyrer für die Sache der Hindus gefeiert wurden. Bald brachen in vielen Teilen des Landes Unruhen zwischen Hindus und Muslimen aus.

In Hyderabad, das mehr als tausend Meilen südlich von Ayodhya liegt, begannen die Unruhen von 1990 damit, dass zwei Hindus einen muslimischen Motorrikschafahrer umbrachten. Obwohl der Mord später mit einem Gebietsstreit zwischen zwei rivalisierenden Banden in Verbindung gebracht wurde, fügte er sich doch in den Kontext der Spannungen zwischen Hindus und Muslimen, die gerade zu der Zeit, als er geschah, im Steigen waren. Die Muslime übten Vergeltung, indem sie vier Hindus in verschiedenen Teilen der alten Stadt niederstachen. Dann wurde Majid Khan, ein einflussreicher lokaler Politiker aus Subzimandi, der in der Dunkelzone zwischen Verbrechen und Politik lebt und erfolgreich tätig ist, von ein paar BJP [Bharatiya-Janata-Partei]-Aktivisten mit dem Schwert angegriffen, und es ging das Gerücht, er sei gestorben. Muslim-Mobs rotteten sich in den Gassen und Straßen der Altstadt zusammen und Hindu-Mobs daraufhin in den Gegenden, wo die Hindus stark waren, und der Aufruhr brach los. Er sollte zehn Wochen lang dauern und forderte mehr als dreihundert Menschenleben und Tausende von Verwundeten."

[Kakar, Sudhir: Die Gewalt der Frommen : zur Psychologie religiöser und ethnischer Konflikte. -- München : Beck, 1997. --  312 S. -- ISBN 3406417833. -- S. 75 - 80. -- Originaltitel: The colors of violence (1996). -- {Wenn Sie HIER klicken, können Sie dieses Buch  bei amazon.de bestellen}]


3. Zum Beispiel: Sâdhavî Rithambra: Rede in Hyderabad, 1991


Sadhavî Rithambra ist eine Starrednerin des Sangh Parivar

"Der ihrem Namen vorangestellte Titel sadhavi bezeichnet das weibliche Gegenstück zu einem sadhu, einem Mann, der der Welt entsagt hat und auf der Suche ist nach seiner eigenen Erlösung und nach universellem Heil, wie es sich in der religiösen Weltsicht des Hinduismus darstellt. Es wird berichtet, dass Rithambra als sechzehnjähriges Schulmädchen in Khanna, einem Dorf im Punjab, ein starkes spirituelles Erlebnis hatte, als sie einen Vortrag von Swami Parmananda hörte, einem der vielen «Heiligen» in der vordersten Front der hinduistischen Erneuerungsbewegung. Rithambra brach die Schule ab und ging von zu Hause fort, um im ashram Parmanandas zu leben. Bald darauf reiste sie mit ihrem Guru zu religiösen Veranstaltungen im hindisprachigen Kerngebiet, und nach einiger Zeit sprach sie selbst ein paarmal bei solchen Treffen. Ihre Rednergabe wurde von der politischen Führung der sangh parivar entdeckt, und nach etwas Stimmschulung ist sie auf dem besten Weg, zur führenden Demagogin der hinduistischen Sache zu werden.

Die Rede, die ich ausgewählt habe, hielt sie im April 1991 in Hyderabad, wenige Wochen nachdem allgemeine Wahlen zum nationalen Parlament und zu zahlreichen staatlichen Körperschaften angekündigt waren. Es handelt sich um eine Standardrede, die Rithambra in ganz Indien gehalten hat und mit der sie Hundertausende begeistern konnte. Der politische Kontext der Rede ist der Versuch der BJP [Bharatiya Janata Party], des politischen  Armes der sangh parivar, in den bevorstehenden Wahlen in einigen nordindischen Bundesstaaten an die Macht zu kommen und zur größten Einzelpartei im Nationalparlament zu werden. In den vorangegangenen Monaten hatte die BJP die politische Tagesordnung des Landes bestimmt, da sie die Hindus mobilisierte, als es darum ging, dem Gott Ram in Ayodhya, seinem angeblichen Geburtsort, einen Tempel zu errichten. Der Bau dieses Tempels war zum Zündstoff und Streitpunkt geworden, da an dem dafür ausersehenen Ort schon die Babri-Moschee stand, die von Babar [Babur, 1483 - 1530] gegründet worden war, dem muslimischen Eindringling aus Zentralasien und Begründer der Mogul-Dynastie [1526 - 1858], die vierhundert Jahre lang über weite Teile Indiens herrschte. Fünf Monate zuvor hatte es ein großes Blutvergießen gegeben, da viele Hindus, die kar sevaks, im Gewehrfeuer der Polizei ums Leben kamen, als sie, sich über gerichtliche Verfügungen hinwegsetzend, versuchten mit dem Tempelbau zu beginnen, ein Schritt, der die Zerstörung der Moschee oder zumindest ihre Verlegung an einen anderen Ort erforderte. Der Tod unbewaffneter Ram bhaktas -- der gläubigen Anhänger Rams -- in Ayodhya hatte zu einer Flut von Unruhen zwischen Hindus und Muslimen in anderen Landesteilen geführt, darunter auch in Hyderabad."


Abb.: Lage von Hyderabad (©MS Encarta)

"Die Schlüsselpassagen in ihrem Redetext sind in gereimten Versen abgefasst, und sie steht damit ganz in der Tradition der Barden, die Geschichten aus den hinduistischen Epen vortrugen."

"Heil dir, Mutter Sita [Gemahlin des Gottes Ram]! 
Heil dir, tapferer Hanuman [Affenkönig, mit dessen Hilfe Rama seine Gemahlin Sita vom Dämonen Ravana zurückerobern konnte]! 
Heil dir, Mutter Indien! 
Heil dem Geburtsort Ramas [Ayodhya]! 
Heil sei Dir, o Herr Vishwanath (Shiva) von Kashi (Benares)! 
Heil sei Krishna, dem Herrn! 
Heil der ewigen Religion (dharma)! 
Heil der Religion der Veden! 
Heil sei Mahavira [Gründer des Jainismus], dem Herrn! 
Heil sei Buddha, dem Herrn! 
Heil dir, Banda Bairagi [Sikh-Kämpfer gegen die Moghul unter Guru Gobind Singh]! 
Heil dem Guru Gobind Singh [10. Guru der Sikhs, militant, 1675 - 1708[! 
Heil dem großen Weisen Dayananda [Dayanand Saraswati, 1824 - 1883, Gründer der Reformbewegung Arya Samaj]! 
Heil dem großen Weisen Valmiki [angeblicher Verfasser des großen Rama-Epos Ramayana]! 
Heil den zu Märtyrern gewordenen kar sevaks [Hindus, die in Ayodhya erschossen wurden, s. oben]! 
Heil dir, Mutter Indien!

Ich bin mit einer Botschaft zu den Hindus von Bhagyanagar (Hyderabad) gekommen. Die Heiligen, die in Allahabad zusammenkamen, wiesen die Hindu-Gesellschaft an, entweder die Regierung dazu zu bringen, das zu tun, was sie von ihr wollten, oder sie zu beseitigen. Die Regierung wurde beseitigt. Über zweieinhalb Millionen Hindus demonstrierten am 4. April ihre Macht auf den Rasenflächen des Bootsclubs von Delhi. Wir gingen zum Parlament, doch es war leer. Die Heiligen wiesen uns an, das Parlament mit den gläubigen Anhängern Rams zu füllen. Dies sei die nächste Aufgabe der Hindu-Gesellschaft.

Was den Tempelbau angeht, so sagen manche, dass Hindus nicht wegen eines Gebildes aus Ziegel und Stein kämpfen sollten. Sie sollten nicht um ein kleines Stück Land streiten. Ich möchte diese Leute fragen: «Wenn jemand die Nationalflagge verbrennt, sagt ihr dann auch: «Ach, das macht nichts. Es sind ja nur zwei Meter Tuch, das ist kein großer nationaler Verlust?» Hier geht es nicht um zwei Meter Tuch, sondern um eine Beleidigung der Nation. Und Rams Geburtsort ist kein kleines Stück Land, um das man sich streitet. Hier geht es um die nationale Integrität. Der Hindu kämpft nicht für einen Tempel aus Ziegel und Stein. Er kämpft für die Bewahrung einer Kultur, für sein Indertum, für ein Nationalbewusstsein, für eine Anerkennung seines
wahren Wesens. Wir werden den Tempel bauen! Nicht um den Tempelbau geht es dabei, sondern darum, dass ein indisches Nationalbewusstsein aufgebaut wird. Ihr verfügt über die Macht in diesem Staat und wisst nicht, dass der Ram-Tempel kein bloßes Gebäude ist! Es ist kein Bauwerk aus Ziegel und Stein. Es ist nicht bloß der Geburtsort Rams. Der Ram-Tempel ist unsere Ehre. Er ist unsere Selbstachtung. Er ist ein Bild für die Einheit der Hindus. Wir werden ihre Flagge hissen. Wir werden den Tempel bauen!

Manchen Leuten wurde angst vor Rams treuen Anhängern. Sie verfielen auf Mandal. 

[Mandal bezieht sich auf die Förderungspolitik, die von der Regierung V. P. Singh auf dem Höhepunkt der Tempel-Unruhen angekündigt wurde. Diese Politik zielt darauf ab, die Quoten für die Reservierung von Stellen im öffentlichen Dienst und für die bevorzugte Aufnahme in Bildungseinrichtungen zugunsten der rückständigen Kasten und auf Kosten der oberen Kasten zu erhöhen.]

Sie dachten, die Hindus würden uneins. Sie würden sich über die Frage der Quotenregelung aufspalten. Ihre Aufmerksamkeit würde vom Tempel abgelenkt. Aber ihr habt falsch gedacht. Ihr habt schändlich gedacht. Wir werden den Tempel bauen!

Ich bin gekommen, unserer Hindu-Jugend zu sagen, lasst euch nicht mit den Zuckerstückchen der Quoten abspeisen und in Kasten aufteilen. Wenn Hindus sich entzweien, geht die Sonne hinduistischer Einheit unter. Wie kann dann der Weise Valmiki sich um Sita kümmern? Wie soll Ram Shabris Beeren essen? 

[Der Weise Valmiki, der, wie es heißt, ein Jäger aus einer niederen Kaste war, bot Sita Zuflucht in seiner Waldbehausung, nachdem sie von Rama verbannt worden war. Shabri war ein armer Unberührbarer, der Ram während seines Exils mit Beeren versorgte.]

Diejenigen, die sich wünschen, dass unsere Bande mit den rückständigen Kasten und den Harijans durchtrennt werden, werden ins Gras beißen. Wir werden den Tempel bauen!

So hört, Ram repräsentiert das Bewusstsein der Masse. Er ist der Gott der Armen und Unterdrückten. Er ist das Leben von Fischern, Flickschustern und Wäschern. Wenn jemand kein Anhänger solch eines Gottes ist, dann fließt kein Hindublut in seinen Adern. Wir werden den Tempel bauen!

Meine Hindu-Brüder! Hört auf, die Parole zu rufen «Noch einen Stoß, macht die Babri-Moschee kaputt! Die Moschee ist kaputt, die Moschee ist kaputt!!» Von welcher Moschee sprecht ihr denn? Wir bauen unsern Tempel dort und reißen nicht die Moschee von irgend jemandem ab. Unsere Kultur war nie zerstörerisch. 

Ihr Intellektuellen und Wissenschaftler der ganzen Welt, wo immer ihr Ruinen findet, wo immer ihr auf zerstörte Monumente stoßt, werdet ihr die Handschrift des Islam dort finden. Wo immer ihr Neuschöpfung vorfindet, werdet ihr die Handschrift der Hindus entdecken. Wir haben nie ans Niederreißen, sondern immer ans Aufbauen gedacht. Wir haben uns stets von der Maxime leiten lassen: «Die Welt ist eine einzige Familie (vasudhe kuttumbkam).» Wir reißen kein Bauwerk nieder, wir bauen eines.

Ihr Gelehrten, blättert die Seiten der Geschichte um und sagt uns, ob die Hindus, auf Pferden reitend und blutige Schwerter schwingend, jemals auf der Würde eines Menschen herumgetrampelt haben? Wir können jene nicht achten, die die Menschlichkeit mit Füßen getreten haben. Unsere Kultur hat uns große Einsichten vermittelt. Wir sehen Gott in einem Stein, wir sehen Gott in Bäumen und Pflanzen. Wir sehen Gott in einem Hund und laufen mit einer Schale Butter hinter ihm her. Ihr Hindus, habt ihr vergessen, dass der heilige Namdev [geb. 1270] nur ein Stück Brot zu essen hatte und ein Hund es ihm wegschnappte. Namdev lief mit einer Schale Butter hinter dem Hund her und rief dabei: «Herr, so esst nicht trocken Brot! Nehmt etwas Butter dazu!!» Kann ein Hindu, der sogar in einem Hund Gott erblickt, Abneigung gegen einen Muslim hegen?

Wo ich auch hingehe, sage ich: 

«Ihr Muslime, lebt unter uns und seid von Erfolg begleitet. Lebt wie Milch und Zucker». Wenn Zucker sich in Milch aufgelöst hat, wird die Milch süß! Aber was kann man machen, wenn unser Muslimbruder sich nicht verhält wie der Zucker in der Milch? Ist es unser Fehler, wenn er es darauf anlegt, eine Zitrone in der Milch zu sein? Er will, dass die Milch gerinnt. Er verhält sich wie eine Zitrone in der Milch, indem er sich Leuten wie Shahabuddin und Abdullah Bukhari [Beide zählen zu den Führern des muslimischen Fundamentalismus in Indien] anschließt. Ich sage zu ihm: «Nimm Vernunft an! Der Wert der Milch steigt, wenn sie sauer geworden ist. Sie wird zu Käse. Aber die Welt weiß um das Schicksal der Zitrone. Sie wird aufgeschnitten, ausgepresst, bis nichts mehr drin ist, und dann auf den Müllhaufen geworfen. Nun müsst ihr entscheiden, ob ihr wie Zucker oder wie Zitrone in der Milch sein wollt. Lebt unter uns wie der Sohn eines Menschen, und wir werden euch respektvoll mit «Onkel» anreden. Aber wenn ihr euch wie der Sohn von Babar aufführt, dann wird die Hindu-Jugend es mit euch machen wie Rana Pratap und Chatrapati Shivaji [Populäre Verkörperungen des Widerstandes der Hindus gegen die Mogulherrschaft] es mit euren Vorvätern gemacht haben.» 

Wer sagt, wir seien gegen die Muslime, lügt. Wir sprechen vom Geburtsort Rams, nicht davon, dass wir in Mekka oder Medina bauen wollen. Es ist unser Geburtsrecht, unserem Herrn einen Tempel zu errichten an der Stelle, wo er geboren ist.

Religiöse Toleranz liegt uns im Blut. Zugleich mit unseren dreihundertdreißig Millionen Göttern haben wir auch den Toten in ihren Gräbern Verehrung erwiesen. Zusammen mit Rama und Krishna ehren wir Mohammed und Jesus. Mit vasudhe kuttumbkam als unserem Motto beten wir um Erlösung der Welt und für ein verstärktes Zusammengehörigkeitsgefühl bei allen Menschen. Wir haben nie gesagt: «O Welt, glaube an unsere Upanishaden. Glaube an unsere Gita [Bhagavadgita]. Sonst bist du ein Ungläubiger, und wenn man einem Ungläubigen den Kopf abschlägt, kommt man ins Paradies.» Unsere Gefühle sind nicht von so niederer Art. Sie sind nicht kleinkariert. Sie sind nicht schmutzig. Wir sehen die Welt als unsere Familie an.

Heute schmäht man den Hindu in seiner eigenen Heimat. Der Hindu ist nicht sektiererisch. Wie könnte er dies sein, wo er doch Bäume und Pflanzen verehrt! Einst begaben sich (der Mogulherrscher) Akbar [1542 - 1605] und (sein Hindu-Minister) Birbal irgendwohin. Unterwegs erblickten sie eine Pflanze. Birbal stieg ab, warf sich vor der Pflanze zu Boden und sprach: «Gegrüßt seist du, Mutter tulsi [Ocimum sanctum, heilige Pflanze, besonders der Vishnuanhänger ]!» Akbar meinte: «Birbal, ihr Hindus seid von Sinnen, wenn ihr Bäume und Pflanzen zu euren Eltern macht. Wir wollen sehen, wie stark deine Mutter ist.» Und er stieg vom Pferd, zog die tulsi-Pflanze an den Wurzeln heraus und warf sie auf die Straße. Birbal schluckte diese Demütigung und blieb ruhig. Was konnte er auch tun? Die Macht lag bei den Moguln. Sie ritten weiter und sahen eine andere Pflanze. Birbal warf sich wieder auf die Erde und sagte dabei: «Gegrüßt seist du, Vater, verehrter Vater!» Akbar sagte: «Birbal, ich bin mit deiner Mutter fertiggeworden. Jetzt werde ich auch mit deinem Vater fertigwerden.» Wiederum zog er die Pflanze heraus und warf sie weg. Die Pflanze war eine Nessel. Akbars Hände begannen zu jucken, und bald breitete sich das schmerzhafte Brennen über den ganzen Körper aus. Er fing an, sich wie ein Esel am Boden zu wälzen, mit Tränen in den Augen und mit laufender Nase. Und die ganze Zeit kratzte er sich wie ein Hund. Als Birbal sah, in welcher Verfassung sein König war, sagte er: «O Beschützer der Welt, verzeiht, wenn ich sage, dass zwar unsere Hindumütter einfältig sein mögen, unsere Väter jedoch durchtrieben sind.» Akbar fragte: «Birbal, wie werde ich deinen Vater los?» Birbal meinte: «Geht und bittet meine Mutter tulsi um Vergebung. Reibt dann die Paste, die man aus ihren Blättern herstellt, auf Euren Körper, und mein Vater wird Euch verzeihen.»

Ich will damit sagen, dass der langmütige Hindu heute als religiöser Eiferer bezeichnet wird, weil er den Tempel bauen will. Die Muslime haben ihr Pakistan bekommen. Sogar in einem verstümmelten Indien haben sie besondere Rechte. Sie haben nichts übrig für Familienplanung. Sie haben ihre eigenen Religionsschulen. Und was haben wir? 


Abb.: Pakistan und Bangla Desh, die "abgehackten Arme" von "Mutter" Indien (©MS Encarta)

Ein Indien mit abgehackten Armen. [Anspielung darauf, wie anders sich Indien vor und nach der Teilung auf der Landkarte ausnimmt.] Ein Indien, wo uns bei unseren Festen immer mehr Einschränkungen auferlegt werden, wo unsere Prozessionen immer Gefahr laufen, angegriffen zu werden, wo es verboten ist, seine Meinung zu sagen, wo unsere religiösen Überzeugungen grausam verspottet werden. Wir können über unseren Schmerz nicht sprechen, unsere Verletzung nicht ausdrücken. Ich sage zum Politiker: «Tritt nicht weiter unsere tiefsten Gefühle mit Füßen, wie du es lange genug getan hast!»

In Kaschmir waren die Hindus in der Minderheit und wurden aus dem Tal gejagt. Sprüche wie «Lang lebe Pakistan!» wurden mit glühenden Eisenruten unseren Hindutöchtern auf die Schenkel gebrannt. Versucht das Unglück und den Schmerz des Hindus nachzuempfinden, der zum Flüchtling in seinem eigenen Land geworden ist. Der Hindu wurde in Kaschmir entehrt, weil er in der Minderheit war. Aber es gibt eine Verschwörung, ihn im ganzen Land zur Minderheit zu machen. Der Staat sagt zu uns Hindus, wir sollen nur zwei oder drei Kinder haben. Bald wird man zu uns sagen: Eines ist auch schon zuviel! Doch was ist mit denen, die sechs Frauen und dreißig bis fünfunddreißig Kinder haben und sich vermehren wie Moskitos und Fliegen?


