Materialien zur karnatischen Musik

Einige wichtige Dichterkomponisten karnatischer Musik


Kompiliert von Alois Payer

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Zitierweise | cite as:

Payer, Alois <1944 - >: Einige wichtige Dichterkomponisten karnatischer Musik-- (Materialien zur karnatischen Musik). -- Fassung vom 2009-06-09. -- URL: http://www.payer.de/karnatischemusik/karnatisch06.htm

Erstmals veröffentlicht: 2009-05-18

Überarbeitungen: 2009-06-09 [Verbesserungen und Ergänzungen] ; 2009-05-22 [Ergänzungen]

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Dieser Text ist Teil der Abteilung Sanskrit von Tüpfli's Global Village Library


0. Übersicht



"At the present day, however, it is absolutely impossible for anyone to gather an accurate knowledge of the principles of Hindu music without the aid of learned natives, a practical acquaintance with the capabilities of their instruments, and without consulting the best living performers—things that few persons have opportunity or leisure to attempt."

Day, C. R. (Charles Russell) <1860-1900>: The music and musical instruments of southern India and the Deccan. -- London & New York : Novello, 1891. -- xvi, 173 S. : Ill. ; 25cm. -- S. 7


1. Vorbemerkungen und Einleitung


Bei allen Übertragungen von indischer Notation in westliche Notation habe ich willkürlich sa = c1 gesetzt. Da sa, ri usw. Tonstufen und keine festen Tonhöhen bezeichnen, sind die Transskriptionen je nach Stimmlage beliebig transponierbar.

Die elektronisch erstellten midi-Dateien sollen nur einen ersten Eindruck vom Melodieverlauf geben, sie können aber keinen rechten Eindruck von den Musikstücken geben. Dazu höre man Aufnahmen oder Konzerte von indischen Berufsmusikern.

Eine gute Quelle, kostenlos karnatische Musik zu hören ist z.B. http://www.kannadaaudio.com. -- Zugriff am 2009-04-29

Die Taktangaben bei den Transkriptionen dienen NUR dem einfacheren Zählen, geben aber keine direkte Entsprechung zu den Tāla wieder (die ersten (Teil-)Schläge im Tāla  sind durch Akzentzeichen gekennzeichnet).

Für die Notierungen gilt, was Bálint Sárosi zur Notierung von ungarischer Volksmusik sagt:

"In einer Melodie, die wir mit zwei bis drei verschiedenen Tönen notieren würden, kommt in Wirklichkeit ein Vielfaches dessen vor."

Sárosi, Bálint: Volksmusik : das ungarische Erbe. -- Budapest : Corvina, 1990. -- S. 31

Allgemein gilt:

"Das Problem ist bekanntlich allgemeiner Natur: Zwischen Notenbild und zu realisierendem Klang klafft bei jeder Art von Musik eine Lücke, die durch eine je spezifische, kulturell tradierte Aufführungs- und Interpretationspraxis ausgefüllt wird. Das Umsetzungsproblem ist dabei um so gravierender, je historisch älter oder kulturgeographisch entfernter die jeweilige Musik ist."

Bernhard-Friedrich Schulze ; Ehrenhard Skiera: Guitarra flamenca. -- In: Flamenco : gitano-andaluz / hrsg. von Claus Schreiner. -- Frankfurt am Main : Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1985. -- (Fischer ; 2994). --  ISBN 3-596-22994-4. -- S. 143

Karnatische Musik wird bis heute - zumindest außerhalb der großen Institutionen - in mündlichen Traditionen (sampradāya) vom Lehrer auf die Schüler weitergegeben. Jede Tradition hat ihr Schwergewicht auf eigenen Komponisten, musikalischen Gattungen und stilistischen Eigenarten. Während früher normalerweise ein Schüler nur in einer einzigen Tradition stand, lernen heute Musiker oft mehrere Traditionen und hören vor allem auch Musikern aus anderen Traditionen in persona, im Radio bzw. TV und auf Tonkonserven zu. Durch diesen gegenseitigen Einfluss verschwimmen die Unterschiede zwischen den Traditionen und Regionen immer mehr.

Die ältesten bekannten Kompositionen mit Notation in Südindien sind Steininschriften aus dem 7. Jhdt nach Chr. bei Pudukottai (புதுக்கோட்டை), Tamil Nadu.

Im 7. bis. 9. Jahrhundert n. Chr. verfassten

das தேவாரம் = tēvāram (= die ersten sieben Bände des Tirumuṟai (திருமுறைகள்), der Sammlung frommer śivaitischer Tamilliteratur). Tēvāram war Privileg männlicher Sänger, der ōduvār. Diese verfassten im 18. Jhdt. neue Melodien zu diesen Texten. Diese Melodien werden seither mündlich überliefert. Siehe auch hier.

Wichtig für die weitere Entwicklung karnatischer Musik waren die Kīrtana-Dichterkomponisten und Wandermusikanten u.a.:

Im Folgenden werden nur die allerwichtigsten Dichterkomponisten (vāggeyakāra) genannt.


