Materialien zur karnatischen Musik

Musikalische Formen

5. Volksmusik und Populärmusik


Kompiliert von Alois Payer

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Zitierweise | cite as:

Payer, Alois <1944 - >: Musikalische Formen. -- 5. Volksmusik und Populärmusik. -- (Materialien zur karnatischen Musik). -- Fassung vom 2009-05-21. -- URL: http://www.payer.de/karnatischemusik/karnatisch055.htm

Überarbeitungen: 2009-05-21 [Ergänzungen] ; 2009-05-19 [Ergänzungen] ; 2009-05-13 [Ergänzungen]

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Dieser Text ist Teil der Abteilung Sanskrit von Tüpfli's Global Village Library


0. Übersicht



"At the present day, however, it is absolutely impossible for anyone to gather an accurate knowledge of the principles of Hindu music without the aid of learned natives, a practical acquaintance with the capabilities of their instruments, and without consulting the best living performers—things that few persons have opportunity or leisure to attempt."

Day, C. R. (Charles Russell) <1860-1900>: The music and musical instruments of southern India and the Deccan. -- London & New York : Novello, 1891. -- xvi, 173 S. : Ill. ; 25cm. -- S. 7


1. Vorbemerkungen und Einleitung


Bei allen Übertragungen von indischer Notation in westliche Notation habe ich willkürlich sa = c1 gesetzt. Da sa, ri usw. Tonstufen und keine festen Tonhöhen bezeichnen, sind die Transskriptionen je nach Stimmlage beliebig transponierbar.

Die elektronisch erstellten midi-Dateien sollen nur einen ersten Eindruck vom Melodieverlauf geben, sie können aber keinen rechten Eindruck von den Musikstücken geben. Dazu höre man Aufnahmen oder Konzerte von indischen Berufsmusikern.

Eine gute Quelle, kostenlos karnatische Musik zu hören ist z.B. http://www.kannadaaudio.com. -- Zugriff am 2009-04-29

Die Taktangaben bei den Transkriptionen dienen NUR dem einfacheren Zählen, geben aber keine direkte Entsprechung zu den Tāla wieder (die ersten (Teil-)Schläge im Tāla  sind durch Akzentzeichen gekennzeichnet).

Für die Notierungen gilt, was Bálint Sárosi zur Notierung von ungarischer Volksmusik sagt:

"In einer Melodie, die wir mit zwei bis drei verschiedenen Tönen notieren würden, kommt in Wirklichkeit ein Vielfaches dessen vor."

Sárosi, Bálint: Volksmusik : das ungarische Erbe. -- Budapest : Corvina, 1990. -- S. 31

Allgemein gilt:

"Das Problem ist bekanntlich allgemeiner Natur: Zwischen Notenbild und zu realisierendem Klang klafft bei jeder Art von Musik eine Lücke, die durch eine je spezifische, kulturell tradierte Aufführungs- und Interpretationspraxis ausgefüllt wird. Das Umsetzungsproblem ist dabei um so gravierender, je historisch älter oder kulturgeographisch entfernter die jeweilige Musik ist."

Bernhard-Friedrich Schulze ; Ehrenhard Skiera: Guitarra flamenca. -- In: Flamenco : gitano-andaluz / hrsg. von Claus Schreiner. -- Frankfurt am Main : Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1985. -- (Fischer ; 2994). --  ISBN 3-596-22994-4. -- S. 143


Abb.: Straßenmusikant, Chikkamagaluru (ಚಿಕ್ಕ ಮಗಳೂರು ), Karnataka
[Bildquelle: Motographer. -- http://www.flickr.com/photos/kartz/264934325/. -- Zugriff am 2009-05-05. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine bearbeitung)]