Abb.: Jammu und Kashmir (©MS Encarta)

Warum muss es zweierlei Gesetz geben in diesem Land? Warum müssen wir wie Stiefkinder behandelt werden? Ich will euch folgendes vor Augen führen: Als der Hindu in Kaschmir zur Minderheit wurde, ging er nach Jammu. Von Jammu ging er nach Delhi. Aber wenn ihr Hindus in ganz Indien davonlauft, wo wollt ihr dann noch hingehen? Im Indischen Ozean ertrinken oder von den Gipfeln des Himalaya springen?

Wie steht es um die Unvoreingenommenheit gegenüber allen Religionen, wo doch die Mullahs die Geldsäcke und die Hindus die Kugeln kriegen? Wir wollen ebenfalls religiöse Unvoreingenommenheit, aber nicht von der Sorte, wo nur die Hindus die Unterdrückten sind. Es wird gesagt, es sollte Einigkeit zwischen Hindus und Muslimen herrschen. Lasst die Babri-Moschee in Ruhe. Ich sage: «Dann wollen wir diese Einigkeit auch im Falle der Jama masjid. [Bekannteste indische Moschee, in Delhi gelegen.] Reißt eine Hälfte ab und baut einen Tempel. Hindus und Muslime werden dann zusammenkommen.»

Kennt ihr die Ärzte, die bei ihren medizinischen Experimenten Frösche, Kaninchen, Katzen aufschneiden? All die Experimente mit der Einheit von Hindus und Muslimen werden an der Hindubrust durchgeführt, als ob er ein Frosch, ein Kaninchen oder eine Katze wäre. Niemand hat je davon gehört, dass man die Brust eines Löwen aufgeschnitten hätte wegen eines medizinischen Experiments. Sie erteilen die Lektion über religiöse Einheit und Freundschaft nur den Hindus.

In Lucknow fand eine Muslim-Prozession statt, die plötzlich anhielt, als sie an einem Tempel vorbeikam, auf dem die safrangelbe Flagge wehte. Die Mullahs sagten: «Dies ist die Flagge von Ungläubigen. Wir können nicht einmal unter ihrem Schatten durchgehen. Holt die Flagge herunter!» Manche von euren liberalen Hinduführern und von den Anhängern Gandhis fingen an, auf die Hindus einzureden: «Eure Vorfahren haben viel ertragen. Ihr duldet auch so manches. Ihr seid dazu geboren zu leiden. Holt die Flagge ein.» Glücklicherweise war ich auch da. Ich sagte zu dem Führer, der versuchte, den Hindus schönzutun, damit sie die Flagge einholten: «Wenn ich deine Kappe wegnähme, dir mit meinem Schuh vier Schläge auf den Kopf gäbe und dir dann die Kappe wieder aufsetzte, würdest du dann protestieren?» Das ist nicht nur unsere Flagge. Es ist unsere Ehre, unser Stolz. Religiöse Unvoreingenommenheit bedeutet nicht, dass man, um den einen zu beschwichtigen, den anderen beleidigt. Hindukinder wurden in den Gassen von Ayodhya mit Kugeln durchsiebt, um den Muslimen einen Gefallen zu tun. Der Fluss Saryu wurde rot vom Blut der gemordeten kar sevaks. Wir werden es nicht vergessen.

Sie meinten: «Verschieben wir doch die Zwischenwahlen, bis sich der Ärger der Hindus wieder gelegt hat.» Ich frage euch: «Ist denn der Hindu eine Mineralwasserflasche? Eine Flasche, die man nur für eine Weile offen stehen lassen muss, und das Wasser hört auf zu sprudeln?» Es ist neunhundert Jahre her, dass Ravana Sita entführt und den Gott Ram herausgefordert hat. Doch bis auf den heutigen Tag haben wir das nicht vergessen. Jedes Jahr verbrennen wir sein Bildnis, und trotzdem lodert das Feuer unserer Rache hell. Wir werden Mullah Mulayam [Ministerpräsident von Uttar Pradesh] und Rajiv Gandhi [geb. 1944, ermordet 1991, Premierminister von Indien 1984 - 1989], der ihm Rückendeckung gab, nicht vergessen. Ich bin gekommen, um den jungen Männern und Müttern von Bhagyanagar [Hyderabad] zu sagen: «Hört euch die Geschichte an, die Ayodhya zu erzählen hat, hört euch an, welches Opfer die kar sevaks gebracht haben. Wenn ihr Hindus seid, wendet euer Gesicht nicht von Rams Tempel ab, schont die Verräter Rams nicht!»

Nach dem Vorfall vom 9. November kamen viele junge Hindumänner zu mir. «Schwester», sagten sie, «gib uns Waffen, damit wir es dem Mullah Mulayam zeigen können.» Ich meinte darauf «Warum eine Kugel an einen Eunuchen verschwenden?» Ram war es leid geworden, seine Pfeile zu verschießen. Ravanas Kopf würde fallen, doch an die Stelle des einen würde sofort ein anderer treten. Vibhishna (Ravanas Bruder) sagte: «Herr, du wirst diesen Sünder nicht töten, indem du ihm den Kopf abschlägst. Sein Leben ist in seinem Nabel.» Meine Hindubrüder, das Leben dieser Führer ist in ihren Stühlen (ihren Machtpositionen). Nehmt ihnen ihre Macht, und sie sterben -- von ganz allein. Es sind doch nur impotente Eunuchen. Als Ram von Ayodhya verbannt wurde, begleiteten ihn viele Bürger in den Wald und blieben über Nacht dort. Am Morgen sagte Ram: «Ihr Männer und Frauen von Ayodhya, geht nach Hause zurück!» Die Männer und Frauen kehrten darauf heim, aber eine Schar Hermaphroditen, die weder Mann noch Frau sind, blieb zurück, und sie sagten: «Herr, uns hast du keine Weisungen gegeben.» Ram ist freundlich. Er sprach: «Im zukünftigen Kaliyuga werdet ihr für eine kleine Weile regieren.» Diese «Weder-Männer-noch-Frauen» sind heute eure Herrscher. Sie werden nicht imstande sein, Indiens Einheit und Integrität zu wahren.

Lasst die nächste Regierung eine der Getreuen Rams sein. Hindus, ihr müsst euch bei den kommenden Wahlen zusammentun, wenn ihr wollt, dass der Tempel gebaut wird. Hindus, wenn ihr nicht aufwacht, werden bald überall Kühe geschlachtet. An den Rückzugsorten unserer Weisen werdet ihr singen hören: «Allah ist groß!» Ihr werdet für diese Katastrophen verantwortlich gemacht, denn die Geschichte wird sagen, die Hindus seien Feiglinge gewesen. Nehmt die Herausforderung an: Reißt das Rad der Geschichte herum! Viele sagen: Rithambra, du bist eine Sanyasin. Du solltest an einem stillen Ort meditieren. Ich sage ihnen, meine Meditation besteht darin, das hinduistische Bewusstsein zu stärken, und damit werde ich fortfahren, bis die safrangelbe Flagge von den Festungswällen des Roten Forts [Das Symbol politischer Macht in Indien] weht. 

Sie fragen: Was würde in einem hinduistischen Indien mit den Muslimen geschehen? Ich sage ihnen, die Muslime würden in einem Hindu-Staat weder schändlich behandelt noch würde man sich erkenntlich zeigen, nur um ihre Stimmen zu bekommen. Kein Schirm wird sich in Indiens Straßen öffnen, weil es in Pakistan regnet. Wenn am Golf Krieg geführt wird, dann werden keine Slogans wie «Lang lebe Saddam Hussein» auf Indiens Straßen zu hören sein. Und was die Einigkeit mit unseren Muslimbrüdern angeht, so sagen wir: «Brüder, wir sind bereit, bei euch zu Hause sevian (süße Nudeln) zu essen, um Id zu feiern, ihr jedoch wollt unser Farbenspiel an Holi nicht mitmachen. Wir hören euren Gebetsruf genauso wie unsere Tempelglocken, ihr jedoch habt was gegen unsere Glocken.» Wie kann es je zur Einheit kommen? Der Hindu schaut in die eine Richtung, der Muslim in die andere. Der Hindu schreibt von links nach rechts, der Muslim von rechts nach links. Der Hindu betet zur aufgehenden Sonne, der Muslim wendet sich zur untergehenden Sonne, wenn er betet. Isst der Hindu mit der rechten Hand, so isst der Muslim mit der linken. Nennt der Hindu Indien seine «Mutter», so wird sie für den Muslim zur Hexe. Der Hindu verehrt die Kuh, der Muslim kommt ins Paradies, wenn er Rindfleisch isst. Der Hindu trägt einen Schnurrbart, der Muslim rasiert sich stets die Oberlippe. Was auch immer der Hindu tut, die Religion des Muslims gebietet, das Gegenteil davon zu tun. «Wenn ihr in allem das Gegenteil von den Hindus machen wollt», habe ich gesagt, «dann nur zu: Der Hindu isst mit dem Mund; ihr solltet auch hier das Gegenteil tun!

Nachdem das Lachen sich gelegt hat, fordert Rithambra zum Schluß die Zuhörer auf, ihr mit erhobener Faust nachzusprechen:

 «Sagt stolz: Wir sind Hindus! Hindustan (Indien) ist unser! »"

[Kakar, Sudhir: Die Gewalt der Frommen : zur Psychologie religiöser und ethnischer Konflikte. -- München : Beck, 1997. --  312 S. -- ISBN 3406417833. -- S. 236 - 254. -- Originaltitel: The colors of violence (1996). -- {Wenn Sie HIER klicken, können Sie dieses Buch  bei amazon.de bestellen}]

 

3.2. Babri Moschee in Ayodhya

Die Folgen der Agitationen des Sangh Parivar wegen des Baus des Ram-Tempels auf dem Platz der Babri Moschee waren die  blutigen Unruhen von 1990 und 1992/93 zwischen Muslimen und Hindus. Etwa 10 Jahre - 2002 -  später führte der Kampf um den Tempel wieder zu blutigen Auseinandersetzungen. Betroffen war in erster Linie Gujarat, ein indischer Staat, in dem Modi zu der Zeit Ministerpräsident war. Seine Rolle in den Unruhen ist umstritten. Für die Hindu-Nationalisten ging und geht es um den Kampf für ein Indien für Hindus.

Bericht der Neuen Zürcher Zeitung über die Unruhen in Gujarat:

"Zahlreiche Tote bei religiös motivierten Unruhen in Indien

Schwere Ausschreitungen gegen Muslime im Gliedstaat Gujarat

Knapp zehn Jahre nach den religiös motivierten Unruhen von Ayodhya ist es in Indien erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Muslimen gekommen. Als Reaktion auf den Brandanschlag vom Mittwoch zerstörten Randalierer im Gliedstaat Gujarat muslimische Einrichtungen. Dutzende von Menschen kamen ums Leben.

By. Delhi, 28. Februar

Der vom radikalen Hindu-Weltverband (VHP) ausgerufene Protesttag im indischen Gliedstaat Gujarat hat am Donnerstag zu schweren Ausschreitungen geführt, die nach unbestätigten Berichten mehr als 50 Tote und zahlreiche Verletzte forderten. Der Gewaltausbruch war eine Reaktion auf den Brandanschlag auf einen Eisenbahnzug mit Pilgern aus Ayodhya am Tage zuvor, der 58 Personen das Leben gekostet hatte. Die Tat wurde Muslimen zur Last gelegt, und die Ausschreitungen am Donnerstag richteten sich in erster Linie gegen Muslime und muslimische Institutionen. In der Stadt Ahmedabad allein wurden rund 50 Gebäude angezündet. Randalierende Jugendliche zogen durch die Strassen, plünderten und zündeten Geschäfte und Hotels an. Journalisten berichten, dass die Polizei erst am Nachmittag eingriff, obwohl seit dem frühen Morgen ein Ausgehverbot bestand. Die Regierung von Gujarat wird von der hinduistischen Bharatiya Janata Party (BJP) gestellt, und eine Reihe von BJP-Ministern und -Abgeordneten sind auch Mitglieder des VHP. Das Ausgehverbot wurde im Verlauf des Tages auf 19 andere Städte ausgeweitet, darunter Vadodara, Surat und Rajkot, wo die muslimische Minderheit ebenfalls zur Zielscheibe systematischer Angriffe wurde.

Gefährdetes religiöses Gleichgewicht

Die - ebenfalls von der BJP dominierte - Regierung in Delhi setzte inzwischen auch Armee-Einheiten in erhöhte Alarmbereitschaft. Premierminister Vajpayee annullierte seine Reise zum Commonwealth-Gipfel in Australien und berief den Kabinettsausschuss für Sicherheit zu einer dringlichen Sitzung ein. Bereits zuvor hatte die Regierung alle Gliedstaaten aufgefordert, keine Extrazüge mehr nach Ayodhya abzufertigen und alle Zufahrtsstrassen in die Pilgerstadt im Gangesdelta für Hindu-Pilger zu sperren. Gleichzeitig wurde der Ausnahmezustand in Ayodhya verlängert, wo sich zurzeit rund 14 000 Hindu-Pilger aufhalten. Diese hatten am letzten Wochenende an einer grossen Feuerzeremonie teilgenommen, mit welcher der «Countdown» für den Bau eines Tempels für den Hindu-Gott Ram eingeleitet worden war. Der VHP will damit am 15. März unter der Mithilfe von mehreren hunderttausend «Pilgern» beginnen, indem diese das umstrittene Gelände in Besitz nehmen, obwohl es entsprechend einem Gerichtsbeschluss gesperrt ist. Auf dem Gelände befinden sich die Trümmer der Moschee, die im Jahr 1992 von einem Hindu-Mob zerstört worden war.

Zu den Teilnehmern an der Feuerzeremonie zählten auch die rund 400 Passagiere des Zugs, auf den der Brandanschlag verübt wurde. Er hätte diese am Mittwoch nach Ahmedabad zurückbringen sollen. Als der Zug in der kleinen Stadt Godhra hielt, soll es auf dem Perron zu einem Handgemenge zwischen muslimischen Einheimischen und Pilgern gekommen sein, die laut religiöse Slogans skandierten. Der Zug kam kurz nach der Anfahrt wieder zum Stillstand. Eine aufgebrachte Menge schlug in zwei Wagen mit Steinen die vergitterten Fenster ein. Darauf wurden Brandbomben in das Innere geworfen. Die Menschen versuchten, aus den Wagen zu fliehen. Beim Gedränge konnten nicht alle Türen geöffnet werden, worauf viele, vor allem Frauen und Kinder, im Rauch erstickten oder verbrannten.

Die schweren Unruhen gefährden das zerbrechliche religiöse Gleichgewicht zwischen der Hindu-Mehrheit und den Muslimen, die etwa 13 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Zuletzt war es an der Jahreswende 1992/1993 zu schweren Unruhen gekommen, bei denen nach der Zerstörung der Ayodhya-Moschee über 2000 Personen den Tod fanden. Der Schock darüber hat dem Land seither weitere landesweite Unruhen erspart. Das gilt auch für die letzten drei Jahre unter der Herrschaft der BJP, die 1992 eng mit den Ereignissen von Ayodhya verbunden gewesen war. Die BJP pflegt seitdem einen «aggressiven Säkularismus», der die Minderheiten in Ruhe lässt, solange diese stillhalten. Die innere Emigration der muslimischen und christlichen Minderheiten hat das Feld den Frontverbänden der «Hindutva»-Bewegung freigegeben. Diese plant seit 1993, die «Befreiung» Ayodhyas aus den Händen der Muslime mit dem Bau eines Ram-Tempels auf dem Gelände der zerstörten Moschee zu krönen.

Fehlende Kompromissbereitschaft

Die Speerspitze dieser Bewegung ist der VHP, der die Rolle übernommen hat, welche früher die BJP als Oppositionspartei gespielt hatte. Er hielt den Konflikt am Kochen, indem er an mehreren Orten in Indien Hunderte von Steinmetzen beschäftigte, welche mehrere tausend ornamentale Säulen, Kapitelle und Figuren für den Ram-Tempel meisselten, die anschliessend nach Ayodhya geschafft wurden. Der VHP wollte damit den Druck auf die Gerichte und die Regierung erhöhen, das Gelände rund um die zerstörte Moschee freizugeben. Die Justiz hat aber ihren Entscheid immer wieder hinausgezögert, in der Hoffnung, dass dieser im Wesentlichen politische Konflikt von der Regierung im Einverständnis mit den Hindus und den Muslimen gelöst werde. Dies gelang aber selbst der BJP-Regierung nicht, weil der VHP auf keinen Kompromiss wie etwa den gleichzeitigen Bau eines Tempels und einer Moschee nebeneinander eingehen wollte. Für ihn war das Gelände der Geburtsort des Gottes Ram, und dies gestattete keine «Verunreinigung» durch eine islamische Gebetsstätte. Zu diesem Zweck setzte der Hindu-Weltverband immer wieder Ultimaten und organisierte rund um das Eintreffen und die Einweihung von neuen Bauteilen aufwendige Zeremonien, begleitet von Drohgebärden an die Adresse der Regierung.

Der VHP liess sich auch von der weitgehenden Indifferenz der grossen Mehrheit der Hindus nicht davon abhalten, den kommenden 15. März zum Datum für den Baubeginn zu erklären. Wie im Jahr 1992 die BJP plant der Hindu-Weltverband, den Rechtsstaat durch die Mobilisierung von Menschenmassen auszuhebeln. Zu diesem Zweck richtete er in den letzten Wochen überall im Land Rekrutierungscamps ein, und am vergangenen Wochenende wurden in zahlreichen Städten Tausende von Hindus, ausgerüstet mit Dreizacken und anderen primitiven Waffen, verabschiedet. Sie sollten in den nächsten Wochen mit Spezialzügen nach Ayodhya abreisen. Noch am Dienstag hatte die Regierung die Forderung der Opposition zurückgewiesen, eine Massenansammlung von Hindus in Ayodhya zu verhindern - mit dem Argument, es seien Pilger. "

[Neue Zürcher Zeitung. -- Webpräsenz: http://www.nzz.ch. -- 2002-03-01. -- S. 1]

Aktueller Stand 2016

Der Tempel ist noch nicht gebaut. Laut einem Bericht der  Hindustan times, der auf Interviews beruht, sind die Stellungnahmen der verschiedenen Flügel des Sangh Parivar unterschiedlich.  Für die BJP ist der Bau zumindest im Wahlkampf in Uttar Pradesh nicht mehr einer der wichtigsten Punkte. Junge Anhänger des RSS sehen den Bau nicht mehr als dringend an, sie kämpfen eher gegen den sogenannten "love jihad" und das Töten von Kühen. "'The whole of Hindutva is our agenda and not just the Ram mandir',  said P K Mal, the leader of Hindu Yuva Vahini [...]. 'Of course, every Hindu wants the temple to be built in Ayodhya at some point. [...] (If lord Ram won´t live in Ayodhya, where will he live - surely not in Mecca!) But our larger campaign is against the political appeasement of Muslims in UP. Against terrorism. For a Uniform Civil Code. For a Hindutva-led lifestyle. For a majoritarian state. We should take inspiration from [Donald] Trump.' " Man geht davon aus, dass der Kampf um den Tempel dem Hindutva-Projekt schon gedient hat. Ohne diese Bewegung wäre es nicht möglich gewesen, dass Modi an die Regierung gekommen sei. Ein RSS-Freiwilliger, der bei der Zerstörung der Moschee dabei war, glaubt, dass Hindus Narendra Modi als Double für Ram ansehen: "'What lord Sri Ram did while ruling Ayodhya, Modi is doing right now in India. Lord Ram finished off people with a demonic bent, the equivalent of today´s terrorists,' [...] He empowered the poor, turned them into soldiers in his war against Ravan. We can say that, to some extent, Modi is also following the same path. You meet any saint in Ayodhya and he will tell you that Modi ji is Sri Ram'." Für den baldigen Bau des Tempels aber kämpft z.B. Akhil Bharatiya Hindu Mahasabha, eine Organisation von radikalen Hindu-Nationalisten, auch Vishwa Hindu Parishad unterstützt aktiv den Bau, indem die Leute unterstützt werden, die den Bau vorbereiten. [s.: 24 years since Babri demolition, Ram mandir hardly an agenda for upcoming UP po... . - In: Hindustan times. -Kindle ed. - 2016-11-27]


4. Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS)


Webpräsenz: http://www.rss.org/. -- Zugriff am 2001-07-08

RSS PRAYER

Namaste Sadaa Vatsale Matrbhume,
Twya Hindubume Sukham Verdhitoaham.
Mahamangle Punyabhume Twdarthe, patatesh kaayo namaste namaste. (1)

Forever I bow to thee, O Loving motherland! O Motherland of us Hindus, Thou has brought me up in happiness. May my life, O great and blessed Holy land, be laid down in Thy cause. I bow to Thee, again and again. (1)
Prabho shaktiman Hindurashtrangbhutaa, Ime saadaran twaan namaamo vayam.
Twdeeyaay kaaryaay baddhaa kateeyam, shubhaamaashishan dehi tatpoortaye.
Ajayyaan cha vishawasya deheesh shaktim, susheelanjagad yen namram bhavet.
shrutenchev yat kantakaakeernamaargam, swayam sweekrtan nas sugamkaaryet. (2)
We, the children of the Hindu Nation, bow to Three in reverence, O Almighty God. We have girded up our loins to carry on Thy work. Give us Thy holy blessings for its fulfilment. O Lord! Grant us such might as no power on earth can ever challenge, such purity of character as would command the respect of the whole world and such knowledge as would make easy the thorny path that we have voluntarily chosen. (2)
Samutkarsh nishshreyaseikamugram,
param saadhanan naam veerbrtam.
tadantas sphurtwkshaya dhyenishtha, hridyant prajaagartu teevranisham.
vijetree cha nas sahntaa kaaryashaktir, vidhayasya dharmasya sanrakshanam.
paramvaibhavan netumetat swarashtram, samarthaa bhavatwaashishaa te bhrsham.(3)
May we be inspired with the spirit of stern heroism,which is the sole and ultimate means of attaining the highest spiritual bliss with the greatest temporal prosperity. May intense and everlasting devotion to our Ideal ever inspire our hearts. May our victorious organised power of action, by Thy Grace, fully protect our dharma and lead this nation of ours to the highest pinnacle of glory. (3)
Bharat [Indien] MATA KI  JAY VICTORY TO MOTHER INDIA

[Quelle: http://www.rss.org/rss-prayer.htm. -- Zugriff am 2001-07-08]

Da es in unserem Zusammenhang nicht auf die historische Wahrheit ankommt, sondern auf die Ideologie in den Köpfen, lasse ich im Folgenden vor allem den RSS selbst zu Wort kommen.