2. ಪುರಂದರ ದಾಸ = Purandaradāsa (1484 - 1564)



Abb.: Purandaradāsa als Comic-Held
Amar Chitra Katha, 1977

Geboren: 1484 in Kshemapura, bei Tirthahalli (ತೀರ್ಥಹಳ್ಳಿ), heute Shivamogga (ಶಿವಮೊಗ್ಗ) district, Karnataka


Abb.: Lage von Tirthahalli = ತೀರ್ಥಹಳ್ಳಿ
©MS Encarta

Purandaradāsa gilt als "Vater der karnatischen Musik". Erhalten sind ca. 1000 Kompositionen. Mudrā in den Kompositionen: Purandara Viṭṭala

Seit 1971 wird Purandaradāsa jährlich drei Tage lang (zunächst bis 1987 in Hampi, seither) im Hanumān-tempel in Mulubagilu (ಮುಳುಬಾಗಿಲು) bei Bangalore gefeiert.

Die erste gedruckte Ausgabe von Werken Purandaradāsas erschien in den 1850er Jahre. Die autoritative Ausgabe seiner Werke (ohne Notation) erschien zu Purandaradāsas 500 Geburtstag:

ಪುರನ್ದರದಾಸ <೧೪೮೪ - ೧೫೬೪>: ಪುರನ್ದರ ಸಾಹಿತ್ಯ ದರ್ಶನ /  ಪುರನ್ದರ ದಾಸ. ಸಮ್ಪಾದಕರು ಸಾ ಕೃ ರಮಚಂದ್ರರಾವ್. -- ಬೇಮ್ಗಳೂರು :  ಕಣ್ಣದ ಮತ್ತು ಸಂಸ್ಕೃತಿ ನಿರ್ದೇಶಾಲಯ, 1985. -- (೧. ಜೀವನ ದರ್ಶನ ; ೨. ಅಧ್ಯಾತ್ಮ ದರ್ಶನ ; ೩. ಸಮಾಜ ದರ್ಶನ ; ೪. ಕೀರ್ತನ ದರ್ಶನ)

Purandaradāsa <1484 - 1564>: Purandara  sāhitya darśana / Purandaradāsa.  Sampādakaru [Hrsg.] Sā. Kṛ. Ramacaṃdrarāv  [= S. K. Ramacandra Rao] --  Beṃgaḷūru : Kaṇṇada mattu Saṃskṛti Nirdeśālaya, 1985. -- 4 Bde. (1. Jīvana darśana ; 2. Adhyātma darśana ; 3. Samāja darśana ; 4. Kīrtana darśana)

Auswahl mit Notation in Kannada-Schrift:


Abb.: Einbandtitel

Purandaradāsa <1484 - 1564>: Prandaradasa kirtanas 1 : in Tamil, Sanskrit and Kannada with swara notations / compiled and edited by V. N. Padmini and Jayalakshmi Srinivasan. -- Bangalore : Sr Thillasthanam Swami Kainkarya Sabha, 1998. -- XII, 100 S. ; 22 cm.

Auswahlübersetzungen:

Purandaradāsa <1484 - 1564>: Anthology of Saint-singer Shri Purandara Dasa : an English translation / [translated] by D. (Devarayadurg) Seshagiri Rao. --Bangalore : Parijatha Publications, 1978. -- XVI, 128 S. ; 21 cm.


Abb.: Einbandtitel

Jackson, William J.: Songs of three great South Indian Saints. -- Delhi [u.a.] : Oxford University Press, 1998. -- XX, 215 S. ; 22 cm. -- ISBN 0-19-564655-X. -- [Enthält Übersetzungen von Lieder von Tāḷḷapaka Annamācārya (తాళ్ళపాక అన్నమాచార్య) <ca. 1408 - 1503>(S. 44 -- 68), Purandaradāsa (S. 79 - 164), Kanakadāsa (ಕನಕ ದಾಸ) (S. 171 - 215)]

Mutalik, Keshav: Songs of divinity : songs of the bards (Dasas) of Karnatak tranlated into English. -- Bomby : Popular Prakashan, 1995. -- 164 S.; 22 cm. -- ISBN 81-7154-788-5. -- [Enthält u.a. S. 32 - 102 Übersetzungen von Liedern Purandaradāsas]

Beispiel: sakalagrahabala (Kīrtana)

Tāla: khaṇḍa cāpu (2 + 3)

Rāga: Āṭāṇa: janya zu Meḷa 29: Dhīraśaṅkarābharaṇa


Abb.: Tonmaterial von Dhīraśaṅkarābharaṇa

Text: Purandaradāsa

Melodie: ???