Auf die Schwierigkeiten, Volksmusik zu definieren, will ich hier nicht eingehen. Ich fasse den Begriff also ungenau. Unter Populärmusik verstehe ich Musik, die massenhaft produziert, verbreitet und angeeignet wird. Dazu gehört in Südindien sicher auch ein Teil der religiös-funktionalen Musik. Populärmusik ist also ein soziologischer Begriff, deshalb kann im Rahmen von Materialien zur karnatischen Musik nur sehr oberflächlich darauf eingegangen werden. Eine ausführlichere Behandlung würde Studien vor Ort voraussetzen: welche Musik plärrt aus jedem Lautsprecher?, welche Musikkassetten, CDs und MP3s haben den größten Umsatz oder werden am häufigsten raubkopiert? Wie beliebt ist MTV? u.ä. Im Folgenden werden zu Volksmusik und Populärmusik nur einige Beispiele genannt ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit oder auch nur Repräsentativität.

Gute Übersichten (mit weiterführender Literatur) findet man in:

Silver, Brian Q.: Music broadcasting, recording and archives. -- In: The Garland encyclopedia of world music. -- Vol. 5: South Asia : the Indian subcontinent. -- New York [u.a.] : Garland, 2000. -- S. 526 - 530.

Greene, Paul D.: Film music : southern area. -- In: a.a.O., S.  542 - 546

Greene, Paul D.: Pop music and audio-cassette technology : southern area. -- In: a.a.O., S. 554 - 559

Kassebaum, Gayathri Rajapur: Karnataka. -- In: a.a.O., S. 866 - 888

Roghair, Gene H.: Andhra Pradesh. -- In: a.a.O., S. 889 - 902

Wolf, Richard K. ; Sherinian, Zoe C.: Tamil Nadu. -- In: a.a.O., S. 903 - 928

Groesbeck, Rolf ; Palackal, Joseph J.: Kerala. -- In: a.a.O., S. 929 - 951

Volksmusikensembles heißen நையாண்டி மேளம் = nāyaṇṭi meḷam = naiyandi meḷam.


Abb.: Gōndaliga-Wandermusikanten

[Bildquelle: Thurston, Edgar <1855 - 1935> ; Rangachari, K.: Castes and tribes of southern India. -- Madras : Govt. Press, 1909. -- 7 Bde. : ill. ; 24 cm. -- Bd. 2. -- Nach S. 296.]

Musik begleitet Lebensabschnitte (z.B. Hochzeit, Bestattung), den Jahresablauf, dient der Dämonenvertreibung, der Hervorrufung veränderter Wachbewusstseinszustände ("Ekstase") und vieles mehr. Musik hat auch vile Funktionen, nicht die geringste ist Darstellung von Status:

"Patrons commonly employ musicians at festivals and weddings for the purpose of displaying or enhancing their status. In South India, villages compete by attempting to surround their festival premises with a large number of loudspeakers, and also by playing recorded music at the loudest possible volume. At least in the 1980s and early 1990s sheer volume was the criterion, not choice of repertoire, quality of recordings, or quality of loudspeaker system. At weddings in South India, status is measured in part by the fame of the classical musician who plays at the wedding concert."

Wolf, Richard:  Music in seasonal and life-cycle rituals. -- In: The Garland encyclopedia of world music. -- Vol. 5: South Asia : the Indian subcontinent. -- New York [u.a.] : Garland, 2000. -- S. 279

Folgende selektive, regionale Übersicht gibt einen Eindruck von der Weite des Feldes südindischer Volksmusik:

In Andhra Pradesh z.B.:

In Karnataka z.B.:

Bei den Tuluvas, den Sprechern der Tulu-Sprache (ತುಳು), in Karnataka, z.B.:

In Tamil Nadu z.B.:

In Kerala z.B.:


2. சிந்து = Chindu


Chindu (Cindu / Sindhu = சிந்து) sind Formen der Volksmusik. Man unterscheidet verschiedene Formen, u.a.:

2.1. காவடி சிந்து = kāvaṭi cindu (kāvadi chindu)


Die Melodie für kāvaṭi cindu stammt meist von einfachen Volksliedern. Der Rhythmus entspricht der Fussarbeit der kāvaṭi-Tänzer. Die Sprache ist meist einfach und leicht verständlich.