4.1. Die Tradition des RSS über seine Geschichte


"The Story of The Sangh / By a Swayamsevak

I am now going to narrate the story of the ‘Sangh’ which, I am sure, will interest you as it very much involves you, me and indeed every one of us.

The full name of the ‘Sangh’ is Rashtriya Swayamsevak Sangh. However, in common parlance it is called R.S.S. What do these three words mean? It is quite easy to understand. Bharat [Indien] is our nation. Self-inspired people who have volunteered to serve Her cause selflessly are called “Swayamsevaks”. The coming together in an organized manner of such inspired men is the “Sangh”.


Abb.: Dr. Keshav Rao Baliram Hedgewar (1889 - 1940)

The founder of the Sangh was Dr. Keshav Rao Baliram Hedgewar. He was born in a family of priests in Nagpur on the Hindu New Year day in 1889. He lost his mother and father on a single day – both falling victims to plague. Subsequently, his elder brother started looking after the family.

A Patriot Right From Childhood

It was 1897. Keshav was in the primary school. Sweets were distributed in the school marking the golden jubilee of Queen of England’s coronation. Keshav threw them away. Again in 1901, during the coronation of Edward VII as the Emperor of the British Empire, there were great celebrations. Outraged by the display of fireworks and rejoicing, Keshav sat at home. When asked why, Keshav replied, “They are foreign kings and queens – not ours. Why should we participate in their celebrations?” It is clear that patriotism ran in his blood .

Vande Mataram (indische Nationalhymne)

Mother, I bow to thee!   
Rich with thy hurrying streams,   
bright with orchard gleams,   
Cool with thy winds of delight,   
Dark fields waving Mother of might,   
Mother free.   

Glory of moonlight dreams,   
Over thy branches and lordly streams,   
 Clad in thy blossoming trees,   
Mother, giver of ease   
Laughing low and sweet!   
Mother I kiss thy feet,   
Speaker sweet and low!   
Mother, to thee I bow.  

Who hath said thou art weak in thy lands   
When the sword flesh out in the seventy million hands   
And seventy million voices roar   
Thy dreadful name from shore to shore?   
With many strengths who art mighty and stored,   
To thee I call Mother and Lord!   
Though who savest, arise and save!   
To her I cry who ever her foeman drove   
Back from plain and Sea   
And shook herself free.       

Thou art wisdom, thou art law,  
Thou art heart, our soul, our breath  
Though art love divine, the awe  
In our hearts that conquers death.  
Thine the strength that nervs the arm,  
Thine the beauty, thine the charm.  
Every image made divine  
In our temples is but thine.

Thou art Durga, Lady and Queen,  
With her hands that strike and her  
swords of sheen,  
Thou art Lakshmi lotus-throned,  
And the Muse a hundred-toned,  
Pure and perfect without peer,  
Mother lend thine ear,  
Rich with thy hurrying streams,  
Bright with thy orchard gleems,  
Dark of hue O candid-fair  

In thy soul, with jewelled hair  
And thy glorious smile divine,  
Lovilest of all earthly lands,  
Showering wealth from well-stored hands!  
Mother, mother  mine!  
Mother sweet, I bow to thee,  
Mother great and free! 

Text von Bankim Chandra Chatterjee (1838 - 1894) 

Keshav started igniting the flame of freedom in the minds of his fellow students when he joined the middle school. As a result, during the Vande Mataram agitation in 1905 the roar of Vande Mataram echoed and re-echoed in the school. Not surprisingly, Keshav was expelled from the school. Then, he completed his matriculation from a school outside Nagpur. Receiving the patronage and assistance of some eminent nationalists, Keshav went to Calcutta to study medicine. You might wonder why Keshav had to go so far as Calcutta for studying medicine. Actually, to study medicine was only a pretext. Those days, Calcutta was the beehive of revolutionaries who were ready to fight and die for the freedom of the country. Keshav started learning its technique and participating in it.

He returned to Nagpur in 1916 as a doctor, but did not start his practice. Nor did he get married to start a householder’s life. He was asked by many : “Your family is in dire poverty, should you not settle down?” Keshav just replied, “I do not have time for all that”. He wanted his every breath reserved for securing the freedom of the country. Where was the time for other things? Basing himself in Nagpur, he started several programs all over Vidarbha to generate national awareness among the people. In 1920 and 1931, he plunged into the Satyagraha movements led by Gandhiji and was imprisoned. Towards achieving freedom, he undertook several activities like publishing a newspaper, participating in national campaigns and festivals, etc.

Such was the character of the man who founded the Sangh. It is essential to remember this because, the secret of Sangh’s progress till now right from its birth, is embedded in this. Reading this book further, you will know how each step in the progress of the Sangh has been getting increasingly linked with the many fronts of Dr. Hedgewar’s national endeavour. The intertwining of the two are thrilling to say the least.

Why was The Sangh Established?

You may wonder why Dr. Hedgewar, who was already involved in so many diverse national activities, should have formed a separate organisation like RSS? Once, while at Wardha, Gandhiji too asked him why he did not think of organising such a volunteer organisation while he was in the Congress and why did he found a separate organisation? Dr. Hedgewar replied : “My idea of a Swayamsevak is different. I want to prepare selfless people who will volunteer on their own to serve the country. This can never be achieved being a part of a political party”. He also added, “I believe that it is on the strength of such dedicated workers alone that all the fields of our national life can be uplifted”. When Swayamsevaks too asked similar questions, Dr. Hedgewar explained giving a simile: “We are now engaged in producing electricity. In the future, this will help to provide energy in the various national welfare activities”.

For 15 years after the establishment of the Sangh, Dr. Hedgewar continuously traveled across the country for readying such Swayamsevaks. He spent day and night in meeting and discussing with people his ideas about the Sangh. Like the sandalwood, he was giving himself entirely to spread the fragrance of the Sangh everywhere. Finally in 1940, he offered himself as poornahuti [vollkommenes Opfer] in the sacrificial fire of the national cause.

Shakha’, Centre for Moulding Swayamsevaks

You may want to know what method Dr. Hedgewar adopted to build such selfless workers in order to fulfill his unique vision. It was the “Shakha”. Many amongst you would have witnessed such a one. Young and old assemble in front of a saffron flag called Bhagwa Dhwaj. They play various indigenous games, perform Surya Namaskar, practice Yogasanas and carry out exercises for physical fitness. They sing patriotic songs in chorus. Some times, they listen to speeches on the lives and achievements of great men and have interactive learning sessions. In the end, forming themselves in orderly rows they offer salutations to Bharat Mata [Indien] and seek from God strength, character and wisdom in order to serve Her well. This program takes place for one hour everyday at a fixed time and place. To suit the convenience of the participants, Shakhas are held at varying times – morning, evening or in the night. Anyone who witnesses a Shakha will certainly be pleased to see its discipline and efficiency. At the end of the Shakha, the Swayamsevaks have a friendly tete-a-tete with one another. And then they go out to meet new people.

In the initial days of the Sangh, the participants in the Shakhas were only very young students. Several people expressed doubt, “Can such a grand national mission be served by such simple programs?” There were a few who even made fun of the Shakhas. However, by now, most people in the country know the powerful impact and achievements of the Shakhas. They also know of the various types of nation building activities that the Swayamsevaks have undertaken.

Characteristic Features of the “Sewa Karya

In many places, you may have also observed Swayamsevaks visiting the poor and backward areas called Sewa bastis – where they provide literacy to children. They also teach them about basic health. The children are taught to respect their elders, to serve them, to speak the truth, to love and care for flora and fauna. All teaching is done through small stories. For women in these Sewa bastis, tailoring is taught by women instructors. Necessary equipments and machines are also provided. In some places, Swayamsevaks also run large hospitals. In far flung, inaccessible tribal villages where no facilities for education exist, they run 6,000 Ekal Vidyalayas – one teacher schools. They also provide hostel facilities for students from the Sewa bastis and the tribal villages. All put together till today, a total of 29,000 Sewa activities are being undertaken by the Swayamsevaks.

You may wonder if there are any distinguishing features of these service activities undertaken by the Swayamsevaks. Yes, there are. At the very outset, you would like to ask, “For such an enormous number of activities one would require several crores [10-Millionen] of rupees each year. Where does this amount come from?” To a small extent, donations are received from wealthy Sangh well-wishers and Swayamsevaks settled abroad. Our Government also provides a little assistance. But, all these moneys put together account for not more than 5% of the resources. So where does the rest come from? Lakhs [Hunderttausende] of ordinary citizens of our society have remained the mainstay of our resources. What makes these millions of our ordinary countrymen feel that it is their duty to support these service activities?

First, the Swayamsevaks explain to them that just like our own family, the society too is our wider family whose common mother is Bharat Mata [Mutter Indien] . It is our duty to care for the brothers and sisters in our society, just as we care for every member of our own family. The second significant factor is, a Swayamsevak is looked upon as a reliable worker who values every paisa [1/100 Rupie] and insures that it is correctly accounted for and well spent. Not only the commoners but also several other institutions also trust the Swayamsevak for his clean credentials. For this very reason, wherever there is a serious calamity in our country calling for humanitarian assistance, several institutions which mobilise resources, clothes, blankets, etc., hand them over to the Swayamsevaks for distribution to those in distress. Last year, the coastal districts of Orissa were hit by a most devastating oceanic cyclone. Two to three years prior to this, this very region was affected by a terrible famine. On both the occasions, the Gujarat-based “Bhansali Sewa Trust” entrusted their relief and rehabilitation works worth several crores of rupees to the Swayamsevaks.

How the Transformation Came About in J.P [Jaya Prakash Narayan (1902 - 1979)]?

In this context, the experience of Loknayak Jaya Prakash Narayan will be of special interest to you. Formerly, JP was a hardcore socialist and a fierce opponent of the Sangh. During 1965-66, Bihar suffered a severe famine. JP was incharge of the entire relief operations. He was averse to involving the Sangh in the relief work. However, on the insistence of late Hanuman Prasadji Poddar, Sangh was allotted the responsibility of providing relief in one district. Midway during the operations, each district was called by JP to submit its accounts. The Sangh workers provided a complete statement of accounts for up to the previous day’s work. After a detailed inspection, JP inquired in a doubtful tone, “While everything seems fine, there is one thing missing in this.” The Swayamsevaks asked, “What is that one thing?” JP replied, “Nowhere is there an account for the moneys given to you for your expenses, why so?” Swayamsevaks replied with a smile, “The Sangh has taught us to eat at home and work for the nation. We cannot even dream of receiving remuneration for such services. We have ourselves borne our travel expenses also. We consider it a sin to spend on ourselves even a paisa [1/100 Rupie] from the moneys given to care for the affected people.” Jai Prakash was simply astonished. For the first time, JP had an occasion to see the Sangh’s true character at close quarters.

Service projects run by the Swayamsevaks have other distinct features also. They do not serve to provide just one time help. Swayamsevaks teach people in the Sewa bastis to be self-reliant, capable of improving their lives on their own, to keep away from vices like liquor, gambling, avoid internecine quarrels etc. Swayamsevaks also teach them to take pride as Hindus, to honour and protect temples, cows, women and such other sacred things in their area and imbibe a spirit of equality with the rest of Hindus. This, in fact, is the chief motive for carrying on such service activities in the Sewa bastis. Such changes can be noticed in a more or less degree in most of such Sewa bastis all over the country.

Sewa Karya for Healthy Social Transformation :

Several perverted beliefs in the name of religion such as untouchability, casteism etc., sense of high and low have been eating into the vitals of our Hindu society for long. Several programs being conducted to eradicate them in the Sewa bastis form an important aspect of the Sewa karya. For example, in northern Bharat [Indien], on the Durgashtami day, thousands of Swayamsevaks invite small girls from Sewa bastis to their homes and perform puja to them in the traditional form. The entire household participates in it creating a festival atmosphere, infusing a spirit of unity and affection with the basti. Besides this, all over the country, thousands of Swayamsevaks’ family members, both male and female, visit the houses in the Sewa bastis sharing food with them. In turn, they are invited to the Swayamsevaks’ homes where they are treated as honoured guests, and partake food along with them.

Rural development forms a most important facet of national reconstruction. We all know that since Bharat [Indien] attained Independence, instead of development in rural areas, they have been neglected and sidelined. The reason is, the village-centred economic development schemes which Gandhiji [Mahatma Gandhi, 1869 - 1948] had propounded were thrown out unceremoniously. With a view to remedying the situation, to some extent at least, Swayamsevaks have started suitable activities in a few selected villages to bring about comprehensive and integrated rural development. They took Anna Hazare’s initiatives as their model. Within a short span of about 15 years, Anna Hazare [Webpräsenz: http://www.cfar.umd.edu/users/venu/ANNA/. -- Zugriff am 2001-07-26] had brought about such healthy changes in his backward village Ralegan Sindi – that it now resembles Rama Rajya [Königreich Ramas]. In Madhya Pradesh, Mohad village has been similarly transformed into a prosperous one by the Swayamsevaks’ efforts. In the last 10-12 years, significant changes were brought about in the village which has resulted in improved working conditions, civic hygiene, production of gobar gas etc. To a large extent caste discriminations, untouchability have also been removed. Speaking in Sanskrit has also become popular. Similarly, in 33 villages in Karnataka, Swayamsevaks have initiated several programs towards achieving “freedom from hunger, sickness and illiteracy”. Similarly a total development plan is being envisaged for the Sewa bastis also.

A New Mantra for Hindu Unity

Saints and sadhus are playing an evermore significant role in bringing about a sense of brotherhood and mutual respect among all Hindus. At the global conference organised by the Vishwa Hindu Parishad at the Kumbha mela, heads of various religious sects – Vedic Acharyas like Shankaracharyas, Ramanujacharyas and Madhwacharyas along with the Acharyas of Sikhs, Jains and Buddhists – have all underlined the need for unity among all Hindus. From Prayag emerged such a contemporary smriti (authentic religious injunction) as Hindavah sodarah sarve (all Hindus are blood brothers and sisters born to the same mother).

It is our desire to take this message of social harmony into all aspects of our daily life also. Since its very inception, the Sangh had been striving for the entry of all Hindus into every temple. However, the Sangh’s views were not limited to this goal. The Sangh strongly believes that our sacred scriptures like Vedas, Upanishads, Yogashastras, Bhagavad Gita should be made open to the entire society as the common heritage, and not confined to any one section. As a result of this clear viewpoint, in Kerala and Tamilnadu, Swayamsevaks have trained non-Brahmin Hindus for performing Vedic rituals and Pujas. It is a matter of immense pride that in several temples many such trained Hindus are now performing the daily religious rituals. A notable example of this progress is the performance of foundation rites for Sri Ram temple at Ayodhya by a ‘Harijan’. Thus, it is clear that the social harmony as perceived by the Sangh does not limit to just economic, political, constitutional and educational fields, but covers every other aspect of Hindu life.

The knowledge of Yoga is a valuable Indian contribution of health -- both physical and mental -- to the world. In order to make it popular among the youth all over Bharat [Indien] yoga centers are established in many Shakhas of Sangh and of Rashtra Sevika Samiti [Webpräsenz: http://www.rss.org/SEVIKA SAMITI.htm. -- Zugriff am 2001-07-26]. The English had condemned Samskrit as a dead language. This was repeated parrotlike by our confused Anglicised sections. The Sangh has formed the Samskrita Bharati [Webpräsenz: http://www.samskrita-bharati.org/. -- Zugriff am 2001-07-26], which through several thousand speak Samskrit camps have taught people to speak the ‘language of the gods’ sufficient for their daily use in just ten days. By accessing the basic conversational Samskrit to common people in the Sewa bastis pride in their cultural inheritance is enhanced. Today, these Samskrit conversational workshops have also spread to London and Washington.

Na Hinduh Patito Bhavet’ (A Hindu is never fallen for all time) -- A Welcome Message to Hindus’Home Coming

Over the last one thousand years, beginning with the Islamic invasion of our country, countless Hindu mutts [Klöster] and temples have been destroyed. Hindu women have been abducted, Hindu religious preachers and men of scholarship have been selectively murdered; and under threat of life Hindus have been converted to Islam in large numbers. The newly converted joined the aggressors’ camp and started harassing their brothers and sisters who still remained in the Hindu fold. The Hindu silently suffered such attacks and his numbers drastically reduced, as if caught between the two razors of a scissor. Along with the English and the Portuguese colonisers came their Christian missionaries who, very much like the Musalmans, launched their anti-Hindu crussade. Sooner, wherever the Muslim political power increased, there demographically their numbers also increased. And so too of the Christian power.

We all know the frightening consequences of this phenomenon. Gandhar from where came Gandhari became Afghanistan. Sind, the western part of Punjab, Baluchistan and the Frontier Provinces were sliced away from Bharat [Indien] and became Pakistan or Islamistan. Similarly, the eastern part of Bengal became East Pakistan and later Bangladesh. In other words, our nation, our country, became bits and pieces. Even now, in our north eastern states, a similar attempt at fanning armed insurgency is going on to break it and form Christian states.

Ultimately, who is responsible for all these developments? Indeed, it is we – the Hindus – ourselves. We remained passive witnesses when our Dharma was being destroyed and when segments of our society were being cut asunder. We allowed the Islamitation and Christianisation of the Hindu society to continue almost as a one way traffic. This is so even today. Let us analyse the Hindu mindset behind this entire development. We did not allow the re-entry into our fold of those who once left us. Once anyone left the Hindu fold he was ostracized forever, he was treated as fallen; any attempt to bring him back was considered sacrilegious to our ‘dharma’. Thus, even those who desired to come back were denied re-entry.