Vorlage: http://www.ecse.rpi.edu/Homepages/shivkuma/. -- Zugriff am 2009-05-10

1. Pallavi:

Text des Pallavi
ಸಕಲಗ್ರಹಬಲ ನೀನೇ
ಸರಸಿಜಾಕ್ಷ ನಿಖಿಲವ್ಯಾಪಕ ನೀನೇ
ವಿಶ್ವರಕ್ಷಕ
 

sakalagraha nīne
sarasijākṣa nikhilavyāpaka nīne
viśvatrakṣaka

Du alles erfassende Kraft aller Wandelsterne, Lotusäugiger
Du Alldurchdringer, Allbehüter


Abb.: sakalagrahabala, Pallavi

midi-Datei des Pallavi

2. Anupallavi:

Text des Anupallavi
ರವಿಚನ್ದ್ರಬುಧ ನೀನೇ
ರಹುಕೇತುವು ನೀನೇ
ಕವಿಗುರುಶನಿ-ಅಂಗರಕ ನೀನೇ

ravicandrabudha nīne rahuketuvu nīne
kaviguruśaniaṅgaraka nīne

Du Sonne, Mond, Merkur, Du Rahu und Ketu
Du Venus, Jupiter, Saturn, Du Mars


 

Abb.: sakalagrahabala, Anupallavi

midi-Datei des Anupallavi

3. Caraṇa:

Text des Caraṇa
Caraṇa 1:

ದಿವರಾತ್ರಿಯು ನೀನೇ
ನವಧಾನ್ಯವು ನೀನೇ
ಭವರೋಗಹರ ನೀನೇ
ಭೇಷಜನು ನೀನೇ
ಪಕ್ಷಮಾಸವು ನೀನೇ
ಪರ್ವಕಾಲವು ನೀನೇ
ನಕ್ಷತ್ರಯೋಗತಿಥಿಕರಣಗಳು ನೀನೇ

divarātriyu nīne
navadhānyavu nīne
bhavarogahara nīne
bheajanu nīne
pakṣamāsavu nīne
parvakālavu nīne
nakṣatrayogatithikaraṇagaḷu nīne

Caraṇa 1:

Du bist Tag und Nacht
Du bist die neun Getreide
Du nimmst die Krankheit des Daseins weg
Du bist der Arzt
Du bist die Mondhälften und die Monate
Du bist die Mondwechsel und die Zeit
Du bist die Mondhäuser, Konjunktionen, Tithis, Karaṇas und Gaḷas

Caraṇa 2:

ಋತುವತ್ಸರವು ನೀನೇ
ಪೃತುವ್ಯುಗಾದಿಯು ನೀನೇ
ಕ್ರತುಹೋಮಸದ್ಗತಿಯು ನೀನೇ
ನುತನಾಗಿ ಏನ್ನೋಡೇಯ ಪುರನ್ದರವಿಟಲನ
ಶ್ರುತಿಗೈಸಿಲುಕದ ಅಪ್ರತಿಮ ನೀನೇ

ṛtuvatsaravu nīne
pṛtuvyugādiyu nīne
kratuhomasadgatiyu nīne
rnutanāgi ennoḍeya purandara viṭalana
śrutigaisilukada apratima nīne

Caraṇa 2:

Du bist die Jahreszeiten und das Jahr
Du bist die Fasttage
Du bis die Opfer, Gussopfer und heiligen Versammlungen
Du bist der Verehrsteste, Du Purandaraviṭala
Du bist über allen heiligen Texten unvergleichlich.
 

Diese, wohl korrektere Textform weicht von der unten gegebenen beträchtlich ab.



 

Abb.: sakalagrahabala, Caraṇa

midi-Datei des Caraṇa


3. క్షేత్రయ్య = Kṣetrajña (Kṣetrayya) (ca. 1600 - 1680)


Geboren in Movva (Muvva) (మొవ్వ), Andhra Pradesh. Kṣetrajña brachte vor allem die Padam-Form (siehe hier, dort auch Beispiel) wieder zu Ansehen. Die ursprüngliche Musik zu seinen Kompositionen ist nicht überliefert, sondern nur die Gesangstexte in Telugu. Kṣetrajña ist ein Anhänger einer brünstigen Liebesmystik (madhura-bhakti), seine Kompositionen drücken die erotische Empfindung (śṛṇgāra-rasa) aus. Kṣetrajña wurde gefördert von:

Kṣetrajña besuchte ca. 20 Heiligtümer in Südindien und Sri Lanka, darum sein Name Kṣetrajña = Kenner der heiligen Orte (kṣetra).


Die nachfolgenden Drei - Śyāma Śāstrī, Tyāgarāja und Muttusvāmi Dīkṣitar - gelten als Trinität karnatischer Musik. Sie legten die Grundlagen für und gelten als Vorbild für die seitherige karnatische Musik. Alle drei wurden in Tiruvarur (திருவாரூர்) geboren, alle drei wollten den Weg des Bhaktiyoga (Verbindung mit Gott durch liebende Hingabe an ihn) mit dem Weg des Nādayoga (Verbindung mit Gott durch Musik) vereinigen.