Beispiel: Valliyin kalyāṇam


Abb.: Tonleiter von Ānandabhairavī

Text
1. vaḷliyin kalyāṇam adai nānē sholla aḷḷiyē koḍuppār aruḷ tānē (anda)
vaḷḷiyin mōhattāl manam minjiyē punattil śenra
(tuyyā  murugayyā)
(tuyyā murugayyā)

Sowie 3 weitere Strophen

 


Abb.: Valliyin kalyāṇam

midi-Datei des Kāvaṭi cindu


3. ಸಮ್ಪ್ರದಾಯ ಪದ = Sampradāya pada und ಶೋಭನ ಪದ = Śobhana pada


Unbegleitete Gesänge, die in Karnataka sehr beliebt sind. Werden von allen Volksschichten von Brahmaninen bis Dalits gesungen. Der Inhalt ist religiös (Lobpreis einer regionalen oder lokalen Gottheit) oder über familäre Verhältnisse (Mitgift, Konflikte mit der Schwiegermutter, Kinderlosigkeit) oder Lebenserrreignisse (Geburt, Schwangerschaft, Heirat).

Śobhana pada sind Hochzeitgesänge Karnatakas.

Solche Padas werden bei entsprechenden Anlässen im Dorf oder in Privathäusern gesungen. Teilweise werden sie von semiprofessionellen Sängerinnen gesungen. Spezialisierte Dalit-Frauen singen Padas im Dorfdialekt, verdienen ihren Hauptlebensunterhalt aber als Landarbeiterinnen. Brahmaninnen singen Padas in  einem stark sanskritisierten Kannada. Manch der brahmanischen Sängerinnen haben karnatische Musik studiert.


4. ಭಾವಗೀತೆ = Bhāvagīta


Eingängige Gesangskompositionen auf moderne Kannaresische Lyrik.


5. Tatva


Tatva sind philosophische Solo-Gesänge. Man kann drei Traditionen unterscheiden

Ähnlich einem Tatva ist folgendes Lied von தாயுமானவர் = Tāyumānavar (1705-1742):

ponnai mātarai

Tāla: eka |3 (3)

Rāga: Nādanāmakriyā: janya zu Meḷa 15: Māyāmālavagauḷa


Abb.: Tonmaterial von  Māyāmālavagauḷa

Dichterkomponist (vāggeyakara): தாயுமானவர் = Tāyumānavar (1705-1742)

Vorlage: : Popley, Herbert A.: The music of India. -- Calcutta : Association Press ; New York : Oxford University Press, 1921. -- x, 173 S. : Ill. ; 19 cm. -- S. 160.

Text von ponnai mātarai
ponnai mātarai bhūmiyai nādiden
yennai nādiya yen uyir nāthane
unnai nāduvan unnaruḷ tūveḷi
tannai nāduvan tannan tanniyanē
Gold or land, yea or pleasures. I seek no more.
Sealed for Thee is my life, Seeker of my soul!
Boldly Thee do I seek and thy boundless grace
Holding Thee all-supreme, hungry I seek for thee.


Abb.: ponnai matarai

midi-Datei von ponnai mātarai


6. லாவணி = Lāvaṇi / Lāvṇi


C.R. Day versteht unter Lāvaṇi (von Marathi लावणी = lāvaṇī) ländliche Volkslieder:

"The ordinary folk-songs of the country are called Lavanis, and will be familiar to everyone who has heard the coolies sing as they do their work ; the women nursing their children ; the bullock drivers; dhooly bearers ; or sepoys on the march. The airs are usually very monotonous. The words, if not impromptu, e a sort of historv or ballad in praise of some warrior or " burra Sahib." Some have a kind of chorus, each man in turn singing an improvised verse. There is no employment of rāga.

At the time of the Kāma festival in honour of the Indian god of love, special lavanies called Saval are sung. The words of these are sung by two parties—one called Turai and the other Kalki—intended to represent the god Krishna and his mistress Radha. Questions of a metaphorical nature are sung by one party and answered by the other. These were formerly sung extempore, but their performance is now usually rehearsed beforehand. This species of entertainment is also practised in Northern India under the name of Kabi."