However, started from Deval rishi the followers of Chaitanya Mahaprabhu and some kings of Rajasthan made efforts to bring back to the Hindu fold those who were converted. For 100 – 200 years the Arya Samaj, Masurashram, Hindu Mahasabha under the leadership of Savarkar have also endeavoured in this direction. All Bharat [Indien] leaders of the Arya Samaj [Webpräsenz: http://www.aryasamaj.org/. -- Zugriff am 2001-07-26] such as Swami Shraddhanand had to sacrifice their lives for this very cause. Swami Vivekananda [1863 - 1902], ringing a note of caution, had said, “Remember, with every individual who leaves the Hindu dharma not only will the Hindu society’s number come down by one but it will increase the enemy’s numbers by one”. Now, slowly but steadily our entire society is waking up to this dreadful danger. Several sadhus and religious heads are also striving in this direction, giving the Hindu society a valuable mantra for self-protection: “A Hindu is never a fallen one” and never to be ostracized. As a result, return back into the ancestral dharmic traditions of Hindus who were once converted to Islam or Christianity has started. Hindu society today treats this as only the home coming of the Hindus.

Are all such a multitude of activities which are going on in several thousands of places all over the country, carried on under the name of only the Sangh? No, the Sangh never desires to beat its own drum. There are several service-minded organisations initiated by the Swayamsevaks like the Seva Bharati, Vanavasi Kalyan Ashram, Vishwa Hindu Parishad, Vidya Bharati, etc., which are involved in these activities. Through these organisations, besides the Swayamsevaks, there are thousands of other men and women who are dedicating themselves for such service.

Seva A Sadhana for Self Purification


Abb.: M. S. Golwalkar

I would like to inform you one more aspect in this regard. A Swayamsevak, while trying to bring about transformation in the society also undergoes a change in himself. He intensely desires to develop in himself the devotional attitude of “service to man is service to God”. For a Swayamsevak, his work in the seva basti is a sadhana for purifying the sins and evils such as discrimination, unjust treatment, social insults, etc., perpetrated on them by the society as a whole. Sri Guruji Golwalkar (Sarsanghchalak after Doctor Hedgewar) called upon the Swayamsevaks to work with this spiritual attitude. Sri Balasaheb Deoras, who became the head of the Sangh after Guruji, declared: “If untouchability is not wrong, there cannot be anything wrong in this world”.

Service During Times of Disaster

Let us now turn to the special qualities of Swayamsevaks which come to the fore during times of natural or man-made disasters. The Swayamsevaks are the first to arrive and serve in every national calamity whether it is the earthquakes in Assam, Uttarakashi, or the Latur district in Maharashtra, the terrible cyclones which hit the coastal districts of Andhra twice, or the famines in Karnataka, Orissa, Bihar, Gujarat and Rajasthan or during floods caused by heavy rains or during the several rail disasters in different parts of the country, or at the site of the air crashes at Charkhi-Dadri in Haryana and at Patna, Bihar. Sometimes, even the police or the army reached such sites later than the Swayamsevaks. The Swayamsevaks volunteer to undertake such ‘repulsive’ services which even the police are not prepared to undertake; such as taking out the foul-smelling decomposed bodies, burying or cremating them and also burying the dead animals. Such sights are often vividly described in papers and shown on Doordarshan [TV] also. After the December 1977 disastrous cyclone (in Andhra), the rehabilitation and total restoration of Avanigadda village was made possible by the Swayamsevaks. At the ceremony when the newly built houses were being handed over to the people, a well-known Sarvodaya leader of Andhra, Shri Prabhakar Rao commented, ‘The name R.S.S. stands for Ready for Selfless Service’. Service Without Discrimination

Since the Sangh is devoted to the cause of Hinduism, at times people question the Swayamsevaks if their services also are limited to Hindus only. No, never, it is not in the blood of Hindus to provide merely a sectional service. We serve everyone who is needy and affected. The Charkhi-Dadri air disaster is a telling case in point. The non-discriminative and ‘secular nature of Sangh’s service’ was widely described in all the newspapers. The affected passengers in the air disaster were all Muslims. No Islamic service organisation came forward to bury them in accordance with their customs. The Swayamsevaks called in the maulvis and from start to end observed all the their rites in burying the dead. This prompted Al-Riyadh, a Saudi Arabian newspaper, to write: “Uptil now we were under the impression that R.S.S. is a communal, anti-Muslim organisation. Now, we feel this view was totally wrong.”

Similarly, when the Machu reservoir embankments breached, thousands of people were left homeless. Many among them were Muslims. This calamity happened during the month of Ramzan. The Swayamsevaks took care to organise their food and prayer facilities keeping in mind the ‘Roza’ norms. When Shri Vajpayee visited the camp, the Muslim citizens met him and expressed their thankfulness to the organisers for providing all the facilities for enabling them to keep upto their Ramzan schedule.

During Times of War

During times of war, people’s service plays a very vital role. In 1962, the Chinese suddenly occupied territories in our north eastern area. When this happened, the Swayamsevaks went far and wide to mobilise public support in favour of the various steps taken by our Government to protect our nation. This effort was greatly appreciated by Pandit Nehru [1889 - 1964, Premierminister von Indien 1947 - 1964]. He invited the Sangh to participate in the parade on the Republic Day celebrations of 1963. Even though they were given just 3 days notice, a 3,000 strong contingent of Swayamsevaks provided an excellent display in their traditional uniform. In 1965, during the Pakistani invasion, the then Prime Minister, Shri Lal Bahadur Shastri, invited Shri Guruji for a meeting in Delhi. Several other experts were also invited to discuss war-time strategies. Shri Guruji’s contribution during that meeting was greatly valued for its foresight. Again, during the Bangladesh Liberation war, in 1971, the role of the Swayamsevaks was very significant.

In times of war, it is essential to ensure that every possible effort be made to reinforce the morale of the armed forces. Even during the recent Kargil conflict the Swayamsevaks played this role effectively. On every such occasion, they worked to encourage farmers and workers to keep up their productivity, to tell people to keep vigil. They organised blood donations for the wounded soldiers, served and nursed them, ensured regular supply of food and drinks and sometimes, when necessary, even transported arms to the warfront. All this, the Swayamsevaks have done with such exemplary dedication and earnestness that not just the unknown soldiers but even the top officers of the armed forces treat Swayamsevaks as their trusted friends in distress. Even now, Pakistan is waging an undeclared war against Bharat [Indien] in Jammu & Kashmir. There too Swayamsevaks are providing all the needed co-operation and assistance to our armed forces.

During Enemy Attack

Yet another role of Swayamsevaks at the hour of dangerously emergent situations needs to be mentioned. In the last week of October 1947, Pakistan attacked Jammu & Kashmir. We could successfully defend our territory thanks to the timely landing of our defence aircraft at Srinagar. This was made possible by the 500 Swayamsevaks who removed the snow which had densely covered the Srinagar airport runway, working day and night for full 48 hours.

Shri Guruji had great foresight on border related issues. He had warned the country even 8-10 years prior to the actual Chinese occupation that they were slowly penetrating into our north-eastern frontiers. He strove hard to wake up our leaders to be ever vigilant. But it was our dire misfortune that our leaders at that time were blind to the Chinese designs and were under the suicidal spell of slogans such as Hindi-Chini Bhai-Bhai and Panchasheel.

Liberation of Dadra-Nagar Haveli

Even after the ouster of the British from Bharat [Indien], Dadra Nagar-Haveli and Goa remained under the foreign rule of France and Portuguese. The Swayamsevaks took up the challenge to liberate these territories. On 2nd August 1954, hundreds of armed Swayamsevaks mounted a surprise attack on Dadra-Nagar Haveli. The foreign rulers shaken to their bones, did not even attempt to resist it. Thus, without shedding even a drop of blood, victory was achieved. Later on, the Swayamsevaks hoisted our State Tricolour Flag and handed over the administration to our officials.

Sacrifice for the Liberation of Goa

However, in order to liberate Goa, prolonged struggle became inevitable. In 1961, hundreds of freedom-loving patriots from all over the country crossed the borders into the Goa. Once there, they bravely faced the lathis [Schlagstöcke] and bullets of the cruel Goa police. In their prisons, several of these freedom fighters were put to inhuman physical torture. A Swayamsevak, Rajabhau Mahankal from Ujjain, marched upholding our Tricolour Flag braving the shower of Portuguese bullets, and fell as a sacrificial offering for the liberation of Goa. Even as he fell down dead, he held up in one hand our Flag.

Following these incidents, the agitation precipitated forcing the Central Government to send its police force. In this struggle for Goa’s liberation, besides the Sangh’s Swayamsevaks, the members of Bharatiya Jansangh and the Samajvadi Parties also participated. Needless to say, it was the Swayamsevaks who not only drew the blue-print for the agitation but carried it out effectively to its end.

Immortal Saga of Sacrifice

During the Partition of our country in 1947, several lakhs [100.000] of Hindus were stranded in Western Pakistan. The role of bringing those hapless Hindus safely to Bharat [Indien] forms an ever-memorable chapter radiant with limitless valour, sacrifice and martyrdom during those days of the transfer of power.

Millions of Hindus, men and women, inclusive of Sikhs were trapped and lay at the mercy of the enemy’s army, police and their hostile people. While saving them from this deadly ordeal, several Sangh workers willingly sacrificed themselves. Several mothers and sisters took poison, jumped into wells to save their honour. Many got themselves killed from their husbands, brothers or fathers. Such matchless martyrdom is indeed an incomparable chapter in the annals of global history.

Several soul stirring instances too come to mind. In 1947, in the midst of continuous firing by the Pakistanis at our borders, the Shakha Karyavaha of Rajouri sacrificed himself protecting that border town; similarly, in 1962, during the Chinese invasion, all the officials of the Tejpur city fled emptying the state coffers into a pond. They had earlier advised the citizens also to escape to safety. Even in such a desperate situation, the Swayamsevaks together with some patriotic citizens not only salvaged the wealth but stood guard night and day to protect the town. During the 1971 Bangladesh liberation war, on the western Bengal boundary, Churka Murmu a Mukhya Shikshak in a village called Chakram near West Dinjapur town, tied a thick rope around his waist, crawled on the ground and tying the rope to the ammunition box accidently thrown into the pond by our aircraft, again crawled back to hand them over to our soldiers, himself falling a martyr to the enemy’s bullet.

Any Special Training Given to Swayamsevaks?

The invaluable services and the sacrifices made by the Swayamsevaks during the days of Partition and during October 1948 when Pakistan invaded Jammu and Kashmir, were well known to the senior officers of our armed forces. When Shri Guruji was on a tour of Punjab a very high ranking military officer came to offer his respects to him. He queried, “Sometimes even our men in the armed forces would not consider it worthwhile facing the enemy in view of certain death in the encounter. How is it that the Sangh’s Swayamsevaks go forward even in such dangerous situations unhesitantly? What special training is given to them for displaying such death-defying courage?” Shri Guruji replied with a smile, “Kabaddi”. Later, Shri Guruji elaborated: “In the Shakha, our Swayamsevaks are taught qualities like patriotism, discipline and love and care of our society. This is the only training provided to them. Over and above this, no type of military training is given to them”. It is said that it is not the weapon in one’s hand which fights nor does the hand which holds the weapon. But it is the heart which is behind both that actually fights. The truth of this saying came to the fore on every such occasion.

Upholding the Honour of National Symbols

Besides these nation-wide efforts towards awakening national awareness and consolidation, various types of mammoth campaigns are also launched by the Swayamsevaks. All such programmes have only one great objective: To protect and uphold the honour of our national symbols and to invoke the right perspective and feelings of reverence towards them among our people.

Campaign for Cow-Protection

Cow Protection was one of the main issues during the entire period of our freedom movement. The Islamic and the Christian aggressors on our country practised cow slaughter as one of the ways of demoralising our people who revered the cow. As a result, almost every freedom fighter had declared that the ban on cow slaughter would be the very first legislation to be passed on attaining freedom. On the question of cow protection, Mahatma Gandhi had gone to the extent of saying, “To me cow protection is of far greater significance than even of attaining freedom”. Ironically, after the British have left Bharat [Indien], not only did cow slaughter continue but has also increased many many fold. Therefore, in 1952, Swayamsevaks undertook a massive campaign and collected about 1.75 crore [10 Mio.] signatures from the adult citizens, demanding ban on cow-slaughter. On the completion of the campaign the collected signatures were submitted to then President Dr. Rajendra Prasad. It was a pleasant experience that several thousands of Muslims and Christians too had appended their signatures in support of the demand. Some eminent men among them had even issued statements favouring the cause. It is regrettable that the Government ignored this massive national mandate. A more unfortunate fact was that even in those Hindu states where cow slaughter was prohibited before independence, the law was watered down. In the recent past, huge mechanised slaughter houses have been started resulting in atleast a 100 times more slaughter of cow than what it was prior to independence. A grave situation is staring us in the face that in this land of cow worship of Gopal Krishna, our entire cattle wealth may well be wiped out in the near future.

Therefore, the Swayamsevaks are undertaking several types of activities to stop cow slaughter and save the country from the looming disaster. Several hundreds of sadhus and saints have also taken up this holy cause and are going round the country for that purpose. The issue has now gained momentum due to the initiative and leadership provided by revered Shri Jayendra Saraswati Swamiji of the Kanchi Mutt.

Putting Up of Vivekananda Rock Memorial

Subsequent to the 1962 Chinese aggression on Bharat [Indien], our national morale lay at its lowest ebb. Nation’s psyche was deeply hurt and wounded. The utmost need of the hour was to rouse the nation to its innate spirit of heroism and self-honour once again. Towards this end, a massive campaign for national awakening was planned. It was as if providentially ordained that in 1963 Swami Vivekananda’s [1853 - 1902] birth centenary occasion also came on hand and the inspiring life mission of our nation was provided for the campaign.

Before leaving for his world-renowned trip to the United States, Swami Vivekananda had meditated on a huge rock in the middle of the sea, a little away from Kanyakumari. For 3 days on end, the Swami had meditated on the future of Bharat [Indien] and decided upon the mission of his life. It was resolved, therefore, that on this holy rock of such unique national significance, a grand memorial be built for the Swamiji.


Abb.: Vivekananda Rock Memorial, Kanyakumari, Tamil Nadu [Bildquelle. http://travel.indiamart.com/places/monument/rock_memorial.html. -- Zugriff am 2001-07-27]

Keeping in mind the importance of this mission, Shri Guruji relieved its Sarkaryavaha, Shri Eknathji Ranade, in order to take up the project. Christians tried to put up several impediments to stop the venture. However, because of Eknathji’s tremendous capacity and remarkable tact the work was started, overcoming several more obstacles. All over the country, Sangh’s Swayamsevaks took up the responsibility of collecting donations and simultaneously build up awareness and people’s participation. Many well-wishing wealthy men and some state governments too came forward to extend their helping hand for the cause. Alongside of this, in hundreds of schools, colleges and universities eminent persons spoke on Vivekananda’s inspiring message of national awakening. Books on Swamiji’s stirring thoughts were published in several languages and widely distributed. As a happy culmination of all these efforts, a grand memorial for Swami Vivekananda was dedicated to the nation in 1970 as a beacon lamp reflecting our undying national urge and inspiration. It now stands as a great pilgrimage centre drawing towards it several lakhs of our countrymen all the year round.

Journeys for Cultural Unity


Abb.: Bharat Mata (Mutter Indien) [Bildquelle: http://www.angelfire.com/ca/VinitBudhiraja/bmata.html. -- Zugriff am 2001-07-27]

For millions of our people, both Bharat Mata [Mutter Indien] and Ganga Mata [Mutter Ganges] are universally revered symbols of our cultural unity and divine sanctity. During November 1983, Vishwa Hindu Parishad undertook gigantic project of organising unity journeys to every nook and corner of Bharat [Indien] carrying to the people the sacred waters of the Ganga [Ganges]. Placing Bharat mata’s image at the forefront and carrying pots of Ganga water, more than 2,000 Rath-yatras travelled starting from all the four directions of the country. The three main yatras and the other smaller ones put together covered about 50,000 km. On their way, they passed through 3 lakh villages, and established contact with 10 crore people.

In a similar manner, a campaign was launched in 1995 to intensify faith in the holy Go-Mata [Mutter Kuh]. During October-November, 1995, placing the figures of Go Mata, along with those of Bharat Mata and Ganga Mata, 1,726 Rath Yatras were launched. Throughout these yatras public meetings were held at 1,73,797 places and contact was established with 11.88 crores people.

Struggle for Ayodhya Ram Mandir

Several lakhs of people took part in the country-wide shila-pujas for the Ram temple at Ayodhya and in journeys carrying Ram Jyoti. Later came the foundation laying ceremony, the historic Karseva for building the temple itself, the martyrdom of several Ram devotees – all these thrilling episodes have marked the golden pages of our national life in the recent past. Needless to say, the Swayamsevaks of Sangh also had put in their best efforts in co-operating with VHP [Vishva Hindu Parishad] in all these phases of the campaign.

The Birth Centenary of Dr. Hedgewar

The birth centenary of the Founder of the Sangh, Dr. Hedgewar in 1989, came as a joyous and heart warming occasion not only for the Swayamsevaks but for all the lovers of the cause of Hindutva [Hindutum]. Covering every state in their campaign for carrying the life saving message and mission bequeathed by Dr. Hedgewar, the Swayamsevaks reached 2,16,284 villages across the entire length and breadth of the country. This is until now an unsurpassed record for any massive person-to-person contact programme. In this programme, 1,48,70,682 families were personally approached by the Swayamsevaks.

Role of the Various Sister Organisations

Dr. Hedgewarji had wished that the task of national re-construction be undertaken in all spheres by the Swayamsevaks who were honing themselves in the Shakhas. Apart from the seva-field, specific areas such as education, students, teachers, workers, farmers and tribals, Swayamsevaks have also built up huge independently-run organisations in the fields of dharma, art, swadeshi, politics etc. Work among women is also going on in the name of 

Rashtra Sevika Samiti [Webpräsenz: http://www.rss.org/SEVIKA SAMITI.htm. -- Zugriff am 2001-07-27], 

on the model of Sangh, but independently. Every one of these stand out in their respective areas as the most outstanding and influential organisations. To name a few such ones: 

  • Akhil Bharatiya Vidyarthi Parishad [Studentenorganisation]. -- Webpräsenz: http://www.abvp.org/. -- Zugriff am 2001-07-19]

  • Bharatiya Mazadoor Sangh [Gewerkschaftsorganisation]

  • Vidya Bharati [zur Förderung wissenschaftlicher und technischer Kenntnisse im ländlichen Bereich]. -- Webpräsenz: http://www.vigyan Bharatipradeepika.org/index.html. -- Zugriff am 2001-07-19]

  • Vanavasi Kalyan Ashram [Organisation für Stammesbevölkerung (Adivasi/Vanvasi)]. -- Webpräsenz: http://www.kalyanashram.org/. -- Zugriff am 2001-07-19] 

  • Swadeshi Jagaran Manch [Organisation für ökonomische Unabhängigkeit]. -- Webpräsenz: http://www.swadeshi.org/. -- Zugriff am 2001-07-27]

  • Vishwa Hindu Parishad [ ein Propagandaorgan des Sangh Parivar]. -- Webpräsenz: .http://www.vhp.org. -- Zugriff am 2001-07-19], 

  • etc. 

Although these bodies are independent and totally autonomous, there is a common current of virtues such as spirit of nationalism, discipline, harmonious co-operation, dedication and commitment to ideals imbibed in Sangh by the Swayamsevaks. All these organisations are trying to re-establish our eternal national values of life in their respective areas of work. They also ensure that every man and woman who comes within their sphere of activity would spend his/her strength, skills and experience in building and strengthening the organised people’s patriotic force.

Therein, in fact, lies the uniqueness of our national life. It has never centred round politics or political power. It is with a view to re-establishing this characteristic national feature, that none of these organisations depend on the favour or disfavour of the powers that be. They have been going on and growing exclusively on the strength of its workers and people’s co-operation and support. The overall goal of the collective efforts of all these dedicated organisations is that our people should evolve into a nationally conscious, vigilant, duty conscious, disciplined and self-reliant nation. Then alone can the present situation of politics and political power totally dominating over every aspect of our national life, be changed. Only then can the people’s power be able to reining in the governmental power.

Lessons From our History

At this juncture, it is quite possible that several questions arise in your mind: Can the mere carrying out of such organisational and service activities ensure comprehensive national regeneration? Today, the nation is facing ever so many dangerous challenges and complicated problems can we find solutions to all of them? Had the founder of the Sangh thought about all these aspects? Such doubts and questions are indeed of great importance and significance.