Die Unterschiede der Musik dieser drei Komponisten versucht man durch einen Vergleich auszudrücken:


4. சியாமா சாஸ்திரிகள் = Shyama Shastri (Śyāma Śāstrī) =  శ్యామ శాస్త్రి  = ಶ್ಯಾಮಾ ಶಾಸ್ತ್ರಿ (1762-1827)



Abb.: Śyāma Śāstrī

Geboren 1762 in Tiruvarur (திருவாரூர்), heute Tamil Nadu. Sein Vater, ein Brahmane, war Tempelpriester am Kāmākṣī-Amman Tempel. Seine Familie war dagegen, dass er Musiker wurde, da Musiker vor allem Śūdra waren. Wichtigster Lehrer Śyāma Śāstrīs war Paccimiriyan Adiyappayya, der am Hof in Tanjavur wirkte. Śyāma selbst hatte wenige Schüler. Seine Kompositionen sind rhythmisch schwierig aufzuführen. Er schrieb auch Kompositionen, die in verschiedenen Tāla aufgeführt werden können. Von seinen etwa 300 Kompositionen sind etwa 40 überliefert, meist Kṛtis mit Telugu-Text, einige auch mit Sanskrit- oder Tamil-Text. Auch einige varṇam sind erhalten sowie drei Svarajāti. Seine Kompositionen sind vor allem der Muttergottheit gewidmet, eine Reihe aus neun Kompositionen (navaratnamālikā) der Mīnākṣī von Madurai.


Abb.: Lage von Thiruvarur (திருவாரூர்)
©MS Encarta

Ausgabe mit Notation und englischer Übersetzung:


Abb.: Einbandtitel

Compositions of Śyāma Śāstri, Subbarāya Śāstri & Aṇṇasvāmi Śāstri : in national and international scripts: DēvanAgari & Roman with meaning and S R G M notations in English / compiled & ed. by T. K. Govinda Rao. -- Chennai : Ganamandir, 1997. -- X, 133 S. : Ill. ; 28 cm. -- (Music series ; III) ISBN 0-965-1871-2-8. -- [Enthält 71 Kompositionen von Śyāma Śāstri]

Beispiel: himādrisute (Kīrtana)

Tāla: rūpaka O |4 (2 + 4)

Rāga: Mecakalyāṇī (Meḷa 65)


Abb.: Tonmaterial von Mecakalyāṇī

Vorlage: Bhagyalekshmy, Heft 3, S. 50 - 52

1. Pallavi:

Text des Pallavi
हिमाद्रिसुते पाहि मां वरदे परदेवते

himādrisute pāhi māṃ varade paradevate

Tochter des Himālaya (= Pārvatī), behüte mich, Wunschgewährerin, höchste Gottheit!



 

Abb.: himādrisute, Pallavi

midi-Datei des Pallavi

2. Anupallavi:

Text des Anupallavi
सुमेरुमध्यवासिनि श्रीकामाक्षि

sumeru-madhya-vāsini śrī-kāmākṣi

Mitten im Sumeru Wohnende, strahlende Liebesäugige!

 


 

Abb.: himādrisute, Anupallavi

midi-Datei des Anupallavi

3. Caraṇa:

Text der letzten Strophe des Caraṇa (alle Strophen nach gleicher Melodie)
हेमगात्रि पंकजनेत्रि मतंगात्मजे
सरोजभवहरीशसुरमुनीन्द्रनुते ॥१॥

अंबुजारिनिभवदने
मौक्तिकमणिहारशोभमालगले
भक्तकल्पलते ॥२॥

श्यामकृष्णसोदरि गौरि परमेश्वरि गिरिजालमालनीलवेणिकीरवाणि श्रीललिते ॥३॥

śyāma-kṛṣṇa-sodari gauri parameśvari girija-ālamāla-nīlaveṇi-kīravāṇi śrī-lalite

1. Goldkörprige, Lotusäugige, Tochter Mataṅgas, von Lotusentstandenen (Brahmā), Hari (Viṣṇu), Īśa (Śiva), den Sura (Göttern) und den Fürsten unter de Weisen (muni) Gepriesene!

2. Mondgesichtige, deren Halskette hinreißend glänzt mit Perlen und Juwelen, wunschgewährende Liane der ihr liebend Ergebenen!

3. Leibliche Schwester des Śyāmakṛṣṇa, Gaurī, höchste Herrin, Tochter des Berges mit einem Kranz aus Auripigment, schwarzer Haartracht, der Stimme eines Papagei, herrlich Anmutige!

 


 

Abb.: himādrisute, Caraṇa

midi-Datei des Caraṇa


5. தியாகராஜா = Tyāgarāja = త్యాగరాజ = ತ್ಯಾಗರಾಜ (1767 - 1847)



Abb.: Tyāgarāja

Geboren 1767-05-04 in Tiruvarur (திருவாரூர்), heute Tamil Nadu (siehe Karte oben). Telugu Smarta-Brahmane. Seine Eltern nannten ihn nach der Form Śivas als Asket 'Tyāgarāja' 'König der Entsagung', der Form der Gottheit des Haupttempels von Tiruvarur (Tyāgarāja-Tempel). Tyāgarājas Iṣṭadevatā (persönliche Gottheit) war aber Rāma. Er soll das Mantra Rāmas in seinem Leben 960.000.000 mal gesungen haben. Mehrmals hatte Tyāgarāja exstatische Visionen Rāmas, während derer er neue Kṛtis sang. Dieமதுரை Berichte über Tyāgarājas Leben sind von vielen Legenden überwuchert, sodass es schwer ist, Dichtung und Wahrheit zu trennen.