Day, C. R. (Charles Russell) <1860-1900>: The music and musical instruments of southern India and the Deccan. -- London & New York : Novello, 1891. -- xvi, 173 S. : Ill. ; 25cm. -- S. 83.

Zwei Beispiele von Lāvaṇi-Melodien:


Abb.: Lāvaṇi

midi-Datei der Lāvaṇi


Abb.: Lāvaṇi

midi-Datei der Lāvaṇi

Vorlage der beiden Melodien: Day, C. R. (Charles Russell) <1860-1900>: The music and musical instruments of southern India and the Deccan. -- London & New York : Novello, 1891. -- xvi, 173 S. : Ill. ; 25cm. -- S. 85.

In Karnataka werden Lāvṇis von professionellen Sängern vorgetragen. Die Lieder haben politischen, moralischen oder ethischen Inhalt. Text und Melodie werden improvisiert, Singsang wechselt mit Gesang ab. Die Sänger begleiten sich selbst mit einem großen Tamburin. Die Texte beziehen sich oft auf aktuelle Ereignisse. Erhöhung des Reispreises, Rationierung von Weizen, korrupte Politiker oder Banker, einen untreuen oder gewalttätigen Ehemann. Lāvṇi-Sänger berichten auch über historische Ereignisse. Politiker und Beamte verwenden oft Lāvṇi-Sänger als Multiplikatoren verwendet, um z.B. Kontrolle der Mäuseplage oder Familienplanung zu propagieren.


7. कथा =Kathā  / कालक्षेप = kālakṣepa


Kathā (Erzählung) ist eine musikalische Erzählform.

"Katha is a musical performance that tells a story. Katha performers sing about their communities, about individual members, and about their beliefs, their gods and goddesses, and their heroes, to the accompaniment aof instruments and often dance."

Kassebaum, Gayathri Rajapur: Karnataka. -- In: The Garland encyclopedia of world music. -- Vol. 5: South Asia : the Indian subcontinent. -- New York [u.a.] : Garland, 2000. -- S. 870

Kathā-Sänger sind einer bestimmten Gottheit von Kind an geweihte professionelle Sänger aus bestimmten Kasten und religiösen Richtungen. Es gibt viele Richtungen von Kathā-Sängern, z.B. Kamsāḷe (Vīraśaiva-Anhänger von Madesa) oder Caudike (Anhänger von Ellamma). (Ausführlicheres bei Kassebaum, a.a.O., S. 872f.).

Kālakṣepa ist praktisch synonym mit Kathā. Tanjore Krishna Bhagavatar (gestorben 1903) hat im späten 19. Jhdt. Tamil-Volksmusik, Karnatische Musik und Marāṭhī kīrtana zur modernen, sehr populären Form des Kālakṣepa verschmolzen.

Heute findet Kathā / Kālakṣepa weite Verbreitung über Musikkassetten.


7.1. हरिकथा = Harikathā


Eine Kunstform von Kathā ist Harikathā, eine dramatische, mit Tanz verbundene musikalische Erzählform. Harikathā kommt aus Mahārāṣṭra, wo die professionellen Erzähler kīrtanakāra heißen. Im Süden heißen die Harikathā-Erzähler Bhāgavatar (பாகவதர்). Ende des 19. Jhdts. kam der Harikathā-Meister Ramachandra Bua aus Mahārāṣṭra in die Tamil-Region. Dort lernte Krishna Bhagavatar von ihm diese Kunst, passte sie an karnatische Musik an und schuf damit den südindischen Harikathā-Stil, eine Verbindung von Gesang, Tanz, Erzählung und Humor. In die Erzählung werden kurze vorkomponierte Lieder eingestreut, die karnatischen oder Hindustāni-Rāgas folgen. Auch ausführliche ālāpana gehören zu diesen Vorstellungen.