Doctor Hedgewar was an extraordinarily original thinker. He was not to be content for having participated in the freedom struggle or for having conducted several national awakening programmes. He made a keen critical study of the strengths and weaknesses of all such efforts going on at that time. He also studied in depth our past history. While closely pondering over all such aspects, one particular question confronted him, “Why are we today in such a poverty-ridden and slavish condition? Has our country been in such a backward state from the very beginning?”

The answer to these questions were also clearly given in our past history. Doubtless, in the last one thousand years, our country has steadily got degenerated. Before this, for thousands of years our country was the most educated, prosperous and gifted with unique scientific achievements. In the entire world, it also topped in trade, industry, agriculture and radiant with a sublime culture and dharma. But, in spite of all this, why were we defeated by the foreign aggressors? Weren’t our soldiers brave enough? Or was our people’s numerical strength or natural resources insufficient? Our history tells us very clearly that we were not inferior in any of these aspects. In reality, on all these counts, we were far ahead of the aggressors.

Of course, sometimes, we lagged behind the aggressors in war strategy and modern weaponry. At some other times, we also could not comprehend the crooked and unethical war practices of the aggressors. We fell victim to our own naive expectations that the aggressors would also be fair and truthful and would follow the rules of dharma yuddha as was prevalent in Bharat [Indien] then.

Our people were caught in yet another illusion. We believed that the religious beliefs of the aggressors i.e., Muslims and Christions, would be similar to ours – tolerant and generous. We thought that the differences lay only in the modes of worship. We did not conceive that our own people, on falling a prey to these foreign religions would become disloyal to our motherland and worse, as their numbers grew, our national life itself would be destroyed.

Disunity – the Chief Malady

However, the most important reason, more than all others, for the decline of our nation, was the corroding disunity of our nation. In our collective social consciousness, our nation has been our dharma bhoomi, karma bhoomi, punya bhoomi and moksha bhoomi [Land der Religion, des Karma, des Verdienstes, der Erlösung] par excellence. Pilgrimages were undertaken by our people from one corner of the country to the other. During special occasions such as the Kumbh Mela, devout people from all over the country including from far off hills and jungles assembled in massive numbers. However, inspite of all this, one over-riding factor was not in our minds.This country forms the basis of our national life, it is our rashtra-bhoomi [Reich]. Safeguarding its unity should have been our first and foremost duty. But this all too important basis of our national existence had almost vanished from our people’s consciousness. Later, the crooked and cunning propaganda campaign of the British brought about yet another self-delusion. Our own people, under the influence of the English educational milieu, started to forget their true National Self. Their minds were overwhelmed with questions which confused and confounded them: Who are we? What is the name of our country? What is our nationality? Questions and doubts about such fundamental issues dominated their mind infused as it was with a sense of self-negation.

Correct Diagnosis by Doctor Hedgewar

Dr. Hedgewar realised that unless our country is freed from this chief cause for its downfall, it can never save itself from dangers and difficulties in future also.

In those days, the main objective of every national agitation was to free the country from the clutches of the British rule. But no one was mentally disposed to do any in-depth study of what had caused, in the first instance, our degeneration and how we could rid ourselves of those failings. During the freedom struggle, it was also felt that independence could not be secured without taking along the Muslims also in the struggle. So, the Congress leaders were embroiled in the issue of how they could bring the Muslims into the fold of freedom movement. However, Dr. Hedgewar determined to concentrate on removing the basic weaknesses of our nation which had caused our physical and psychological subjugation. He was clear that the disorganised state of our nation and the fact that we were oblivious of our nationality and its inherent strength were the main causes of our downfall and degeneration.

Realisation of Our True Nationality

In contrast to the mindset of our people in the days of the founding of the Sangh, there is now a wholesome change in it. Due to the untiring efforts of the Swayamsevaks, Shakhas are now held all over the country and the influence of the Sangh also has vastly increased. As result of this, not only most of our ordinary citizens but also the well-educated people have come to realise the true nature of our national identiy. They now clearly recognise that their national identity is ‘Hindu identity’ and our nation’s name is Hindu. Our people also realise that if the Hindu society does not stand united as a well organised national personality its very existence will be at stake.

Need to Organise the Entire Hindu Society

It is true, Dr. Hedgewar had started the Sangh Shakhas to organise the Hindus on the basis of Hindu nationality. But saying only this much was not enough. Simultaneously, he was thinking on what should be the concept of Hindu Consolidation, for achieving which Shakhas were started? What should be the mindset of the Swayamsevaks to accomplish this task? The Doctor started educating the Swayamsevaks on all these counts. Normally an ‘organisation’ means an institution within the society – forming just a part of it. But the Doctor aimed at organising, through the Sangh, not merely a part but the entire society. Which means, the entire Hindu society itself should be transformed into an organised state of existence.

Undaunted Stand on Hindu Unity

From Dr. Hedgewar’s time till today, Hindu Unity has been the sole, unfaltering mission of the Sangh. After Dr. Hedgewar, Shri Guruji had taken over the reins of the Sangh. An incident related to this period comes to mind in this regard. Taking advantage of the murder of Gandhiji [1948-01-30], the Congress, Samajwadi and the Communist cadres went on a rampage to destroy the Sangh. They organised fierce attacks on the houses of Swayamsevaks, particularly in Maharashtra and some parts of Karnataka. The strength of the Sangh in those days was also not negligible. The Sangh could have very well given a fitting reply to the hooligans. But the Sarkarayavaha instructed Swayamsevaks to keep calm at all costs. This was repeated even when Shri Guruji’s quarters in Nagpur was attacked. Shri Guruji said, “We are dedicated to serve and unite the Hindu Society. I cannot allow even a single drop of blood to be shed of any individual of the same society” and ordered the Swayamsevaks gathered outside to disperse.

Same View-Point Even Amidst Widespread Popularity

Here is yet another, but a different type of instance. In the beginning of February 1948, ban was imposed on the Sangh. This was lifted only in July, 1949. After this, Shri Guruji travelled all over the country .People gathered in massive numbers to hear and honour him. Upon seeing the mammoth gathering at the Delhi function, the BBC commented, “In India today there are only two persons for hearing whom very large numbers of people assemble. They are Pandit Nehru and Golwalkar, the chief of the RSS”. In spite of commanding such vast popular support and overflowing response, Shri Guruji gave only the message of maintaining peace and harmony among the people. He did not allow even a semblance of bitterness of the memories of the barrage of vilification and physical attacks on the Sangh to enter his mind. In a similar vein, he advised the Swayamsevaks saying, “While eating, if inadvertently our tongue is bitten by our teeth do we pull out our teeth? Similarly, we should remember that our leaders today are our very own. We should have the same attitude of generosity towards them”.

Why Did the Sangh Reject Indiraji’s Proposal ?

Our country was under a state of Emergency during 1975-77. During its final days, Shrimati Indira Gandhi [1917 - 1984, Ministerpräsidentin seit 1966] came to know that the powerful campaign against the Emergency launched by the Swayamsevaks was shaking her out of her dictatorial throne. Hence, she sent a very senior officer of the secret service as emissary to meet the Sangh leaders. Her message was that if only the Sangh suspended the agitation against her, she would lift the ban on the Sangh. The Sangh’s leaders rejected the offer out of hand saying that the Sangh would never dream of letting down the country in order to save its skin.

Why is the Sangh Aloof From Politics ?

We have seen how the Swayamsevaks are continuously working towards the removal of every kind of social evils such as caste discriminations, untouchability, etc., undermining the unity and harmony of our society. But there is yet another propensity severely eroding our social fabric, especially after independence. Many of the political leaders infatuated with the lure of power, are perverting our social diversities such as community, language, caste etc., into social cleavages, thereby fragmenting our society, with a view to serving their own narrow electoral interests. Dr. Hedgewar who was himself in politics had realised only too well its potentiality to damage the society. Hence, after the founding of the Sangh, inspite of being a reputed political leader in the Vidarbha area, he kept himself and the Sangh also completely away from politics. Subsequently also, the Sangh has been steadfastly sticking to the same line.

On Every Occasion, Away from Power & Politics

After attaining independence, the central theme of our national life has become politics and elections. Therefore, people sympathetic to Hindutva [Hindutum] had suggested that an influential organisation such as the Sangh should enter politics. They felt that it would immensely benefit the Hindu Society. But the Sangh decided to remain firm true to its decision to stay away from politics. During the 1948-49 ban on Sangh, the then Home Minister Sardar Patel wrote to Shri Guruji urging him to merge the Sangh with the Congress and continue to serve the society through that forum. At that time, prospects of the government lifting the ban on the Sangh were indeed very bleak. Even then, Shri Guruji wrote back to the Sardar with due respect that the Sangh, as before, wished to continue to serve the nation in the cultural sphere.

Yet another situation came up before the Sangh in the wake of the end of Emergency in 1977. All the then leaders of the various political parties knew for certain that it was the Swayamsevaks who had played the crucial role in mobilising the people to struggle against it. Not only this, the Sangh had also played a decisive role in bringing together the diverse political groups on one platform – the Janata Party – through its workers both inside and outside the prison. When elections were announced, the Swayamsevaks proved to be the main force to embolden the people to come out with fortitude and strength, and vote against Shrimati Gandhi. It was mainly these efforts which had culminated in the landslide victory of the Janata Party defeating the autocratic regime, and restoring democracy in the country.

It was on this background that many people expected that some representatives of the Sangh also would be inducted into the Central and state cabinets. But as soon as the Emergency was lifted and the ban on the Sangh removed, the Swyamsevaks got back to their Shakhas from the very next day, leaving behind politics and related affairs. The gross injustice done by Srimati Indira to the country and to the Sangh, the inhuman torture and violence unleased by her regime on the Swayamsevaks were very well known but still Shri Balasaheb Deoras advised: “forget and forgive”.

How Are so Many Workers Prepared ?

You might be wondering how many lakhs of dedicated workers must the Sangh be having for organising and running Shakhas in thousands of centres all over the country, and also for carrying on several such big organisations, widespread campaigns, etc. As the Sangh is now 75 years old, it is clear that ever new generations of workers must also be getting readied. How is it possible for the Shakhas to continuously keep up the flow of such trained and dedicated men? Now-a-days, we hear that for want of dedicated and committed people, many religious and service organisations are facing immense difficilties. But the Sangh seems to have no such scarcity of such men. It can even depute trained and committed workers to other organisations also. What could be the reason for this?

Dr. Hedgewar had thought deeply over this issue. He had introduced simple but highly significant techniques for the running of the Shakhas. For instance, he had made it a point that in the Shakhas there should not be any such programme or symbol which would make the Sangh appear separate from our society.


Abb.: Bhagawa Dhvaj -- der Wimpel Gottes

The Bhagawa Dhwaj or the saffron flag, invoking whose blessings the Shakha is conducted, is a symbol of reverence for all Hindus alike. While going about their day-to-day activities and routines also, the Swayamsevaks do not behave or wear any differentiating symbols. Their behaviour, dress, language and demeanur all remain the same as others in the society. There is nothing to differentiate them from the rest of the society. Hence, they are saved form being ‘ghettoed’ as a cult or an uncommon outfit, outside of the Hindu fold.

Dr. Hedgewar also succeeded in changing certain deep-rooted wrong conceptions in the people’s mental make up then prevailing about social work. An ordinary Hindu thought that it was sufficient for him to think and work for his family welfare alone, without any thought of the society. A few among them thought it fit also to provide some financial assistance to one or the other social cause. Time permitting, they sometimes participated in social programmes also. But the majority of them would either keep themselves entirely unconcerned or were contented with only expressing sympathies. Dr. Hedgewar had designed and organised Shakha programmes so as to overcome such mental blocks about social activities and to unhesitatingly participate in them. During his time only young boys and college going youngsters would attend the Shakhas. Hence, to suit their convenience Shakhas were held only in the eveninigs. Nowadays boys, youth, the aged and also from various professions take part in Shakhas; as a result, Shakhas are run at timings suitable to them.

Pracharaks and Local Workers

During and after the Shakha timings, Swayamsevaks intract in an extremely friendly and homely atmosphere. The members of the Shakha also maintain a warm and cordial relationship with the members of the Swayamsevaks’ families, be they young or old, men or women. As a result, new persons who come to participate in the Shakhas feel delighted and at home and unlike others in the society the Swayamsevak never feels that social work is a burden to him. Slowly, but steadily, seeing the dedication of the senior Shakha workers, the Swayamsevaks start giving more time to work for the Shakhas.

Simultaneously, in keeping with each one’s ability they are given some small responsibilities. They are also provided with adequate training to effectively carry out those responsibilities. In this process, a succession of trainees grow to become trainers and the continuity from one generation to another is maintained.

It is through this process that some of the more capable from among those who are trained thus, choose to dedicate their full time for the Sangh. They are sent to various parts of the country depending on where there is the necessity. Such workers who are assigned full time responsibility are known as pracharaks. The duration a pracharak works full-time for the Sangh depends on his mental preparedness and capacity. He is provided with specialised training also for this purpose. It is but natural that the number of such pracharaks will be limited. However, the majority of workers normally remain locally. They are students, farmers, workers, teachers, merchants etc. They belong to different age groups also. They range from boys between 6-10 years of age to old people but who are mentally and physically fit. They spare time for Sangh activities each day from their bread-winning and other domestic routines. They move within their village, town or city or even go out to other places at regular intervals for strengthening and extending the Shakha network.

As the Sangh grows in age it is natural that the age of the senior ones who are associated with it also grows. In keeping with the Hindu vanaprastha [3. Lebensstadium, Rückzug] tradition some workers who are in the 50-60 or more age group, relieve themselves from their family responsibilities and dedicate themselves fully to the Sangh’s work. They are allotted work keeping in view their age, experience, background etc., and trained accordingly.

It may now be clear to you as to why and how the Shakhas have been sufficiently successful in enabling even the common man to participate in the service of the society. Several other sister organsations founded by the Swayamsevaks have also succeeded in creating devoted and disciplined workers from their own fields of activities. There are also certain high water-marks of the character of all such workers. They never desire or expect any rewards for their efforts and sacrifices — neither money nor fame nor position or any honours. They also never aspire to tom-tom their name.They are happy in striving to further the qualities and virtues in their co-workers and desiring to see them become more capable and efficient than themselves.

The Significance of Shri Guru Dakshina

Dr. Hedgewar also introduced certain distinct and original features in the working of Shakhas so to ensure that the ever new generation of workers have the right mental attitude towards the Sangh. For every organisation, to carry on its work sucessfully, its members should necessarily have, in addition to character and discipline, a healthy attitude towards its finances. For this sake, Dr. Hedgewar, instead of collecting fees or taking donations tried to inculcate a spirit of selfless offering/samarpana. The tradition of Shri Guru Dakshina was introduced in the Sangh precisely towards this end.

Every year on the holy Vyasa Poornima (Ashadha shuddha poornima) day considering Bhagwa Dhwaja [Flagge] as the Guru, each and every Swayamsevak offers his dakshina. It is with the help of these offerings that the activities of the Sangh are carried on throughout the year. By this method, the spirit of self-reliance is cultivated among Swayamsevaks. Speaking to the Swayamsevaks on this issue, Dr. Hedgewar used to say, “However poor a family is, the members of the household do not go out begging for conducting any happy or unhappy occasion in the house. Whatever their difficulties they meet their requirements within their means. Such should be our thoughts about the Sangh too”. In fact, the Swayamsevaks adopt this attitude while conducting any of the Sangh’s programmes like camps, functions, campaigns, etc.

Devotion to The Ideal, Not to Any Individual

Through this unique practice of Guru Puja Dr. Hedgewar succeeded in replacing personal loyalties with that of devotion to the ideology. And he himself stood as the shining exmple in this regard. One never heard him say, “I am the founder of the Sangh”. He never took decisions pertaining to Sangh on his own. He always discussed them with his colleagues. He would invariably say that decisions were taken by his co-workers. He also followed every single rule or system with utmost rigour. He always said, “In the Sangh, there is no such distinction as the ‘leader’ and the ‘worker’. We are all Swayamsevaks”. Even today, whatever the responsibility one holds, either in Sangh or any sister-organisation and whatever his stature outside the organisation, it is only in saying “I am a Swayamsevak” that a worker feels himself honoured. It is because of this attitude that the word ‘Sangh Swayamsevak’ invokes in any ordinary countryman of ours a sense of implicit trust and confidence. Needless to say, the original seed of this great Bunyan tree of people’s trust was laid by the total self-offering of  Dr. Hedgewar to the ideal.

Sangh Growing In Spite of Opposition

Reading the story of the Sangh so far, you would expect it to grow in the future also as it did uptil now. You may also wonder whether this growth has been all along without any opposition to it at all? In fact, since its very birth the Sangh has had to face ever so many types of foul propaganda and fierce opposition. You already know how strong a nationalist Dr. Hedgewar was even as an youngster. It is no surprise that he should have unfailingly attracted the hostile attention of the British rulers. Three times, they attempted to put a govermental stop to the Sangh activities. It was because of the public support and dexterity of Dr. Hedgewar and Shri Guruji, that all such efforts proved ineffective. Even after Independence, opposition did not subside. Following the death of Mahatma Gandhi in 1948-49 and later during the state of Emergency in 1975-77 bans were imposed on the activities of the Sangh. Again in 1992, after the Karseva a ban was imposed, which was lifted because of a verdict from the tribunal in that very year. Each and every time after a ban the Sangh came out ever more sparkling and popular as gold put into the fire

Who Are These Accusers?

There is even now a continuous barrage of mal-propaganda let loose against the Sangh. It is only natural that as Shakhas have spread far and wide, Sangh’s influence should be having its impact on all fields of our national life including the political, and that as a result anti-propaganda would also ensue. But who are these people who level such a variety of wild allegations against the Sangh and other related Hindu organisations? By now, you would have surmised that these people belong to some particular religious groups or political parties, especially the English press and Christian missionaries. Hitler had a notorious propaganda minister Goebbels, by name. He used to say, “If falsehood is repeated a hundred times it will start sounding like truth”. It appears our accusers are his devoted disciples!

“Gandhiji’s Murder” / Government Confess Allegation Was Baseless

Let us take the example of Gandhiji’s murder. Repeatedly it is alleged that the Sangh had killed Gandhiji. However, in a letter dated, 27.02.1948, to Pt. [Pandit] Nehru, Sardar Patel, the then Home Minister had unambiguously stated that “Neither the Sangh nor any member of that organisation is involved in the conspiracy to murder Gandhiji”. Later on, not even in the charge-sheet filed in the Special court of Justice Atmacharan was there any mention of the Sangh or of any Swayamsevak. Even later, in the specially constituted Kapoor Commission Report also the Sangh was totally exonerated. Shri Morarji Desai, as the Prime Minister, stated the same in the Parliament in 1977. Even the prohibitory ban of 1948 had to be unconditionally withdrawn. This was stated in 1949, by the Government itself in the Maharashtra Assembly also. Now tell me, if after all this, the allegation is being repeated even now, is it not clear that those who accuse us of Gandhiji’s murder are the verily disciples of Goebbels?

Opinions Of Prominent Personalities

Another similar baseless allegation against the Sangh is that it is communal, it is opposed to Muslims and Christians. Uptil now, there have been many communal clashes in our country. Every time the special Enquiry Commission constituted to probe into the riots, have given a clean chit to the Sangh. In fact, Justice Venugopal Commission enquiring into the violence at Mandaikadu (Kanyakumari) stated that the mass conversion of Hindus to Christianity had triggered the violence. The Justice had even advised the government to prohibit religious conversions.

Former President Dr. Zakir Hussain during a Milad mehfil at Munger held on 20.11.1949 said: “It is totally false to allege that Sangh hates or attacks the Muslims. In fact, Muslims also must learn mutual love and respect, co-operation and skillful organisation from the Sangh”.

Uptil now the Sangh has never demanded that the Hindus be given any special rights or facilities, over and above what is available to others. On the contrary, it has always declared that giving special privileges on the basis of religion would be against the secular norms and democratic set up of our country.