Zwei seiner vielen Schüler schrieben Biographien Tyāgarājas und schrieben seine Kompositionen nieder:

Die Manuskripte sowie viele Schriften aus der Bibliothek Tyāgarājas werden in Madurai (மதுரை) aufbewahrt.

Tyāgarājas Kṛtis haben die Struktur Pallavi [Schlagzeusolo] Anupallavi Pallavi [Schlagzeugsolo] Caraṇa (Anupallavi) Pallavi.

Tyāgarāja integrierte auch Saṃgati's (siehe hier) in seine Kompositionen.



Abb.: Tyāgarāja-Tempel, Tiruvarur (திருவாரூர்)
©Google Earth. -- Zugriff am 2009-05-14

Zu Ehren Tyāgarājas wird jährlich drei Tage lang um den Tag, an dem er zu Gott eingegangen ist (6 Tage nach seinem Tod im Januar 1847) in Tiruvaiyāru (திருவையாறு)  in Tamil Nadu ein Fest seiner Verehrung (ത്യാഗരാജ ആരാധന = Tyāgarāja ārādhana) abgehalten. In Tiruvaiyāru wurde an der Stelle seines Todes 1927 ein Tempel errichtet, eine Stiftung der Devadāsī Bangalore Nāgaratnamāḷ (1878 - 1952).

Harikēsanallūr Muttiah Bhāgavatar (1877 - 1945) dekretierte 1940, dass es unter Tyāgarājas Kompositionen fünf Kṛtis gibt, die Juwelen sind (pañcaratna kṛti), nämlich:

  1. जगदानन्दकारक = Jagadānandakāraka - Rāga Nāṭa, ādi-tāla
  2.  దుడుకుగక = Duḍukugala -- Rāga Gauḷa, ādi-tāla
  3. సాధిఞ్చేన = Sādhiñcene -- Rāga Ārabhi, ādi-tāla
  4. కనకనరుచిర = Kanakanarucirā -- Rāga Varāli, ādi-tāla
  5. ఏన్దరో మహానుభవు = Endaro Mahānubhavu -- Rāga Śrī, ādi-tāla

Ausgabe mit Übersetzung:


Abb.: Einbandtitel

Tyāgarāja <1767 - 1847>: Compositions / compiled and edited by T. K. Govinda Rao. -- Madras : Ganamandir, 1995. -- 868 S. : Ill. ; 22 cm. -- [Enthält 688 Kompositionen Tyāgarājas in Devanāgarī, vereinfachter Umschrift und Übersetzung, ohne Notation]

Darstellung  und Auswahlübersetzung:

Jackson, William J.: Tyāgarāja : life and lyrics. -- Madras [u.a.] : Oxford University Press, 1991394 S. : Ill. ; 23 cm. -- ISBN 0-19-562812-8. -- [Übersetzungen S. 165 - 362]

 

Beispiel: nādatanumaniṣam

Tāla: ādi |4 O O (4 + 2 +2 )

Rāga: Cittarañjanī: janya zu Meḷa 22: Karaharapriya


Abb.: Tonmaterial von Karaharapriya

Version von Neyveli Santharagopalan

Vorlage: http://www.ecse.rpi.edu/Homepages/shivkuma/. -- Zugriff am 2009-05-14

[Eine andere Version - von Voleti Venkatesvarly (1928 - 1989 - in der Transskription von Amy Catlin siehe in:

The Garland encyclopedia of world music. -- Vol. 5: South Asia : the Indian subcontinent. -- New York [u.a.] : Garland, 2000. -- S. 223]

1. Pallavi:

Text des Pallavi
नादतनुमनिषं शंकरं नमामि मे मनसा शिरसा

nādatanumaniṣaṃ śaṃkaraṃ
namāmi me manasā śirasā

Ich verbeuge mich mit Herz und Haupt vor dem weisen Śaṅkara (= Śiva), dessen Leib der Laut (nāda) ist.


Abb.:
nādatanumaniṣam, Pallavi

midi-Datei des Pallavi

2. Anupallavi:

Text des Anupallavi
मोदकरनिगमोत्तमसामवेदसारं वारं वारम्

modakara-nigamottama-sāmaveda-sāraṃ vāraṃ vāram

[Ich verbeuge mich] tagtäglich vor ihm, der die Essenz des besten aller Veden, des erfreuenden Sāmaveda ist.

Abb.: nādatanumaniṣam, Anupallavi

midi-Datei des Anupallavi


3. Caraṇa:

Text des Caraṇa
सद्योजादिपञ्चवक्त्रजसरिगमपधनिवरसप्तस्वरविद्यालोलं विदलितकालं विमलहृदयत्यागराजपालम्

sadyojādi-pañca-vaktraja-sa-ri-ga-ma-pa-dha-ni-vara-saptasvara-vidyā-lolaṃ vidalita-kālaṃ vimala-hṛdaya-tyāgarāja-pālam

[Ich verbeuge mich] vor ihm, der verlangt nach dem Wissen um die sieben besten Tonstufen - sa ri ga ma pa dha ni - die aus seinen fünf Mündern, nämlich Sadyoja und den Übrigen entstanden sind;

vor ihm, der Kāla vernichtet hat;

vor ihm, der den Tyāgarāja mit dem reinen Herzen behütet.