Eine berühmte weibliche Bhāgavatar in Tamil Nadu war C. Banni Bai (1912/1920 - ca. 1990).


8. Professionelle Volks-Sänger und Volks-Musiker



Abb.: Dāsari, Vaiṣṇava-Śūdra- Wanderasketen (Dāsa)

[Bildquelle: Thurston, Edgar <1855 - 1935> ; Rangachari, K.: Castes and tribes of southern India. -- Madras : Govt. Press, 1909. -- 7 Bde. : ill. ; 24 cm. -- Bd. 2. -- Nach S. 116.]

Wichtige professionelle Wandersänger sind in Karṇāṭaka die alamāri - um Almosen bittende Wanderasketen.

Die Mehrzahl der Volksmusikanten Karnāṭakas sind Dalit ("Unberührbare"), z.B. kinnaṛi jogi. Kinnari jogi sind unterhaltsame Sänger von langen Erzählungen (kathā). Sie verbreiten in den Dörfern auch z.B. Bhakti-Gesänge von Purandara Dāsa  (ಪುರಂದರ ದಾಸ) (1484 - 1564) oder philosophische Tatva (siehe oben). Kinnari ist ein zweisaitiges Chordophon, das diese Jogi spielen.


Abb.: Paraiyan (= Pariah) Musiker

[Bildquelle: Thurston, Edgar <1855 - 1935> ; Rangachari, K.: Castes and tribes of southern India. -- Madras : Govt. Press, 1909. -- 7 Bde. : ill. ; 24 cm. -- Bd. 6. -- Nach S. 112.]

In Andhra Pradesh unterscheidet man u.a.:

Eine besondere Art von Volkssängern sind die singenden Wahrsager, z.B.


9. Tanz und Musik-Schauspiele


9.1. ಯಕ್ಷಗಾನ = Yakṣagāna



Abb.: Pārvatī, Yakṣagāna
[Bildquelle: vevck. -- http://www.flickr.com/photos/vevck/162917097/. -- Zugriff am 2009-04-30. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung)]

Yakṣagāna ist eine Art Freilicht-Oper (Tanzdrama), die in einigen Gegenden Karnatakas populär ist. Die Inhalte stammen aus Rāmāyaṇa, Mahābhārata und Bhāgavatapurāṇa.


10. Filmmusik


Siehe:

Greene, Paul D.: Film music : southern area. -- In: The Garland encyclopedia of world music. -- Vol. 5: South Asia : the Indian subcontinent. -- New York [u.a.] : Garland, 2000. -- S. 542 - 546

Neben den Filmindustrie Mumbais ist auch die Filmindustrie Chennais ("Kollywood" = கோலிவுட்) äußerst einflussreich auf den breiten musikalischen Geschmack. Wichtige südindische Komponisten von Filmmusik sind unter vielen anderen:


11. Tonkonserven


Tonkonserven (Tonkassetten, CDs) spielen eine sehr große Rolle sowohl bei wohlhabenderem als auch bei ärmerem Publikum. Wer es sich leisten kann, kauft bei den unzähligen Musik-Läden Musikkassetten oder CDs. Die wichtigsten Kategorien dabei sind u.a.:

Auch wer sich keine Tonkonserven leisten kann, wird ständig von solchen beschallt: in Dörfern plärren an fast jeder Verkaufsbude Musikaufnahmen ständig aus den Lautsprechern, bei Hochzeiten, Hauseinweihungen, Ohrdurchstechungen und Wallfahrten beschallen professionelle Lautsprecherverleiher das Publikum. So können auch ärmere Leute, die sich kein Musikensemble leisten können, die Götter mit Musik erfreuen. Tonkonserven erlauben es Tempeln rund um die Uhr bei Festen das ganze Dorf oder den ganzen Stadtteil mit lauter Musik zu "beglücken".

Kurz: wie im Westen haben auch in Indien Radio, Film, TV und Musikkonserven Musik zu einem Dauererlebnis gemacht.


Zu: Einige wichtige Dichterkomponisten karnatischer Musik