Former Chief Justice Of Bharat [Indien]

At the Gurudakshina function held on 25.08.1968 at Bangalore, former Chief Justice of Bharat [Indien] Shri Koka Subbarao said, “Rashtriya Swayamsevak Sangh is creating national consciousness and cohesion—through self-reformation and mental and physical discipline. It has now become a household name throughout the country and everybody recognises the selfless service it is rendering to the people. The Sangh has also been striving to rejuvenate the Hindu tradition-which has always allowed all faiths to be practised without any discrimination. This is in fact the essence of secularism. Therefore accusing the Sangh as anti-secular is meaningless”.

Field Marshal K.M.Carriappa at the RSS function, at Mangalore, in 1959, declared: “RSS work is my heart’s work.... My dear youngmen, don’t be disturbed by the uncharitable comments of interested persons. Dr. Hedgewar, the revered founder of this great organisation, has set before you a bright example of selfless devotion to the service of our motherland.”

Why is it then that some politicians continue to accuse the Sangh of being anti-secular,etc.? It is quite easy to find an answer to this. There is now a greater Hindu awakening. They are now getting upset and feeling insulted because of their continuous neglect, abuse and ridicule by such politicians. The crooked electoral game been played by them, with an eye on the non-Hindu vote bank, of granting more rights and privileges to the Muslims and Christians than for the Hindus has become clear to the latter (Hindus). The Hindus have at last learnt to give such pseudo-secular politicians a fitting reply in the language they understand i.e; of elections. Since the Sangh works to generate awareness of their rights under democracy among the Hindu people, it is natural that it becomes a target for them.

Sangh & Politics / Different Spheres of Activity

There are some who ask various types of questions vis a vis the nature of relationship between the Sangh and the BJP [Bharatiya Janta Party]. We have already noted at the beginning of this Story that the Swayamsevak enters every field of our national life and tries to infuse the sublime values of Hindutva which he has assimilated as a Swayamsevak. One such area is politics. The presence of Swayamsevaks is the only common link in all such organisations working in different spheres of activitiy. One such organisation is the BJP which works independently. At the Centre or in the states, wherever the BJP is in power, it takes decisions and formulates its policies independently, on its own. The Sangh has no role in it whatsoever. The Sangh, on its part, directs all its efforts towards giving a right overall national content into the social mind. BJP and the BJP-led governments work in the legislatures and administrative area of governance whereas the area in which the Sangh works is social and cultural.

Swayamsevaks are only too well aware of what Swami Vivekananda had said in this connection: “Every great work has to pass through three stages. They are neglect and ridicule, opposition and finally victory”. The Swayamsevaks, on their part, are involved in their work with invincible faith in the ultimate victory of Sangh, not in the least bothered about any such motivated oppositition or mal-propaganda.

Carrying the Torch Abroad

After having gone through the Story of Sangh so far, you must be wondering: What about the Hindus living abroad? They are also our own kith and kin; has not the Sangh thought about them at all? Yes, certainly. The Sangh Swayamsevaks who have gone abroad from here and those who have become Swayamsevaks there itself, have been taking forward the torch of Hindu Consolidation in their new adopted lands also.

Three Stages of Migration

Before going into the story of what precisely is their contribution to the Hindu cause, it may be of interest to you to know the 'why' and 'how' and 'when' the Hindus have gone to different countries and their general conditions there.

Broadly speaking, the Hindus have migrated abroad over three periods of history. A major group was taken out under duress by the British rulers as indentured labourers to the then British colonies, such as the Caribbean countries including Guyana, Surinam, Trinidad, Jamaica on the one side, South Africa and Mauritius on the other side and the Fiji islands in the Far East. It was from 1845 onwards and mostly from U. P., Bihar and Tamilnadu that this migration took place. The terrible hardships that they had to undergo even for their survival is unimaginable. Many of them even perished. But thanks to their indomitable spirit, not only were they able to survive but also make a distinct mark of their own in those far off regions and also make their adopted lands prosperous.

Attaining Eminent Positions

They educated their children and soon carved out for themselves a prominent role in the social and political set up of those countries. They took care to ensure that they retained their pristine cultural values even under highly adverse conditions there. A few have even attained the highest executive posts in some countries. For example, the Prime Minister of Mauritius, Shri Aniroodh Jagannath, of Trinidad, Shri Basudev Pandey, and till recently of Fiji, Shri Mahendra Choudhary, are all Hindus. So also the President of Guyana - one of the youngest in the world, Shri Barrat Jagdev, and of Singapore, Shri Nathan, are both Hindus. Only recently, a World Hindu Conference held in Trinidad was addressed by RSS chief Shri Sudarshan, and by the Prime Minister who thrilled the audience by leading them in the recitation of the famous Hanuman Chalisa by heart. Needless to say, all these eminent brothren of ours are intensely proud of their Hindu heritage.

A majority of the second group of migrating Hindus, mostly from Gujarat and Punjab, have gone to East African countries such as Kenya, Uganda and Tanzania. They were mostly small shopkeepers, businessmen or as supervisors in the Railway Construction work undertaken by the British Colonial masters. They too, by the dint of their intelligence and efforts, soon attained high economic positions in these countries.

The third major group of Hindus who have gone abroad are professionals – doctors, engineers and more recently the computer engineers. They have mostly gone to USA, UK and Western European countries and are holding prestigious positions there. Three of them were the recipients of the prestigious Nobel Prize – Shri Khurana [Har Gobind Khorana, geb. 1922, Nobelpreis in Medizin 1968] (medicine), Shri Subrahmanyam [Subrahmanyan Chandrasekhar, 1910 - 1995, Nobelpreis für Physik 1983] (Physics) and Shri Amartya Sen [geb. 1933, Nobelpreis für Wirtschaft 1998] (Economics). The children of these professional migrants too are attaining high scholastic distinctions in their studies.

As a rough estimate, there are about 25 million Hindus settled in almost 120-125 countries in the world. They are a peace-loving, law-abiding community, sincere and hard working. Owing to their immense contribution to the welfare of their adopted lands coupled with their exemplary harmonious and peaceful family life, they have earned respect from their local compatriots.

Towards Maintaining Cultural Identity

The major challenge facing these migrant Hindu brothers of ours is about their children, who are exposed to highly unfavourable cultural environment taking a heavy toll of their awareness of our sublime Hindu cultural heritage; which, in short, means the loss of their cultural identity. This, in turn, makes them an easy prey to the vicious propaganda and corrupt conversion tactics of Christians and Muslims. It is in this context, especially, that the Sangh is striving its utmost to keep the flame of pride in their invaluable Hindu ethos burning bright in their hearts, so that they can stand up with their heads held high. With a view to be able to tackle all such local problems, Sangh is concentrating on consolidating the Hindus as a well-knit society. The Shakha technique, you will be pleasently surprised to know, has proved equally successful abroad also. The Swayamsevaks epitomise its efficacy by saying, "coming together is beginning, staying together is progress and working together is success."

The Sangh's full name is Hindu Swayamsevak Sangh (H.S.S.) [Webpräsenz: http://www.hssworld.org/hss/hssworld.htm. -- Zugriff am 2001-07-27]; only in Kenya, it is Bharatiya Swayamsevak Sangh and in Myanmar, it is Sanatan Dharma Swayamsevak Sangh. The Shakhas are regularly held daily, weekly or monthly depending upon the local situation. Just as in Bharat [Indien], pracharaks and vistaraks are also coming out in many countries including U.K., U.S.A., Malaysia, Netherlands, Myanmar etc.

Main Focus on the Youth

The main focus of Sangh is upon the youths. Besides the Sangh, National Hindu Students Forum in U.K. [Webpräsenz: http://www.nhsf.org.uk/. -- Zugriff am 2001-07-27], Hindu Students Council in U.S.A. [http://www.hindunet.org/hsc/. -- Zugriff am 2001-07-27] are also active. Hindu Sevika Samiti [Webpräsenz: http://www.samiti.org.uk/. -- Zugriff am 2001-07-27] is active among the Hindu girls on the same lines as the Rashtra Sevika Samiti here. The H.S.S. has so far organised youth training and leadership camps twice in Bharat [Indien], in 1992 and 1997, in Bangalore. It has also organised Vishwa Sangh Shibirs in 1990 (Bangalore) and 1995 (Baroda) with a view to bringing together Hindu activists, (both male and female) for mutual interaction. There has been a noticeable upsurge in the Hindu activities abroad in the wake of these impressive camps. The third one in the series is expected to be the biggest so far, with a possible attendance of 500 Hindu workers from about 35 countries which will be held in Mumbai during Dec. 26, 2000 to Jan. 1, 2001.

Yet another effort for maintaining contacts with Hindus in almost 100 countries abroad is through a fortnightly news-letter "Samvad". There are about 40 countries where some sort of Sangh-inspired activity is going on and there are 33 countries where Shakha type of activity is going on.

Various Facets of Impact

You may now like to know more about the impact the Shakha-system is having among the locals. In 1984, the Chief Inspector of Police at Bradford came to the camp site to congratulate the Sangh adhikaris for the exemplary restraint and discipline displayed by the Swayamsevaks in the face of provocative slogans raised against the Sangh by some Khalistani extremists. Mrs. Margaret Thatcher, the then Prime Minister of U.K. addressed the Makar Sankranti festival of Sangh in Jan. 1990 and garlanded the photo of Dr. Hedgewar. In 1996, in London's Wembley, the Mayor of Bradford Mohammad Riyaz had joined the Hindu marathan and publicly declared, "Your emphasis on moral and cultural values alongwith physical discipline is exemplary" and rejected as baseless the charge that Sangh was fascist and anti-Muslim. W. Hanuman Singh, a Christian, is a Communities Relations Education Officer in U.K. declared that he was proud of his great Hindu ancestory and was happy that the Sangh was dedicated to preserving those high values.

At Atlanta in U.S.A. William Cenekar, a Christian scholar presiding over a Unity Conference of Theologians belonging to various Christian groups said, "The life pattern and life values of Hindus will certainly enrich the faith of Christians in general and can qualitatively change the Christian theology and experience. In Australia, Ganesh immersion ceremony is observed by all the Hindu organisations coming together in a single grand procession.

In Kenya and Mauritius

In Kenya and Mauritius, the bringing together of Hindu organisations of various denominations on a common forum, namely, United Hindu Council of Kenya and Hindu Council of Mauritius, has helped the Hindus to close up their ranks and put up a united voice in protecting their interests. In Mauritius, in 1979, Hindu Council workers were successful in bringing the Hindu leaders together and thereby averted the formation of an anti-Hindu governement by a Frenchman. In Kenya, thanks to the efforts of the Hindu Council – the Vedic, the Buddhist, the Jain and the Sikh scholars came together to finalise a common syllabus for Hindu religious education in all schools. The governement too co-operated and got text books printed and enforced the syllabus, thus ending the monopoly of Christian religious education in Kenya. Further, Deepawali has been declared a national holiday for the Hindus and 'Om' postage stamps issued.

Trinidad has the unique distinction of taking the first step in the formation of Vishwa Hindu Parishad. The seed of V.H.P. was sown when Shri Shambhunath Capil Dev, then an MP of Trinidad, visited Bharat [Indien] and in his meeting with Shri Guruji stressed the need for a world Hindu organisation and urged him to take the lead in that regard.

Buddha Pradarshni in Myanmar

In Myanmar, the impressive Buddha Pradarshani highlighting the life and teachings of Buddha has generated feelings of spontaneous goodwill in the Buddhists' mind towards the Hindus and has helped in strengthening the fraternal ties between the two. In Malaysia, a declared Muslim state, when Muslims objected to the ringing of bells in a temple nearby a mosque, the highest court of the land ruled out their objections saying that they had no right to object since the Hindu temple was much older and the fault lay in their constructing the mosque nearby.

Restoration of ISCON Temple

In the religious domain, Vishwa Hindu Parishad is doing excellent work, virtually acting as an umbrella organisation for the various Hindu religious Sampradayas, so that the Hindus could speak out in one voice. A very notable example of how such Hindu unity proves effective could be witnessed in the restoration of the ISCON [International Society for Krishna Consciousness] temple in North London two years back. V.H.P. [Vishwa Hindu Parishad] and Sangh were in the forefront of putting up a mammoth unified protest by 35,000 Hindus against the unjustified order for the closer of that prestigious temple, which forced the government to finally declare that "the spiritual needs of the Hindus outweighs the environmental considerations."

Recently, a very valuable textbook "Explaining the Hindu Dharma; A guide to teachers" [ISBN : 1-85175-118-1] has been published by the V.H.P., U.K. Highly acclaimed by the academic community, it is of great help especially to the teachers – many of them non-Hindus – who are expected to teach Hinduism to the Hindu children in schools. So far they did not have sound reference material to rely upon. The book is very well received in other countries also.

Service Activities

Service-oriented bodies such as Seva International in U.K. [Webpräsenz: http://www.sewa-international.org.uk/. -- Zugriff am 2001-07-27], India Development and Relief Fund in U.S.A. and in Kenya [Webpräsenz: http://www.idrf.org/. -- Zugriff am 2001-07-27] are contributing their mite towards the uplift of the deprived sections of our people like the tribals, urban and rural poor people. They were among the first to come forward to help financially during the natural calamities in Bharat [Indien] like the Latur earthquake disaster in 1993 and recently the Utkal cyclone tragedy. Organising Hindu marathons regularly has been another special feature over the last several years in U.K. The amount collected during such marathon runs is donated to the social service projects in Bharat [Indien] and elsewhere. In Kenya, the disabled among the locals are provided with artificial limbs and medical relief camps are held with regular frequency at different centres.

Series of Hindu Conferences

Recently, there has been a growing interest among the foreigners towards certain beneficial facets of Hindu life-traditions, such as Yoga and Meditation, Ayurveda, family values, importance of Sanskrit and the holistic Hindu approach to life. These topics formed the highlights of the Hindu Conferences organised during the last one and a half decades in various parts of the world. The conferences in Denmark 1985, Nepal 1987, Singapore 1988, Netherlands 1988, U.K. 1989, Germany 1992, U.S.A. 1993, South Africa 1995, Kenya 1998, Trinidad 2000 have proved as landmarks in bringing about a strong awakening among the local Hindus. Eminent local non-Hindu leaders have also attended such conferences: such as, Mr. Nelson Mandela who addressed the 40,000 strong Hindu gathering in Durban, South Africa, and spoke in eloquent terms about the Hindu philosophy and culture and said that the world was looking towards this philosphy as a solace. He also gratefully acknowledged the contribution of the Hindus during the freedom struggle of South Africa.

Commendable Contribution by All Hindu Organisations

A large number of other Hindu organisations are also carrying on commendable work for helping the Hindus to maintain their Hindu identity and nurturing their devotion towards Mother India and her culture. 

and similar other ones, are all active concentrating specially on the Hindu youth.

The Sangh feels that the time is now ripe for the Hindus in general and the youths in particular to come forward to play the role of effective cultural ambassadors in the foreign countries. Creating a sound social infrastructure of Hindus infused with the awareness of their intrinsic unity and of their noble heritage, is what is direly needed to achieve this; the Sangh is striving precisely to fulfill this need in all those adopted lands of theirs.

A Loving Appeal to You as a Hindu

This, in brief, is the Story of the Sangh. Reading this you will certainly feel that unless the Sangh speeds up its activity there could be many more dangers overtaking the country. Therefore it is clear that many more thousands of people like yourself need to come forward to extend their hand of whole hearted co-operation in this task. Therefore, it becomes the duty of every Hindu to give at least a little time as did the squirrel in the Ramayana for the sake of our Hindu society, our motherland and for the Sangh. I lovingly appeal to you as a Hindu brother not to stop with the mere reading of this Story but play an active role in the spread of its Great Message.

The Story is like that of Mother Ganga

This, in short, is the Story of the grand task of rejuvenating our society in which everyone of us has a role to play. This is the Story of collective efforts of all of us to elevate our beloved Motherland Bharat Mata [Mutter Indien] to the commanding heights of glory through the awakening and organising of our Hindu society. Swami Vivekananda’s disciple Sister Nivedita [1867 - 1905] had once said, “If only the Hindu People come together every day for even ten minutes at a common place and pray, they would generate enormous strength and energy”. The ‘Shakhas’ have made her prophetic words a living reality.

This is the Story of the step-by-step realisation of Dr. Hedgewar’s historic dream of 1925 on the Vijaya Dashami Day. However, this is a unique and a very special story. Every story has an ending some time or other. But this is an Unending Story. The Unending Story of an Unending Society; the living, immortal story of the Hindu Life-Current similar to the perennial Ganga Mai who renews herself every moment. Its onward flow will go on forever and forever, showering its blessings of all round peace and prosperity, harmony and happiness over the entire humanity.

[Quelle: http://www.rss.org/rssstor.htm. -- Zugriff am 2001-07-08]


4.2. The Mission of R.S.S.


The R.S.S. stands for the spread of Hindu culture. Culture means a value system. So the R.S.S. wants to establish a certain value system which in Historical process is called Hindu value system, but is essentially a humane value system. The essential ingredients of this value system are:

  1. The truth is one but can have plural manifestations. This plurality need not be in conflict with one another; it can be cooperative and complementary. To understand, appreciate and realize the unity in a tremendous vortex of diversities, should be the humanity's goal of life.
  2. The whole universe is permeated with the Godly Spirit. Let us first offer, whatever we earn to this Spirit, then only can we become eligible to feed ourselves. 
  3. Our concept of Dharma is based on the universality of spirit. Therefore, Dharma according to Hindu is not simply a bundle of rituals. It is a principle of universal harmony - harmony between an individual and society, harmony between human society and outward nature or Prakriti, harmony between individual soul and the universal soul.
  4. The mission of the R.S.S. is to unite and rejuvenate our nation on the sound foundation of Dharma. This mission can be achieved by a strong and united Hindu society. Therefore the R.S.S. has undertaken the task of uniting the Hindus. Rejuvenation of the Hindu nation is in the interest of the whole humanity.

 [Quelle: http://www.rss.org/mission.htm. -- Zugriff am 2001-07-08]


4.3. Technique of R.S.S.


The R.S.S. stands for the spread of Hindu culture. Culture means a value system. So the R.S.S. wants to establish a certain value system which in Historical process is called Hindu value system, but is essentially a human value system. The essential ingredients of this value system are:

  1. The daily Shakha is the R.S.S. method of instilling unity, dedication and character, both personal and national. The 'mantra' of the Shakha is 'Ekashah Sampat' i.e. stand in one line. The R.S.S. just ignores the differences whether they are of caste, language, status or affluence. Hindus are asked to fall in a line. Then they begin to walk in a line, dine in a line. Without making violent speeches against the caste and other distinctions. The R.S.S. method of Shakha, had blunted the caste feelings, eradicated untouchability and gave an experience of an integrated social life.
  2. The various programmes of the Shakha create a benign atmosphere that helps inculcate a spirit of selfless service to the society and the Motherland.
  3. The daily prayer is sung before the Bhagava dhwaj (saffron flag), which is regarded as the supreme Guru. No individual is a 'Guru'. The only slogan is ' Bharat Mata Ki Jay' [Sieg Heil der Mutter Indien!]. All are equal before the 'Guru'.
  4. There is no hierarchy. The various functions are distributed, and for carrying them out, there is an arrangement. We have no officers. We have only office bearers; and they are for carrying out the variety of functions. Bereft of that, all are equal, all are friends. This unique feeling of comradeship is the characteristic of the R.S.S. and it is the outcome of the R.S.S. methodology of running a Shakha.

 [Quelle. http://www.rss.org/technique.htm. -- Zugriff am 2001-07-08]


4.4. Nationalism of the R.S.S.


The first requisite for a nation is a contiguous piece of land delimited as far as possible by natural boundaries, to serve as the substratum on which the nation has to live, grow and prosper. Then the second requisite is, the people living in that particular territory should have developed love and adoration for it as their motherland, as the place of their sustenance, their security and prosperity. In short, they should feel that they are the children of the soil.

Then that people should have evolved a definite way of life moulded by community of life ideals, of culture, of feelings, sentiments, faith and traditions. If people thus become united into a coherent and well-ordered society having common traditions and aspirations, a common memory of the happy and unhappy experiences of their past life, common feelings of friendship and hostility and all their interests interwined into one identical whole - then such people living as children of that particular territory may be termed as a 'nation'.