 

Abb.: nādatanumaniṣam, Caraṇa

midi-Datei des Caraṇa


6. த்துஸ்வாமி தீக்ஷிதர் = Muthuswami Dikshitar (Muttusvāmi Dīkṣitar) =ముత్తుస్వామి దీక్షితార్ = മുത്തുസ്വാമി ദീക്ഷിതര്‍ (1775 - 1835)



Abb.: Muttusvāmi Dīkṣitar
[Bildquelle: Wikipedia. Public domain]

Geboren: 1775-03-24 in Tiruvarur (திருவாரூர்), heute Tamil Nadu (siehe Karte oben). Er war der Sohn des Komponisten Rāmasvāmi Dīkṣitar (1735 - 1817). Er war ein Tamil Smarta-Brahmane. Er war ein Verehrer der Devī, der er viele Kompositionen widmete. Gaṇeśa sind 25 seiner Werke gewidmet. Er war auch ein Verehrer des Śiva Nāṭarāja (tanzenden Śiva) im Tyāgarāja-Tempel in Tiruvarur. In diesem Tempel wird noch heute seine und seines Vaters Musik im Kult, bei Prozessionen und Festen verwendet. Eine Mudaliar-Familie, die dem britischen Governor als Übersetzer diente, nahmen ca. 1800 Vater Dīkṣitar und seine drei Musiker-Söhne auf ihr Gut in Manali bei Madras. Die Dīkṣitars lebten dort viele Jahre lang und lernten auch britische Musik. Muttusvāmi Dīkṣitar schrieb viele Sansktittexte zu britischen Melodien, u.a. auch zu "God save the King". Der jüngste Bruder, Balusvāmi, lernte drei Jahre lang Violine und spielte darauf karnatische Musik. Muttusvāmi war fünf Jahre lang auf Pilgerfahrt nach Varāṇasī (Benares) und empfing dabei Einflüsse von Hindustāni-Musik (besonders Dhrupad).

Muttusvāmi Dīkṣitars Mudrā (Signatur in Kompositionen) ist guruguha = "der, dem Guha (=Kumāra) der Lehrer ist".

Muttusvāmi dichtete vor allem auf Sanskrit und verwendete dabei verschiedene Schmuckmittel (alaṃkāra).

Muttusvāmi komponierte mehrere Zyklen, z.B. zu den 9 Wandelsternen (navagrahakṛti). Sänger singen den dem jeweiligen Wochentag des Konzerts entsprechenden Teil gerne einzeln in Konzerten.

Insgesamt schrieb Muttusvāmi über 600 Kṛti in vielen - auch seltenen - Rāga. Auf seinen vielen Pilgerfahrten komponierte er für jeden besuchten Schrein, Tempel oder erlebte mystische Erfahrung eine Kṛti.


Abb.: Tyāgarāja-Tempel, Tiruvarur (திருவாரூர்)
[Bildquelle:
Kasiarunachalam / Wikipedia. GNU FDLicense]

Ausgabe mit Notation und Übersetzung:


Abb.: Titelbllatt

Muttusvāmi Dīkṣitar <1775 - 1835>: Compositions of Muddusvāmi Dīkshitar : in national and international scripts with meaning and S R G M notations in English / compiled and edited by T. K. Govinda Rao. -- Chennnai : Ganamandir, 1997. -- 426 S. : Ill. ; 28 cm. -- ISBN 0-965-1871-1-X

Muttusvāmi Dīkṣitars bekannteste Komposition ist Vātāpi-gaṇapatiṃ bhaje ham ("Liebend verehre ich den Herrn der Scharen - Gaṇeśa - aus Vātāpi") . Sie ist der Statue Gaṇeśas geweiht, die von Vātāpi (= Badāmi = ಬದಾಮಿ) (Nord-Karnataka) nach Tamil  Nadu gebracht worden war. Diese Kṛti ist seit Mahāvaidyanātha Śivan (மஹா வைத்யநாத சிவன்) (1844 - 1893) der beliebteste Beginn für Konzerte.

Beispiel: vātāpigaṇapatiṃ

Tāla: ādi |4 O O (4 + 2 +2 )

Rāga: Haṃsadhvani: janya-auḍava-auḍava-upāṅga-krama zu Meḷa 29: Dhīraśaṅkarābharaṇa


Abb.: Tonmaterial von Dhīraśaṅkarābharaṇa


Abb.: Tonleiter von Haṃsadhvani

Text
Pallavi:

वातापिगणपतिं भजे हं
वआरणास्यं वरप्रदं श्री

vātāpi-gaṇapatiṃ bhaje 'haṃ
vāraṇāsyaṃ vara-pradaṃ śrī

Pallavi:

Liebend verehre ich den Herrn der Scharen aus Vātāpi, den elefantengesichtigen, wunschgewährenden, herrlichen

Anupallavi:

भूतादिसंसेवितचरणं
भूतभौतिकप्रपञ्चभरणं
वीतरागिनं विनतयोगिनं
विश्वकारणं विग्नवारणम्

bhūtādi-saṃsevita-caraṇaṃ
bhūta-bhautika-prapañca-bharaṇaṃ
vīta-rāginaṃ vinata-yoginaṃ
viśva-kāraṇaṃ vigna-vāraṇam

Anupallavi:

[Liebend verehre ich] ihn, dessen Füße von den Bhūtas und den übrigen verehrt werden

ihn, der die Vielfalt der Elemente und materiellen Welt erhält

ihn, der frei von Begierden ist

vor dem sich die Yogins verbeugen

die Ursache von Allem

den Abwehrer von Hindernissen

Caraṇa:

पुरा कुम्भसंभवमुनिवरप्रपूजितं त्रिकोणमध्यगतं मुरारिप्रमुखाद्यौपासितं मूलाधारक्षेत्रस्थितं परादिचत्वारिवागात्मकं प्रणवस्वरूपवक्रतुन्दं निरन्तरं निटिलचन्द्रखण्डं निजवामकरविधृतेक्षुदण्डं कराम्बुजपाशबीजपूरं कलुषविधुरं भूटाकारं हरादिगुरुगुहतोषितबिंबं हंसध्वनिभूषितहेरंबम्

pūrā kumbha-sambhava-muni-vara-prapūjitaṃ
trikoṇa-madhya-gataṃ
murāri-pramukhādy-upāsitaṃ
mūlādhāra-kṣetra-sthitaṃ
parādi-catvāri-vāgātmakaṃ
praṇava-svarūpa-vakra-tundaṃ
nirantaraṃ
niṭila-candra-khaṇḍaṃ
nija-vāma-kara-vidhṛtekṣu-daṇḍaṃ
karāmbuja-pāśa-bīja-pūraṃ
kaluṣa-vidhuraṃ
bhūtākāraṃ
harādi-guruguha-toṣita-bimbaṃ
haṃsadhvani-bhūṣita-herambam

Caraṇa:

[Liebend verehre ich] ihn, der zuvor vom besten aller vedischen Weisen, der aus einem Wassertopf geboren wurde [= Agastya], besonders verehrt wurde

ihn, der in der Mitte des mystischen Dreiecks (trikoṇa) ist

ihn, dem Murāri und andere Hervorragende dienen

ihn, der im Wurzelcakra und im Mulādhārakṣetra-Schrein ist

ihn, der das Wesen der vier Arten von Rede "höchste" usw. ist

ihn, einen Bauch hat, der in der Form von Oṃ gekrümmt ist

den Unmittelbaren und Forbestehenden

ihn, der auf der Stirn einen aufgehenden Mond trägt

ihn, der in seiner rechten Hand einen Stock aus abgeschnittenem Zuckerrohr trägt

ihn, der in seinen Lotushänden eine Schlinge und eine Zitrone hält

den von Unreinheit freien

ihn, der die Gestalt von Wohlstand hat

dessen Bildnis, von Hara (= Śiva) und anderen sowie Guruguha (= Muttusvāmī Dīkṣitar) erfreut wird

den Heramba, der durch den Rāga Haṃsadhvani geschmückt wird.

 

1. Transnotation durch Amy Catlin aus ಸಂಗೀತಸಂಪ್ರದಾಯಪ್ರದರ್ಶಿನೀ [Saṃgītasampradāyapradarśiṇī, 1904] in: Catlin, Amy: "Vātāpi Gaṇapatim" : sculptural, poetic and musical texts in a hymn to Gaṇeśa. -- In: Ganesh : studies of an Asian god / Robert L. Brown ed. -- Albany : State Univ. of New York Press, 1991. -- ISBN 0-7914-0657-1. -- S. 165 - 167




Abb.: vātāpigaṇapatiṃ

 

midi-Datei vātāpigaṇapatim

 

2. Dasselbe nach der Vorlage: Bhagyalekshmy, Heft 3, S. 74 - 77


Abb.: vātāpigaṇapatiṃ, Pallavi

midi-Datei des Pallavi


 

Abb.: vātāpigaṇapatiṃ, Anupallavi

midi-Datei des Anupallavi

 


 

Abb.: vātāpigaṇapatiṃ, Caraṇa

midi-Datei des Caraṇa


7. ശ്രീ സ്വാതി തിരുനാള്‍ രാമ വര്‍മ്മ = Sri Swathi Thirunal Rama Varma (Svāti Tirunāḷ Mahārāja) (1813 - 1846)



Abb.: Svāti Tirunāḷ Mahārāja
[Bildquelle: ml.wikipedia. Public domain]

Mahārāja von Travancore (തിരുവിതാംകൂര്). War nicht nur Förderer der Musik, sondern komponierte auch selber Sein kompositorischen Werk umfasst:

Die meisten seiner Kompositionen sind an Viṣṇu und dessen Inkarnationen gerichtet.