The national life of Bharat [Indien] is an ancient one. The social life here has been woven round a cultural tradition imbued with common life-ideals stemming out of a common comprehensive life-philosophy. This has been a living tradition since ages, well before the Islamic and Christian invaders stepped on this soil. The thread of inherent unity has never snapped in spite of apparent distinctions and dissensions among castes, creeds, sects and even political kingdoms. The human group which has been expressing this unified current of life has been popularly known as the 'Hindu'. The national life in Bharat [Indien] is therefore the Hindu National Life.

The basis for the emotional unity of a nation has to be rooted in something high and noble, deep and positive. The real and abiding source of emotional patriotic inspiration which can raise every single individual and group to heights of single minded devotion to the nation as a whole can only be found in the spirit of unalloyed nationalism and not in mere assertion of rights, political or economic.

We often hear of the call for the emotional integration of the country But the funny part of it is, those who give that call have never cared to say what that central 'emotion' is, around which all our country men are expected to rally. Can it be the assurances of greater and greater economic and politicalrights to some groups? Or fixing of percentages to different groups in matters of employment, education, etc., ? Will such manipulation and calculations bring about 'emotional integration?'

Our young men must be made to feel proud of being born in the great lineage of rishis and yogis. If we have to live up to their legacy, we must live as Hindus, we must appear as Hindus and also we must make ourselves felt by the whole world as Hindus. It is only when we learn to respect ourselves, our national customs and manners that we can hope to command respect from the outside world also. In fact the world wants us to be true to ourselves and not or become mere carbon copies of some X, Y or Z.

As for as the national tradition of this land is concerned, it never considers that with a change in the way of worship, an individual ceases to be the son of the soil and should be treated as an alien. Here, in this land, there can be no objection to God being called by any name whatever. Ingrained in this soil is love and respect for all faiths and religious beliefs. He cannot be a son of this soil at all who is intolerant of other faiths. So, all that is expected of our Muslim and Christian co-citizens is the shedding of the notions of their being 'religious minorities as also their foreign mental complexion and merging themselves in the common national stream of this soil.

Rejuvenation of culture is often dubbed as 'revivalism' and 'reactionary'. Revival of old prejudices, superstitions or anti-social customs may be called reactionary, as that would result in fossilisation of the society. But rejuvenation of eternal and ennobling values of life can never be reactionary. To dub it as reactionary merely because it is old only betrays intellectual bankruptcy and nothing else. By rejuvenation of our culture we mean reanimating in our lives of those eternal life-ideals that have nourished and immortalised our national life all these millenia.

It is at once clear that the basis of our national existence was not political power. Otherwise our fate would have been no better than that of those nations which remain today as only museum exhibits. The political rulers were never the standard-bearers of our society. They were never taken as the props of our national life. Saints and sages, who had risen above the mundane temptations of self and power and had dedicated themselves wholly for establishing a happy, virtuous and integrated state of society, were its constant torch-bearers. They represented the dharma-satta. The king was only an ardent follower of that higher moral authority. Many a kingship licked the dust owing to various adverse and aggressive forces. But the dharmasatta continued to hold the people together.

Today we find everywhere attempts to recast our life-pattern in the mould of an American, English or Russian way of life. How can we call it swatantrata (freedom) which has no swa (our genius) in it? Then it is only para-tantrata [Fremdbestimmung]. If Lenin is kept as the ideal it becomes Lenin-tantra and not swa-tantra! In fact, protection and propagation of our national lifevalues i.e. our dharma and samskriti, have always been held in our historical tradition as the raison d'etre of swatantrata.

People whose loyalty to the country and her traditions, to her heroes down the centuries, to her security and prosperity, is undivided and unadulterated, are the nationals of this land.

People who though entertaining such loyalty think in terms of their sect, caste, language or so-called race in contradistinction to the rest of the people, and strive for their own limited benefit and enjoyment of political power, for enjoying special rights and privileges not claimed or enjoyed by the general people, and for these purposes envy, hate, oppose and sometimes take recourse even to violent means, are communal.

Those, who, though nationals, would, out of some perverted notions, strive to break away from the people as a whole, and form themselves into a seperate and often conflicting state, are anti-national.

[From THOUGHTS EXCELSIOR of Shri Guruji Golwalkar published by Jagarana Prakashana, Bangalore. Shri Golwalkar was the second Sarsanghachalak of Rashtreeya Swayamsevak Sangh].

[Quelle: http://www.rss.org/our-natnlsm.htm. -- Zugriff am 2001-07-08]


4.5. Aus dem Fotoalbum der R.S.S.


Aus dem Fotoalbum der RSS

[Alle Abb.: RSS]

Neue Uniform für Mitglieder des RSS:

Am 29. August 2016 begann der RSS nach langen Diskussionen seinen Mitgliedern neue Uniformen zu verteilen: lange braune Hosen, weiße Hemden, Gürtel aus Leinwand (die Gürtel aus Leder hatte man schon 2011 ersetzt), braune Socken, schwarze Schuhe und schwarze Kappen. Nach 90 Jahren will man sich der Zeit anpassen und für Jugendliche attraktiver wirken. Bis alle Mitglieder neue Uniformen haben, wird es etwas dauern: 2016 rechnet man mit mehr als 56.000 Shakhas, in denen sich die Freiwilligen treffen. [vgl.: New uniform : RSS starts distributing brown trousers to replace khaki shorts. - In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-08-30]. Dass die Änderung in der Uniform keine Änderung in der Ideologie mit sich bringt, betont Lalita Panicker: "But, while the look may change, what seems far more resistant is the RSS mindset that has been very slow to keep up with modern thinking. It was only recently that RSS chief Mohan Bhagwat made remarks to the effect that it is the duty of a man to protect his wife in return for which she is bound to look after him. If she fails, according to Bhagwat, the man may disown her. ... It es a fundamental belief of the RSS that the woman is the pivot of the family unit and that this schould be her priority. On the issue of reservations, it is only recently that the RSS has acknowledged that the lower castes sections among the Hindus may need affirmative action. The RSS claims to be a cultural organisation with no political role, but the fact that it is a mentor of the BJP is no secret. Many of the BJP´s top leadership have been from the RSS cadre." Nicht ganz einig ist die RSS mit der Partei in Fragen der Wirtschaft: RSS bevorzugt "the swadeshi approach" [Unabhängigkeit für die Wirtschaft Indiens] während die Modi-Regierung die Wirtschaft nach außen öffnen möchte. [s. Panicker, Lalita: Along with Khaki shorts RSS schoud review its regressive ideologie. - In: Hindustan times. - 2016-08-30. http://www.hindustantimes.com/analysis/along-with-khaki-shorts-rss-should-review-its-regressive-ideology/story-s1dIjCaUu5iLSlnud62KSP.html. - Zugriff am 2016-09-01]


5. Aktuelle Folgen der RSS-Ideologie - Beispiele:

Im Folgenden handelt es sich meistens um Beispiele aus der Zeit ab 2014 - also dem Beginn der Regierungsübernahme durch den Premierminister Modi. Die Beipiele zeigen, dass das Land immer mehr hinduisiert wird. "In der Tat spüren radikal-hinduistische Kräfte seit der Machtübernahme von Modis BJP Aufwind. Eine Ministerin bezeichnet im Dezember" [2014] "alle Nicht-Hindus als Bastarde, ein Regierungsmitglied erklärte, die Gegner des im Gliedstaat Maharashtra verfügten Rindfleischverbots sollten nach Pakistan auswandern, ..." [s. Papst, Volker: Das streibare Om. - In: NZZ. - Internat. Ausg. - 2015-06-19. - S. 4]. Die verschiedenen Organisationen des RSS können sich darauf verlassen, dass die Regierung entsprechende Aussagen oder Übergriffe duldet.  Modi schweigt  zu Übergriffen, oder äußert sich sehr verspätet und nur sehr verhalten. Modi nimmt nur Stellung, wenn es aus politischen Gründen opportun ist, so nach längerer Zeit wegen der Kuhschützer, die einen Aufstand der Dalits, die man aber als Wähler braucht, hervorgerufen haben [s. unten 5.1]. Oder aus außenpolitischen Gründen, als in der Weihnachtszeit christliche Kirchen angezündet wurden. Es scheint auch, dass die Mehrheit der Inder sich nicht wehren. India today berichtet aus seiner Umfrage 2016, dass nach der Hälfte seiner Regierungszeit Modi´s Popularität trotz der vor allem wirtschaftlichen Probleme wächst.  Weiterhin zeigt die Umfrage "some interesting social trends. A surprisingly large number of respondents have very conservative attitudes towards issues such as the beef ban and censorship. A majority believe the government should have control over what people eat or drink, and 47 per cent support censorship in films." [s. Purie, Aroon - editor-in-chief: Our cover package makes sense of the 'Mood of the Nation' survey and reveals some interesting social trends. " - In: India today. - Kindle ed. - 2016-08-29]

Dass der RSS und seine militanten Organisationen wie z.B. die Jugendorganisation Bajrang Dal sich sehr sicher fühlen, zeigt auch die Meldung aus Kerala, dass der RSS Tempel als Lagerhäuser für Waffen nutzt. Der für die Tempel in Kerala zuständige Minister Kadakampally Surendran schreibt dazu: "I have been receiving complaints on the illegal activities conducted by the organisations, including RSS, in temples under the Devaswom Board." [s. RSS trying to turn temples into storehouses of arms. - In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-08-30] Ein  Devaswom Board in Kerala ist verantwortlich für den Reichtum der Gottheit eines Tempels. Ein solches Gremium besteht aus von der Regierung und der Gemeinschaft bestimmten Mitgliedern. Es gibt 4 solcher Devaswom Boards in Kerala, die für etwa 3000 Tempel zuständig sind. Sie stehen unter der Kontrolle der Regierung von Kerala. [Quelle: Devaswom boards in Kerala. - 2016. - In: https://en.wikipedia.org/wiki/Devaswom_boards_in_Kerala - Zugriff am 2016-08-30]

5.1  Gau Raksha [Schutz der Kuh]

Das Schützen von Kühen ist ein altes Anliegen der Hindunationalisten. Seit die BJP mit Modi an der Spitze an der Regierung ist, nehmen die Bestrebungen für Indien zu übergreifend das Töten von Kühen gesetzlich zu verbieten.  In den BJP-regierten Staaten Jharkhand, Gujarat, Madhya Pradesh, Haryana und Rajasthan gibt es inzwischen Gesetze, die das Töten, den Handel und den Besitz und das Essen von Rindfleisch verbieten. Um die Gesetze durchzusetzen, haben sich inzwischen Gruppen von fanatischen Hindus zusammengetan, die z.B. nachts auf den Straßen patrouillieren, um Transporte von Kühen zu stoppen und keine Hemmungen haben, die Transporteure zu töten. Die Angriffe vor allem auf Muslime und Dalits, von denen man vermutet, dass sie Rindfleisch essen, haben seit 2015 stark zugenommen. Die Gesetze schließen inzwischen die ganze Rinderrasse ein, also auch Bullen und Ochsen, nur Wasserbüffel sind ausgenommen. In Haryana und Maharashtra wird jemand, der Rindfleisch im Besitz hat oder damit handelt, mit Gefängnis von 5 Jahren und einer hohen Geldstrafe bestraft.

Die Hindunationalisten nutzen die Verehrung der Hindus für die Kuh für ihre Zwecke aus. So schreibt M.S. Golwalkar, der lange Zeit der Sarsanghchalak der RSS war, 1952 in einem Appell an junge Hindus, dass sie die fundamentalen Werte und Ideen ihres Glaubens wiederbeleben sollen. Man solle bereit sein sich zu opfern für Ehre und Ruhm des Mutterlandes : "such a point of honour in our national life is none else but Mother Cow, the living symbol of the Mother Earth - that deserves to be the sole object of devotion and worship. To stop forthwith any onslaught on this particular point of our national honour, and to foster the spirit of devotion to the motherland, [a] ban on cowslaughter should find topmost priority in our programme of national renaissance in Swaraj." [Zitiert nach: Guha, Ramachandra: RSS´ India model comes to Gujarat". In: Hindustan Times, Kindle ed., 2016-07-31] Das war eine Kampfansage gegen die muslimische und christliche Minderheit in Indien. Die Minderheiten sollen anerkennen, dass Indien eine Hindu-Nation ist.

Hukum Chandra Sawala, der heutige Vize-Präsident von Vishwa Hindu Parishad, der u.a. für das Kuhschutzprogramm der Organisation zuständig ist, sagt dazu: "Cow protection is the favourite issue of the Hindu society. It is the focal point of Hindu honour. Around this issue, Hindus get together und unite." Auf der Tür zum Büro "Bhartiya Govansh Rakshan  - Sanvardhan Parisha" = "The Indian Cow Breed Protection - Development Council" am Sitz von Vishwa Hindu Parishad ist zu lesen: "When Lord Krishna was born in Bharat to establish a religion here, how can such a country be run without that religion" [beide Zitate in: http://www.hindustantimes.com/india-news/the-new-symbol-of-hindutva-project-is-gau-raksha-the-new-ram-mandir/story-fPqg5TL2XBE16Po0S4kZeM.html - Zugriff 2016-08-12].

 Dazu eine Aussage der 2012 gegründeten Kuhschutzgruppe Bharativa Gau Raksha Dal, die sich selbst als wichtigste darstellt. : "Cow is the source of progress and prosperity. In many ways, it is superior to one´s mother. The pressure of Muslims for cowslaughter is the limit of foolishness. According to both Bible and Quran of them, to kill a cow even indirectly is a great sin." [Homepage der Gruppe: http://bgrd.in - Zugriff 2016-08-12]. Der Leiter der Gruppe Pawan Pandit sagt: "We are not anti-Muslim or anti-Dalit. We are a fraternity which wants to save the cow, because she is our mother... because that is what my religion, my parents, my holy book taught me." [http://www.livemint.com/Politics/Mi6HZpayTzwJT7G6zy8dTO/Who-is-a-Gau-Rakshak.html - Zugriff 2016-08-12] Die 2000 Mitglieder sind überwiegend Männer und Brahmanen. Die Betonung, dass man nicht gegen die Dalits ist, hängt damit zusammen, dass wohl hinter manchen Angriffen auf Dalits andere Interessen stecken. So wird vermutet, dass es bei dem Angriff auf Mitglieder einer Dalit-Familie in Una (in Gujarat), der man vorgeworfen hat, sie hätten eine Kuh getötet und dann gehäutet, darum ging, dass Höherkastige im Dorf das Land der Familie wollten. Die 4 Familienmitglieder wurden ausgezogen, geschlagen, an ein Auto angebunden und 500 Meter gezogen. Dalits haben traditionell die Aufgabe tote Tiere zu entsorgen bzw. die Haut für die Lederbearbeitung ab zu ziehen. [vgl.: "Conspiracy to grab land behind Una Dalit youth thrashing". In: Hindustan Times, Kindle ed. - 2016-07-22]. Inzwischen wehren sich Dalit-Gruppen, indem sie z.B. sich weigern tote Tiere zu entsorgen, um Angehörige anderer höherer Kasten zu zwingen solche Arbeiten zu übernehmen. Daraufhin hat Modi am 7. August 2016 nach langem Schweigen zum ersten Mal Stellung bezogen und von "sogenannten Kuhschützern" bzw. "fake cow protectors" gesprochen, die Muslime und Dalits diskrimieren. Allerdings steckt dahinter wohl die Angst, dass in den Wahlen in den Staaten Uttar Pradesh, Punjub und Gujarat im nächsten Jahr [2017] vor allem die Dalits ihm ihre Stimme verweigern. [s. Rao Apparasu, Srinivasa: Attack me, shoot me if you want, but don´t attack Dalits : PM Modi. - In: Hindustan Times. - 2016-08-08 . - http://www.hindustantimes.com/india-news/attack-me-but-don-t-attack-dalits-pm-modi-in-hyderabad/story-VaCQhXHjePtJzXcSvpWIbM.html]

Von den Hindunationalisten wird Indien als hinduistisches Land betrachtet, in dem die Minderheiten sich anzupassen haben oder aus Indien verschwinden sollen. So verlangte der BJP-Regierungschef von Haryana, dass Muslime und Christen auf Rindfleisch verzichten müssen, wenn sie in Indien leben wollen. [Quelle: Pabst, Volker: Der schrille Streit um die heilige Kuh : Hindu-nationalistische Kräfte sind in Indien auf dem Vormarsch. - In: NZZ - Internat. Ausg. - 2015-10-22. - S. 4]. Ein anderer Chefminister verlangt, dass die Muslime nach Pakistan gehen sollen, wenn sie sich nicht an indische Bräuche halten wollen. [vgl.: Pabst, Volker: Das falsche Fleisch im Kühlschrank : mit heiligen Kühen lässt sich in Indien viel Unfrieden stiften. - In: NZZ - Internat. Ausg. - 2016-07-08. - S. 7]

Beispiele von Kuhschützern, die Muslime angegriffen haben, aus dem Jahr 2015/2016:

Beispiel (s. auch oben) für Angriffe auf Dalits: Bajrang Dal Mitglieder griffen brutal eine Dalit Familie in Koppa in Karnataka an, unter dem Vorwand es sei Rindfleisch in ihrem Haus. [Weitere Beispiele: s. Vij, Shivam: New symbol of Hindutva project : Is Gau Raksha the new Ram Mandir?. In: Hindustan Times. 2016-08-08

Die Folgen für die Minderheiten und andere ärmere Bevölkerungsschichten:

viele Viehhändler, Gerber und Arbeiter in den Schlachthäusern haben kein Einkommen mehr. Da diese Berufe vor allem von Muslimen ausgeübt werden, ist die muslimische Minderheit besonders betroffen. Außerdem sind allgemein ärmere Bevölkerungsschichten betroffen, da sie sich kein Fleisch mehr leisten können, Rindfleisch war billiger als z.B. Geflügelfleisch. Selbst die Tiger des Zoos von Mumbai mussten mit Hühnchen gefüttert werden. [vgl.: Mumbais fastende Raubtiere. - In: NZZ - Internat. Ausg. - 2015-04-02. - S. 2].

Es betrifft aber immer mehr die arme Landbevölkerung, viele Bauern halten sich eine Kuh wegen der Milch und auch Ochsen wegen der Feldarbeit. Bisher konnten die Bauern diese Tiere, wenn sie alt wurden und nicht mehr brauchbar waren, an Händler zum Schlachten verkaufen. In den Staaten mit den strengen Kuhschutzverboten müssen die Tiere jetzt aber bis zum natürlichen Tod erhalten werden. In 2016 war aber wieder ein Dürrejahr, d.h. die Bauern haben selbst fast nichts zu essen und außerdem kein Wasser zum Trinken. Die betroffenen Teilstaaten stellen an manchen Orten Gau Shala´s (eine Art Altersheim für Rinder) zur Verfügung und Futter. Die oben genannte Gruppe Bhartiya Gau Raksha Dal sieht als ihre Hauptaufgabe solche Kühe mit Heu, Mehl, frischem Gras und sauberem Wasser zu versorgen, ihnen eine saubere Umgebung anzubieten und medizinisch zu versorgen. Zur Zeit sammelt sie Geld für 5 Krankenwagen für Kühe. [Quelle: Homepage der Gruppe: http://bgrd.in - Zugriff 2016-08-13]


5.2  wachsende Intoleranz

Intoleranz gegen Muslime:

Vorfall in Pune im August 2016: Die Mitglieder der muslimischen Gemeinde in Pune wurden gezwungen die Stadt zu verlassen, weil sie für das Ganesha-Fest der Stadt weniger zahlen konnten, als sie sollten. Die Organisatoren des Festes verlangten von jedem Muslim 100 Rupien, die Muslime konnten aber nur 50 Rupien pro Mitglied aufbringen. Die Muslime wurden erniedrigt, bestraft und eingeschüchtert: "In this country weaker communities are being chastised and browbeaten, right-thinking individual are left aghast, modernity is being betrayed and inhumanity is striding along." [s. Pune Muslims punished over Gaupati donations shows growing intolerance in India. - In: Hindustan Times. - Kindle ed.- 2016-08-23] Die Täter fühlen sich durch die hindunationalistische Regierung in Maharashtra gestärkt, zumal sie davon ausgehen können, dass die Polizei entweder nichts oder nur wenig gegen die Täter unternimmt, weil die Regierung höchstens schwach protestiert. Das Ganesha-Fest wird in jedem Jahr zu Ehren des Gottes Ganesha abgehalten, wobei die Festlichkeiten in Pune über die Stadt hinaus sehr bekannt sind. Hindu-Familien und Angehörige der verschiedenen Wohnquartiere in Pune lassen sich Ganesha-Figuren anfertigen, verehren diese und bringen sie nach 10 Festtagen in einer großen Prozession zum Fluss, dort werden die Figuren versenkt. Das Fest ist nicht nur ein religiöses Fest sondern auch eine politische Propagandaveranstaltung, die von Bal Gangadhar Tilak (1856 - 1920) organisiert wurde. Für Tilak war der Hinduismus die Nationalreligion Indiens, die gegen die Briten und die Muslime durchgesetzt werden sollte. Das führte schon  Ende des 19. Jahrhunderts zu Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Muslimen.