Zwei bekannte Zyklen sind:

Svāti Tirunāḷs persönliche Gottheit (iṣṭadevatā) war Padmanābha (Viṣṇu, aus dessen Nabel ein Lotus wächst). Padmanābha ist auch Svātis Signatur (mudrā) in seinen Kompositionen.

Es ist umstritten, ob nicht ein Teil "seiner" Kompositionen in Wirklichkeit von seinem Hofmusiker Vaḍivēlu Pillai komponiert wurden.

Svāti Tirunāḷ hat keine Schüler ausgebildet. Seine Musik überlebte durch Hofmusiker, insbesondere Nāgasvaram-Meister. Ab 1916 wurden seine Kompositionen veröffentlicht. Seither erfreuen sie sich wachsenden Interesses.

An seinem Hof lebten ständig über 50 Musiker sowohl karnatischer Musik als auch von Hindustāni-Musik sowie westlicher Musik. Nach dem Tod von Serfoji (Sarabhoji) II (सर्फोजी, ‎‎சரபோஜி) (1777 – 1832), dem letzten Mārāṭha-Herrscher von Thanjavur (தஞ்சாவூர்), de ein großer Förderer der Musik gewesen war, kamen viele große Musiker von Thajavur an Svāti Tirunāḷs Hof in Travancore.

Vor allem durch Svāti Tirunāḷ wurde die karnatische Musik in Kerala eingeführt.


Abb.:
Travancore (തിരുവിതാംകൂര്)

Ausgabe einer kleinen Auswahl mit Notation (ohne Übersetzung):

Svāti Tirunāḷ <1813 - 1846>: Swati Tirunal compositions / edited and notated by Gowri Kuppuswami & M. Hariharan. -- Trivandrum : College Book House, 1985. -- 117 S. ; 25 cm. -- [in Malayalam und lateinischer Schrift]

Beispiel: devadeva jagadīśvara

Tāla: ādi |4 O O (4 + 2 +2 )

Rāga: Pūrvīkalyāṇī: janya-auḍava-sampūrṇa-upāṅga-krama zu Meḷa 53: Gamanaśramā


Abb.: Tonmaterial von Gamanaśramā


Abb.: Tonleiter von
 Pūrvīkalyāṇī

Vorlage: Bhagyalekshmy, Heft 3, S. 91 - 93

1. Pallavi:

Text des Pallavi:
देवेदेव जगदीश्वर भुजगासन वाहन मुरहर दिव्यहार मणिकुण्डलधर भागवन्

deva-deva jagad-īśvara bhujagāsana vāhana mura-hara divya-hāra maṇi-kuṇḍala-dhara bhāgavan

Gott der Götter, der eine Schlange als Sitz hat, Wagenlenker, Mura-Vernichter, den Himmel Einnehmender, der einen Juwelenohrschmuck trägt, Bhāgavat (Ehrwürdiger)!


Abb.: devadeva, Pallavi

midi-Datei des Pallavi

2. Anupallavi:

Text des Anupallavi
पावनानुपम निजभुजविक्रम पद्मनाभ वस मे हृदि माधव

pāvanānupama nijabhujavikrama padmanābha vasa me hṛdi mādhava

Du unvergleichlich heiliger Reiniger, des Gewalt in den eigenen Armen liegt, Lotusnabliger, wohne in meinem Herzen, Mādhava!


 

Abb.: devadeva, Anupallavi

midi-Datei des Anupallavi

3. Caraṇa:

वारण परिवृढ तापसमानछन्न वासव मुखसुर सेवितपदयुग

vāraṇa parivṛḍha tāpasa-māna-channa vāsava mukhasura sevitapadayuga

Wie Anupallavi:

दारितमागध महीपयदुग्धम तापसहृदयनिवास ह्र्दसमान

dārita-māgadha mahī-paya-dugdhama tāpasa-hṛdaya-nivāsa hṛdasamāna

Abwehrer, Führer, von der Hochachtung der Asketen Bedeckter, Vāsava, Hauptgott, dessen Fußpaar verehrt wird,

Wie Anupallavi:

durch den Māgadha auseinandergetrieben wurde, beste Milch der Erde, der im Herzen der Asketen wohnt, der im Herzen nicht Seinesgleichen hat.

 


 

Abb.: devadeva, Caraṇa

midi-Datei des Caraṇa


8. Ilaiyaraaja  = இளையராஜா (1943 - )


Ilaiyaraaja war in den 1980er und 1990er-Jahren der erfolgreichste "Music Director" (Komponist) Südindiens. Er komponierte u.a.:


Abb.: CD-Cover

Ilaiyaraaja brachte südindische Volksinstrumente in Filmorchester, er ist ein Pionier elektronischer Instrumente in Orchestern und beherrscht viele Musikstile.

Ab den 1990er Jahren wurde Ilaiyaraajas Popularität von Allah Rakha Rahman (ஏ.ஆர்.ரகுமான்) (1966 - ) übertroffen.

Wegen des Copyrights können hier zu Ilaiyaraajas Kompositionen keine Notenbeispiele gezeigt werden.


Zu: Musikinstrumente und Musikensemble