Mord an Kritikern und Freidenkern

2015 wurden die Rationalisten Narendra Dabholkar, Govind Pansare und MM Kalburgi ermordet, weil sie religiöse Gefühle beleidigt hätten. Die Mörder  Kalburgis sind noch nicht gefasst worden, obwohl Kalburgi vor seinem Haus in Dharwad, Karnataka ermordet wurde und in Karnataka die Kongresspartei regiert. "The probe is going nowhere, despite a Bajrang Dal leader publicly saying anyone insulting Hinduism will die like a 'dog' and warning that there would be more murders like Kalburgi´s." Es sieht danach aus, dass auch die Kongresspartei wenig tut um gegen den Hindu-Nationalismus vorzugehen. "Kalburgi´s murder was significant not only because a anti-superstition, rationalist ideologue was gunned down but also because the murder was brazen - the killers walked up to the writer´s house, shot him and calmly left." Die Mörder gingen von ihrer Straflosigkeit aus. [s. The message in anti-superstition campaigner Kalburgi´s killing. - In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-08-31]

Diese Morde führten u.a. dazu, dass viele Schriftsteller, Wissenschaftler und Filmschaffende ihre Regierungs-Preise zurückgegeben haben, um gegen die wachsende Intoleranz in Indien zu protestieren.

Verurteilung wegen "anti-indischer" Slogans

Anzeigen und Festnahmen wegen "anti-indischer" Aussagen beziehen sich auf das Gesetz von 1870 wegen Aufruhrs - "sedition law", das aus der Kolonialzeit stammt, damit kann man unliebsame Kritiker der Regierung ins Gefängnis schicken. Es gibt zwar eine Opposition gegen das Gesetz und außerdem hat der oberste Gerichtshof das Gesetz inzwischen so ausgelegt, dass Kritik an der Regierung nicht darunter fällt. Aber die Regierung und das Militär sagen, dass das Gesetz wesentlich ist um Militante auszurotten. [vgl.: Amnesty India temporarily closes offices, postpones events after sedition row". - In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-08-18]. Man hat das Problem, dass die Polizei aber Kritik an der Regierung als "sedition" ansieht. [vgl.: Let the sedition law be used sparingly from now on. - In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-09-08]

Das Gesetz findet man im Indian Penal Code Section 124A Sedition: der Text lautet: "Whoever by words, either spoken or written, or by signs, or by visible representation, or otherwise, brings or attempts to bring into hatred or contempt, or excites or attempts to excite disaffection towards, the Government established by law in India, a shall be punished with imprisonment for life, to which fine may be added, or with imprisonment which may extend to three years, to which fine may be added, or with fine." [Quelle:  http://devgan.in/ipc/section/124A/ -- Zugriff am 2016-09-09.] 2014 gab es 47 Fälle, in denen dieses Gesetz angewendet wurde. Dabei wurden 58 Leute festgenommen. Für 2015 sind 14 Fälle mit 35 Betroffenen bekannt geworden. Für 2016 sind schon 21 Fälle mit 170 Betroffenen in den Medien berichtet worden. Der Journalist Damayanti dazu: "Words, ideas and laws that seemed to be on the cusp of extinction are coming back to haunt a modern democracy. [...] das Gesetz wird angewendet "for printing a wrong map of India, not standing up when the national anthem is played in a cinema hall, liking a Facebook post, calling a yoga guru a fraud, cheering for a rival cricket team, drawing cartoons of politicians or refusing to chant a slogan" [s. Datta, Damayanti: The Sedition joke : going from bad to worse. - In: India today. - Kindle ed. - 2016-09-19]

Am 9. Februar 2016 haben Kanhaiya Kumar, Umar Khalid und Anirban Bhattacharya, drei Studenten der JNU [Jawaharlal Nehru University] Studentenorganisation in Delhi zu einem Event in Erinnerung an den wegen des Anschlags auf das Parlament (2001) hingerichteten Afzal Guru aufgerufen. Weil die Studierenden deswegen zu Gefängnis verurteilt wurden, gab es in der Universität einige Monate lang Protestveranstaltungen. Gegen diese Proteste protestierte ABVP - die Studentenorganisation des RSS - die auch die drei Studenten wegen anti-nationalen Slogans mit Bezug auf das "Sedition Gesetz angezeigt hatte. Das Gericht verurteilte weitere 18 Studenten zu Geldstrafen und zum Ausschluss aus der Universität. Die drei Anführer wurden im März unter Bewährung aus dem Gefängnis entlassen. Inzwischen (Ende Juli 2016) dürfen sich die Studierenden zum nächsten Semester zurückmelden. [s. Granted bail, faces of JNU sedition row move on. - In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-08-31].

Auch Divya Spandana Ramya, eine Schauspielerin und früheres Mitglied des Parlaments, wurde 2016 von einem Rechtsanwalt mit Bezug auf das "Aufruhr-Gesetz" wegen antiindischer Aussage angezeigt. Sie hätte indische Patrioten beleidigt. Ramya war mit einer offiziellen Delegation nach Islamabad gefahren und hat hinterher öffentlich folgendes gesagt: "Pakistan is not hell. People there are just like us. They treated us very well." Der Grund für ihre Aussage war eine Bemerkung des Verteidigungsministers Manohar Parrikar: "Going to Pakistan is same as going to hell." Ramya muss im Oktober 2016 vor Gericht und beweisen, dass sie kein deshdrohi [Verräter] ist.  Inzwischen muss sich Ramya einem zweiten Gerichtsverfahren stellen, denn sie hat behauptet, dass der RSS mit den Briten ein geheimes Einverständnis gehabt hätte [s. Police directed to file case against actress Ramya for remarks on RSS. - In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-09-10]

"Anti-nationales" Benehmen bezüglich der Nationalhymne

Seit 30. November 2016 werden immer wieder Menschen als anti-national angeklagt, die beim Singen der Nationalhymne nicht aufstehen bzw. nicht einsehen, dass vor jedem Film die Nationalhymne gespielt werden muss. Der oberste Gerichtshof hat angeordnet, dass in indischen Kinos vor dem Beginn eines Filmes die Nationalhymne gespielt werden muss und alle Leute aufstehen müssen. So hat die Jugendorganisation der Yuva Morcha der BJP am 14. Dezember gegen den Leiter des Internationalen Film Festivals von Kerala Kamal unter Abbrennen von dessen Bild dagegen protestiert, dass er nicht vor jedem Film die Hymne gespielt hat und weil er nicht dafür gesorgt hat, dass alle aufstehen: 12 Personen wurden von der Polizei wegen mangelndem Respekts zur Nationalhymne verhaftet. Allerdings hat der Chief Minister von Kerala Pinarayi Vijayan den Leiter verteidigt. [s. Don´t need Sangh´s certificate` : Kerala CM, backs director on national anthem r... In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-12-19]

 

5.3 Rekonversion und Verbot der Konversion

Im Juli 2016 holten Bajrang Dal Aktivisten einen Pastor und seinen Gehilfen nachts aus ihrem Haus und schlugen beide etwa 6 Stunden lang, weil eine Frau und ihr Sohn zum Christentum konvertiert seien. Die Polizei nahm am 22.7. 2016 den Pastor und den Gehilfen wegen dieser Konversion fest und verfolgt die Aktivisten. [vgl.: Bajrang Dal activists thrash pastor, aide throughout night in Rewa. - In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-07-23].

Es ist festzustellen, dass immer mehr Täter nicht vor Gericht gezogen werden, wenn die Täter die Forderungen hindunationalistischer Gruppen in Gewalt umgesetzt haben, z.B. die Folgen der Gewalt in Kandhamal. Kandhamal ist eine der ärmsten Distrikte in Odisha. "We must not allow the erasure of this hate violence from publick memory, because the suffering and displacement of the tribal and Dalit Christians targeted by the communal violence are unabated even today, and justice is systematically denied.  Die Gewalt 2008 entstand durch eine schon Jahre andauernde Kampagne von Hindutva Aktivisten, in der immer wieder Kirchen, Priester und Nonnen angegriffen wurden. 2008 wurden bis 100 Christen getötet,  Hunderte Dörfer wurden angegriffen und 5600 Häuser zerstört, Frauen wurden vergewaltigt. Man schätzt, dass 54000 Menschen obdachlos wurden, bis zu 300 Kirchen zerstört wurden, 13 Schulen und Krankenhäuser wurden verbrannt. Wenn die Menschen sich weigerten zu rekonversieren, wurden sie angegriffen, verspottet und erschlagen, Frauen vergewaltigt. "The National Campaign on Dalit Human Rights observed at that time: 'The local government by and large not only stood by and silently watched, as the horrendous events were unfolding, but in several ways,according to the eye-witnesses, facilitated the gangs indulging destruction of human life and Property.'" Der VHP-Führer Pravin Tagodia durfte herumreisen und stachelte die Gewalt zusätzlich an, indem er sagte: "There is no place for Christians. If Christians don't ecome Hindus, they have to go. We don't care where they go. They must leave Orissa." "Our tribunal noted that thousands of Christians were chased and herded in groups into temples and forced to undergo 'reconversion' ceremonies with their heads tonsured. They were made to drink cow-dung water as a mark of 'purification' and some of them forced to burn bibles or damage churches to prove that they had forsaken the Christian faith. The 'reconverted' Christinas were forced to sign 'voluntary declarations' stating that they were becoming Hindus voluntarily - a condition required by the anti-conversion law. " Ohne Zustimmung zur Rekonversion durften die Menschen nicht in ihre Dörfer zurückkehren, wobei viele ursprünglich Animisten waren - also es gar nicht um eine Rekonversion gehen konnte. Wenn die Opfer versucht haben, die Täter anzuzeigen, wurden sie von der Polizei abgewiesen. Es gelang 3300 Beschwerden registrieren zu lassen, davon hat die Polizei 820 als Anzeigen aufgenommen, weitere davon abgewiesen, so dass 247 übrig blieben. Mit Hilfe von VHP und Bajrang Dal Aktivisten wurden viele  Zeugen so bedroht, dass sie zurückgezogen haben. Einer vergewaltigten Nonne ist es gelungen 21 Täter vor Gericht zu bringen, obwohl sie beim Gang zum Gericht von einem Mob von 30 Leuten angegriffen wurde. Von den 21 Tätern wurden 9 als Vergewaltiger erkannt, aber nur drei sind als schuldig erklärt worden.  [Quelle: Mander, Harsh:  Eight years after Kandhamal violence, justice still evades many : the Kandhamal communal violence should not be forgotten because for many of its victims justice has been denied. - In: Hindustan time. - Kindle ed. - 2016-09-15]

Love Jihad:

Hindunationalisten behaupten, dass muslimische Männer Hindufrauen bevorzugt aus den oberen Kasten heiraten, um die Hindugesellschaft zu schwächen. Um solche Heiraten zu verhindern, setzte  z.B. Vishwa Hindu Parishad mit dem Einsatz einer Armee von Freiwilligen durch, dass beim Navratri Fest in Gujarat bei den Garba Events keine Muslime teilnehmen dürfen, obwohl es früher üblich war, dass Muslime mitfeierten. [vgl.: Desai, Arshan: VHP bans Muslims form attending garba events- 2016. - http://indiatoday.intoday.in/story/praveen-togadia-vhp-muslim-ban-garba-event-usha-thakur/1/383729.html - Zugriff am 2016-08-31]

Ein echtes Problem sind inzwischen die Konversionen zum radikalen Islam: es betrifft vor allem Frauen insbesondere aus Kerala, die sich der Terrororganisation "Islamischer Staat" anschließen. So sind im Juli 2016 21 Personen (Männer und Frauen) aus Kerala verschwunden und sind zur Zeit wohl teilweise in Afghanistan.  "Stories like these have given Kerala´s urban 'love jehad' legend - supposedly 'entrapped' conversions to Islam - a new and dangerous spin. Certainly, it has forced the police into action... The state intelligence branch has also prepared a report on the conversions. The report, accessed by india today, reveals that between 2011 and 2015, 5975 people in the state converted to Islam; 1.410 did so last year alone. An overwhelming number, 76 per cent, of the new converts are women below 35, like Nimisha. In January - February this year, 224 Hindus and 60 Christians converted to Islam a rate of roughly three new converts a day... A worrying factor is that a majority of the neo-converts belong to affluent families and hold professional degrees or are students in professional colleges." Laut Polizei gibt es mehrere Organisationen mit umfassenden Netzwerken, die für den 'Islamischen Staat' rekrutieren. [s. Jacob, Jeemon: The veiled threat. 2016-08-17. - http://indiatoday.intoday.in/story/isis-sleeper-cells-kerala-islam-radicalisation/1/742913.html - Zugriff am 2016-08-31]

 

5.4 Hinduisierung der Ausbildung [saffronisation of  education]:

Yoga: Ein sehr wichtiges Ziel der Modiregierung ist es Yoga für alle einzuführen. Modi gelang es u.a., dass die UNO den 21. Juni zum Weltyogatag erklärt hat. In der Modiregierung gibt es einen Minister für Yoga: Shripad Naik. Yoga und alternative Heilmethoden sollen eine bezahlbare Gesundheitsversorgung in Indien bringen. Naik geht davon aus, dass jemand der Yoga übt, nicht mehr krank wird und dass mit den richtigen Übungen Aids und Krebs geheilt werden können. Durch die Schulmedizin werde man eher vergiftet. Also versucht der Minister aus dem sowieso nicht üppigen Gesundheitsbudget Geld für alternative Heilmethoden und der Einstellung von Heilern ab zu zweigen. Naik setzt sich dafür ein, dass alle Grundschüler Yoga lernen müssen. [vgl. Putz, Ulrike: Alles im Om. - In: Der Spiegel. - 10, 2015; vom 2015-02-28. - S. 104. In einigen Teilstaaten findet seit 2014 die Auseinandersetzung wegen der Verpflichtung aller Schüler Yoga zu üben statt. Es geht dabei vor allem um die religiöse Seite des Yoga, wenn die Übungen eingeführt werden sollen mit der Anrufung der Sonne (Surya namaskar), also dem hinduistischen Sonnengott Surya, und dem Beenden mit dem dreifachen OM, was für Muslime nicht erlaubt ist. Die Shiv Sena und BJP in Mumbai haben im August die öffentlichen Schulen verpflichtet, Yoga mit der Anrufung der Sonne regelmäßig durchzuführen. Zu den öffentlichen Schulen in Mumbai gehören auch etwa 400 Schulen, die in Urdu unterrichten - die Sprache der meisten Muslime in Mumbai. [s. Surya namaskar and yoga made mandatory in Mumbai civic schools. - In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-08-24]. Ein Parlamentarier der BJP sagte in der Diskussion um die Anrufung der Sonne, dass jemand, der sich nicht vor Surya verbeugen wolle, für den Rest seines Lebens in einem dunklen Raum eingesperrt werden sollte. [vgl.: Pabst, Volker: Das streitbare Om : der indische Regierungschef Narendra Modi verordnet Yoga. - In: NZZ. - Internat. Ausg. - 2015-06-19. - S. 4]

Durchsetzung der Ideologie, dass heutige Wissenschaft und Technologie schon in den vedischen Zeiten bekannt waren: so hat Vijnana Bharati [s. oben], der Wissenschaft- und Technologiezweig des RSS entsprechendes Studienmaterial herausgegeben, das im November 2016 für Examen benutzt wird. Etwa 140 000 Schüler der Klassen 6 bis 11 mussten sich u.a. einem Test mit dem Titel "Indian contribution to science" unterziehen. Dazu mussten die Lehrer zusätzliche Stunden geben, weil im normalen Curriculum dieses Studienmaterial (noch) nicht enthalten ist. [Quelle: Govt should stop RSS from furthering its ideological agenda in schools. - In: Hindustan times . - Kindle ed. - 2016-11-17]

Neufassung der Textbücher (Murli Manoshar Joshi)

Besetzung kultureller Institutionen - Akademien

Das Film and Television Institute of India [FTII] hat als Direktor Gajendra Chauhan bekommen.

Das National Institute of Fashion Technology den früheren Kricket-spieler Chetan Chauhan, beide gegen weitgehende Verhöhnung.

Das Indira Gandhi National Centre for Arts [IGNCA] wird jetzt geleitet von dem RSS-verbundenen Journalisten Ram Bahadur Rai, der von vielen als nicht geeignet betrachtet wird. [Vgl.: Mahurkar, Uday: Crossed Lines : Goa revolt reveals rift in BJP-RSS ties. - In: India today. - Kindle ed. - 2016-09-19]

Sanskrit

Auseinandersetzung in Universitäten - Hyderabad und Délhi

5.5 Einschüchterung und Verbot von NGOs

Seit der Regierungsübernahme durch Modi wird versucht, solche NGOs, die auf Missstände in Indien hinweisen - seien es soziale oder umweltbedingte - oder die sich gegen wirtschaftliche Vorhaben der Regierung stellen, indem sie Einheimische in ihrem Widerstand unterstützen (z.B. gegen Bau von Atomkraftwerden), die Arbeit zu verunmöglichen oder zumindest zu erschweren. Es geht dabei um NGOs, die Geld vom Ausland bekommen oder vermeintlich Geld vom Ausland bekommen. Die Vorschriften, die für NGOs mit Geld aus dem Ausland gelten, sind so hoch, dass sie möglichst nicht erfüllt werden können und der Staat das Geld sperren kann. Beispiel Green Peace

So musste im August 2016 Amnesty India vorübergehend seine Büros in mehreren indischen Städten schließen, weil die Sicherheit der Mitarbeiter nicht mehr gewährleistet werden kann. Amnesty war im August Gastgeber einer Veranstaltung in Bengaluru, bei der über den Missbrauch der Sicherheitskräfte in Kaschmir berichtet wurde und darüber, dass die Familien der Opfer vor Gericht keine Gerechtigkeit bekommen. Die Studentenorganisation des RSS - Akhil Bharatiya Vidyarthi Parishad (ABVP) protestierte dagegen und zeigte Amnesty India bei der Polizei an, mit der Behauptung, es seien "anti-indische" Slogans gerufen worden. Einige Zuhörer haben tatsächlich für die Unabhängigkeit Kaschmirs geworben. Die Polizei untersucht jetzt diese Behauptung und Amnesty International muss befürchten, dass es zu einer Verurteilung auf Grund des Gesetzes wegen Aufruhrs "sedition law" kommt.   [vgl.: Amnesty India temporarily closes offices, postpones events after sedition row". - In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-08-18]

5.6 Hinduisierung von Feste

 In Kerala gibt es das staatliche Fest Onam, bei dem die Erinnerung an die goldene Ära unter dem Asura König  Mahabali gefeiert wird. Der RSS aber sieht  das Fest als eine Feier für Vamana, einen Avatar von Vishnu, der Mahabali in die Unterwelt geschickt habe. Das hat der Vorsitzende der BJP Amit Schah aufgegriffen und das profane Fest mit "Vamana Jayanti" begrüßt, damit wird versucht das Fest zu einem Hindu-Fest zu machen. Allerdings ist der Widerstand gegen diese Umwidmung in Kerala groß. [vgl.: Mehta, Sonu: Vamana Jayanti : BJP gets it wrong in Kerala, again. - In: Hindustan times. - Kindle ed. - 2016-09-15]. 

 

 

 


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